Position, Gehalt, Qualitätsmanagement

Guten Morgen zusammen,

ich bin jetzt schon seit einigen Tagen hier angemeldet und habe mir auch schon viele Beiträge von Euch hier durchgelesen, muss an dieser Steller mal ein Lob aussprechen für die viele interessanten und gute Beiträge hier.

Was ich hier in allgemeinen heraushöre, geht es viel um Gehälter, Positionen und ob sich eine zusätzliche Ausbildung als Technischer-Betriebswirt lohnt.

Ich möchte mal meine persönliche Erfahrung zu diesen Thema preisgeben.

1. Positionen/Stellen
Jeder der ein technischen Beruf erlernt und anschließend seinen Techniker Fachrichtung xyz gemacht, ist Grundsätzlich für Positionen im mittleren Management qualifiziert. Wieso sich die Mehrheit für einen Job hergeben für den sie teilweise weniger verdienen wie Facharbeiter, ist mir schleierhaft. Man macht sich doch nicht die Mühe, sich 2 oder 4 Jahre weiter zu bilden um anschließend schlechter oder gleich bezahlt zu werden, wie zuvor.
Ich kann euch allen nur empfehlen, sich gezielt auf Führungspositionen zu bewerben oder Stellen mit hohen technischen Anforderung.

2. Gehalt
Ihr stimmt mir bestimmt zu, dass eine Technikerausbildung in der Wirtschaft, mehr wert ist und einen höheren Stellenwert hat wie eine Meister Ausbildung.
Ein Meister verdient nach Tarif M4 (siehe Manteltarifvertragt IGM) im Jahr 57.000 Euro. Techniker werden im mittleren Management nach T5 oder T6 eingestuft , dies entspricht ein Jahresgehalt von 50.000 bis 65.000 Euro. Die Angaben beziehen sich immer auf eine 40 Stunden Woche.

3. Technischer Betriebswirt
Also wer sagt eine zusätzliche Ausbildung zum Technischen Betriebswirt lohnt sich nicht, den ist einfach nicht mehr zu helfen. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass ein Arbeitnehmer der eine technische Ausbildung, eine Techniker Ausbildung und dann noch eine Ausbildung als Technischer-Betriebswirt hat, einen höhrere Qalifikation hat als ein Maschinenbauingenieur. Gerade in Mittelstand werden solche Menschen gesucht und bestens bezahlt.

4. Qualitätsmanagement
In der Qualitätsmanagemtbranche werden Leute die praktische Erfahrungen und eine Technisausbildung haben gesucht und mit spitzen Gehälter bezahlt.
Letzte Ausgabe der QZ-Zeitschrift, Zitat... Qualitätsplaner (Jahresgehalt 40.000 - 50.000Euro), QM-Leiter (45.000 - 70.000Euro), Großunternehmen bezahlen Jahresgehälter bis 150.000Euro.

Qualifikation für eine solche Stelle: Technische Ausbildung, Technikerausbildung, QM-Ausbildung (Wichtig!! Ausbildung über den TÜV oder DGQ machen), Englisch in Wort und Schrift, von Vorteil wäre natürlich noch der Technische Betriebswirt und Erfahrung in der Automobilbranche.

Wenn ihr meint dass Ihr die Anforderungen nicht erfüllt und Ihr Euch deshalb nicht auf solch eine Stellenausschreibung bewirbt, seit Ihr selber schuld.

Ich bin QM-Leiter im Unternehmen mit ca. 74 Mitarbeiter und bin unteranderen für die Zertifizierung, Reklamationsbearbeitung, Qualitätsplanung, QM-Schulungen, Qualitätsgesprache beim Kunden (MAN,VOLVO, DC usw.) vertantwortlich.
Qualifikation: Technische Ausbildung, DGQ-Ausbildung bis QMB, Ausbildung als interne Auditor für die ISO/TS 16949, keine Technikerausbildung (habe mich aber angemeldet und bin seit 4 Wochen dabei)
Ich habe mich vor 3 Jahren auf diese Stelle beworben und die Stelle bekommen, meine Jahresgehalt liegt derzeit bei ca. 55.000Euro.

Die besten Chancen haben momentan Techniker Fachrichtung IT und Elektrikbranche.

Gruß
break.ball
 
K

k****

Gast
Das ist ja ganz super, wenn bei dir dein Leben so toll verlaufen ist, aber bei den meisten läuft es eben nicht so glatt. Zum Thema IT kann ich dir sagen, das von den 17 Personen, mich eingeschlossen, die die Techniker-Ausbildung im Juli 05 abgeschlossen haben, nur einer ne Teilzeit-Technikerstelle hat und der Rest immernoch arbeitslos ist. Das nenne ich nicht gerade beste Arbeitsmarktchancen. Da nehm ich ehrlich gesagt jede Techniker-Stelle an, auch wenn sie keine Führungsposition ist und mit 4100€/Monat vergütet wird.
 
Zitat von break.ball:
Techniker werden im mittleren Management nach T5 oder T6 eingestuft , dies entspricht ein Jahresgehalt von 50.000 bis 65.000 Euro.
Irgendwas mach ich falsch... :?


Letzte Ausgabe der QZ-Zeitschrift, Zitat... Qualitätsplaner (Jahresgehalt 40.000 - 50.000Euro), QM-Leiter (45.000 - 70.000Euro), Großunternehmen bezahlen Jahresgehälter bis 150.000Euro.
...und zwar grundlegend o_O
 
Man sollte sich mal schlau machen!!!!

Hallo zusammen,

sicher habt Ihr recht damit, dass man lieber einen x.beliebigen Lob annehmen solltes als auf der Straße zu stehen.

Bezüglich QM in der IT- und Elektrobranche da kann ich Euch nur sagen dass dort Fachkräfte fehlen. Die meisten Rückholaktionen der Automobilherstellen belaufen sich momentan auf Fehler in der Elektrik, siehe dazu die letzte Rückrufaktion von Daimler Chrysler.

Die ganze QM-Branche boomt, die Unternehmen werden von den Automobilhersteller und Automobilzulieferer gezwungen, sich zertifizieren zu lassen. Bis vor ein paar Jahren war es noch der Qualitätsstandard 9001, jetzt wird schon die TS 16949 und die ISO 14001 (Umweltmanagement) gefordert und ganau die Leute die dies in den Unternehmen einführen sollen, fehlen.

Gruß und schönen Wochenstart wünscht Euch

break.ball
 
H

haidi

Gast
Zitat von break.ball:
Die meisten Rückholaktionen der Automobilherstellen belaufen sich momentan auf Fehler in der Elektrik, siehe dazu die letzte Rückrufaktion von Daimler Chrysler.

das dürfte allerdings weniger daran liegen, dass es bei DC in diesem Bereich nicht genug Fachkräfte gibt sondern eher daran, dass in den Autos immer mehr Elektrik eingebaut wird und da steigt nun mal auch das Risiko, dass ausgerechnet im Elektronikbereich etwas fehlerhaft ist....Unternehmen wie DC trifft ein Fachkräftemangel meist als letztes, da die die besten Konditionen bieten und praktisch immer viel mehr geeignete Bewerber als Stellen haben
 
K

k****

Gast
Tja, QM ist zwar wichtig, aber ich sehe in der Automobilindustrie ein paar andere Probleme. Es gibt dort immer mehr und mehr Elektronik, aber auch mehr und mehr Programme, die die Elektronik beherrschen soll. Derzeit gibt es aber kaum wirkliche Fachkräfte, die die Elektronik beherrschen, sich aber auch gleichzeitig mit der Programmierung (Softwareentwicklung) auskennen oder umgedreht. Desweiteren denke ich, dass diese Probleme, die DC oder andere Hersteller haben, kein Techniker wirklich bewältigen kann oder durch QM großartig verbessert werden. Viel mehr sind die Probleme meist darauf zurückzuführen, das nicht wirklich alle Eventualitäten einkalkuliert wurden. Das sind aber alles Sachen, wo ich glaube, dass diese die Fachkenntnis und das Können eines Techniker übersteigt.


Was die Sache allgemein mit QM betrifft, so kann ich da nur zustimmen. Ich bin allerdings der Meinung, das ein Techniker, Facharbeiter oder auch Ingenieur erstmal in seinem Bereich Berufserfahrung brauch, bevor er irgendwann QM macht.


Gruß

kecks


PS: Ich will hier jetzt keinen Streit oder sonst etwas vom Zaun brechen, wofür ein Techniker befähigt ist oder nicht.
 
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Guten Morgen zusammen!

@ haidi: Du hast geschrieben, dass DC kein Mangel an Fachkräfte hat, da muss ich Dir zustimmen. Die Fachkräfte fehlen nicht bei DC sondern bei deren Lieferanten. DC kauft die komplette Elektrik zu und verzichtet bewußt auf eine Wareneingangsprüfen im klassischen Sinn. Eine Qualitätsvorausplanung wie in der Metallbranche hat sich in der Elektrikbranche noch nicht etabliert und deshalb gibt es auch soviele Rückholaktionen, bezüglich der Elektrik.

@ kecks: Du hast geschrieben, dass die Fehler hauptsächlich darauf beruhen, dass man bei der Programmierung nicht alle Eventualitäten berücksichtigt hat.
Es gibt im QM eine Methode die sich genau damit befasst, die FMEA-Methode (Fehler-Möglichkeit und Einfluss-Analyse).

Ich möchte mal karstellen, dass ein Qulitätsmanager nicht in der Lage sein muss, Präventivmaßnahmen zu erarbeiten. Vielmehr muss er in der Lage sein, an Hand von Managmenttools die Fehler zu ermitteln, auszuwerten, Vorbeugungsmaßnahmen mit den Fachkräfte zu erarbeiten, die Umsetzung der Präventivmaßnahmen zu überwachen und zum Schluß die Wirksamkeitsprüfung durchzuführen.

Gruß
break.ball
 
K

k****

Gast
So meinte ich das jetzt nicht so ganz. Ich meinte, das es wenige Fachleute gibt, die sich mit der Elektronik auskennt, aber auch gleichzeitig mit der Softwareentwicklung. Ein Informatiker hat zwar E-Technik in der Ausbildung, aber net sehr vertiefend. Bei E-Techniker ist es genau umgedreht, dort wird zwar auch Programmierung angeboten, aber nicht sehr vertiefend. Das hat zur Folge, das eine optimale Entwicklung nicht möglich ist. Die Elektrotechnik und die Informatik arbeiten zwar auf ein Ziel hin, aber bisher halt nur nebeneinander und nicht miteinander, weil nur wenige von beiden Seiten genug Kenntnisse haben.


Allgemein gesehen, werden bei der Entwicklung der Autos nicht alle Eventualitäten einbezogen. Mechanische Teile werden zwar entwickelt, aber es wird nicht genau genug getestet, ob diese bei allen alltäglichen Beanspruchungen stand halten. Auch wird nicht genau genug getestet, ob diese auch mit der Technik optimal zusammenarbeiten.

Was ich beispielweise beim Ford Ka festgestellt habe, das dort zwar einiges an Technik der höheren Klassen mit drin steckt, aber die Bauform nicht für alle Teile optimiert bzw. geeignet ist. Da wurden halt nicht alle Eventualitäten berücksichtigt.


Wie ich aber oben schon erwähnt habe, glaube ich, das im Entwicklungsbereich, wo ja eigentlich das Hauptproblem liegt, der Techniker vom Fachwissen und vom Können her, überfordert ist.
 
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Hallo zusammen!

Ersteinmal möchte ich mich bei break.ball für seinen super Beitrag bedanken.

Ich bin ganz seiner Meinung das man sich nicht unter Wert verkaufen sollte! So hart das auch ist und die Arbeitslosigkeit nicht ganz einfach ist. Es stellt sich ganz einfach die Frage, warum man sich dem Lohndumping verschreiben sollte?
Es gibt nicht umsonst Tarifverträge in größeren Unternehmen.

Ich habe mich Aufgrund meiner vorherigen Arbeitslosigkeit für den Weg der Technikerausbildung entschlossen. Jetzt gehe ich seit August zur Technikerschule Hannover in Vollzeit.

Meine Ausbildung habe ich damals zum Energieelektroniker abgeschlossen und wurde im Anschluss ein einhalb Jahre in dem Berufsfeld beschäftigt. Ich wurde damals schon sehr gut bezahlt. Direkt nach der Ausbildung bekam ich monatlich 2500€ brutto + Schichtzulagen + Sonderzulagen. Ingesamt kam ich monatlich in der Steuerklasse I ohne Kinder auf 1900€ Netto. Aufgrund einer längeren Krankheit wurde mein Vertrag leider nicht verlängert.
Im Anschluss schaute ich mich um und wurde regelrecht von Zeitarbeitsfirmen umworben.
Aber wer arbeitet den für 8,55€ die std. brutto?
Ich gehe jetzt mit dem Ziel zur Technikerschule um später Geld zu verdienen.

Im Anschluss würde ich ebenfalls gerne die QM-Ausbildung hinterherhängen.
Es heißt ja nicht umsonst, das die gelebte Unternehmens Philosophie der Japaner des Qualtitätsmanagement, in Deutschland immer mehr Einzug erhält.

Eine Frage bleibt am Ende für mich! Was kostet die QM-Ausbildung und wie lange dauert sie?

Vielen Dank

Gruß Schwarzarbeit12
 
K

k****

Gast
Naja, bei 5 Millionen Arbeitslosen und ausländischen Billig-Fachkräften vor der Tür, würde ich nicht so die Töne spucken, man solle lieber so lange arbeitslos bleiben, bis man einen gut bezahlten Job hat. Arbeitslosigkeit bringt einem keine Berufserfahrung und trägt auch nicht sonderlich zur Rente bei.
 
Mal sehen was kommt!

Hier wird mal wieder über Äpfel und Birnen diskutiert, ihr kommt doch alle aus unterschiedlichen Bundesländern und habt alle einen unterschiedlichen Lebenslauf. Fakten auf den Tisch, so wie bei Schwarzarbeit, und schon können wir über diese diskutieren. Ich bin ausgebildeter Radio- und Fernsehtechniker, habe drei Monate als Geselle gearbeitet, bin danach für 23 Monate zum Bund, dann habe ich als Zeitfacharbeiter bei Siemens im Prüffeld 8,60€ bekommen. Ich hoffe das sich das nach der Technikerausbildung erhöht und zwar nicht nur um 1-2€ sondern so, dass sich die zwei Jahre auch bezahlt machen.
Ich will hier auch erwähnen, dass ich break.ball und schwarzarbeit voll und ganz zustimme falls es irgendwer noch nicht gemerkt hat! Aber wie es in der Realität ist möchte ich gerne von euch wissen, also belehrt mich eines besseren.

m.f.G.
floeng
 
Naja, bei 5 Millionen Arbeitslosen und ausländischen Billig-Fachkräften vor der Tür, würde ich nicht so die Töne spucken, man solle lieber so lange arbeitslos bleiben, bis man einen gut bezahlten Job hat. Arbeitslosigkeit bringt einem keine Berufserfahrung und trägt auch nicht sonderlich zur Rente bei.


Das hat für mich nicht viel mit Töne spucken zu tun!
Ich denke wenn man einen guten Abschluss hat, (meiner 1 Praxis, Theorie 2) sein Arbeitszeugnis mehr als positiv für ein spricht, nicht von Hand zuweisende Arbeitspraxis hat, sollte man sich nicht unter Wert verkaufen.

Da aber auch der Arbeitsmarkt nicht gerade rosig zum Zeitpunkt meiner Arbeitslosigkeit aussah (April 05) und ich eben nicht bereit bin für 8,55€/h zu arbeiten, wenn man erstens vorher knapp 18€/h verdient hat und zweites ein Arbeitslosengeld von 1200€ bekommt, habe ich eben für mich belschlossen ein wenig zu warten, was sich auf dem Arbeitsmarkt entwickelt.

Kurz vor Schulbeginn der Techniker Schule hatte ich 2 Angebote, unbefristet und mit einem Monatsgehalt von 2400€ u. 2600€.
Da ich mich aber für die Weiterbildung entschieden habe, sagte ich die 2 Angebote beide ab.
Was mir aber dennoch blieb, ist ein Interesse von der Firmenseite aus. Ihrer Aussage nach sollte ich mich nach meinem Technikerabschluss wieder melden.
Ich will hiermit nicht sagen bzw. behaupten das es gleich eine Zusage war, aber das man sich nicht gleich auf den ersten Arbeitsplatz eingehen sollte.

Auch durch schlechte Arbeitsplätze kann man seine Berufserfahrung aufpolieren und auch zur Rente beitragen, im Gegenteil kann man sich aber auch gesundheitlichen sowie seelischen Schaden zufügen (scheiß Betriebsklima, scheiß Arbeit, nur Buckellei) und der kann für ewig bleiben.

Und für mich sehe ich das so, dass 3 Monate arbeitslos sein, doch einen guten Arbeitsplatz zu finden eine bessere Alternative war und ist.

Ich habe mich durch den Verlauf dadurch bestätigt gefühlt, mich nicht unter Wert zu verkaufen.

Gruß Schwarzarbeit12
 
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B

Blutswende

Gast
Zitat von Schwarzarbeit12:
Ich will hiermit nicht sagen bzw. behaupten das es gleich eine Zusage war, aber das man sich nicht gleich auf den ersten Arbeitsplatz eingehen sollte.

Meiner Meinung nach ist es da heut zu Tage besser, den "schlecht bezahlten" Job anzunehmen. Man kann ja dann weitersuchen.

Zitat von Schwarzarbeit12:
Auch durch schlechte Arbeitsplätze kann man seine Berufserfahrung aufpolieren und auch zur Rente beitragen, im Gegenteil kann man sich aber auch gesundheitlichen sowie seelischen Schaden zufügen (scheiß Betriebsklima, scheiß Arbeit, nur Buckellei) und der kann für ewig bleiben.


Schlechte Bezahlung muss nicht gleich "seelige Grausamkeit" bedeuten. Und ein gut bezahlter Job kann auch ganz schön auf die Nerven gehen...


Zitat von Schwarzarbeit12:
Und für mich sehe ich das so, dass 3 Monate arbeitslos sein, doch einen guten Arbeitsplatz zu finden eine bessere Alternative war und ist.
Ich gratuliere Dir zu Deinem Job. Allerdings ist es heute nicht unbedingt die Regel, das man mehrere Angbeote zugleich hat. Du hättest auch genauso gut noch 3 Monate Arbeiotslos sein können. Im Lebenslauf sieht so etwas dann auch nicht so toll aus.

Also, wie ich bereits mehrfach geschrieben habe. Ich denke auch, das man sich nicht unter Wert verkaufen sollte. Wenn man allerdings arbeitssuchend ist, sollte man sich überlegen ein schlechtes Angebot anzunehmen und dann weiter suchen. So hat man wenigstens schon mal was in der Hand.

Gruß Sven
 
Hallo zusammen, ich melde mich auch nochmal!!!

@ schwarzarbeiter 12
Sehr wichtig, wenn Du Dich im Bereich QM weiterbilden möchtes, dass Du die Weiterbildung bei der DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V.) machst oder wenn es garnicht anders geht bei der TÜV-Akademie.
Die Ausbildung bei der DGQ hat in der freien Wirtschaft den höhsten Stellenwert und arbeitet sehr eng mit den VDA zusammen.
Die Wieterbildungen werden auch bei der SIHK (IHK) angeboten und werden durch Referenten der DGQ durchgeführt.

Die Weiterbildung ist wie folgt gegliedert:

1. DGQ-Qualitätsfachkraft
2. DGQ-Qualitätsassistent Technik (Punkt 1 & 2 zusammen ca. 2610€ mit Prüfung)
3. DGQ-Qualitätsbeauftragter & interner Auditor
4. DGQ-Qualitätsmanager (Punkt 3 & 4 zusammen ca. 4360€ mit Prüfung)
5. DGQ-Auditor & EOQ Quality Auditor (ca. 1750€ mit Prüfung)

Die Kosten beziehen sich auf den aktuellen Weiterbildungskatalog der SIHK.

Ich persönlich kann Dir die Empfehlung geben, nur die Weiterbildung bis zum DGQ-Qualitätsbeauftragten & interner Auditor zu machen. Anschließend eine Festeinstellung suchen und den Rest vom Unternehmen bezahlen lassen.

Mit einer technischen Ausbildung + Techniker-Ausbildung + QM-Ausbildung hat man die besten Chancen auf eine Festeinstellung im mittleren Management.

Schaut doch mal bitte unter www.job.de rein und gibt mal den Suchbegriff "Qualitätsmanagemet oder Qualitätswesen oder Qualitätssicherung" ein.

Laßt Euch bloß nicht von den Anforderungsprofil der Stellenausschreibung blenden, sehr oft werden Ingenieure gesucht. Trotzdem bewerben!!!!!!!!

Persönliches Beispiel vom letzten Vorstellungsgespräch (13.09.05)
Stellenausschreibung: QM-Leiter
Profil: Maschinenbauingenieur, QM-Ausbildung, Normenkenntnis (VDA 6,
QS-9000, 9001:2000, TS 16949) Zertifizierungerfahrung, Erfahrung in Umweltmanagement, Produkthaftung, Reklamationsbearbeitung und externe Kundengespräche und natürlich Englischkenntnisse.

Naja, was soll ich sagen........ einige Punkte erfülle ich sicher nicht, wie z.B.
bin kein Maschinenbauingenieur und auch keine Techniker (bin aber gerade dabei) und Englisch kann ich auch nicht so gut.

Ich habe mich auf diese Stelle beworben und man siehe da, man hat mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Das ganze hat so um die 1h 30min. gedauert, in der Zeit war ich natürlich bedacht darauf meine praktischen Erfahrungen preiszugeben. Ich habe die Geschäftleitung zum Schluß gefragt wieviele sich um diese Position beworben haben und wieviele in der engeren Auswahl sind. Er sagte mir, dass sich insgesamt 16 Leute beworben haben (davon 9 Maschinenbauingenieure) und dass bis jetzt nur 2 Leute in Frage kommen.
Ich und ein Maschinenbauingenieur.
Wir sind dann so verblieben, dass er mich eventuell für ein 2tes Gespräch anrufen würde.
Am letzten Freitag kam dann tatsächlich der Anruf und ich fuhr zum zweitenmal zu dieser Firma hin.
Sie erklärten mir, dass Sie mich gerne für diese Position hätten und haben mir ein Jahresgehalt von 50.000 Euro geboten, haben mir sogar schon den Arbeitsvertrag vorgelegt. Ich habe gesagt, dass ich mir das Angebot übers Wochenende überlege.

Ich habe gestern das Angebot abgelehnt, da ich unterm Strich viel weniger Verdienen würden. Müsste im Monat ca. 1200km fahren, würde keine Überstunde bezählt bekommen und ich wäre sehr viel extern unterwegs.

Ich wollte damit nur Aufzeigen dass sich Techniker mit einer zusätzlichen Ausbildung im QM Bereich, gegenüber Maschinenbauingenieur durchsetzen können.

MfG
Break.ball
 
Zitat von Blutswende:
Ich gratuliere Dir zu Deinem Job. Allerdings ist es heute nicht unbedingt die Regel, das man mehrere Angbeote zugleich hat. Du hättest auch genauso gut noch 3 Monate Arbeiotslos sein können. Im Lebenslauf sieht so etwas dann auch nicht so toll aus.

Vielen Dank für Deine Antwort. Den Job zu dem du mir gratulierst, habe ich aber abgelehnt da ich mich entschlossen habe meinen Techniker zu machen.

Gruß
Schwarzarbeit
 
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