Resümee Staatlich geprüfter Techniker HLK beim DAA

Hallo,

da wir hier scheinbar in der Unterzahl sind will ich einen kurzen Rückblick zum SgT HLK beim DAA geben, und ein wenig auf die Fächer eingehen.

Ich habe den Techniker im Sommersemester 2021 erfolgreich absolviert und bin froh , dass ich mich damals dafür entschieden habe. Man absolviert den Fortbildungslehrgang berufsbegleitend und ist sehr flexibel was Prüfungstermine und Lernphasen angeht. Natürlich muss man aufpassen dass man den Faden nicht verliert und nach hinten genug Luft zum verbessern hat.
Ich habe mich grob an den Lehrplan des DAA gehalten und das war dank Corona eine schlechte Idee, weil durch den Lockdown anfangs Termine ersatzlos gestrichen wurden, ist es zum Ende echt knapp geworden. Ich war darauf aus, den Techniker nicht nur irgendwie zu bestehen, sondern so gut wie es mir möglich war.

Thema verkürzen:
Das sollte man sich gut überlegen, ob man im 2ten oder 3ten Semester anfangen will. Ab dem 3ten Semester geht es mit den Prüfungen los, da muss man schon ordentlich sich hinsetzen und büffeln.

Zu den Fächern:

Berufsübergreifender Lernbereich:

Deutsch: Erörterung etc wird zig mal im begleitenden Unterricht durchgesprochen und geübt, wenn man da nicht fit ist unbedingt den Samstags Unterricht mitnehmen. Kein großer Lernaufwand. Man darf sich einen Duden mitnehmen und reinschreiben 😅

Englisch: Keine große Schwierigkeit, Niveau 9-10 Klasse Realschule. Kein großer Lernaufwand.

Mathematik Grundstudium: Die erste Hürde, fand ich sehr anspruchsvoll. Viel Üben, zeitlich sehr knapp. Rechenwege klar nachvollziehbar.

Physik / Naturwissenschaft: Der nächste Brocken, sehr guter Vorbereitungsunterricht, Sehr viel Stoff und viel zu wenig Zeit in der Prüfung. Sehr viel Üben, sodass man die Formeln im Schlaf abrasseln kann, sonst verliert man zuviel Zeit mit durch die Formelsammlung blättern. Immer Geg., Ges. Lösung etc gibt Teilpunkte wenn man in der Form bleibt. Rechenwege nachvollziehbar etc.

Politik: Fand ich leicht, Karteikarten im Downloadbereich haben gereicht um gut zu bestehen. Relativ viel auswendig zu lernen.

Betriebswirtschaft: Empfand ich als leichte Prüfung wenn man gut mit Zahlen umgehen kann. Mäßiger Lernaufwand.

Mitarbeiterführung: Immer nach Schema F, Struktur erkannt alles easy. Downloadbereich sind gute Rekonstruktionen. Mäßiger Lernaufwand.

Berufsbezogener Lernbereich:

Strömungsmechanische und thermodynamische Grundlagen: Physik 2.0 und Lüftung ist da auch mit drin. Viel Stoff.

Informationstechnik / Technische Kommunikation: Die Bedienung von einem Programm erklären ... muss man halt mal gemacht haben um das zu erklären.
Wenig Lernaufwand

Steuer und Regelungstechnik: Sollte man sich auf jeden fall genau in den Lernmodulen ansehen. Viel Stoff. Prüfungsvorbereitung in den HASITs mitnehmen!

Sanitärtechnik: Das war schon Interessant und mäßig viel. Lernaufwand mäßig, ich habe mit aktuellen Projekten meiner Arbeit geübt 😅

Qualitätsmanagement: Nur mit Prüfungen geübt, war ok und nicht allzu viel Lernstoff.

Projektmanagement: selbe wie mit QM

Vertragsrecht und Kalkulation: VOB etc viel zu lesen, mäßiger Lernaufwand. Wichtige Passagen in der Formelsammlung markieren.

Heizungs- und Energietechnik: Sehr viel Stoff, hoher Lernaufwand ... da saß ich lange dran. Prüfungsvorbereitung in den HASITs mitnehmen!

Industrie und Fernwärmeversorgung: Viel Stoff, mäßiger Lernaufwand, da wiederholt sich einiges in Heizung und Energietechnik

Lüftungs- und Klimatechnik: Sehr viel Stoff, hoher Lernaufwand, kaum Prüfungen zum üben. Prüfungsvorbereitung in den HASITs mitnehmen!

Mathematik Tutorium: Empfand ich als leichter als die Vorprüfung, obwohl der Stoff komplexer ist. Youtube (Daniel Jung) super easy zum üben. Rekonstruktionen gibts on mass.

Projektarbeit: Ich musste die Projektwoche zuhause absolvieren via Webbinar Software. War ok und ganz gut. Man ist viel entspannter bei den mündlichen Gesprächen etc.

Staatliche Abschlussprüfung:
Die Abschlussprüfung hatte es aber in sich, viele Stolpersteine. Ich habe bei allen Prüfungen fast die komplette Zeit zum bearbeiten gebraucht, außer bei Steuer und Regelungstechnik. Man ist schon ein wenig angespannt, aber nach 30 min war das auch nur noch eine Prüfung wie die 19 die man vorher absolviert hat. :thumbsup:

HASITs und Semester Projekt

Ich war nicht bei allen HASITs aber bei denen wo wichtige Prüfungsvorbereiten im Anschluss gemacht wurden. Die HASITs selbst fand ich jetzt nicht so hilfreich, besser wär wohl ein richtiger Unterricht gewesen mit höherer Lernkurve.
Das Semester Projekt kann ich ausnahmslos jedem Empfehlen, das ist sozusagen die Übung zur Projektwoche ... genau so läuft es ab!

Ich bin froh die Erfahrung mit einer nebenberuflichen Fortbildung in diesem Ausmaß gemacht zu haben, bin aber auch froh das es jetzt zu ende ist.
Wenn ich die Wahl nochmal hätte, würde ich mich wieder für das DAA entscheiden.

Allen frischgebackenen Technikern wünsche ich weiterhin viel Erfolg!☄️
 
Darf ich fragen welchen Dozenten du hattest?
Namen werd ich jetzt nicht nennen, ich war zum Grundstudium an der HAW in Hamburg. Dort hat die DAA Räume zur Verfügung.

Zu den Seminaren war ich in Osnabrück am Ausbildungszentrum der DAA.

Die Projektwoche lief folgendermaßen ab:

Zuerst wurden die Gruppen ausgelost, dann hat man den Auftrag bekommen und musste loslegen.
Es wurde vorgegeben, wann die einzelnen Projektphasen abgegeben werden müssen. Kurz vor der Abgabe wurden die Fachgespräche über die Projektphasen gehalten, mit der Gruppe. Es wurden die mündlichen Benotungen sofort im Anschluss bekannt gegeben.

Zum Abschluß musste jede Gruppe eine Präsentation mit ihren Ergebnissen halten, die ebenfalls benotet wurde.

Dann hat man 14 Tage Zeit seine Technikerarbeit zu schreiben und per Einschreiben zu versenden. ( es zählt das Poststempel)
Es gibt eine Form die man einhalten muss, sowie max 20 Seiten (einseitig bedruckt)

Und dann war's das auch schon.🤗
 
Danke für den Einblick.

Ich bin gerade im letzten Semester und habe im Januar meine Prüfungswoche. Danach wollte ich noch eine Woche frei nehmen, um die Projektarbeit zusammen zu stellen.
So wie ich verstanden habe, kann man die Präsentation als Grundlage nehmen und diese nur etwas schmücken mit Texten und Formeln.
Somit soll man nachvollziehen können, wie man auf die diversen Werte kommt.
Das Semesterprojekt habe ich auch komplett mitgemacht. Das fand ich besser, als die ganzen Hsits davor. Ab den dritten Semester fand alles auch nur noch online statt.
Ich muss gestehen, ich fand dies nicht so gut. Der Lerneffekt ist da nicht so gut. Frontalunterricht ist dabei einfach effektiver.

Jetzt muss ich aber erstmal hoffen, das ich zu den staatlichen Prüfungen im März zugelassen werde. Die letzten 3 staatlichen habe ich im Oktober und November geschrieben. Ich hoffe, das ich bei allen eine gute Note erreiche, wobei ich mir bei einer auf jeden Fall sicher bin, das dies sein wird.
Im Januar nochmal eine zu schreiben, könnte stressig werden, weil da ja auch die Projektwoche und die Projektmappe ansteht. Da ist mit Lernen nicht viel Platz.
Notfalls müsste man dann halt versuchen, evtl. schlechtere Noten in der vorstaatlichen in der Staatlichen auzugleichen.
 
Notfalls müsste man dann halt versuchen, evtl. schlechtere Noten in der vorstaatlichen in der Staatlichen auzugleichen.
Das würde ich nicht riskieren. Schlechter als 3 ist grenzwertig, da pokert man zu hoch falls was schief läuft. Man muss immer dran denken, dass man selbst wenn man eine 5 schreibt die zusammen mit der vornoten gerechnet wird, und es durchaus sein kann dass man besteht und dann die 5 auf dem Zeugnis hat, ohne die Möglichkeit verbessern zu können.

Selbst 2 5er sind möglich, und Mal ehrlich... Wie hoch ist die Chance einen sinnvollen Job mit so einem Ergebnis zu bekommen...
 
Na mein Ziel ist es eigentlich in allen vorstaatlichen mindestens eine 3 zu schreiben. Lieber wäre mir aber eine zwei.
Mein jetzigen Arbeitgeber ist es egal, was ich für Noten habe, Hauptsache bestehen. Mitte des Jahres war ich kurz vorm Burnout. Viele Prüfungen innerhalb kurzer Zeit und viel Stress auf Arbeit. Als ich wieder da war, hat mich der Technische Leiter zur Seite genommen und gesagt, das er meinen Ergeiz für gute Noten gut findet, aber ihm lang es, wenn ich einfach nur bestehe.
Trotzdem will ich aber so gut wie möglich abschneiden. Mit 46 Jahren bin ich ja auch nicht mehr der jüngste :-)
 
Ja das stimmt, je älter man wird, desto schwieriger empfindet man das lernen ... zudem kommen da ja auch noch stressiger Job und familiäre Verpflichtungen dazu ;)

Ich habe die ganze Geschichte als Hobby gesehen, und das hat gereicht fürn 2er durchschnitt :thumbsup: 😅

ps: ok hab meine Frau samt Kind 2x nach Malle ohne mich geschickt, da hab ich dann nen 2er Block Prüfungen abgehakt ... war schön ruhig zuhause o_O
 
Dann hat man 14 Tage Zeit seine Technikerarbeit zu schreiben und per Einschreiben zu versenden. ( es zählt das Poststempel)
Es gibt eine Form die man einhalten muss, sowie max 20 Seiten (einseitig bedruckt)

Zeitliche Einschätzung war übrigens Freitag bis Sonntag mit Nachtschicht ... ungefähr 30 std Nachbearbeitung. war dann ne 2 :thumbsup:
Es reicht nicht nur die Präsentation aufzufrischen, ich bin da sehr sorgfältig vorgegangen und habe zu jeder Überschrift ein paar Sätze zu geschrieben. Resümee war eine DinA4 Seite voll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Plan ist. das ich nach der Prüfungswoche anschließende eine Woche frei nehme und die Mappe in Ruhe zusammenstelle.
Ich will auch hier und da was schreiben und auch mit Formeln hinterlegen. Der Dozent hat uns das irgendwie empfohlen auch mal Formeln hinzuschreiben.
 
Ich hab mir eine gute Woche abends Zeit genommen. Lass es ca 10h sein. Hat (wie auch während der Projektwoche) für eine zwei gereicht.
Kollege hatte ein Semester nach mir seine Prüfung und die Mappe in 3 Mittagspausen gemacht - war auch eine zwei. 😉

Gebt ein sauberes Dokument ab, das sich an alle Vorgaben hält. Saubere Formatierung, alles einheitlich, und der Bob rollt!
 

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