Raum kühlen mit Klimagerät

Guten Tag zusammen

Ich hoffe mir kann jemand helfen. Da ich kein Klimaexperte bin und leider nicht weiter weiss.

Ich habe einen Raum von ca. 25m2 Fläche und 60m3 Volumen. Der Raum hat eine Temperatur von ca. 29°C +. Wenn ich diesen Raum nun mit meiner Klimaanlage De’Longhi pac n80 runterkühlen will funktioniert das nicht wie gewollt. Es braucht einige Stunden bis ich den Raum 2/3°C runtergekühlt habe. Sobald ich die Klimaanlage wieder ausschalte ist der Raum innert 10/15 Minuten wieder bei 29°C+.

Die Luft aus dem Gerät liegt bei 18/19°C.

Ist das Gerät zu schwach? Ist das normal das der Raum sich so schnell wieder aufheizt?
 
Der Raum besteht ja nicht nur aus Luft, sondern auch aus Möbeln und Wänden. Diese haben eine höhere Dichte wie Luft und können daher mehr Energie speichern. Dein Klimagerät kühlt zwar die Luft sehr schnell herunter, aber alles andere bleibt warm. Du mußt also das Gerät den ganzen Tag über laufen lassen um alles auf die gewünschte Temperatur abzukühlen.
 
Ist das normal das der Raum sich so schnell wieder aufheizt?
Das einfach verglaste Panoramafenster der Südseite lässt die Sonneneinstrahlung auf den gegenüberstehenden massiven Ebenholz-Schrank scheinen, wodurch dieser stark erwärmt wird. Ich empfehle daher den Schrank mit der helleren Rückwand unmittelbar gegen das Fenster zu stellen.
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Scherz beiseite ...
Es gibt noch mehr Faktoren, die die Raumtemperierung beeinflussen. Da meine Kristallkugel leider infolge der starken Sonneneinstrahlung den massiven Eichenholztisch infolge Brennglaseffektes entzündet hat und dadurch schließlich das ganze Haus abgebrannt ist, muss ich diese erst aus den Trümmern bergen, um Deine konkrete Situation umfassend überschauen zu können.
 
Ist das ein Gerät mit nem Abluftschlauch?

Damit lügst du dir sowieso (teilweise) in die eigene Tasche: Die Geräte blasen warme Luft über den Schlauch nach draußen. Diese Luft strömt zwangsläufig nach, je wärmer die nachströmende Luft ist, desto mehr ist die Kühlwirkung beim Teufel.

Wenn's nachhaltig funktionieren soll, brauchst ein Split-Klimagerät. Die vorhandene Kiste wirst wohl durchlaufen lassen müssen.
Hitze vermeiden ist nobler, als sie zu beseitigen: Abschatten, nachts und früh morgens lüften usw.
 
Wenn's nachhaltig funktionieren soll, brauchst ein Split-Klimagerät. Die vorhandene Kiste wirst wohl durchlaufen lassen müssen.
Hitze vermeiden ist nobler, als sie zu beseitigen: Abschatten, nachts und früh morgens lüften usw.
Das funktioniert leider nicht. Egal wie lang ich lüfte, abdunkel. Die Temperatur steigt und bin bei den besagt 29°C+

Gibt es eine "einfache" Methode herauszufinden woher die Wärme kommt? Wenn ich z.B. die Wände anfasse, dann fühlt es sich relativ kühl an.
 
Das funktioniert leider nicht. Egal wie lang ich lüfte, abdunkel. Die Temperatur steigt und bin bei den besagt 29°C+

Gibt es eine "einfache" Methode herauszufinden woher die Wärme kommt? Wenn ich z.B. die Wände anfasse, dann fühlt es sich relativ kühl an.
Der Raum hat entweder "innere Lasten", wie elektrische Geräte, die Wärme abgeben, oder in den Wänden/Böden/Decken sind Heizungs- oder Dampfleitungen verlegt, die Wärme abgeben (in einem Wohnhaus, im Sommer = unwahrscheinlich). Menschen geben viel Wärme ab, ist der Raum nicht, oder wenig genutzt, fällt das weg.
Bleiben noch schlecht isolierte Baustoffe, die eben von draußen zu viel Wärme zu schnell hereinlassen.

Ein einfaches Infrarotthermometer kann schon helfen: Vergleiche die Temperatur einer Innenwand mit der einer Außenwand, vermutlich ist die Außenwand signifikant wärmer. Die großen Wandflächen funktionieren wie die "Fußbodenheizung, wenig Temperaturunterschied bringt viel Energieeintrag.
Bei mir in der Wohnung sind es etwa 0,3 Grad Kelvin unterschied an einer Westseiten-Außenwand zu einer Innenwand. Die Dämmung ist aus den 80er Jahren, also nicht neuester Standard, Die Wände sind hinreichend dick, es dauert schon ein paar Tage, bis ich bei Außentemperaturen über 35°C mal innen auf 26°C komme, die sich durch nächtliches Lüften nicht mehr signifikant reduzieren lassen.
Eine Infrarotkamera würde Dir natürlich farblich kennzeichnen, wo die meiste Wärme zu finden ist. Dort dürften dann auch im Winter bei einer "Thermographie" von außen die meisten "roten Flecken" auftauchen....
 
Guten Tag zusammen

Ich hoffe mir kann jemand helfen. Da ich kein Klimaexperte bin und leider nicht weiter weiss.

Ich habe einen Raum von ca. 25m2 Fläche und 60m3 Volumen. Der Raum hat eine Temperatur von ca. 29°C +. Wenn ich diesen Raum nun mit meiner Klimaanlage De’Longhi pac n80 runterkühlen will funktioniert das nicht wie gewollt. Es braucht einige Stunden bis ich den Raum 2/3°C runtergekühlt habe. Sobald ich die Klimaanlage wieder ausschalte ist der Raum innert 10/15 Minuten wieder bei 29°C+.

Die Luft aus dem Gerät liegt bei 18/19°C.

Ist das Gerät zu schwach? Ist das normal das der Raum sich so schnell wieder aufheizt?
Meine Mutter hat oft ein Paar feuchte Handtücher im warmen Zimmer aufgehängt;-)
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Mamas Lösung ist nicht schlecht:
Beim Verdunsten von Wasser wird der Raumluft sehr viel Wärme entzogen!
Das Problem steckt aber nicht in der Luft,
sondern wie Läutewerk schon geschrieben hat in der Bausubstanz,
die wie ein Kachelofen große Wärmemengen speichert und kühlere Luft in Windeseile erwärmt.
Wenn du Wände, Decke und Boden nicht kühler bekommst, nützt die Luft-Kühlerei deshalb nur sehr wenig
und deshalb hilft´s nix, das Klimagerät nur dann einzuschalten, wenn man im Raum ist:
Vom kalten Luftstrom im warmen Raum wird man höchstens krank.
Ist das ein Gerät mit nem Abluftschlauch?

Damit lügst du dir sowieso (teilweise) in die eigene Tasche: Die Geräte blasen warme Luft über den Schlauch nach draußen. Diese Luft strömt zwangsläufig nach, je wärmer die nachströmende Luft ist, desto mehr ist die Kühlwirkung beim Teufel.
Und es ist nicht auszuschließen,
dass die heiße Klima-Abluft auch durch den gleichen Fensterspalt teilweise wieder reinkommt.
Eine maßgebliche Verbesserung bringen da Verblendungen, die auch wirklich nur die Öffnung für den Schlauch offenlassen.
Die Zuluft holt man dann idealerweise durch entsprechend großflächige Öffnungen aus anderen Räumen,
in denen es kühler als draußen ist.

Abschatten, nachts und früh morgens lüften usw.
Oder noch besser:
Dauerhaft durchziehen lassen, sobald es draußen kühler ist als drinnen
und jegliches Lüften zu unterlassen, sobald es draußen wärmer ist.
(So hab ich mal erfolgreich eine "Kühleinrichtung" für ein 3000 m² großes Lagerhaus für Zwiebel und Erdäpfel realisiert.)

Für das Schlafzimmer hab ich noch einen speziellen Tipp;
hab´s selbst nicht geglaubt und erst in einem Hotel überzeugt:
Montier einen großen (!) Deckenventilator und lass den nachts auf der langsamsten (!) Stufe laufen!
Das ist wirklich sehr angenehm und man wird sicher nicht krank davon.
 
Die Monoblock-Geräte taugen nur für kleine Räume, und das auch nur bedingt! Eben aufgrund des Abluftproblems.
Dauerhaft bekommt man damit keinen Raum gekühlt!
Die Wände sind aufgeheizt und im DG auch das Dach. Da kannst Du kühlen wie Du willst, eine halbe Stunde später ist der Raum wieder warm!
Ich habe im Sommer auch das Problem. 27-29°C in der Wohnung ist keine Seltenheit. Selbst lüften über die komplette Nacht bringt nichts. Da müsste eine Klimaanlage dauerhaft laufen (Kein Monoblock, sondern ein Split-Gerät!).
 
Die Zuluft holt man dann idealerweise durch entsprechend großflächige Öffnungen aus anderen Räumen,
in denen es kühler als draußen ist.
Zum Beispiel durch ein Loch im Fußboden, um Verbindung in den Keller herzustellen.
:whistle:
Die Geräte blasen warme Luft über den Schlauch nach draußen. Diese Luft strömt zwangsläufig nach, je wärmer die nachströmende Luft ist, desto mehr ist die Kühlwirkung beim Teufel
Ich empfehle ein nasses Badehanduch vor einen Ventilator zu hängen.
Braucht deutlich weniger Strom, als eine als Klimagerät getarnte zirkulierende Wärmepumpe.
Taugt auch nicht so besonders viel, aber kann sogar mit einem Zimmerfahrrad CO2-neutral betrieben werden.
Merkwürdigerweise wird die exorbitante Fossilenergieverschwendung durch Klimaanlagen in den Medien nicht thematisiert - weshalb schalten Jugendliche freitags nicht ihren PC, Smartphone und Klimaanlage ab?
 
Guten Tag zusammen

Ich hoffe mir kann jemand helfen. Da ich kein Klimaexperte bin und leider nicht weiter weiss.

Ich habe einen Raum von ca. 25m2 Fläche und 60m3 Volumen. Der Raum hat eine Temperatur von ca. 29°C +. Wenn ich diesen Raum nun mit meiner Klimaanlage De’Longhi pac n80 runterkühlen will funktioniert das nicht wie gewollt. Es braucht einige Stunden bis ich den Raum 2/3°C runtergekühlt habe. Sobald ich die Klimaanlage wieder ausschalte ist der Raum innert 10/15 Minuten wieder bei 29°C+.

Die Luft aus dem Gerät liegt bei 18/19°C.

Ist das Gerät zu schwach? Ist das normal das der Raum sich so schnell wieder aufheizt?
Aus dieser Beschreibung kann man eigentlich wenig erkennen (Lage, Bausubstanz, Isolierung, Stockwerk oder sogar Dachgeschoß)
Liegt deine Wohnung über einer Bäckerei mit Backofen sieht's schlecht aus.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Zum Beispiel durch ein Loch im Fußboden, um Verbindung in den Keller herzustellen.
Ob das möglich ist, muss man im Einzelfall klären
und oft ist es nicht nötig, dazu einen Deckendurchbruch herzustellen,
entweder weil´s den schon gibt (Kabelzuführungsschacht aus dem Keller in den Stromversorgungsraum)
oder weil die Luft auch durch geöffnete Türen durch Treppenhäuser kommt.

Es wird eben gern vergessen, dass man - sobald man aus irgendwelchen Volumina Luft rausbläst -
auch für großformatige Zuluftöffnungen sorgen muss:
Fehlen diese, dann kommt die Zuluft ungeplanterweise durch jegliche Spalten*
und damit unter Umständen von dort her,
wo man sie mit ein bisschen Nachdenken eigentlich NICHT gern her nehmen würde.
*) Gäbe es die nicht, würde man in den Zeitungen immer wieder mal von "implodierten Räumen" lesen.
 
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