Nach dem Techniker Master?

Dieses Thema im Forum "Hochschulstudium" wurde erstellt von Mazlik, 10 Juli 2013.

  1. Hey,

    ich hätte ein paar Fragen zum Techniker. =)
    Ich habe gerade meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration beendet und würde gerne einmal meinen Techniker machen.
    Die Frage ist jetzt, was wäre der beste Ansatz danach?

    Der Techniker ist ja mittlerweile auf dem gleichen Bildungsstand wie ein Bachelor.
    Ich würde gerne irgendwann meinen Master machen, aber nach dem Techniker das Studium im ersten Semester anzufangen wäre für mich keine Option.

    Gibt es Hochschulen, die den Techniker zumindest zu einem Teil anerkennen? Oder man durch besuchen einen Vorkurses irgendwo quer einsteigen kann?

    Wenn nicht, dann wäre der Weg über die Bos -> Hochschule vermutlich besser.

    Ich danke euch jetzt schon einmal. =)
    Ach ich komme ausm Raum München.

    mfg Mazlik
     
  2. AW: Nach dem Techniker Master?

    Hallo, es gibt Varianten wo man als Techniker direkt den Master machen kann aber auch hier ist der Start in Semester 1. Wieso man als Techniker da was anerkannt bekommen soll, weiss ich nicht.
    Man kann aber bei vielen Hochschulen froh sein als Techniker überhaupt was vom Bachelor anerkannt zu bekommen. Soviel dazu.
     
  3. AW: Nach dem Techniker Master?

    1, schön wärs , aber es nicht nicht so.
    2, das wäre noch schöner, da könnte man mit dem Master wohl gleich den halben Doktor erlassen bekommen.

    Naja genug gelacht und Spaß beiseite:

    grundsätzlich gibt es einige "spezial" Programme mit denen man als SgT oder Meister direkt "ohne" Bachelor den Master machen kann, diese dauern aber eher etwas länger als der normale Master, auf jeden Fall nicht kürzer. Wenn du sowie so den Master machen willst, mach vorher gleich den Bachelor, mir wurde aufgrund meiner Vorleistung Bachelor (mit 210 CP) einiges vom Master (mit 120 CP) anerkannt, da die Bachelor + Masterkombination zusammen 300 CP geben "soll".
     
  4. AW: Nach dem Techniker Master?

    Z.B.

    Für den Master musst du bei den meisten ein 6 Monatiges Vorstudium machen.

    http://eit.h-da.de/?id=11394

    oder

    http://www.euro-fh.de/studienabschluesse/master-abschluesse/master-ohne-erststudium/


    Entweder Techniker oder Bachelor machen, aber nicht beides. Es macht wenig Sinn Jahre zu verschwenden für gleich eingestufte Quallis, sei den du bekommst es geschenkt. Ansonsten kannst du in der Zeit andere Quallis machen die dich weiter bringen.

    Der Techniker ist ein rein Deutsche-Ausbildung wird aber im Ausland sehr gut angesehen. Genauso wie ein Diplom Ing. den es im Ausland ja auch nicht gibt.

     
    #4 DarkDaemon, 28 Juli 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28 Juli 2013
  5. AW: Nach dem Techniker Master?

    Mensch ich mache dann immer alles falsch, naja solange die Industrie meine Fehler mit mehr Geld und besseren Aufgaben honoriert soll mir wurscht sein :D
     
  6. Ich habe die selbe Ausbildung, bin jetzt im 3ten Lehrjahr und werde mich danach auch weiterbilden, aber heißt das nicht Diplomingeneur und nicht Techniker?
    Ich mache den Master Studiengang in Lübeck und da habe ich kein Studium zum Techniker gefunden.
    Dafür brauchst du aber Abitur oder Fachochschulreufe, wurde mir jedenfalls so erzählt.
     
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  7. Ich würde erst den Techniker machen, weil wenn das HS Studium nicht klappt, hat man den SGT schon als Sicherheit in der Tasche.
    Gibt viele die die Mathematik der HS'en zu hoch und viel ist.
    Ich würde beim Techniker, dann freiwillig mehr Physik und Mathe "nachschieben"...
    Was bei der BOS mehr ist, aber dafür wird man auch mit anderen Fächern überfrachtet, die man für ein Ing. Studium in der HS Lanschaft nicht braucht, nur um mit Leuten mit zu reden, die ein gutes Allgemeinwissen haben.... Aber das kann man sich genauso gut unbenotet in der freiwilligen Freizeit aneignen..

    Nicht da der Herr 2 Jahre macht bis die allg, HSR und dann im 2. Semster merkt, dass es nix ist... gut dann bekommt man bei manchen Technikerschulen 1 Jahr angerechnet, weil auf der Fachschuleebene vieles das maximum die FHR ist, manche Themen gehen darein, wo die Ing. anfangen...

    Achja ohne ABI geht es auch, dann muss man evtl. nur ein Aufnahmetest machen, kannst du ja versuchen mehr als schief gehen kann es nicht... Aber dann würde ich dir raten, lerne selbstständig lernen, vorher ne Matheintensivkurs würde sehr gut tun...

    Leider werden viele durch die Ing. Math. in den ersten Semestern ausgesiebt, nicht jeder kann halt Koch, Arzt, Frisör, Lehrer, Mechaniker oder eben Ingenieur/Techniker werden!

    Wenn Mathe nicht so dein Fach ist, würde ich mir das gut überlegen, es kann auch sein, dass der Stoffplan bzw,. die Vermittelung mieß war bisher bei dir und deshalb Mathe nicht so doll war, kenne ich auch... Aber wenn man grundsätzliche freude und interesse hat, dann ist das schon mal ne gute Chance und Motivation...
     
  8. Genauso ist es.
    Da ich gerade das erste Semester Ingenieursmathematik hinter mich gebracht habe (Berufsbegleitender Bachelorstudiengang E-Technik), kann ich mit einem Zahlenbeispiel aufwarten: Von anfangs 70 Studierenden sind ganze 34 überhaupt erst zur Matheprüfung angetreten, und das im ersten Semester!

    Der Inhalt von Mathematik I war dabei:
    - Folgen und Reihen
    - Funktionen
    - Lineare Algebra
    - Komplexe Zahlen
    - Differentiation von Funktionen einer Variablen
    - Integration von Funktionen einer Variablen

    Da diese Woche das Mathe II Skript gekommen ist, kann ich zu dessen Inhalt auch gleich noch was sagen:
    - Differentialrechnung mit Funktionen mehrerer Variablen
    - Mehrfachintegrale
    - Vektoranalysis
    - Kurven- und Hüllintegrale
    - Differentialgleichungen erster und zweiter Ordnung
    - Ausblick auf die Maxwell'schen Gleichungen

    Vielleicht noch drei interessante Punkte am Rande:
    1) Es gibt noch Mathe III ;-)
    2) Bei allen Mathe-Klausuren ist kein Taschenrechner erlaubt (... naja ... wofür auch?!)
    3) Die Fachhochschulreife meines Technikerzeugnisses (DAA, Niedersachsen, 2012) wurde NICHT als HS-Zugangsberechntigung anerkannt (--> soviel zu Thema Anrechnung von Inhalten der Technikerschule)

    Bevor das jetzt falsch verstanden wird: Das ist kein arrogantes Gelaber, sondern die Realität.

    Gruß, Kosekans
     
  9. Hm, schon mal jemand dran gedacht, daß die hohen Durchfallquoten bei Ingenieurstudiengängen vielleicht auch durch die hohe Vollidiotendichte unter den Studenten bedingt ist? Im Wesentlichen beginnen doch genau diejenigen ein Ingenieurstudium, für die eswegen zu schlechtem oder gar keinem Abi nicht zu einem richtigen Studium (Medizin, Jura, Naturwissenschaften, etc) gereicht hat.
    Aus eigener Erfahrung (Maschinenbaustudium) kann ich nur sagen, daß man das alles nicht überbewerten sollte. Jeder mit durchschnittlichem IQ kann das locker schaffen.
     
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  10. Ein schlechter Elektriker ist immer noch ein guter Schlosser :D
     
  11. Klar aber promovieren kann auch jeder mit durchschnittlichen IQ, deshalb wird es trotzdem nicht jeder schaffen/machen. Das es einfachere Studiengänge als Ingenieursstudiengänge gibt ist denk ich mal klar. Man sollte sich aber nicht vorstellen, dass man enorm schlau sein muss und technischbegabt sein muss.
    Zum Thema: Ist die Frage ob du dir selber wirklich(!!) zutraust ein Studium zu schaffen. Wenn ja, dann mach dein Abi in einem Jahr. Wenn nein, dann mach deinen SgT.
     
  12. Ja, das ist die Realität, trotzdem wird ein falsches Bild suggeriert. Wenn man ehrlich ist, dann stecken hinter den "gefährlichen Begriffen" einfache und anschauliche Konzepte, die wirklich jeder erlernen kann, wenn man sich nur 5 Sekunden am Stück konzentrieren kann.

    Unbequem an den Inhalten von Mathematik 1 sind zB. lediglich Reihen und Integrale, da man hier nicht immer stupide die Regeln anwenden kann, sondern hin und wieder auch mal kurz Nachdenken und probieren muss. Diese Fälle werden dann stur auswendig gelernt und fertig.

    Bei den restlichen Themen kann man im Großen und Ganzen nach Kochrezept vorgehen.

    Mathematik 2 wird sogar noch leichter. Mehrdimensionale Probleme werden durch hintereinanderausführung von den eindimensionalen Methoden gelöst, dabei macht man sich aber nicht mehr die Mühe besonders komplizierte Ausdrücke zu betrachten, da die Zusammenhänge nun im Vordergrund stehen.

    Differentialgleichungen sind nachdem man die ein oder andere mal gelöst hat, auch sehr leicht und man lernt hauptsächlich auch viele Ansätze auswendig.

    Im Grunde muss man also Schemata einüben und ein paar Spezialfälle auswendig lernen. Sofern die Grundrechenarten sitzen, wird also nichts unmenschliches verlangt. Haarig wird es erst, wenn man das erlernte in anderen Fächern anwenden mus und dabei nicht ans Händchen genommen wird.
     
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  13. Schön dass es mal ein Universitätler sagt. Im Grumde seid ihr dressierte Affen, die nach Schema F "rechnen"...

    Danke :D
     
  14. Das ist ja auch krass, dass die eine FHR aus den und den Bundesland nicht anerkannt wird.
    Ist das dann eine UNI oder welche FH lässt die FHR nicht anerkennen?
    Dann würde ich mich auch nicht wundern, wenn ne Meister aufeinmal nicht mehr zugelassen wird.
    Die sollten schon mal ein wenig ordentlich was machen in Mathe beim Techniker und nicht nur die FHR als Maß aller Dinge ansehen, weil's eben nicht reicht... Würde mich da eher an die Ing. Mathematik orientieren.


    Bei solcher FHR hätte ich das dann auch erwartet mit solchen Büchern^^

    Ich kann vielleicht ne Ablaufschema auswendig lernen, was ich ein wenig sinnfrei finde, wenn ich nicht mal verstehe, was ich mache....

    Ich glaube, wenn man etwas verstanden hat, dann brauch man nix auswendig lernen.
    Und ein TR soll ja nur Ergebnisse liefern und bei einigen kann das Teil halt Zeit sparen.

    Wobei da müsste man sich im einzeln die Klausuren angucken, und so mancher Dozent denkt sich dabei ja auch, was er oder sie abprüfen will...

    Wichtig ist nicht, das man irgend ein Schema auswendig kann, finde ich... Man sollte belehrt werden es richtig anzuwenden oder anzupassen für verschiedene Probleme...

    Ich meine man lernt ja auch keine Datenblätter auswendig sondern benutzt die.... Mag ja sein, dass man bei Jura, Medizin wissen muss was wie heißt und wo steht aber die meisten dieser Leute verstehen doch erst mit BE was Sie eigentlich machen...
     
  15. Mathe läßt sich kostenlos auffrischen.
     
  16. Und weiter? Ich bin mir darüber im Gegensatz zu dir auch im Klaren. Wenn du nun die Dressur mit dem erlernten Wissen und den Fähigkeiten gleichsetzt, von mir aus! Es bleibt alles konsistent:

    Befehl an den Affen: Berechne die Extrema der Funktion f(x)!
    Daraufhin berechnet der dressierte Affe, so wie es ihm beigebracht wurde, die Nullstellen der ersten Ableitung.

    Es ist unmöglich in einer Klausur mal eben auf die Idee zu kommen, das mithilfe der zweiten Ableitung eine Aussage über die Art des Extremums gemacht werden kann. Das hieße nämlich auch einen sauberen Beweis der genauen Aussage im Kopf zu führen.
    Also läuft es doch auf das Auswendiglernen von abwandelbaren Methoden hinaus.

    von-Neuman: “In mathematics you don't understand things. You just get used to them.”

    Und das entspricht auch der Wahrheit.

    Aus Verständnis folgt nicht, dass man auch konkrete Probleme lösen kann. Das ist eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Mathematik. In Klausuren wird auch eigentlich nur geprüft ob man die vorgestellten Methoden richtig und effektiv umsetzen kann.

    Und das ist bloß eine Sache der Übung, manche brauchen etwas mehr, manche weniger. Deswegen sollte man sich nicht vorschnell von der Mathematik abschrecken lassen, nur weil sie zunächst verwirrend ist.
     
    Ami gefällt das.
  17. Neben einem durchschnittlichen IQ benötigt man vielmehr Disziplin im Studium! Man muss sich einfach mit der Materie auseinandersetzen und das solange bis man die gestellten Aufgaben selbst gelöst hat. Wenn man nur nach Schema F lernt, wird ein Studium an der Uni schwierig und zäh!
     
  18. Stimmt fast:
    An der Stelle x existiert dann und nur dann ein lokales Extremum, wenn die ersten (n-1) Ableitungen dort gleich 0 sind und die n-te Ableitung dort ungleich 0 ist und n eine gerade Zahl ist.
    Wenn dann f^( n ) (x) < 0 ist, liegt ein Maximum vor,
    Wenn dann f^( n ) (x) > 0 ist, liegt ein Minimum vor. ;)

    Gruß aus dem Affenhaus
     
  19. Ja, richtig. Sie wäre im Falle f''(x_0) ungleich 0 hinreichend, aber nicht notwendig.

    (Und wenn wir schon so genau sind:)
    Für f''(x_0) = 0 könnte man dann auch direkt die Definition eines Extremuns zur Untersuchung benutzen.
    Ist auch die gängige Methode bei semidefiniten Hesse-Matrizen im Mehrdimensionalen Fall, wo man nicht so eifnach die n-te Abletung

    Dein Satz ist aber auch nicht ganz sauber aufgeschrieben.
    Falls eine stetige Funktion bspw. auf einem halboffenen Intervall in IR definiert ist, was ja gerne mal vorkommt, existieren zunächst am Randpunkt keine Ableitungen, man kann sie aber definieren und dann ist dein Satz nicht richtig, da am Rand immer lokale Extrema vorliegen.
    Er gilt nur im Innern des Intervalls, d.h. das Intervall ohne Randpunkt(e), also ein offenes Intervall und allgemein gilt er für (überall) n-mal differenzierbare Funktionen, da dadurch der Definitionsbereich zwangsläufig offen ist.

    Letztenendes muss man aber trotzdem die Gültigkeit des Satzes prüfen wo wir wieder bei den Schemata wären.
     
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  20. Also wenn die meisten schon bei Mathe I aussteigen wird mir Angst und Bange über unseren Ing. Nachwuchs ...
     
    PicardLindeloef gefällt das.

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