Probleme mit Cos phi beim messen des Stromverbrauchs einer Kältemaschine

Hallo,

ich habe ein Problem mit der gemessenen elektrischen Leistung einer Kältemaschine und hoffe, das ich hier Hilfe finde. Ich habe schon einige Stunden im Internet auf der Suche nach der Lösung verbracht, sie aber leider nicht gefunden. Die mir zur Verfügung stehende Literatur hat mir leider auch nicht geholfen.

Hier also mein Problem.

Ich habe ein Strommessgerät am Schaltschrank für die zu überprüfende Kältemaschine insalliert. Gemessen wurden die drei Phasen jeweils zum Nullleiter
L1-N, L2-N, L3-N => jeweils 225V
dann die dazugehörigen Ströme I1, I2, I3 => jeweils ca. 19A
die Winkel zwischen Strom und Spannung liegen bei Q1=150, Q2=30°,Q3=270°
und cos phi.
Und da zeigt sich das Problem. Cos phi schwankt stark zwischen -1 und 1. Das Messgerät (Walcher) berechnet mir eine maximale Wirkleistung von 5,6 kW. Es sind aber ca. 13 kW installierte Leistung.

Ich weiss nicht, wo der Fehler liegen könnte, bzw. was mit dem Cos phi los ist und hoffe, das mir hier jemand helfen kann.
Ich bin Umwelttechniker und untersuche den elektrischen Verbrauch und die erbrachte Kälteleistung von Kältemaschinen. Mit Strom kenne ich mich leider nicht so gut aus.

Vielen Dank schonmal für die aufgewendete Zeit.
 
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Wie kommst du auf 5,6 kW?
P = U*I*sqr3*cos phi
Für die Spannung musst du die Spannung zwischen den 3 Phasen verwenden
 
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Das Messgerät zeichnet 15 minuten Werte auf. Das ganze geht dann normalerweise eine Woche, wenn die Aussentemperaturen zu niedrig sind, auch mal länger.
Die Messwerte hab ich nach Excel konvetiert und auf drei minuten interpoliert.
Die höchste Leistungsaufnahme bei mindestens einem Wert lag bei 5,6kW.
Das Messgerät selbst errechnet die Leistung und es funktioniert ansonsten auch einwandfrei, das habe ich überprüft.
 
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Du hast 225V gegen Null, das sind ca.390V Phase gegen Phase
390V * 19A * 1,73 *1 = 12,82 kW
Am Typenschild ist Nennleistung an der Welle angegeben.
Am Typenschild steht der cosPhi bei Nennleistung. Mit diesem kann man rechnen. Der Motor läuft also etwas unter der Nennleistung, da ja der Wirkungsgrad auch noch dazukommt.
 
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Mit der Formel hab ich auch schon gerechnet. Darum komme ich auch auf die etwaige Leistung von 13 kW. Das eigentliche Problem für mich ist der Cos phi. Ich verstehe nicht, warum er so stark zwischen -1 und 1 hin und her pendelt. Bei allen anderen Messungen, die ich durchgeführt habe, liegt der Cos phi konstant zwischen 0,8 und 1.
 
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Da kann ich auch nicht weiterhelfen.
Eventuell ist was an der Messung falsch oder die Maschine würde als Generator laufen. Die Drehzahl wäre dann höher als die Drehzahl für die Kreisfrequenz.
2-polige Maschine 3000 U/min ; Typenschild 28xx U/min
4-polige Maschine 1500 U/min; Typenschild 14xx U/min
usw.
Da ich kein Antriebsspezialist bin, kann ich nicht mehr dazu sagen.
Für deine Leistungserfassung ist aber auch nur die Wirkleistung wichtig.
Für die Scheinleistung sollte in den Unterstationen eine ausreichende Kompensation vorhanden sein und entsprchend den Vorgaben des EVU's kompensiert werden.
 
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Hallo,
ich denke, dass der Fehler beim Messverfahren liegt. Weil ein Motor ( Antrieb ) nicht einen cos von 1 hat. Das würde bedeuten, das der Motor reine Wirkleistung aufnehmen würde.
Wenn die Belastung schwankt verändert sich auch der cos. Wenn die Messung nicht durchgehend ist, sondern nur zu bestimmten Zeitpunkten stattfindet, wird das Messgerät zu Werten kommen, die nicht möglich sind.
 
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Vielen Dank für deine Antwort, aber leider verstehe ich sie nicht.

Der CosPhi pendelt zwischen -1 und 1 hin und her und bleibt nicht in etwa konstant.
Die Messung ist durchgehen mindestens eine Woche gelaufen (in diesem Fall ziemlich genau eine Woche). Der CosPhi liegt normalerweise bei meinen Messungen in einem Bereich um 0,8 und das dann auch ziemlich Konstant.
Ich befürchte, das der Elektriker, der mein Messgerät angeschlossen hat, vielleicht eine Phase vertauscht hat und dadurch der zugehörige Strom nicht passt oder was in dieser Richtung.

PS: Es werden zwar 15 Minutenwerte aufgezeichnet, die bilden aber einen Mittelwert über diese Zeit.
 
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Hallo,

ich meinte nicht die Dauer, wie lange das Messgerät an der Anlage angeschlossen war, sondern das Messverfahren. Die Art und Weise, wie das Messgerät zu seinen Ergebnissen kommt.
Wenn das Messgerät die Werte misst, dann auswertet und dann anzeigt, und die Zeitpunkte der Werteerfassung etwas ungünstig sind, dann kann ein Fehler in der Auswertung entstehen.
Denn in der Zeitspanne, in der sich das Messgerät mit der Auswertung beschäftigt, wird nicht gemessen.
So können Messergebnisse angezeigt werden, die eigentlich nicht entstehen können.
Wenn die Drehzahl unterhalb der Synchrondrehzahl liegt, kann der Antrieb nicht im Generatorbetieb arbeiten.
 
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