Praktiker oder Theoretiker

Hallo zusammen,
Ich nannte das Thema mal Praktiker oder Theoretiker. Ich möchte hier mal eine fragerunde eröffnen in der ich mal die Masse fragen möchte ob sie vielleicht ähnliche Probleme mit sich haben. Ich bin jetzt fertig mit meinem Staatlich Geprüften Techniker maschinenbau. Hatte vorher eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert und arbeitete in der Instandhaltung. Ich habe die praktische Tätigkeit als Instandhalter geliebt es ist mehr eine Berufung statt Beruf. Ich wollte nach der Ausbildung aber nicht aufhören zu lernen da ich unglaublich Technik interessiert bin und aus Interesse an der Technik habe ich mich für den Techniker entschieden. Jetzt arbeite ich in der Instandhaltung eines mittelständischen Industrieunternehmen, und mein Alltag ist mit 60%Praxis und 40% Büroarbeit gestrickt. Ich möchte auch jetzt nicht aufhören zu lernen, allerdings stehe ich jetzt vor einer Abzweigung und werde mich für einen weg entscheiden müssen. Da wäre zum einen das ich mich im Bereich Elektrotechnik und Steuerungstechnik sprich sps und was dazugehört weiterbilden. Also um es dramatisch zu beschreiben ein spezialist zu werden, Störungen jeglicher Art beheben zu können. Also quasi der erste Ansprechpartner bei technischen Problemen. Gibt ja wohl kaum etwas schöneres als nach Stunden des suchens einen Fehler in einer technischen Anlage zu finden. So dann kommt der zweite mögliche weg, ich interessiere mich auch fürs akademische Studium zum Maschinenbau Ingenieur. Die Frage auch da in welcher Richtung das ganze geht die Vorstellung mit einem Team an knifflige Probleme zu forschen und Innovationen zu schaffen ist sehr zufriedenstellend. Allerdings die Vorstellung als konsteukteuer den ganzen Tag Bauteile ins CAD Programm zu hacken würde mich glatt killen. Ich kann nicht ganz lokalisieren in welchen Bereich ich mich sehe, ich liebe es Störungen zu finden und komplexe Reparaturen zu machen, ich rechne aber auch gerne und plane gerne. Hatte jemand hier schonmal das gleiche Problem und wenn ja wie hat er oder sie sich entschieden und warum? Bitte keine reduzierungen wegen der Rechtschreibung ich hacke es nur stumpf ins Handy und lass die Autokorrektur alles regeln.

In dem Sinne danke im voraus fürs lesen!
 
Dann bleib doch in der Instandhaltung wenn es dir so gefällt. In einer Leitenden Position bei einem mittelständischen Produktionsunternehmen hast du als technischer Leiter oder Leiter der Instandhaltung ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Tätigkeitsfeld. Hab ich selbst auch so gemacht und kümmere mich um Wartung und Reparatur, Personaleinsatzplanung, Abteilungsorganisation, Prozessentwicklung, techn. Einkauf, Zertifizierungen uvm.

Es gibt kaum zwei Tage an denen ich das selbe mache.. Man muss allerdings sehr flexibel und kompromissbereit sein und man braucht einen großen Biospeicher.
 
Allerdings die Vorstellung als konsteukteuer den ganzen Tag Bauteile ins CAD Programm zu hacken würde mich glatt killen. ......... ich rechne aber auch gerne und plane gerne.

Seid wann ist dann jeder Ing. ein Konstrukteur?

- es gib den Entwicklungsing. in der Vorentwicklung (Konstrukteur)
- Entwicklungsing, ist breit gefächert, aber hier führt man auch Versuche in Messungen durch
- Messing. sollte selbsterklärend sein
- Berechnungsing. ist nur am rechnen
 
So dann kommt der zweite mögliche weg, ich interessiere mich auch fürs akademische Studium zum Maschinenbau Ingenieur. Die Frage auch da in welcher Richtung das ganze geht die Vorstellung mit einem Team an knifflige Probleme zu forschen und Innovationen zu schaffen ist sehr zufriedenstellend.
Ich rieche da nach deiner Einleitung ein Problem vieler Studieninteressierter:
du weißt eigentlich garnicht was dich erwartet und glaubst irgendwo, dass man dann im Studium genau sowas macht.
Das ist aber nicht so.
Wie für viele andere neue Studenten kam auch für mich im 1. Semester der Kulturschock.
Höhere Mathematik und Physik.
Das hatte erstaunlich wenig mit dem zu tun, was man sich beim Einschreiben unter Maschinenbau vorstellt.
Im Hauptstudium wirds dann besser aber frag dich, ob du die ersten 4 Semester sehr theoretisch/mathematisch zubringen willst.
Das klingt mir bei dir ehrlich gesagt anders.
Übrigens bin ich kein Konstrukteur, da ich diese Schiene auch nie in Betracht gezogen habe, sondern im Versuch.
Schrauben kann man auch als Hobby daheim.

Nach mehreren Jahren praktischer Tätigkeit bevorzuge ich das Büro.
So und nicht anders.
 
Was du unter "Praktiker" verstehst, ist wohl ein Schrauber/Schweißer, etc.

Wer das hauptberuflich machen will, ist im Studium falsch.

Wobei der Begriff "Praktiker" doch eigentlich nur heißt, dass man konkrete Ergebnisse liefert und das machen Mathematiker doch auch.

Der Begriff "Theoretiker" hat was Abwertendes, so von wegen "Fachidiot", der zu nix zu gebrauchen ist.
 
Ein Praktiker ist ein Werkstattmensch.
Ein Theoretiker ist jemand, der theoretisch arbeitet, also Papier schmutzig macht oder seinen Computer malträtiert.
Als Ingenieur ist man nunmal glasklar Theoretiker.
Auch wenn es natürlich Ingenieure gibt, die nah an der Anwendung sind bspw. im Versuch.
Praxis ist aber das falsche Wort.
Ein FA, der auf dem Büro sitzt ist deshalb auch kein Theoretiker.
 
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