Resonanz

Hallo, eine Frage zu Reihen- und Parallelschwingkreis:

1)Warum muss man bei einem Reihenschwingkreis eine Spannungsquelle verwenden?
2)Warum muss man beim Parallelschwingkreis eine Stromquelle verwenden?

Meine Überlegungen:
Zu 1) bei einem Reihenschwingkreis geht es ja darum bei der Resonanzkreisfrequenz eine Stromüberhöhung zu erreichen. Eine Stromquelle würde immer konstanten Strom "liefern" deshalb braucht man Spannungsquelle und nicht Stromquelle.

Was meint ihr?
Lg
 
1) Warum muss man bei einem Reihenschwingkreis eine Spannungsquelle verwenden?

Der Reihenschwingkreis hat keinen Pfad für Gleichstrom.
Eine Stromquelle dürfte gar keinen Gleichstromanteil haben, weil die Last einen unendlichen Widerstand für Gleichstrom hat.

2) Warum muss man beim Parallelschwingkreis eine Stromquelle verwenden?

Der Parallelschwingkreis stellt einen Kurzschluss für Gleichspannung dar.
Eine Spannungsquelle dürfte gar keinen Gleichspannungsanteil haben, weil die Last einen Kurzschluss(Spule)-Pfad für Gleichspannung hat.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Ich hab das als WECHSEL-Spannungsquelle und WECHSEL-Stromquelle aufgefasst:
1)Warum muss man bei einem Reihenschwingkreis eine Spannungsquelle verwenden?
2)Warum muss man beim Parallelschwingkreis eine Stromquelle verwenden?
Muss man nicht
und DARF man gar nicht:
1.) Ein Serienresonanzkreis hat bei Resonanz einen sehr geringen Widerstand
und würde aus einer Spannungsquelle sehr hohe Ströme ziehen.
2.) Ein Parallelresoanzkreis hat bei Resonanz einen sehr hohen Widerstand
und würde ließe eine Stromquelle sehr hohe Spannungen ausgeben.
 
Der Parallelschwingkreis stellt einen Kurzschluss für Gleichspannung dar.
Achso, weil die Spule ja beim stationären Zusatand dann, wie ein Kuzschluss sich verhält.

Der Reihenschwingkreis hat keinen Pfad für Gleichstrom.
Eine Stromquelle dürfte gar keinen Gleichstromanteil haben, weil die Last einen unendlichen Widerstand für Gleichstrom hat.
Das verstehe ich nicht ganz. Ein geladener Kondensator sperrt Gleichstrom, ist dies der Grund und gemeint mit "Reihenschwingkreis hat keinen Pfad für Gleichstrom"?
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Warum willst du die Schwingkreise unbedingt an ideale Quellen hängen?
Am Reihenschwingkreis an der Stromquelle wird bei Resonanz die geringste Spannung abfallen.
Der Parallelschwingkreis an der Spannungsquelle wird bei Resonanz den geringsten Stom ziehen.
Beides bekommst du aber auch an einer Spannungsquelle mit Innenwiderstand.
 
Warum willst du die Schwingkreise unbedingt an ideale Quellen hängen?
Ich meine den verlustbehafteten Serien bzw. Parallelschwingkreis, dort ist ja sowieso der Widerstand R dabei.

Irgendwie bin ich jetzt etwas verwirrt, vl. habe ich die Frage nicht explizit genug gestellt. Ich versuch es noch einmal:

Warum muss man bei einem verlustbehafteten Serienschwingkreis eine Wechselspannungsquelle verwenden?
Warum muss man bei einem verlustbehafteten Parallelschwingkreis eine Wechselstromquelle verwenden?
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Warum willst du die VERLUSTBEHAFTETEN Schwingkreise unbedingt an IDEALE Quellen hängen?
Was willst du denn damit erreichen?
Das tut doch in der Regel eine simple Spannungsquelle mit einigermaßem hohem Innenwiderstand ganz genauso!
 
> Warum muss man bei einem verlustbehafteten Serienschwingkreis eine Wechselspannungsquelle verwenden?
> Warum muss man bei einem verlustbehafteten Parallelschwingkreis eine Wechselstromquelle verwenden?

Wie Peter schon sagte, müssen tut man das gar nicht.

Eine reine Wechslstromquelle kann man auch an einen Serienresonanzkreis anschließen.
Eine reine Wechslspannungsquelle kann man auch an einen Parallelresonanzkreis anschließen.
 
Ich hab mal gelesen, dass man zb bei einem Reihenschwingkreis keine Stromquelle verwendet, weil die Stromquelle nur eine begrenzte Stromstärke hergeben kann. Also stimmt das nicht?

Oke, also reine Stromquelle kann man auch an Reihenresonanzkreis anschließen und wie siehts dann mit einer realen Stromquelle aus? Kann man evtl. keine reale Stromquelle an einen Reihenresonanzkreis anschließen?
 
Ich hab mal gelesen, dass man zb bei einem Reihenschwingkreis keine Stromquelle verwendet, weil die Stromquelle nur eine begrenzte Stromstärke hergeben kann. Also stimmt das nicht?

Oke, also reine Stromquelle kann man auch an Reihenresonanzkreis anschließen und wie siehts dann mit einer realen Stromquelle aus? Kann man evtl. keine reale Stromquelle an einen Reihenresonanzkreis anschließen?
Eine elektronische Stromquelle funktioniert auf Grund ihrer Konstruktion nur in einem bestimmten Spannungsbereich.
Deshalb hat sie zwei Probleme mit einem Serienresonanzkreis.

1. Die Impedanz der des Serienresonanzkreises ist für Frequnzen unter und über der Resonanzfrequenz kann sehr hoch sein. Dadurch läuft die Stromquelle eventuell an den Anschlag.
2. Sie hat praktisch immer auch einen DC-Anteil. Da der Serienkreis aber keinen Gleichstrom durchlässt. läuft die Stromquelle an den Anschlag.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Und andersrum:
Eine elektronische Spannungsquelle funktioniert auf Grund ihrer Konstruktion nur in einem bestimmten Strombereich.
Deshalb hat sie ein Problem mit einem Parallelresonanzkreis.

Die Impedanz des Parallelresonanzkreises für Frequnzen unter und über der Resonanzfrequenz kann sehr niedrig sein. Dadurch läuft die Spannungsquelle eventuell an den Anschlag.
 
Ich mach auch noch einen Versuch. Ich denke jetzt habe ich die Supererklärung. :-)

Beim Serienresonanzkreis wird die Impedanz unendlich für Frequenzen gegen 0Hz und für Frequenzen gegen unendlich.
Mit Stromquelle: U=I*unendliche Impedanz = unendliche Spannung
Das kann die Stromquelle nicht.



Beim Parallelresonanzkreis wird die Impedanz 0Ω (Kurzschluss) für Frequenzen gegen 0Hz und für Frequenzen gegen unendlich.
Mit Spannungsquelle: I=U/0Ω = unendlicher Strom
Das kann die Spannungsquelle nicht.
 
Hallo jantscherm,

eine ausführliche Antwort auf Deine Frage findest Du in folgender Literatur:

"Nachrichtentechnik" von K. Steinbuch und W. Rupprecht

Im Prinzip geht es darum, dass man im Einschaltmoment nicht mehr den stationären, eingeschwungenen Zustand betrachten kann, sondern ein zusätzlicher, zeitlich abklingender Strom erzeugt wird, der sich dem stationären überlagert. Die mathem. Beschreibung dieses Vorgangs ist recht aufwendig. Aus der DGL geht hervor, dass eine Serienschwingkreis spannungsgesteuert und ein Parallelschwingkreis stromgesteuert sein muß. Das entsprechende Kapitel im genannten Buch lautet: "Zeitverhalten elektrischer Schwingkreise". Das Thema Stromsteuerung und Spannungssteuerung bei Schwingkreisen wird dort mathematisch sehr ausführlich behandelt.

Gruß von transcom
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Jetzt tu ihn nicht noch mehr verunsichern!

Wir reden hier von ...
einer normalen realen Spannungsquelle ...
... ohne jeden Pipapo, die einen Innenwiderstand hat und nur einen bestimmten Strom liefern kann.
Eine IDEALE Spannungsquelle (oder Stromquelle) ist mehr oder weniger aufwändig herzustellen
und kann dennoch nur einen bestimmten Strom liefern, was schon mal nicht mehr "ideal" ist.
Genauso wenig gibt´s eine Stromquelle, die unendlich hohe Spannungen ausgeben kann.

Lies dir nochmal Helmuts post 15 durch: Da hat er´s auf den Punkt gebracht!
 
Top