Pneumatische Steuerungen

Einen schönen Guten Morgen!

wahrscheinlich werde ich Euch mit der folgenden Aufgabe langweilen aber für mich ist es (noch ) absolutes Neuland.Wäre über Eure Hilfe sehr dankbar.
Nun zur Aufgabe:

Die Spannkraft muss mind.1500N betragen.Reicht ein Zylinder von 6cm Kolbendurchmesser aus, wenn die Anlage maximal mit einem Druck von 7bar betrieben werden darf?Der Reibungsverlust liegt bei 25%.

Wäre wirklich hilfreich wenn mir jemand kurze Erklärung mit Formel gibt!

Vielen Dank
 
AW: Pneumatische Steuerungen

Kolbendurchmesser d=6 cm; das sind auch 0,06m.
Betriebsdruck p=7 bar; das sind auch 700000 Pascal bzw. 700000 N/m².

Ich gehe von einem runden Kolben aus.
Die Fläche des Kolbens ist dann:

[tex]A=\frac{Pi*d^2}{4}[/tex]

[tex]A=\frac{Pi*0,06^2m^2}{4}[/tex]

A= 0,002827433m²

Die darauf wirkende Kraft ist dann:

F = 700000N/m² * 0,002827433m² = 1979,203N

Wegen der einzukalkulierenden Verluste von 25% wirkt effektiv leider nur eine Kraft von
1484,403N.
 
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AW: Pneumatische Steuerungen

Hallo,

zu dem Thema habe ich eine Verständnisfrage.

Gelten die Reibungsverluste auch wenn der Zylinder steht, in dem Sinne wenn er mit 7bar gegen einen festen Gegenstand drückt.

MfG
 
AW: Pneumatische Steuerungen

Eine hervorragende Frage.

Wenn ein Zylinder eine feste Position einnimmt, also nur einen statischen Druck auf etwas ausübt, dann gibt es keine Reibungsverluste.
Es wirkt die maximal mögliche Kraft.

Sollte er sich hingegen bewegen, wird ein Teil seiner maximal möglichen Kraft für die Überwindung der Reibungskräfte benötigt, der Rest wirkt gemäß seiner Bestimmung.
 
AW: Pneumatische Steuerungen

Ok, hab ich mir schon so gedacht.

Angenommen ich habe einen Gegenstand der 1600N erfordert um bewegt zu werden. Haftreibung und Gleitreibung sind gleich.
Der Zylinder drückt mit 7bar gegen diesen Gegenstand.
In der Bewegung schafft der Zylinder nur 1484N, dass heisst der Klotz bewegt sich nicht, da der Zylinder jetzt steht enstehen aber 1979N die ausreichen um den Klotz zu schieben.
Was passiert ? Ich denke es entsteht dieser Stick-Slip-Effekt am Zylinder oder ?

MfG
 
AW: Pneumatische Steuerungen

Stimmt vollkommen.
Es ist ein ständiges hin und her zwischen einem Druckaufbau im Zylinder, bis die nötige Kraft zur Überwindung der Haftkraft vorhanden ist und dem plötzlichen Druckabfall im Zylinder wenn dann endlich eine ruckartige Bewegung stattfindet.

Wenn der erforderliche Druck nämlich kurzzeitig wieder zu klein wird, bleibt er wieder stehen.
Je nach dem, wie sich das Umfeld gestaltet (Maschinenteile, Drosseln, Schmierung etc) kann es von einem sanften Gleiten mit leichten Vibrationen bis hin zu schweren und ruckartigen Stößen gehen.
 
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