Nach dem Techniker zur Bundeswehr

Hatte mich selber für den oben beschrieben Job nach der Dienstzeit interessiert. Nach dem Praktikum aber anders entschieden.
Als Soldat bringt halt der SgT garnichts. Damit will ich nicht sagen, dass die Verwendungen schlecht sind. Aber der Titel wird als Neueinsteiger einfach nicht anerkannt.
Er hilft dann später für die Bewerbung in den Offizier militärischer Fachdienst. Aber bis dahin sind es halt zetilich mindestens 4 Jahre als Feldwebel. Außerdem besteht noch die Möglichkeit als Offz nicht genommen zu werden.
Kann gut sein, dass man zufrieden ist als Feldwebel. Aber in der Luftwaffe bist du in der Feldwebellaufbahn ein normaler Arbeiter und keine Führungkraft mehr, vor allem nicht als SAZ.
Wenn einem das reicht, ist es ok. Wenn du dich aber schon fortgebildet hast, denke ich das eher nicht.
Kann nur von der LW sprechen. In den anderen Teilstreitkräften sieht es möglicherweise anders aus.
 
B

Benutzer250079

Gast
Nein, definitiv nicht, aber vorab klingt das alles so easy, "Auslandseinsatz"..... Ferien im mittleren Osten.....

Dachte ich von mir auch, als ich mal ein Jahr in schlechten Vierteln von Santiago gewohnt habe. (Mindestens eine Schiesserein in der Woche und zwar mit grossen automatischen Waffen)
Als ich dann in D in der Naehe einen Schuetzenverein hatte, faellt erst auf, wie das einen veraendert.
Ich nehme an, dass jeder, der einmal unter echtem Feuer gestanden hat, z. B. Neujahr ganz anders erlebt.
 
dem etwas an den Haaren herbeigezogenen Banküberfall mit Geiselnahme
ist meiner Lebensabschnittsgefährtin in einer deutschen Großstadt passiert.
Bin selbst auch schon einmal mit einem Messer und einmal mit einer Pistole ernsthaft bedroht worden.
Vielleicht haben wir ein spezielles Karma für solche Sachen, aber jedenfalls ist das durchaus in Deutschland möglich, auch ohne sich "für einen Auslandseinsatz verpflichtet" zu haben.
 
Das ist alles sowas von Realitätsfern.

Der Großteil der Soldaten feuern nie eine Waffe im Gefecht aber und selbst wenn im Ausland befindlich verlassen 80% das Feldlager nicht.

Ich denke das Risiko als Polizist verletzt zu werden ist erheblich höher.
 
B

Benutzer250079

Gast
Ich glaube, dass das Risiko einen Autounfall zu haben noch viel groesser ist, deshalb wuerde ich mich auch nie alkoholisiert hinters Steuer setzen. Es gibt halt nun mal Aktionen, die Risiken erhoehen und sich beim Bund zu bewerben ist eine davon.
 
Bundeswehr Minus Karriere DE

Ich kann und möchte beidhändig davon abraten als staatlich geprüfter Techniker eine Laufbahn in der Bundeswehr ins Auge fassen zu wollen.

Begründung folgt prompt:

Zuerst einmal zu meiner Person und weshalb du davon ausgehen kannst dass mein Erfahrungsbericht dir eine große Hilfestellung sein könne.

Ich habe nunmehr mehrere Jahre in beiden Tätigkeitsbereichen gearbeitet. Nachdem ich zivil den Bautechniker überzeugend zum Abschluss bringen konnte wurde ich sozusagen von der Schulbank direkt als Bauleiter in meinem Fachgebiet eingestellt. Gleich vorweg, mit einem Einstiegsgehalt welches Brutto über dem Lag welches ich als Einstieg bei der BW erhalten habe.

Der zivile Arbeitsmarkt, gerade im Bereich Bau, gibt zwar sehr viel Stellen her. Jedoch ist die Arbeitsdichte auch enorm hoch. Gerade in den ersten Jahren der zivilen Karriere kommt es durchaus zu einer über alle Maßen hohen Belastung in den Bereichen Arbeitszeit und auch Mobilität. (Heute in Düsseldorf, morgen Berlin, übermorgen Hannover)
Die Aussichten sind jedoch vielversprechend, Gewinnbeteiligung (ganz großer Faktor), Firmenwagen und weiter Gratifikationen
sind in einem erfolgreichen Unternehmen keine Seltenheit.
Kurzum der zivile Arbeitsmarkt versteht es über das Maß der Bezahlung hinaus Anreize zu setzen, in meinem Fall konnte ich mit gezeigter Leistung soweit überzeugen dass mir das Vertrauen für die Betreuung internationaler Großbaustellen ausgesprochen wurde (ein plus an Karriere und persönlicher Entwicklung)


Über die Jahre hinweg versuchte ich mich über mein Fachgebiet hinaus weiter zu entwickeln und "stolperte" sozusagen über die Werbungen der Bundeswehr. Nach Rücksprache mit dem Karrierecenter sei der Bedarf an Bautechnikern tatsächlich vorhanden und es dauerte nicht all zu lang und ich befand mich mit Personalnummer im Dienstverhältnis.

Und jetzt kommt der große Punkt. Du bist und du bleibst Nummer. Nach dem absolvieren der Probezeit, welche davon geprägt ist dir eine militärische Grundausbildung zukommen zu lassen, und dem absolvieren vieler weiterer Lehrgänge kommst du irgendwann mal auf deinen Dienstposten. Dort machst du dann die Erfahrung dass es s....egal ist ob du den Techniker gemacht hast oder nicht.

Warum? Weil du nicht ansatzweise als Techniker eingesetzt werden wirst. Deine Tätigkeit entspricht überhaupt nicht deinen erlernten Fähigkeiten und liegt weit, weit unter dem was Techniker im zivilen abbilden.

Darüber hinaus und das ist wohl einer der wichtigeren Punkte. Die Bundeswehr stellt den staatl. geprüften Techniker auf dieselbe Bildungsebene wie beispielsweise den Bachelor und den Meister, was auch durchaus der Realität entspricht und justiziabel ist. Behält für sich jedoch vor Bachelor in die Offizierlaufbahn zu stecken und den Techniker ohne wenn und aber in die Feldwebellaufbahn. Letzteres ist im zivilen Arbeitsmarkt etwa dem Werkstattmeister bzw. Polier zuzuschreiben, aber sicherlich nicht Ebene Bauleiter.

Du wirst als staatl. geprüfter Techniker einfach auf einen Dienstposten abgewiegelt werden, ein Dienstposten der aus Sicht der Personalführung zu besetzen sei. Das führt zu dem wie oben schon erwähnten Differenzen zwischen was du gelernt hast und dem was du von nun an zu verrichten hast. Das führt unweigerlich, und das ist der nächste größere Punkt, zu einer schlechten Bewertung. Du wirst als Neuling betrachtet und in dieser zu 100% von den Beziehungsverhältnissen zu deinem Disziplinarvorgesetzten abhängigen Beurteilungssystem welches gefühlt aus dem vorletzten Jahrhundert stammt, hast du wenig Chancen auf eine angemessene Beurteilung. Darüber hinaus werden ja selbst Kompaniechefs entgegen Ihrer Ausbildung der Einheit wesensfremd eingesetzt. Das führt dazu dass selbst bei technisch hervorragendem Verständnis dein Vorgesetzter einfach nicht weis dass du dein Handwerk verstehst.

Eine schlechte Beurteilung führt ferner dazu dass du bei den Beförderungen zurückgestellt wirst. Dir entstehen sogar wirtschaftliche Nachteile wenn du als Fachmann geworben wurdest. Bei mir kam erschwerend hinzu dass noch Fehler in dem Beschluss meiner anzurechnenden Erfahrungszeiten seitens der Bundeswehr gemacht wurden, was dazu führte dass mir nach 3 Jahren Dienst eine Rechnung von über 2000 Euro aufgemacht wurde. Welche ich in abgeminderter Form Stand heute von mir zurückerstattet wurden. Ein Vorgang der gelinde gesagt frech ist.

Ich könnte noch viele viele Textblöcke füllen, das können Sie mir glauben. Die Moral von der Geschichte soll aus meinen Augen bleiben.

Bundeswehr = Degradierung per Einstellung

Vernichtung einer bürgerlichen Existenz hinein in ein zeitlich begrenztes Verhältnis von 12 Jahren welches dich im schlimmsten Fall zivil untauglicher erscheinen lässt als an dem Tag deiner Einberufung.

Sollte jemand Fragen haben so scheuen Sie sich nicht mich anzuschreiben.

Hochachtungsvoll und mit kameradschaftlichen Grüßen,



ein fast 40 jähriger Soldat mit dem Dienstgrad eines 23 jährigen.
 
Darf man fragen was dich bewogen hat bei der Bundeswehr einzusteigen? Deine Berufliche Laufbahn liest sich bis dahin ja sehr erfolgreich


Ja klar darfst du, hab ja geschrieben dass Fragen gern gestellt werden können.

Also die Beweggründe waren wirklich vielfältig, das reicht von dem Willen etwas sinnstiftendes in die Lebensleistung aufnehmen zu wollen.

Denn ist zwar schön als Techniker in einer erfolgreichen Firma zu arbeiten, aber es ist eben auch nur das. Man arbeitet seine Aufträge ab und gut. Da wollte ich schon etwas, früher hätte man vielleicht gesagt, edelmütigeres verrichten. Ich dachte als Bautechniker wird man eingesetzt zum Aufbau ziviler Infrastruktur in den Gebieten in denen das bitter nötig ist (Schulen, Kläranlagen etc.).

Ein weiterer Grund war es der Unaufrichtigkeit der Baubranche auszuweichen. Als Lehrling bekommt man das kaum mit, als Geselle moniert man darüber. Die Poliere betreiben es im kleinen Stil und die Bauleiter multipliziert umso mehr. Es wird in die Pfanne gehauen wo es nur geht. Ich will nicht schwarzmalerisch wirken aber wer schonmal länger mit dem Bausektor zu tun hatte wird früher oder später die Erfahrung machen dass es dort fast immer halb kriminell zugeht. Dort findet man sicher alles aber integre Persönlichkeiten wohl eher weniger.

Wobei selbst bei der Truppe Aufrichtigkeit mitunter auf dem sagen wir mal absteigenden Ast anzutreffen ist. Wie sonst kann ich es einsortieren dass mir nach 54 Monaten ausgeübter Tätigkeit zum ersten mal reiner Wein eingeschenkt wird und mir dieses absolut abstruse Beurteilungssystem auf die Füße fällt. Da möchte ich die jüngeren und neuen Kameraden vor warnen. Lassen Sie sich nicht Ihre Beurteilung mit latenten Verschleierungsversuchen im Gezi im vorübergehen in die Hand drücken. Spätestens bei dem Thema fahren alle ihre Ellenbogen aus und gerade in der Feldwebellaufbahn haut man sich dann gern mal in die Pfanne, führt unerfahrene Kameraden zumindest gern hinters Licht.

Ich hoffe das hilft etwas weiter, sollten noch weitere Fragen auftauchen können diese gern gestellt werden.


Mit freundlichen Grüßen
 
Ich dachte als Bautechniker wird man eingesetzt zum Aufbau ziviler Infrastruktur in den Gebieten in denen das bitter nötig ist (Schulen, Kläranlagen etc.).
Warum hast du das gedacht, aber nicht im Vorfeld erfragt? Man bewirbt sich doch nicht einfach auf eine Stelle, sondern fragt vorher (spätestens im Vorstellungsgespräch), welche Perspektiven man hat und was die genauen Tätigkeiten sind.

Wie sonst kann ich es einsortieren dass mir nach 54 Monaten ausgeübter Tätigkeit zum ersten mal reiner Wein eingeschenkt wird und mir dieses absolut abstruse Beurteilungssystem auf die Füße fällt.
Nach 4,5 Jahren hast du das also das erste Mal richtig hinterfragt?

Es mag sein, dass du eine - aus deiner Sicht - schlechte Erfahrung gemacht hast. Aber mit den 2 Infos von oben scheint es so zu sein, als ob du da auch deinen Teil dazu beigetragen hast. Zum einen bevor du dort unterschrieben hast und dann wieder weil du so lange gebraucht hast, bis du "die Wahrheit" gefunden hast.
 
Nein, nein. Da muss ich auch mal einhaken. Das kann man am Anfang garnicht wissen. Der Einplaner, bei dem man das anfangs entscheiden muss hat überhaupt keine Ahnung und verspricht einem das blaue vom Himmel. Bis man dann alles merkt, sind schon ein paar Jahre vergangen. Man wird von einer Ausbildungsstätte zur nächsten geschoben, quer durch die BRD und hat mit seiner Stammeinheit bis zum Ende der Ausbildung meistens nicht viel zu tun. Da ist man ja schließlich noch motiviert und redet sich ein, dass das schon wird. Da muss ich DasLot auf jedenfall zustimmen. Denn deine Ausbildung dauert meistens mehrere Jahre und man führt logischerweise erst dann die Tätigkeit aus, für die man eingekauft wurde. Die zivilen Fortbildungen spielen hier allerdings keine Rolle. Wenn man sich für die Feldwebellaufbahn verplichtet, benötigt man nur einen Gesellenbrief. Wenn du jetzt als Techniker kommst und damit unzufrieden bist, hast du selbst Schuld. Das wusstest du definitiv.
Die Beurteilungen haben nichts mit deinen Weiterbildungen zu tun, sondern meistens nur damit, wen der Chef besser leiden kann. Das System ist einfach so. Du wirst auch nur solche jobs ausführen, für die man maximal den Gesellenbrief benötigt. Ich sag es ja, von diesen Leuten hatte ich während der Dienstzeit so einige um mich rum.
Man kann den Dienst meiner Meinung nach nutzen um sich fortzubilden, aber nicht, schon fortgebildet, zu BW zu kommen. Das ist die falsche Reihenfolge. Denn man lässt sich doch das alles bezahlen und geht dann wesentlich klüger wieder raus.
Ich habe während meiner Zeit den SgT gemacht und studiere jetzt noch für ein volles Gehalt + Studiengebühren.
Das ist die richtige Reihenfolge!!! Alles andere ist quatsch.
 
Ja also das kann ich so unterschreiben. Die ersten Jahre deiner Dienstzeit fliegt man ja ohnehin im Orbit der Lehrgänge und schlägt für die längste Dauer für den Haupturlaubszeitraum in der eigentlichen Stammeinheit auf. Da zeichnet sich dann wieder nur ein eingeschränktes Bild ab. Bis du dann schlussendlich mal wirklich eingesetzt wirst, und zwar auf das wofür man schlussendlich geworben wurde vergehen bis zu drei Jahre. Diese Zeit ist geprägt von Abwechslungsreichtum, sicher auch eine schöne Erfahrung, nur kommt die große Desillusion spätestens mit der Aufnahme deines Dienstpostens.

Wie marcolino es beschreibt ist es die absolut richtige Reihenfolge, zur Truppe ungelernt gehen, sich dort nach allen Regeln der Kunst bezahlt sämtliche Abschlüsse einstreichen, welche nebenbei bemerkt vom kleinsten Gesellenbrief bis zur Promotion reichen, und dann wieder ab dafür.
Geworben werden endet für viele in der Sackgasse mit nur wirklich äußerst beschränkten Möglichkeiten des weiteren beruflichen Aufstiegs. Selbst wenn sie dann nicht beschränkt sind, so sind sie zumindest nicht wirklich nachvollziehbar bzw. auch nicht zumutbar.

Jetzt muss ich aber fragen masls, hast du Erfahrungen sammeln dürfen welche vielleicht ambivalent zu denen sind welche marcolino und ich sammeln durften?

Ich muss auch dazu sagen dass es ja immer noch nicht aller Tage Abend ist, so ist der BFD (Berufsförderungsdienst) für die Feldwebel der wohlmöglich von allen Laufbahnen attraktivste. Ein Anschlussstudium o.Ä. schwebt mir da auch vor. Das kann bei der ganzen Sache wirklich positiv hervorgehoben werden.
 
Die Sache mit dem Gesellenbrief marcolino muss ich auch nochmal aufnehmen. Ja man kann sich mit einem Gesellenbrief für die Feldwebellaufbahn bewerben. Der Punkt ist aber dass der Geselle , Ebene (Stabs) Unteroffizier ist.
Die guten alten Stuffz (FA).

Wenn jetzt der Stuffz nach bestehen der Feldwebelprüfung (welche i.d.R. eine Gruppenführer Prüfung in grün ist, schwer nicht zu bestehen)
Feldwebel wird, so ist dieser erst noch für die Meisterschule vorgesehen. Da kommt jetzt aber der Punkt ins Spiel der komplett gegen alles geht was man für Transparent halten könnte.

Der Stuffz kann seine Unteroffiziers Jahre voll auf die Beförderungsfähigen Jahre des Feldwebels anerkennen lassen. Das führt wiederum dazu dass jemand der nach mir beispielsweise erst zum Feldwebel befördert wurde, mich im Dienstgrad überholt, einen Dienstgrad über mir steht und hat dabei die Meisterschule bis dato nur von außen gesehen (hat noch keine Meisterwürde erlangt).

Warum? Weil er in der Dienststelle ist und zum Disziplinarvorgesetzten beste Beziehungen einrichten kann.
 
Als Techniker kannst du gleich als Feldwebel einsteigen. Spar die blöden Lehrgänge und überspringe das. So kann man schnell vorankommen.
Das macht halt einfach nicht viel Sinn. Dadurch würdest du nur ein Jahr zum Feldwebel sparen und zwischen Stuffz und Feldwebel liegen vielleicht 30€ im Monat. Dafür hat man dann 2 Jahre kein Gehalt bekommen? Du bist als Geselle schon Stuffz FA mit einer automatischen Beförderung nach einem Jahr. Also für was soll das gut sein? Du wirst nicht mal schneller mit der Ausbildung fertig. Um sich zum Offz bewerben zu können musst du sowieso 3 Jahre warten, weil man mindestens eine reguläre Beurteilung braucht und da spielt es keine Rolle ob man als Stuffz oder Fw anfängt. Die Zeit muss man im jeden Fall absitzen, danach ist noch fragwürdig ob man genommen wird. Frag mal einen Fw wie seine Beurteilung nach 3 Jahren ist. Das kannst du nämlich komplett vergessen....
Wenn jetzt der Stuffz nach bestehen der Feldwebelprüfung (welche i.d.R. eine Gruppenführer Prüfung in grün ist, schwer nicht zu bestehen)
Feldwebel wird, so ist dieser erst noch für die Meisterschule vorgesehen. Da kommt jetzt aber der Punkt ins Spiel der komplett gegen alles geht was man für Transparent halten könnte.
Bei der LW macht man keinen Meister. Das nennt sich dort Advanced Ausbildung, zumindest in der Luftfahrt und ist in der freien Wirtschaft nicht zu gebrauchen. Bei uns wurde der Industriemeister nach der regulären Fachausbildung optional angeboten. Da hatte ich aber keine Lust drauf und stattdessen den Techniker neben dem Dienst gemacht. Für den Meister wäre ich 10 Monate vom Dienst freigestellt worden und hätte auf 6 Monate BFD Anspruch verzichten müssen. Da ich nicht weiß wie weit ich im Studium komme, wollte ich halt auf nix verzichten.

Als Techniker zum Bund ist und bleibt Mist, egal wie man es dreht. Es hat weder finanzielle noch andere Vorteile.
 
Nein, nein. Da muss ich auch mal einhaken. Das kann man am Anfang garnicht wissen. Der Einplaner, bei dem man das anfangs entscheiden muss hat überhaupt keine Ahnung und verspricht einem das blaue vom Himmel. Bis man dann alles merkt, sind schon ein paar Jahre vergangen.
Das hätten die mit mir sicher nicht "ein paar Jahre" gemacht.
Aber ich weiß auch, warum ich den Zivildienst abgeleistet habe und nicht zu dem Verein ging.
 
Das hätten die mit mir sicher nicht "ein paar Jahre" gemacht.
Aber ich weiß auch, warum ich den Zivildienst abgeleistet habe und nicht zu dem Verein ging.
O doch hätten sie, denn zu diesem Zeitpunkt hast du dich schon verpflichtet und kommst aus der Nummer nicht mehr raus. Das machen sie 12 Jahre lang mit dir, ob du das eben willst oder nicht. Das ist nunmal kein Spaßverein, meistens jedenfalls...:LOL:. Du musst auch die ganze Zeit tun was von dir verlangt wird, ob du den job nur magst oder nicht. Egal wann und egal wo. Mitten drin kann es passieren, dass du sogar einen ganz anderen job machen musst, welchen du noch weniger leiden kannst. Wird jemand gesucht und gibt es von deiner Verwendung zu viele, wirst du halt einfach mal versetzt. Das hat auch nichts damit zu tun, dass du der schlechteste bist. Mir selber ist das glücklicherweise nicht passiert, aber bei anderen habe ich mich schon gefragt...hhmmm... die Vollpfosten bleiben da und der/die gute Mann/Frau muss den blödl Job machen. Das ist alles nur gezocke... Die die das entscheiden kennen dich nicht und auch die anderen nicht, da wird einfach mit dem Finger auf die Person ganz oben in der Liste gezeigt und die hat halt Pech. Wenn man sich dann beschwert heisst es, "Du hast als Soldat unterschrieben und nicht für die Verwendung xy, also mach was von dir verlangt wird". Also wieder 2 Jahre Ausbildung die nichts wert ist...usw...

Es gibt aber auch die, die von sowas gänzlich verschont bleiben, wie mich:sneaky:. Glück muss der Mensch auch mal haben (und Kinder). Da kann man sich immer schön rausreden, wenn es um Versetzungen geht. Das hat alles nichts mir fair zu tun, das ist dort auch jedem klar.
 
Ja so in etwa ist es beim Heer auch, also ich kann das bestätigen. Ich bin auf eine weit förderlichere Tätigkeit versetzt wurden als dass das bei der vorherigen der Fall gewesen wäre. Das ist aber auch nur der Tatsache geschuldet dass die Dienststelle explizit nach einem Lehrgang auf mich zugekommen ist und gefragt hat ob ich mir nicht vorstellen könne bei ihnen meinen Dienst zu verrichten.

Die neue Dienststelle ist sogar noch weiter von meiner Heimat entfernt als die alte, ich habe ebenfalls Kinder aber in Summe war es mir das wert. 12 Jahre die Dienststelle in der ich davor eingesetzt gewesen bin, plus der Tätigkeit, den Frust den man da schiebt, nein Danke.

Wie gesagt mit der neuen Dienststelle bin ich zufrieden, das war aber auch zu 75% Glück.

Die breite Masse der Anderen wird nicht so viel Glück haben und sich dann am Ende der Dienstzeit schon berechtigter Weise fragen wofür sie das alles auf sich genommen haben. Es bleibt dabei, mit Vorausbildung / Abschlüssen zur Bundeswehr heißt Bildungsrendite gen Null.
 
B

Benutzer250079

Gast
Es wird in die Pfanne gehauen wo es nur geht. Ich will nicht schwarzmalerisch wirken aber wer schonmal länger mit dem Bausektor zu tun hatte wird früher oder später die Erfahrung machen dass es dort fast immer halb kriminell zugeht. Dort findet man sicher alles aber integre Persönlichkeiten wohl eher weniger.
Und Du schreibst hier wirklich von Deutschland?
Wau, das klingt ja schon wie klein Chile...
 
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