Rundsteuerempfänger Landis&Gyr

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von horstl, 25 Okt. 2007.

  1. Guten morgen,
    ich bin neu hier und will mich kurz vorstellen. Ich heiße Horst und bin seit 1979 Elektroinstallateur. Ich wohne in Franken und arbeite in Nürnberg.

    Nun zu meiner Frage:

    Es handelt sich um einen Rundsteuerempfänger von Landis&Gyr, Typ FTT4AB.3101.G, Baujahr 1996.
    Klemmen von 1 - 8.

    Klemme 1 = L1
    Klemme 2 = N

    Nun sind die Klemmen 3,4,7 mit jeweils einem schwarzen Kabel belegt.
    Klemme 8 mit einem braunen Kabel.

    Von den Klemmen 3,4,7,8 ist ein Kabel zur Umschaltung des Zählers von HT auf NT.
    Dann muß doch eines der anderen Kabel zur Ansteuerung des Ladeschützes für die Speicheröfen sein. Um genau dieses Kabel bzw. die Phase für die Spule zur Ansteuerung des Ladeschützes dreht sich mein Problem bzw. meine Frage.

    Da die im Verteiler eingebaute Steuerung zur Absenkung und Außenfühlersteuerung nun nach dem Umschalten des Doppelterifzählers auf NT den Ladeschütz quasi zum "ausflippen", d. h. zum dauerklappern veranlaßt hat, werde ich diese Steuerung entfernen und nur noch den Ladeschütz einschalten lassen bei NT. Nebenbei muß ich noch erwähnen, das lediglich ein einziger Nachtspeicherofen in Betrieb ist. Für diesen ist daher keine Steuerung nötig, da er nur als Frostüberbrückung dient.
    Möglich wäre auch gewesen, die Phase durch Spannungsmessung nach dem umschalten auf NT zu ermitteln, jedoch ist dann in diesem NT-Zustand ja auch die Phase messbar, die dem Umschalter im Zähler die Phase zuführt.
    Und diese als Schaltphase für den Ladeschütz zu verwenden, wäre unklug und evtl. nicht zulässig.
    Kann mir jemand diese Belegungen schreiben?
    Es wäre auch noch möglich gewesen, die Umschaltphase HT/NT im stromlosen Zustand mit Durchgangsprüfung zu ermitteln und damit diese auszuschließen. Aber hierzu hätte ich dann noch eine Plombe, die des Zählers entfernen müssen. Dies wäre nicht die schönste Lösung, zumal ich beim anschließen schon genau wissen will, was Sache ist.

    Im vorraus schon herzlichen Dank für Hilfe

    mfG

    Horst
     
  2. AW: Rundsteuerempfänger Landis&Gyr

    Mit dem Lösen der Plombe am Rundsteuerempfänger hattest du doch auch kein Problem ^^
    Um was deine Frage ansonsten angeht, frag deinen Energieversorger. Die kennen sich damit am besten aus. Von denen ist das Gerät ja ;)

    Ansonsten funktioniert das ganze allgemein so:
    Das Rundsteuergerät hat mehrere Relais mit Wechslerkontakt.
    Das erste Relais (bei unseren die Klemmen 3,4,5, Klemmenbelegung ist aber meistens auch im Deckel eingeklebt) ist die Tarifumschaltung und das zweite (Klemmen 6,7,:cool: für die NT-Freigabe der Steuerung.
    Die Tarifschaltung liegt dann auch 3 und 4, also dem Öffnerkontakt. Die NT-Freigabe ist auf 7 und 8, also dem Schliesserkontakt. Die Adern an 7 und 8 kommen von der Steuerung. Willst du das Schütz jetzt direkt ansteuern lässt du die Phase über 7 und 8 (dem Schliesserkontakt halt...) schalten und dein Schütz haut rein wenn NT da ist.

    Gruß Andreas
     
  3. AW: Rundsteuerempfänger Landis&Gyr

    Hallo Andreas,

    vielen herzlichen Dank für die genaue und sofortige Antwort. Jetzt kann ich das Drama fertigstellen.
    Du hast recht mit der Entfernung der Plombe. Aber bei verplombtem Rundsteuerempfänger hätte ich ja überhaupt nichts feststellen können. Die "Nichtlokalisierung" des Fehlers wäre die erste Blöße gewesen, die ich mir gegeben hätte. Und die zweite wäre die Entfernung der Zählerplombe gewesen, wegen Unwissenheit über die Schaltungsgeschichte. Die dritte wäre dann noch gewesen, zu meinem Meister sagen zu müssen, ich komm nicht zurecht.
    Und so ist das Problem dank deiner Hilfe am besten gelöst. Und beim verplomben schmunzelt dann der Monteur auch nicht über mich. Denn die zweite Plombe am Zähler ist ja noch dran. ;)

    Nochmals vielen Dank

    Gruß Horst
     
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