RCD Messung

Hallo alle zusammen!
Ich habe ein Verständnisproblem und leider konnten mir meine Freunde auch nicht weiterhelfen. Ich hoffe nun auf eure Unterstützung.
Bei der Messung von RCD bzw. FI-Schutzschalter wird u.a. die Auslösezeit und die Fehlerspannung angegeben. Die Zeit sollte unter 300ms liegen und die Fehlerspannung ist meist im zehntel Volt Bereich. Aber nun mein Problem: Wie wird diese Spannung berechnet bzw. an welchen Widerstand fällt sie ab und vor allem was hat dieser Wert für eine Aussagekraft?
Danke schon mal im Voraus und LG Arthur
 
Die Spannung fällt über dem Schleifenwiderstand ab. Das ist der Widerstand des Leitungsweges vom Trafo bis zur Messstelle und über das Erdreich zurück zum Sternpunkt des Trafos. Dieser Widerstand wird ermittelt in dem die Leerlaufspannung am Anschluß gemessen wird, Danach wird die Spannung am Anschluß belastet und die Spannungsdifferenz ermittelt und der Strom gemessen. Aus der Spannungsdifferenz und dem gemessenem Strom ergibt sich der Schleifenwiderstand. Nach U=I*R ergibt sich dann die Berührungsspannung. Diese sollte unter 42V liegen und bei einem Strom von 30mA sind das dann max. 1,4 kOhm an Schleifenwiderstand. Bei den üblichen Messungen welche ich durchgeführt habe lag U bei 2V und der Auslösestrom bei 22mA. Macht einen Schleifenwiderstand von 0,045 Ohm.
 
Danke motmonti für die rasche Antwort!
Sollte der Schleifenwiderstand bei deinen Messungen von Uf=2V und einen Auslösestrom von 22mA dann nicht R=U/I= 91 Ohm sein?
Bei mir sind die Schleifenwiderstände so um die 1 Ohm, was dann eine Fehlerspannung Uf von ca. 30mV ergeben würde. Aber warum muss ich diese Spannung überhaupt messen, wenn die Berührungsspannung dann ja sowieso vom Widerstand des Verbrauchers (Mensch), der ja mit dem Schleifenwiderstand in Serie ist, abhängt?
 
Der Mensch liegt im Fehlerfall parallel zum Schleifenwiderstand und greift somit diese Berührungsspannung ab! Je nach Größe des Hutwiderstandes fließt dann ein entsprechender Strom!
 
Guten Morgen motmonti!
Da habe ich wohl ein Verständnisproblem. Warum liegt der Mensch im Fehlerfall parallel zum Schleifenwiderstand? Der Schleifenwiderstand ist doch die Summe aller Leitungs-/Erderwiderstände, in einem theoretisch kurzgeschlossenem Stromkreis, wie du oben beschrieben hast. Wenn ich aber den Stromkreis erst durch berühren einer Phase mit meinem Widerstand gegen Erde schließe, dann liege ich doch in Serie mit dem Schleifenwiderstand, oder?
 
Parallel ist vielleicht der falsche Ausdruck!
Das Bild mit dem schwarzen Männchen zeigt wie die Berührungsspannung bei indirektem Berühren zu verstehen ist! Bei direktem Berühren eines Außenleiters schließt die Person den Fehlerstromkreis und liegt dann natürlich in Reihe zum Schleifenwiderstand.

 
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