Maschinenbau vs Mechatronik Techniker

Hallo zusammen, ich bin neu hier und habe über die Suche leider nichts passendes oder nur sehr alte Beiträge gefunden. Sollte ich im falschen Unterforum sein, bitte verschieben. Danke ;-)

Zu mir, ich bin 29 Jahre alt, dieses Jahr mit meiner Umschulung zum Industriemechaniker fertig geworden und würde mich gerne direkt weiterbilden in Fernlehre.
Zur Auswahl stehen bereits oben genannte Lehrgänge + Elektrofachkraft für die Industrie, die Fragen die sich mir stellen sind,

-wie sinnvoll ist der Mechatroniker als Mechaniker
- sollte ich im Vorfeld die Elektrofachkraft für die Industrie machen
-ist es besser bei meiner ursprünglich gewählten Fachrichtung zu bleiben

daraus ergeben sich wiederum viele Aspekte die mir noch mehr Rätsel aufwerfen.

Finde ich ohne Elektrofachkraft für die Industrie evtl auch Elektrofachkraft für zugewiesene Tätigkeiten, überhaupt ne Ordentliche Stelle als M.T. danach oder wird man dann immer leicht schief angeschaut?
Wie sind die Erfahrungen grundsätzlich ohne zusätzlichem Elektroschein als M.T. im späteren Berufsleben?
Wie schwierig wird der Stoff ohne Vorkenntniss?
Maschinenbau befürchte ich einfach, dass er aussterben wird und wenn man etwas findet wirklich nur noch die reine Konstruktion übrig bleibt, wobei ich mir dort 1 Jahr sparen würde und wsl auch um einiges leichter tue.
Ich habe jetzt nicht alle Gedanken niedergelegt, das würde den Rahmen sprengen, aber das wären so die Ansätze.
Vll kann mir ja jemand weiterhelfen oder es gibt Statistiken etc.
Vielen dank ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Maschinenbau wird sicher nie aussterben, da auch jede elektrisch angetriebene Maschine erstmal profane Maschinenbaukenntnisse benötigt.

Du gehst das Thema verkehrt herum an. Du musst dich fragen, was du nach der Ausbildung für einen Beruf (Entwicklung, Arbeitsvorbereiter, Programmierer, QS Planer...... ) ausüben willst. Dann musst du schauen, welche Kenntnisse du dafür benötigst und schon weißt du, was du machen musst.

Noch so ein Tipp am Rande: Auch nach der Ausbildung bist du nicht fertig, du könntest in ein paar Jahren immer noch zusätzliche Qualifikationen erwerben.
 
Danke für die schnelle Antwort, beantworten muss ich das wohl wie folgt.
Wo ich genau hin möchte weiß ich noch nicht, ich weiß aber, dass ich keine Lust hab den ganzen Tag Konstruktionen zu zeichnen, so hat es leider nen Kumpel von mir erwischt nach seinem Maschinenbau Techniker.
Was ich dann schlussendlich mache ist mir denke ich relativ egal, da würde ich denke ich eher danach gehen wo bzw wie ich am meisten/einfachsten mein Geld verdiene .
Mein Problem ist einfach, ich habe Familie.
Ich würde gern iwann mal Eigentum kaufen und auch Sicherheit haben, da möchte ich einfach nicht durch ein Studium etc Familie und alles vernachlässigen.
Allein vom Zeitaufwand wäre Maschinenbau das schnellste / einfachste.
Iwann muss man dort hingehend Abstriche machen und sich mit dem Zufrieden geben was übrig bleibt.
Meine erste Wahl wäre somit der Mechatroniktechniker, wie weit ich da komme bzw ob ich ohne Elektro Vorkenntnisse stellen bekomme weiß ich eben nicht...
 
Wo ich genau hin möchte weiß ich noch nicht,
Schlecht. Das sind die Leute, die sich hier hinterher beschweren, dass sie keinen Job bekommen.

ich weiß aber, dass ich keine Lust hab den ganzen Tag Konstruktionen zu zeichnen, so hat es leider nen Kumpel von mir erwischt nach seinem Maschinenbau Techniker.
Lass mich raten: Er wusste vorher auch nicht, was er machen soll und als die Ausbildung dann durch war hat er sich auf alles beworben und zum Schluss ist es eine Konstruktionsstelle geworden. Merkst du was?
Plan sollte man haben, was man tun will.
Man muss nicht jede Stelle annehmen, wenn man eh keinen Bock darauf hat.

da würde ich denke ich eher danach gehen wo bzw wie ich am meisten/einfachsten mein Geld verdiene .
Das ist doch schon mal ein Ansatz. Dann mach dich kundig, in welchen Tätigkeiten das so ist und richte deine Ausbildung danach.

Mein Problem ist einfach, ich habe Familie.
Ich würde gern iwann mal Eigentum kaufen und auch Sicherheit haben, da möchte ich einfach nicht durch ein Studium etc Familie und alles vernachlässigen.
Du wirst feststellen, dass in den Fernlehrgängen viele eine Familie haben.

Iwann muss man dort hingehend Abstriche machen und sich mit dem Zufrieden geben was übrig bleibt.
Nö. Wenn man weiß was man will, dann kann man auch darauf hin arbeiten. Aber du weißt es nicht und schiebst aktuell verschiedene Gründe vor, statt dich mit dem zu beschäftigen, was wirklich relevant ist. Du bist jetzt 29, d.h. wenn du den sgT hast 33 oder 34. Das heißt, du arbeitest noch mindestens 30 Jahre in dem Beruf. Also wenn man sich da mal nicht ein paar Gedanken machen sollte über das, wie die Zukunft aussehen soll, dann weiß ich auch nicht.
 
OK dann danke für den Input, tatsächlich weiß ich nicht wo es hingehen soll, werde bei der Eckert Schule zum nächsten Info Tag gehen, dafür bin ich schon angemeldet aber vll hast ja du noch paar Tips wo ich mir mehr Einblicke verschaffen kann?

Zu der Sache mit dem Kumpel, er wollte ganz klar ins QM hat aber nichts gefunden, er ist nun auch glücklich mit der Konstruktion wollte dort aber nicht ursprünglich hin, bei ihm hat der Arbeitsmarkt nichts passendes her gegeben.

Kannst du mir denn vll beantworten, wie die Erfahrung hier ist, als Mechaniker in Fernlehre den Sgt in Mechatronik zu machen, wie schwer wird es den Stoff nach zu holen wo steigt man ein usw, ist die Elektrofachkraft für die Industrie vll sogar rausgeworfenes Geld weil danach kein Hahn Kräht?
Da kann mir leider weder IHK noch Eckert eine ordentliche Antwort geben, hab auch noch einen Termin beim AA zwecks Berufsberatung, bezweifle aber, dass die Dame dort nen peil hat.

Mir ist klar das es viele so machen, meine Freundin hat z.b. angefangen zu studieren als sie Schwanger war und ich denke schon dass man dabei abwägt wie man was am besten hinbekommt und nimmt Notfalls den "angenehmeren" Studiengang mit dem sich alles Vereinen lässt, statt gar nicht zu studieren neben Kind und Beruf
 
Da kannst du maximal die Stellenanzeigen durchgehen und nachschauen, was gefragt ist und dich dann fragen, ob das ein Beruf für dich wäre.

Deine Frage wird dir wahrscheinlich niemand direkt beantworten können, da die wenigsten deine Situation haben.
Eine kann ich dir beantworten: Wir haben bei uns 2 Mechaniker (einer "nur" Ausbildung, einer Ausbildung + Maschinenbau sgT), die im Prüffeld arbeiten. Für die ist es von Vorteil, dass sie den Schein für Elektrofachkraft haben. Aber nach meinem Verständnis ist der Stoff für eine Elektrofachkraft ein anderer als der für einen Mechatroniker. Klar gibt es auch Überschneidungen.
 
Wenn ich auch noch mein Senf dazu abgeben darf:

Wenn dir im Moment nicht klar ist was du nach der Weiterbildung machen willst würde ich zum Mechatronik tendieren da du damit breiter aufgestellt bist. Bei Stellenanzeigen hast wirst du eine größere Auswahl haben.
 
Da kannst du maximal die Stellenanzeigen durchgehen und nachschauen, was gefragt ist und dich dann fragen, ob das ein Beruf für dich wäre.

Aber du meintest doch, ich muss wissen wo ich hin möchte und dann kann man entscheiden. Also wo kann ich denn überhaupt überall hin, das weiß ich ja gar nicht... Und die frage ist, kommt man auch immer dort hin wo man möchte oder bist du dann enttäuscht wenn es nicht so klappt wie du möchtest und wo anders landest. Ich denke dieses Wunschdenken ist immer sehr relativ.

Wenn dir im Moment nicht klar ist was du nach der Weiterbildung machen willst würde ich zum Mechatronik tendieren da du damit breiter aufgestellt bist. Bei Stellenanzeigen hast wirst du eine größere Auswahl haben.


Danke, so wäre auch meine Überlegung gewesen.

Gibt es denn hier keine Leute die den sgT Mechatronik als Industriemechaniker abgeschlossen haben und ihre Erfahrungen über Lernstoff und Berufsfindung sowohl mit als auch ohne Elektrofachkraft mit mir teilen können?
 
Aber du meintest doch, ich muss wissen wo ich hin möchte und dann kann man entscheiden. Also wo kann ich denn überhaupt überall hin, das weiß ich ja gar nicht... Und die frage ist, kommt man auch immer dort hin wo man möchte oder bist du dann enttäuscht wenn es nicht so klappt wie du möchtest und wo anders landest. Ich denke dieses Wunschdenken ist immer sehr relativ.

Du hast wohl nur den Anfang meines ersten Satzes gelesen. Dort steht, dass du anhand der Stellenanzeige überlegen sollst, ob das ein Beruf für dich ist und wenn ja, dass du dich in diese Richtung ausbilden lässt. Es steht da nicht, dass du anhand der Stellenanzeigen dir ein Bild davon machen sollst, welche Berufe viel gesucht werden und dich dann dahin gezielt ausbildest. Damit, dass du dir jetzt schon Stellenanzeigen ansehen sollst, sollst du ein Gefühl dafür bekommen, welche Berufe / Stellen es überhaupt gibt. Du schreibst ja selbst, dass du nicht weißt, wo du überall beginnen könntest. Das wäre das Pferd von der praktischen Seite her aufzuzäumen.

Den zweiten Teil von dir kannst wohl nur du selbst beantworten. Denn die schönste Stellenbeschreibung sagt nichts darüber aus, wie es in der Firma tatsächlich ist (fachlich und Firmenkultur). Diese Garantie kann dir niemand geben, dass hinterher alles Friede, Freude, Eierkuchen ist nur weil die Stellenbeschreibung genau auf dich zu trifft.
 
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