Salopp: wie schwer ist der technische Betriebswirt?

Hallo,

ich möchte den TBW machen - Vollzeit in 4 Monaten mit anschließenden Prüfungen - Bildungsträger sind die Eckertschulen und Prüfung wird von der IHK gemacht.

Unterricht wird Montag und Freitag von 8 bis um 13 Uhr sein, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr.


Kann mir jemand sagen der den Vollzeitkurs gemacht hat, wie sieht das Zeit-Management aus? Wie viele Stunden am Tag sollte man lernen?

Wie denkt ihr über den kurzen Vollzeitkurs? Da ich jetzt arbeitslos bin, möchte ich dies in Vollzeit durchziehen. Aber ich habe Frau und 2 kleine Kinder, da ist es nicht ganz so unbeschwert sich Zeit zum lernen zu nehmen. Da werde ich in den Abendstunden wohl die meiste Zeit und Ruhe haben.


Ich habe mir gebrauchte Bücher von Feldhaus gekauft um einfach den Stoff zu sehen:

Buch 1: der techn. Betriebswirt - Volks- und Betriebswirtschaft

Buch 2: der techn. Betriebswirt - Management und Führung + Projektarbeit


Dazu Frage: beim Techniker hatten wir einige Bücher, nicht jedes Thema wurde behandelt, wenn ich da an das Buch Maschinenelemente denke (Normung, Berechnung, Gestaltung) mit 800 Seiten und wir da gerade mal einen Bruchteil von geschätzt höchstens 50 Seiten benötigt hatten. Wie ist das beim TBW und den beiden oben genannten Büchern? Wird da alles durchgemacht? Wird was nur überflogen?


Dann wenn ich mir die Inhaltsverzeichnisse anschaue, ich interpretiere die Teile grob in Auswendig-Teil und Versteh-Teil. Darüber hätte ich gerne eine Einschätzung.

Buch 1 V & BWL:
Allgemeine Volks- & Betriebswirtschaftslehre: vieles nicht unbekannt, locker machbar denke ich. Auswendig-Teil.
Rechnungswesen & Controlling: das hat es in sich! Allein für das Thema gehen 150 Seiten drauf. Ich glaube das ist der schwierigste Teil, oder? Ist der Versteh-Teil.
Finanzierung, Investition, Steuern: nicht gerade leicht, aber kenne mich mit Steuern einigermaßen aus. Auswendig-Teil.
Material-, Produktions- & Absatzwirtschaft: hat es auch in sich! 240 Seiten, wohl auch mit der schwierigste Teil, oder? Versteh-Teil und das bei dem vielen Stoff. Haut mich grad um!

Buch 2 M & F:
Organisation: kommt mir sehr vieles bekannt vor vom Techniker, das müsste eigentlich gut gehen um wieder alles auf zu frischen. Da habe ich keine Bedenken. Auswendigteil.
Information- & Kommunikationstechniken: ja auch machbar, obwohl das nicht beim Techniker mit drin in der Ausbildung war. Auswendig-Teil.
Personalmanagement: schreckt mich nun auch nicht wirklich ab. Auswendig-Teil.
Methoden & Gestaltung einer Projektarbeit: wohl um einiges weniger als eine Technikerarbeit. Wie findet man da ein Thema?


Aus eurer eigenen Erfahrung, was könnt ihr mir mit auf dem Weg geben?

Es fallen mir sicher noch einige Fragen dazu sein.

Danke & Grüße
 
Doch es ist sehr schwer. Du musst viel lernen und damit rechnen wenn du denkst du weißt alles dann doch eine schlechtere Note bekommst weil die ihk immer neue sachen findet was sie fragen können.
 
Das viel lernen dazu gehört kann sich jeder denken.

Ich habe meinen Eindruck im Eingangspost beschrieben, habe ich da eine richtige Einschätzung?

Ist Vollzeit in 4 Monaten besser, als Teilzeit, da man immer am Ball ist?

Ich werde mir am Wochenende ein meiner Meinung nach schwieriges Thema aus den Büchern aussuchen und versuchen, wie gut ich das lernen kann.

Mir geht es um die Einschätzung, ob ich mir das zutraue und auch schaffen werde. Natürlich kennt man sich nicht, daher ist eine Einschätzung sehr schwierig. Aber wenn mich jemand fragt, wie der Techniker zu schaffen ist, dann kann ich dem 10 bis 15 Minuten gut erklären wie Inhalte, worauf es ankommt, was besonders (für mich) schwierig war, einen Rat wie man es besser machen sollte (im Nachhinein weiß man es besser, wie und was man lernen soll). So einen Beitrag hätte ich gerne, nein mehrere :-)

Vielen Dank.
 
4 Monate geht der Kurs. Ok.
Wer betriebswirtschaftliche Grundlagen hat kann Teil 1 gut schaffen..
Nun fehlen mir Deine Vorkenntnisse in VWL, Rechnungswesen,..
Nach Teil 1 gehts zum Teil Teil 2.
Zwischen Teil 1 und Teil 2 liegen bei uns 6 Monate. also nur wer Teil 1 bestanden hat kann überhaupt über die Projektarbeit nachdenken.
Das heißt der Kurs an sich ist schon lange vorbei, wenn du die Prüfungen endlich machen kannst..
Sich die Theorie in 4 Monaten reinballern, kann funktionieren, aber bis man dann fertig ist dauert es noch Monate..
Frag mal bei Deiner IHK nach einem Zeitstahl für die Prüfungen.

Wenn der Kurs vom Amt bezahlt wird, nimm den ruhig mit. Aber glaube nicht das Du mit 4 Monaten durchkommst.
Die Projektarbeit ist meist ein betriebliches Thema, welches bearbeitet werden soll...
Alternativ darf man auch was privates auswählen. Aber auch hier ist viiieel Zeit nötig.
Thema anmelden, Thema bestätigen lassen, Thema bearbeiten, Projektarbeit präsentieren...Da streicht die Zeit hin...

Viel Glück
 
Also ich hätte höchsten Respekt den Stoff in 4 Monaten durchzunehmen. Damit ist es ja auch nicht getan, es muss diese Menge an Informationen auch hängen bleiben!

Nach einem Vollzeittag abends noch einmal hinsetzen und lernen? Zu Hause tobt das Leben mit Kind und Kegel, will dir das nicht ausreden - aber das wird eine harte Zeit. (Habe auch zu Hause Kinder rumlaufen)

Ich bin sehr froh in 18 Monaten den Stoff durchzukauen und das ist bereits eine anstrengende Sache, obwohl relativ viel BWL Vorkenntnisse vorhanden sind.

Da du zur Zeit arbeitslos bist würde ich auch den Kurs machen - kann mir nicht vorstellen das man dann bestehen wird. Mich würden dann einmal die Quoten interessieren wer das wirklich durchzieht.

Never give up - viel Erfolg!
 
Ja mit Kind und Kegel habe ich auch den Techniker geschafft, irgendwie ging es. Was ich nicht könnte oder möchte, arbeiten und Abends und am Samstag in die Schule. Daher finde ich Vollzeit schon besser. Klar die 4 Monate scheinen echt wenig zu sein - das ist auch der Reiz das es schnell geht. Aber man möchte ja wie du auch sagst das viel hängen bleibt und das man einen guten Abschluss macht.

Bin mir schon unsicher, was machen. Einerseits aus der Arbeitslosigkeit wäre es vorteilhaft den TBW zu machen.

Auf jeden Fall Danke für eure Meinungen und ich freue mich auch sehr auf weitere Meinungen / Kritik.
 
Grüße zusammen,

Also hier mein Eindruck, was den Schwierigkeitsgrad des TBW angeht:

- Im Jahr 2017 habe ich den geprüften Logistikmeister in Teilzeit 1 Jahr lang mit ca. 16 Unterrichtsstunden/Woche; 2 Wochen Vollzeit AdA und zwei Wochen Vollzeit Prüfungsvorbereitung mit Leichtigkeit, ohne weiteres lernen bestanden. Die Note war nicht sehr gut, aber bestanden. Zu der Zeit habe ich als Führungskraft noch 9h+ jeden Tag gearbeitet.

- Im Anschluss habe ich mich zu einem halbjährigen Vollzeitkurs für den TBW bei der IHK angemeldet. Zusätzlich zum Kurs habe ich fast jeden Tag noch mit anderen Teilnehmern gelernt. Ergebnis: Nicht einmal 50% des Kurses haben bestanden. Mich eingeschlossen. Und jeder der Teilnehmer hatte einen guten Meister/Fachwirt und wollte mehr.

Einige aus meinem ehemaligen Logistikmeisterkurs haben sich am TBW versucht und sind gnadenlos gescheitert. So sehr, dass kein weiteres Interesse bestand die Prüfungen zu wiederholen. Selbst unser bester Logistikmeister (1er Schnitt) ist bei Rechnungswesen mit 50+ Punkte geradeso durchgekommen. Seine Projektarbeit wurde abgelehnt und er musste Einsicht einfordern bis diese irgendwie als Bestanden gewertet wurde...

Ich empfehle auch jeden den Meister zu machen, da dieser meiner Meinung nach fast geschenkt ist. Zudem der Sprung des Bildungsgrads von Ausbildung zu Meister viel höher ist als von Meister zu TBW, doch zwischen den Ansprüchen an einen werdenden Meister und TBW liegen Dimensionen.

Aktuell versuche ich mich nochmal am TBW. Über den Lernplan kann man paar Themen weiter unten lesen. Ich habe mir ein halbes Jahr in Teilzeit gesetzt mit 16 Stunden pro Woche nur für Teil 1! Für Teil 2 werde ich wieder ein halbes Jahr lernen.
Link: Lernplan - Gewichtung "Wirtschaftliches Handeln und betrieblicher Leistungsprozess"

Das soll sich auf keinen Fall demotivierend anhören, doch ich würde dir raten nach den 4 Monaten erstmal Teil 1 zu machen und dich in dieser Zeit darauf zu fokussieren. Selbst ich bin mir nicht sicher, ob meine 6 Monate Teilzeit mit dem halben Jahr Vollzeit für Teil 1 ausreicht. Wenn ich alte VWL Prüfungen (bis 2018) mit den neuen (ab 2019) vergleiche muss ich schon lachen. Da liegen Welten dazwischen und VWL ist meiner Meinung nach das angenehmste Fach.


Wie gesagt, dass ist meine Meinung. Jeder kann dieser gerne Widersprechen und/oder seine Erfahrungen hier weitergeben.


Gruß
McLovin
 
Hallo,

ich bin immer noch unschlüssig und auf jeden Fall danke für eure Meinungen. Jedoch brachten mich manche Beiträge zum schmunzeln / lachen :LOL:

Ich tendiere eher dazu, den kurzen Vollzeitkurs nicht zu machen, da es schon sehr knackig sein wird. Mein Bekannter, der den auch machen will, hat keine Lust auf Teilzeit. Wir werden uns gegen Wochenende / Anfang nächster Woche entscheiden.

Gibt es noch Jemanden, der den Vollzeitkurs gemacht hat? Auch die Teilzeitkursbesucher sind ebenso gefragt zwecks Erfahrungen.
 
Der Beitrag von McLovin klingt fast wie das Grundstudium in Mathe oder Physik.
Nein, ich kann nicht mit persönlichen Erfahrungen dienen, der TBW als Abschluss auf dem Papier würde mir rein garnichts bringen.
Ich kenne aber mehrere TBW's bzw. solche, die das Äquivalent nach dem Techniker(Wirtschaftstechniker) an ihrer Schule gemacht haben...da hat jeder bestanden.
Gebracht hat das keinem von denen was bei der Einstellung...
Das mag nicht allgemeingültig sein, jedoch habe ich bisher niemals! jemanden jammern hören, dass die Betriebswirt-Weiterbildung derart schwer gewesen sein soll.
Angeblich soll das in etwa dort liegen, wo auch der Techniker liegt und der ist wohl recht kommod machbar.
Beim Industriemeister, zu dem ich auch mal den Logistikmeister dazunahme, habe ich noch von keinem gehört, der daran gescheitert ist.
Noch nie, selbst wenn immer mal gemosert wird, wie schwer der doch angeblich ist...wohl eher um sich damit ein bisschen in rechte Licht zu rücken.
Beim Techniker hört man zumindest immer mal wieder, dass der ein oder andere das nicht zu Ende gebracht hat.
 
Doch es ist sehr schwer. Du musst viel lernen und damit rechnen wenn du denkst du weißt alles dann doch eine schlechtere Note bekommst weil die ihk immer neue sachen findet was sie fragen können.
Ich stimme moe zu. Das, was du beschreibst, ist das Niveau eines Hochschulstudiums, aber doch nicht für eine Weiterbildung der IHK. Jetzt bleib mal auf dem Teppich...
 

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