maximaler Anlassstrom GSM

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von finno, 8 Feb. 2013.

  1. Hallo
    ich hab mal eine Frage zu einer Klausur aufgabe in der ich nicht weiter komme.

    Es handelt sich um einen Gleichstromnebenschlussmotor er ist mit der Nennspannung Un=200V angeschlossen
    dreht mit der Leerlaufzahl n0=800 U/min der ankerwiderstand Ra=20 Ohm und der Ankerleerlaufstrom+beträgt Ia =0,2 A.

    Wie berechnet man mit diesen Daten den maximalen Anker Anlassstrom?
    Ist das nicht einfach die Nennspannung / Ia oder muss man die Induktionspannung berücksichtigen obwohl sie im leerlauf gleich der eingangsspannung entsprechen müsste.

    Ich hoff ihr könnt mir helfen.
    Gruß finno
     
  2. AW: maximaler Anlassstrom GSM

    Hallo finno!
    Wenn die Induktionspannung (ich nenn sie lieber Quellenspannung) im Leerlauf gleich der Eingangsspannung ist,
    dann läuft der Motor schon und es wird kein Anlassstrom mehr fließen:
    Der fließt nur beim Hochlaufen des Motors
    und da ist die Quellenspannung deutlich kleiner als die Versorgungsspannung.

    Der maximale Anlassstromfließt im Stillstand, d.h. im allerersten Moment des Hochlaufens
    (wegen der Ankerinduktivität genaugenommen ein Kleinwuntzelchen später)
    und bei der Nennspannung Un=200V und einem Ankerwiderstand Ra=20 Ohm
    sind das eben satte 10 A.

    Ob dein Murl das derblast, ohne in Schall und Rauch aufzugehen
    und ob das Netz das überhaupt liefern kann,
    ist damit nicht feststellbar.
     
  3. AW: maximaler Anlassstrom GSM

    Vielen dank für die Antwort.
    Ok dann lag ich wohl doch nich ganz daneben!
    In der Vorlesung hab ich mal geglaubt gehört zu haben dass der maximale Anlasstrom etwa 1,5 mal so hoch sein darf als der Nennstrom.
    Haben Sie in der richtung schonmal was gehört?
     
  4. AW: maximaler Anlassstrom GSM

    Das mag als gröbster Richtwert dienen,
    aber man kann´s nicht verallgemeinern:
    Es kommt eben ganz einfach drauf an,
    • wie oft angelassen wird,
    • wie haltbar die Maschine sein muss,
    • welche konstruktiven Reserven die Maschine hat,
    • wie schnell die Maschine auf Touren sein muss,
    • wie lang der Anlauffvorgang dauert (Schwerlast?),
    • was die Spannungsversorgung verträgt,
    • was die Zuleitung verträgt,
    • usw. usw.
    • .....
     

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