Nach dem Techniker ein Studium?

Dieses Thema im Forum "Hochschulstudium" wurde erstellt von woelfin85, 26 Juni 2007.

  1. Hallo,

    auch wenn das Thema wohl schon ziemlich alt ist:
    wer von euch hat NACH dem Techniker noch ein Studium angefangen?
    Zum Dipl.Ing. oder die neue Variante Bachelor / Master.

    Was spricht dafür? Habe ich davon was? Lohnt es sich??? o_O

    *Ina
     
  2. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Wenn dann Bachelor...

    Als Diplomer wirst du fast automatisch Schwierigkeiten kriegen, wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht in der Regelstudienzeit bleibst. Das Diplom läuft nunmal aus und auf alte Dinge, für die keine Ersatzteile mehr produziert werden, zu setzen, war noch nie gut ;)
     
  3. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Sehe ich nicht ganz so.
    Das Diplom ist höherwertiger und ansehnlicher.
    Wenn ich eine solche Entscheidung treffen müsste, würde ich zum guten, alten Diplom greifen.

    Die Einführung von Master und Bachelor findet nur statt, damit man Schulabschlüsse international vergleichen kann.

    Kenne einige, die nach dem Techniker entweder auf einer Fernuni (Teilzeit) oder eben in der "normalen" FH weiter studieren.
    Fragwürdig ist noch, obs das Diplom zu deinem Studienbeginn überhaupt noch wählbar ist. Meines Wissens wird bis heuer September alles auf Master und Bachelor umgestellt. ???

    @dönis: für Bildung braucht man keine Ersatzteile, denn Nachlesen kannst du immer mehr als genug.

    Grüße
    Rudi
     
  4. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Naja ich habe keine Lust mich hier auf ne neue Diskussion einzulassen...

    Ich erlebe es gegenwärtig an meiner FH, das Diplomer Probleme kriegen weil Klausuren nicht mehr angeboten werden.

    Wer zum Beispiel technische Mechanik für Elektrotechniker (Diplom) dieses Semester nicht schafft, darf es ab nächstem Semester im Maschinenbau. Da hat man dann statt 6SWS mal eben 12-14 für diesen Schein...

    Spätestens wenn das Diplom ausgelaufen ist, wird man sich mit dem Bachelor arrangieren müssen. Und auch das Geschrei, das keine Firma Bachelor einstellt, halte ich für absoluten Käse...

    Aber es muss jeder für sich selbst entscheiden, ich würde kein Diplom mehr machen, weil ich die Sonderregelungen und Schwierigkeiten kenne, die die letzten Absolventen haben...
     
  5. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    ich würde sagen: studier auf Diplom so lange es noch geht. Unter einem Diplom-Ing. kann man sich in Deutschland noch was vorstellen. Ist natürlich auch Geschmackssache. Ich will jedenfalls Dipl. Ing. haben, nicht so einen Bachelor-Degree. Der wird allzuoft mit einem Grundstudium oder Studienabbrecher verglichen. Ich bin mir sogar sicher, dass es später heisst: "Warum haben sie keinen Master???"

    Hier an meiner FH (Nürnberg) gibt es den Diplom seit kurzem auch nicht mehr. Schade...

    Trotzdem wird den Diplomern nicht verwehrt noch fertig zu studieren. Das sollte auch kein Problem sein, weil die Prüfungen mit den Bacherler's zusammen abgehalten werden können, die Inhalte ändern sich ja nicht...

    Der Bachelor mag von mir aus gut gemeint sein, aber die Vergleichbarkeit ist so was von schwachsinnig :)

    Ein Bachelor aus Deutschland hat trotzdem völlig andere Lehrinhalte als einer aus GB oder USA...
     
  6. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    moinmoin,
    ein Studium lohnt sich fast immer. Wenn du gerade Techniker machst, dann wechsle sofort. Wenn du den Hochschulabschluss hast, kräht nach dem Techniker kein Hahn mehr. Oder zuminest nur so wenig Hähne, dass du dir die Zeit besser gespart hättest.

    Diplom? Ich dachte, das wird gar nicht mehr angeboten. Das Argument von dönis, dass bestimmte Dipl.-prüfungen nicht mehr angeboten werden und du dann bei den anderen unter eventuell anderen Bedingungen mitschreibst, kann ich mir gut vorstellen. Ich glaube auch nicht, dass Firmen keine Bachelors einstellen. Sie können seine Fähigkeiten nur noch nicht so recht einschätzen. Dementsprechend vorsichtig sind sie wohl. In 3 Jahren, wenn du mit dem Bachelor fertig wärst, sieht das bestimmt wieder anders aus. Oder mach gleich den master.

    So...alle Klarheiten beseitigt??
     
  7. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Wie wäre es denn mit einem Fernstudium?
    Der Vorteil liegt darin, dass du zum einen kein Risiko eingehst, wenn das Studium nicht klappt, weil du weiterhin in deinem Beruf oder als Techniker arbeiten kannst. Außerdem sammelst du während dieser Zeit Berufserfahrung als Techniker und stellt mit dem bestehen des Fernstudiums dein Durchhaltevermögen, deine Bereitschaft dich nebenberuflich weiterzubilden, dein gutes Zeitmanagement und deine Belastbarkeit unter beweis, was bei Personalern immer gut ankommt. Denn gerade ein Fernstudium stellt meines erachtens unter Beweis, dass du diese sog. Schlüsselqualifikationen die im beruflichen Leben gefordert sind erfüllst.
    Ein weiter Vorteil ist natürlich, dass du weiterhin Geld verdienst. Auch wenn die Fernstudiengebühren nicht zu verachten sind, hast du trotzdem noch mehr in der Tasche als ein Vollzeitstudent.
    Der Vorteil an der HFH, der Fernhochschule an der ich momentan studiere ist, dass du bis 2012 die Möglichkeit hast, sowohl den Bachelor als auch das Diplom zu erwerben. Ich schlage im Haupstudium den Weg des Diploms ein... für den Abschluss zum "Bachelor of Engineering" brauch ich dann "nur" im 8. von 9 Semestern eine 8-10 Wöchige Bachelorarbeit schreiben, studiere dann normal weiter und erhalte nach meiner Diplomarbeit im 9. Semester sowohl den internationalen Abschluss des Bachelors als auch den bisher noch in Deutschland sehr anerkannten Dipl. Ing. (FH).
    Ich finde das in jedem Fall eine gute Alternative zum Vollzeitstudium.
    Was hier aber auch gesagt werden sollte ist, dass das Fernstudium schon eine ernorme Disziplin voraussetzt, sehr stressig ist und vom Lernaufwand und stofflichen Niveau schon ein ganzes Stück über dem Techniker liegt.
    Wenn du aber mit dem "Fernlernen" beim Techniker gut zurechtgekommen bist, und du in jedem Fach ca. eine Note Verschlechterung verkraften könntest ohne beim Techniker durchzufallen, dann würde ich sagen kommst du mit dem Fernstudium auch zurecht.

    Viel Erfolg beim Techniker und deiner Entscheidung welchen Weg du danach gehen wirst.

    Gruß,
    Furthi

    @RudiW: Wie gehts mit dem Techniker voran? Die ersten Prüfungen alle mit 1,0 bestanden alter Streber??? :thumbsup:
     
  8. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Hallo Leute,

    hab auch vorhin den Studienführer von der Fernhochschule Hamburg durchgelesen. Ich würde gerne nach meinem Techniker dort vielleicht den Bachelor machen. Aber zum Bachelor of Arts (B.A.), also sprich ein Studium für Betriebswirtschaft. Das dauert nur 7 Semester und kostet derzeit 230€ dort:D
    Bin noch dabei die PRO´s and CON´s abzuwägen. Über eure Meinungen wäre ich dankbar.
    Das Geld ist gut angelegt, wenn man bedenkt was man mit einem Akademischen Abschluss später mehr verdient. Bevor ich jetzt den technischen Betriebswirt dranhänge ich zwei Jahren, kann ich genausogut gleich Studieren gehen.
    Weiß jemand was an der HFH der Unterschied zwichen Studienleistungen und Prüfungsleistungen ist?

    Danke,
    Martin
     
  9. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Der Unterschied ist, dass die Studienleistungen nur mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet werden. Erreichst du in einer Klausur die eine Studienleistung darstellt z.B. 50 Punkte (von 100) dann hast du die Studienleistung "bestanden".
    Erreichst du 96 Punkte (von 100) hast du die Studienleistung ebenfalls "bestanden". Erreichst du hingegen nur 46 Punkte (unter 50) dann hast du die Studienleistung "nicht bestanden" und mußt sie nochmal schreiben.´

    Jetzt zur Prüfungsleistung:
    Die Prüfungsleistungen werden benotet. und zwar in folgenden Schritten:
    100%-95%=1,0 94%-90%=1,3 89%-85%=1,7 84%-80%=2,0
    79%-75%=2,3 74%-70%=2,7 69%-65%=3,0 64%-60%=3,3
    59%-55%=3,7 54%-50%=4,0 unter 50%=5,0=nicht bestanden=nochmal schreiben (max. 2 Wiederholungen)

    Währen die obigen Klausurleistungen also bei einer Prüfungsleistung erbracht worden hättest du eine 4,0 (50P) eine 1,0 (96P) und eine 5,0 (46P)=nochmal schreiben.
    Diese Noten stehen dann auch in deinem Vordiplomzeugnis, Bachelorzwischenzeugnis, Bachelorzeugnis oder Diplomzeugnis.
    Die Studienleistungen tauchen in Zeugnissen nie als Note oder mit erreichter Punktezahl auf nur mit "bestanden". Auch mit "nicht bestanden" tauchen die Studienleistungen nicht im Zeugnis auf, denn mit einer "nicht bestanden" Studienleistung bekommst du das Zeugnis erst garnicht. Du musst die Studienleistung also so oft wiederholen bist du sie bestanden hast.

    Ein weiter Unterschied ist, dass Studienleistungen beliebig oft wiederholt werden dürfen, während bei Prüfungsleistungen nach dem 3. Versuch endgültig schluss ist mit dem Studium.

    Bestehst du eine Prüfungsleistung (egal mit welcher Note), hast du KEINE Möglichkeit, diese Note durch ein freiwilliges wiederholen der Prüfung zu verbessern.

    Noch Fragen?

    Gruß,
    Furthi
     
    #9 FURTHI, 10 Juli 2007
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juli 2007
  10. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Das stimmt so (pauschal gesagt) nicht.
    Je nach Hochschule und Prüfungsordnung gibt es entsprechende Regelungen, das eine in Regelstudienzeit, beim Erstversuch, bestandene Prüfungsleistung einmalig beim nächstmöglichen Prüfungstermin zur Verbesserung wiederholt werden darf.
    Beim Diplom nannte man das den Freiversuch, beim Bachelor wurde es entweder abgeschafft oder (wie bei uns) ausgeweitet, das man jede in Regelstudienzeit des jeweiligen Studienabschnitts erbrachte Leistung einmalig beim nächstmöglichen Termin wiederholen darf...

    Und wie ich schon sagte, bei uns bestehen für die auslaufenden Diplomstudiengänge zig Sonderregelungen, Ausweichvorlesungen und 2 Klausuren für einen Schein, da Lehrinhalte zwar nur selten gekürzt, aber oft geändet/angepasst oder auf 2 verschiedene Vorlesungen verteilt wurden...
     
    #10 dönis, 10 Juli 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 Juli 2007
  11. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Vielen Dank Furthi!

    Das war verständlich und ausführlich. So eine Niete bin ich jetzt auch nicht dass ich diese Prüfungen nicht bestehen werde. Aber gut zu wissen wie das läuft.
    Hatte heute Schriftverkehr mit der HFH, ich müsste ein Beratungsgespräch bei ihnen haben, damit ich mich einschreiben kann, dann könnte es schon ab Januar los gehen.
    Aber die Fächer sind echt viel und es steckt vermutlich ein noch höherer Aufwand als beim Techniker dahinter. Wie ist deine Erfahrung so mit der Lernintensivität?

    Danke nochmal und noch gutes Gelingen,
    Martin
     
  12. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    @dönis: Ich hab meine Aussage bezüglich der Prüfungswiederholung auf die HFH bezogen, und da ist es nicht möglich eine bestande Prüfung zu verbessern.
     
  13. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    @Furthi
    habe fragen zu HFH :
    wie ist das mit den Prüfungen gibts es da auch wie beim Techniker als hilfe im bezug auf die Klasuren (wie z.b. Schwerpunk der Klasur wird die vorhergesagt wie beim Techniker der DAA)
    wie lange dauert eine Klasur beim techniker ca 90 minuten/ bei der HFH?
    wenn du mall bischen hilfreiches sagen würdest wäre ich sehr dankbar
    Binn nämlich am Überlegen Wirtschaftsing. zu machen an der HFH


    Gruss
     
  14. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Du kannst dir ältere Prüfungen im Klausurenpool ansehen. Ganz extrem ist das nicht.

    EDIT: Die Seite ist in Bezug auf die Einhaltung des Urheberrecht äußerst zweifelhaft, daher wurde der Link entfernt.

    JensB
     
    #14 Bakkalaureus, 10 Juli 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 Juli 2007
  15. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Kann mir an der Stelle vielleicht jemand seine Erfahrungen schildern, der so ein Fernstudium absolviert hat?

    Wie sieht das mit der akzeptanz im Alltag aus?
    Wird man mit so einem Abschluss wirklich für voll genommen (vor allem bei Arbeitgebern)? Oder hat das allgeimein so einen Pudingpulvercharakter und man wird damit eher belächelt?

    Ich meine da sind teilweise schon recht fragwürdige Punkte dabei:

    Wie kann es sein, dass so ein Teilzeitstudium teilweise genau so lange dauert wie andernorts ein Vollzeitstudium???
    Auch wenn ich sehe, dass einige Anbieter lauthals damit werben, dass bei ihnen auch "ohne (Fach)Abitur" studiert werden kann macht das nicht gerade den seriösesten Eindruck.

    Ich wäre für ein paar Eindrücke aus dem Alltag dankbar!
     
  16. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    HI!

    1. - zu den Zeiten - das setzt 10-20 Stunden pro Woche arbeiten voraus - und das ohne Semesterferien :)

    2. - zur Zulassung - da geht es Fernunis bzw. -FHs nicht anders als normalen Unis - das hängt vom Bundesland ab - und da gibt es Bundesländer (Hamburg, Hessen, ?), bei denen der Meister bzw. Techniker zur Zulassung reicht.

    cu
    Volker
     
  17. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Servus Furthi,
    schön wärs, hab allerdings erst 4 Ergebnisse, mit denen ich alleridngs sehr gut bis gut zufrieden bin :)
    Andere 3 Ergebnisse werden die nächsten beiden Wochen wohl im Briefkasten landen.

    Hoffe du machst beim Fernstudium so weiter, wie du beim Techniker aufgehört hast ;)

    Viel Spass und Durchhaltevermögen noch.

    Rudi
     
  18. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Hi Leute,

    nochmal einige persönliche Erfahrungen zum Fernstudium an der HFH:

    Warum dauert ein Vollzeitstudium genausolange wie das Fernstudium?
    1: Das Fernstudium zum Dipl. Wirtschaftsingenieur dauert an einer Vollzeit-FH 8Semester, als Fernstudium 9 Semster.

    2: Durch die didaktisch sehr gut aufbereiteten Studienbriefe ersparst du dir im Gegensatz zum Vollzeitstudenten die Biblioteksbesuche, das schriftliche Zusammenfassen der Vorlesungen und das Nachbereiten der Vorlesungen. Der Stoff ist bereits gut komprimiert in Form von Lehrbriefen aufbereitet.

    3: In den 8 Semestern Regelstudienzeit an der Vollzeit-FH sind 2 Praxissemester enthalten, die dir als Fernstudent für Theoriestoff zur Verfügung stehen, da du die Praxis bereits durch deine weiterhin ausgeübte berufliche Tätigkeit nachweisen kannst und diese Praxissemester als Fernstudent in aller Regel nicht zu absolvieren sind.

    4: Du musst natürich wie schon angesprochen wurde ca. 16-20 Studen die Woche aufwenden und hast keine Semesterferien.

    5: Das Studium ist nicht einfach. Vorallem über einen so langen Zeitraum die Disziplin zu wahren und den Ehrgeiz. Die Abbrecherquote liegt bei ca. 40% laut HFH - für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen noch etwas höher,(steht glaube ich nirgens so geschrieben, lässt sich aber bei einer Infoveranstaltung der HFH erfahren). obwohl sich wirklich nur sehr Motivierte Leute auf ein Fernstudium überhaut erst einlassen. Also die ca.20% die bei einem Vollzeitstudium gerade noch so durchkommen hätten vermutlich das Fernstudium nicht gepackt.

    Hochschulzugang ohne Abitur - warum?

    Diese Regelung ist wie schon angesprochen Ländersache. Ich persönlich finde diese Regelung allerdings durchaus gerechtfertigt. Die zugelassen Studenten ohne Abitur müssen dafür eine Fortbildung oder mehrere Jahre Berufserfahrung nachweisen. Diese Leute werden zwar sicherlich in einem Fach wie Mathematik oder Englisch etwas mehr Schwierigkeiten haben und somit für solche Fächer einfach mehr Zeit aufwenden müssen. Diesen zusätzlichen Zeitaufwand können sie allerdings kompensieren durch einen geringeren Zeitaufwand bei Praxisbezogenen Fächern, in denen sie durch ihre Berufserfahrung oder Fortbildung bereits einiges an Wissen mitbringen (z.B. Fertigungstechnik, Werkstofftechnik, Buchführung, Wirtschaftsinformatik usw..)


    Ist ein Fernstudium in der Arbeitswelt anerkannt oder wird man eher belächelt?

    -Alle Fern-Hochschulen müssen von staatlichen Prüfstellen und Gremien akreditiert werden, nach den gleichen Kriterien wie eine Vollzeit-FH.
    Es geht darum, dass sich der Staat absichert, wenn er den Ing.-Titel schon so schützt, dass dieser auch nicht von jeder pirvaten Hochschule so einfach verliehen werden kann. Mehr zum Akreditierungsverfahren auf der Homepage der HFH.
    -Ich habe bereits seit 01.05. dieses Jahres eine Ingenieurstelle, obwohl ich auch mit bereits fertigen Ingenieuren um diese Stelle konkurieren musste.
    Die Begründung war die Praktische Berufserfahrung und der berufliche Werdegang von der Werkstatt, über den Techniker bis zum (hoffentich in den nächsten Jahren erfolgreichen) Akademischen Abschluss.
    -Laut diversen Umfragen unter Personalern stehen Fernstudienabsolventen sehr hoch im Kurs, eben aus den schon erwähnten Gründen.


    Welcher Lernaufwand ist für das Fernstudium realistisch - ist es mehr als beim Techniker?

    Der Lernaufwand beläuft sich auf ca. 16 Stunden die Woche + ca. alle 3 Wochen Samstags Präsenzvorlesungen im Studienzentrum. Die Studienzentren stehen auf der Homepage der HFH.
    Ja, der Lernaufwand und das stoffliche Niveau ist höher als beim Techniker. Allerdings ist das Konzept ähnlich aufgebaut und meines erachtens schon zu packen.
    Etwas problematisch ist, dass das Stoffvolumen einfach sehr viel mehr ist.
    Die Prüfungen sehen zwar wirklich nicht tragisch aus, sind sie auch nicht wenn man das richtige gelernt hat... aber das aus dem relativ umfangreichen Stoff zu erraten ist schwierig. Die Prüfungsdauer, der Umfang und das Stoffvolumen PRO PRÜFUNG ist ähnlich wie beim Techniker, nur dass innerhalb der 9 Semester ca. 50 Prüfungen und Leistungen zu erbringen sind und nicht 17 oder 18 wie beim Techniker.
    Das heißt, du hast einfach für den Stoff relativ wenig zeit. Gutes Zeitmanagement, gute Stoffeinteilung und ein Gespühr dafür, wann man zum bestehen der Prüfung genug gerlernt hat ist in jedemfall von Vorteil.

    Mein Fazit aus dem Studium bisher:
    Wenn jemand in jedem Fach der berufsbegleitenden Technikerfortbildung ca. eine Notenstufe schlechter vertragen könnte ohne durchzufallen, und er bereit ist zu diesem Lernaufwand nochmal ca. 3-4 Stunden die Woche draufzulegen, dann schafft er das Fernstudium an der HFH.

    @RudiW: Bisher bin ich mit dem Verlauf meines Studium sehr zufrieden. Die Noten spielen nicht mehr die Rolle bei mir, weil ich seit 01.05. bereits meine Ingenieurstelle habe und jetzt "nur" noch bestehen muss.
    Viel Erfolg bei den Nächsten Prüfungen und viel Glück für die Ergebnisse der noch ausstehenden Prüfungen.

    Gruß,
    Furthi
     
    #18 FURTHI, 11 Juli 2007
    Zuletzt bearbeitet: 11 Juli 2007
  19. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Leute, die ein Fernstudium machen, eventuell auch noch was technisches, sind in meine Augen die Bringer!
     
  20. AW: Nach dem Techniker ein Studium?

    Ich hätte noch eine frage zwecks HFH
    Ich habe mal gehört das die techniker absolventen vom DAA, wenn die sich auf Wirtschafting. beim HFH entscheiden werden ein paar noten vom techniker anerkannt punkto mann muss die bestimmten fächer erst gar nicht mit schreiben (Klasur) stimmt das?? und welche fächer wären es dann für denn fach Wirtschafting.?
    Sind die Prüfungen SL und KL gleich aufgebaut?
    Danke
     
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