Phasen umschlaten mit Installationsschütz --> Kurzschluss

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Hi,
ich hätte da mal ein Problem.... Und zwar soll die Beleuchtung eines Gebäudes möglichst ausfallsicher sein, dafür wurde die Beleuchtung über ein ABB ESB 24-22 (2Ö , 2S) Installationsschütz angeschlossen. Versorgt wird das Schütz von zwei unterschiedlichen Unterverteilungen (die auch sepereate Hauptverteilungen haben) . Sprich auf den beiden Öffner wurden L1 und N von Unterverteilung A gelegt und auf die beiden Schließer L2 und N von Unterverteilung B. Die Spulenkontakte wurden auch mit L1 und N von A versorgt. Auf der Abgangsseite wurden dann jeweils Phase und N gebrückt.
Wenn ich L1 (A) jetzt ausschalte, geht das Licht für ein paar Millisekunden aus und wird danach von L2 (B) versorgt, so wie es sein soll. Wenn ich dann aber L1 (A) wieder anschalte, knallts die 35A Vorsicherung von L1(A) und L2(B) raus. Scheinbar schaltet das Schütz in eine Richtung nicht sauber...

Hat jemand eine Idee wie man es anders lösen kann oder vllt sogar ein alternativ Schütz?

MfG
 
Die Schützen haben eine Umschaltzeit von rund 0,2s! Das macht bei 50Hz 10 Vollwellen. Du mußt einfach ein Zeitglied einbauen was für eine genügend große Umschaltzeit sorgt!
Liefer mal einen genauen Schaltplan wie du das verdrahtest hast!
 
Auf alle Fälle muss Du zwei Schütze verwenden und, logisch eigentlich, gegeneinader veriegeln. Sonst kann es zu einem Kurzschluss kommen. Aber das weist Du ja schon. :-)
Mit einem Zeitrelais kannst Du die Umschaltung sauber trennen. Bei der Stern- Dreieckschaltung wird das sehr gern gemacht.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Schütze haben nicht nur eine lange Umschaltzeit:
Die ziehen auch WESENTLICH schneller an als sie abfallen.
Wenn man zwei Schütze mit einem Wechsler umschaltet,
kommt es deshalb unweigerlich zu einem kurzen "Parallel-Betrieb"
- mit möglicherweise grimmigen Folgen.

Eine Verriegelung kann u.U. (vor- bzw. nacheilende Hilfskontakte!) das entschärfen,
aber dann muss man mit einer Schaltlücke leben, wie auch mit dem Zeitrelais.
Will man eine LÜCKENOSE Umschaltung haben, muss man DREI Schütze einsetzen
und während der Zeit absichtlichen Parallelbetriebes einen (induktiven) Widerstand reinschalten,
der die Ausgleichsströme begrenzt.


P.S.: Es versteht sich doch hoffentlich von selbst,
dass nur die gleichen Phasen mit ziemlich gleicher Spannung zusammengeschaltet werden dürfen.
 
Abgesehen davon können bei Fehlschaltungen Rückspeißeeffekte auftreten! Wäre eine UV gerade abgeschaltet könnte es durch diesem Murx dazu kommen das die Verteilung ungewollt wieder unter Spannung gesetzt wird! Das kann tötlich enden!
Wozu das ganze denn eigentlich?
Wenn überhaupt nötig, könnte das mit zwei Wechslerkontakten erledigt werden, wenn die Steuerspannung von nur einer UV kommt. Also L1 und N von UV1 auf NC und L1 und N von UV2 auf NO. COM dann zu den Lampen! Liegt Spannung an A1/A2 an, wird von UV2 versorgt und wenn keine Spannung anliegt von UV1!
 
Fuchur19, schön das es bei Phasengleichheit jetzt funktioniert, ABER !!! so ist es Pfusch!
Bau das bitte so auf, dass sich nicht kurzzeitig zusammenschließen. Sonst hast du auf einem 1,5mm² 2x16A Absicherung.
Und Du weist ja, zur Katastropfe ist es nie ein großer Fehler, sondern viele kleine. Z.B. Schützkontakt henkt und ein massiver Fehlerstrom. Leitung wird heiß, weil die Sicherung nicht auslöst ---> Hütte brennt!
 
Danke für den Hinweis, wenn das passieren sollte dann lösen jeweils die FIs vorher aus.

Gruß
??? Warum sollte da dein FI da abhilfe schaffen???
Wenn ich L1 (A) jetzt ausschalte, geht das Licht für ein paar Millisekunden aus und
Wenn du mit der kurzen Unterbrechung leben kannst, warum setzt du dann nicht ein Zeitrelais ein oder eben die voreilenden Kontakte??
 
Fuchur19, mal erhlich, kennst Du überhaupt die Funktionsaufgabe von einem FI und einer Sicherung.- oder Sicherungsautomaten?
Ich befürchte, dass dem nicht so ist!

Also ein FI, auch bekannt unter den Namen "Fehlerstromschutzschalter", er wird auch als " RCD- Residual Current Device" bezeichnet. Er wird bei überstrom niemals auslösten. Er löst dann aus, wenn der Strom fehl läuft. Also z.B. über eine Person. Bei Übertrom tropft er von der Hutschiene! Vieleicht mag Deine Vermutung richtig sein. Setzt Du deswegen menschenleben aufs Spiel, für die Du dann verantwortlich bist?

VIELE KLEINE FEHLER ERGEBEN DIE KATASTROPFE !!!

Eine Sicherung ist ein Überstromschutzschalter - löst bei zu großer Stromstärke aus.

Bau das richtig auf!

Was ist schwarz und steht auf der Leiter? ----- schlechter Elektriker
 
Klar kenn ich die Funktion beider Bauteile, für ein FI wird sogar als Brandschutz eingesetzt.
Aber der FI würde im Fall des kurzschlusses der Kontakte mit Sicherheit auslösen. Da ja eben wie du sagst der Strom fehlgeleitet wird...
Alles in allem handelt es sich ja „nur“ um Beleuchtung und keine großen Verbraucher. Und ich bin der einzige der daran rumwerkelt. Mag sein das es nicht vollkommen korrekt ist aber es funktioniert...



Ich danke dir trotzdem für deine Bedenken.
 
Ein letzter Versuch Schaden von Sachwerten und Personen abzuwenden!


Hätte der TE auch genau so schnell finden können wie er sich hier im Forum angemeldet hat!c6ge-f.jpg
 
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