Maschinenbau Techniker Stellen

Guten Morgen allerseits,

Ich möchte gerne im August mit der Techniker Weiterbildung beginnen. Nun stellt sich mir folgende Frage, wie stehen die Chancen einen Job nach der Weiterbildung zu finden (Raum NRW)?

MfG Marc
 
Gut.

Sorry, noch allgemeiner kannst du die Frage nicht mehr stellen. Es wäre vielleicht schon mal ganz gut, wenn du wüsstest welche Richtung du nach dem Techniker einschlagen willst und dort gezielt nach Stellenangeboten suchen. ABER, je nachdem ob das in Teil- oder Vollzeit ist: In 2 oder 4 Jahren kann viel passieren, sowohl positiv als auch negativ. Deshalb bringt dir diese Momentaufnahme nichts.
 
Hallo,
noch im letzten Jahr sah es sehr gut aus, unsere Vorabsolventen haben alle einen Job vor Abschluss der Schule gefunden. Dies ist bei uns nicht der Fall, das liegt nicht an den Noten, da wir deutlich besser sind, als die Vorabsolventen laut unserem Lehrer, sondern am verlangsamten Wachstum / Rückgang der Auftragseingänge der Wirtschaft.

Ein erhöhter Sparkurs der Konzerne wird kommen. Dennoch werden Fachkräfte / Techniker / Ingenieure weiterhin benötigt.

Ballungsgebiete mit vielen Firmen liegen die Chancen höher, als in dünn besiedelten Gebieten.
 
Gut.

Sorry, noch allgemeiner kannst du die Frage nicht mehr stellen. Es wäre vielleicht schon mal ganz gut, wenn du wüsstest welche Richtung du nach dem Techniker einschlagen willst und dort gezielt nach Stellenangeboten suchen. ABER, je nachdem ob das in Teil- oder Vollzeit ist: In 2 oder 4 Jahren kann viel passieren, sowohl positiv als auch negativ. Deshalb bringt dir diese Momentaufnahme nichts.

Am liebsten würde ich mich auf den Konstruktionsbereich spezialisieren.
 
Wie bei allen höherwertigen Tätigkeiten ( so heißt es tatsächlich) nimmt die Zahl der Stellen
offen und besetzt rapide ab. Die meisten Stellen gibt es immer noch mit Ausbildung.

Aus meiner Erfahrung in Bayern haben viele Industrie Unternehmen einen Job offen für Facharbeiter.
Und auch unter der Hand kommt man leicht rein.

Bei Stellen für Techniker sieht es im Vergleich meist mau aus.
Es ist echt selten, das gleich mehrere Unternehmen Techniker suchen.

auch wenn gar nicht repräsentativ, so ist diese Frage nach Konstruktionseinstieg durchaus realistisch:

oder auch

So hat mein AG mit 250 MA und recht großer Konstruktionsabteilung, in den letzten zwei Jahren
nur einen Techniker eingestellt. Der Rest waren Bachelor oder Masterabsolventen (mich eingeschlossen).
Zudem scheint derzeit sehr hoher Bedarf zu sein nach Softwareleuten und Entwicklern.
Auch bei uns ist Software das Nadelöhr durch das alle Entwicklungsprojekte durch müssen.
Weniger nach klassichen Konstrukteuren. Wobei immer mehr Firmen die Konstruktion versuchen zu automatisieren.

Aus meiner bisherigen Erfahrung würde ich sagen das die Chance einen Job zu finden gering sein wird.

Andererseits verdienen Techniker nicht deutlich mehr als Facharbeiter, siehe diesen Post:


So ist der Unterschied in meiner Branche (Verpackungstechnik) von Facharbeiter zu Techniker knapp 300 € Brutto.
Und auf IG-Metall Insel der Glücksseligen kommen nur die wenigsten.

Klar gibt es immer wieder Leute die ohne Probleme einen Job finden und
annehmen dass es für alle so einfach sein müsste. Ich halte mich aber eher auf der
pessimistischen Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Software wird also immer wichtiger, Standardprozesse werden automatisiert und Techniker steigen zu Beginn mit einem Gehalt ein, das nur knapp über dem Gehalt langjähriger Facharbeiter liegt. 3 Aussagen, 3 Binsenweisheiten, schon toll...

Aber klar. Wenn du der Meinung bist, mit Mitte 20 ist man mit einem Facharbeiterbrief für die nächsten 40 Jahre Berufsleben gut aufgestellt... dann bleib Facharbeiter, so wie es der frustrierte Konstrukteur über mir empfiehlt.

Ich wäre da skeptisch, denn unsere Montage haben wir weitgehend aufgegeben, bei uns gibt es de Facto in wenigen Jahren keine Facharbeiter mehr.
Und wer glaubt, man könnte handwerkliche Tätigkeiten außerhalb der industriellen Massenproduktion nicht automatisieren... der wird sich umgucken, was in Sachen Robotik und vorgefertigten Teilen in den nächsten Jahrzehnten noch so alles kommt...

Die beste Absicherung für die Zukunft war, ist und bleibt der höchste Bildungsabschluss, den man schafft...

Diese Differenzen "Techniker verdient nur 300 EUR Brutto mehr" gibt übrigens keine Statistik her. Dort liegen sgT deutlich(!) über den Facharbeitern. Der Abstand zu den Ingenieuren ist jedenfalls kleiner, als der Abstand zum Facharbeiter.
Diese "nur 300 EUR mehr" kommen aus Vergleichen wie:

Berufsanfänger sgT gegen Fachabeiter im Schichtdienst mit 15 Jahren Berufserfahrung
oder
sgT beim nicht tarifgebundenen Unternehmen gegen Facharbeiter beim IG-Metallkonzern >10.000 MA
sgT in MeckPomm gegen Facharbeiter bei Audi in Neckarsulm
usw.
 
Gehaltstechnisch steigst du als Techniker da ein, wo der Facharbeiter aufhört. Und laut eigener Erfahrung kann ich sagen, geht es in großen Sprüngen weiter nach oben.

Es sei denn man ist in einem IG-Metalltarif gebunden Unternehmen. Dann ist der Sprung sofort realisiert.

Ich habe am Anfang nicht auf das Geld, sondern auf die Stelle geachtet. Das Geld kommt von alleine. Und das ist auch so eingetreten.



Stillstand ist Rückschritt!!!
 
Wie bei allen höherwertigen Tätigkeiten ( so heißt es tatsächlich) nimmt die Zahl der Stellen
offen und besetzt rapide ab. Die meisten Stellen gibt es immer noch mit Ausbildung.
Bitte um Beleg

Aus meiner Erfahrung in Bayern haben viele Industrie Unternehmen einen Job offen für Facharbeiter.
Und auch unter der Hand kommt man leicht rein.
Wenn es deine Erfahrung ist, dann ist das natürlich allgemeingültig.

Bei Stellen für Techniker sieht es im Vergleich meist mau aus.
Es ist echt selten, das gleich mehrere Unternehmen Techniker suchen.

So hat mein AG mit 250 MA und recht großer Konstruktionsabteilung, in den letzten zwei Jahren
nur einen Techniker eingestellt. Der Rest waren Bachelor oder Masterabsolventen (mich eingeschlossen).
Es kommt ggf. auch darauf an, was genau gesucht wird für welches Produkt.

Zudem scheint derzeit sehr hoher Bedarf zu sein nach Softwareleuten und Entwicklern.
Auch bei uns ist Software das Nadelöhr durch das alle Entwicklungsprojekte durch müssen.
Weniger nach klassichen Konstrukteuren. Wobei immer mehr Firmen die Konstruktion versuchen zu automatisieren.
Sofern das Produkt Software enthält. Bei uns bisher nicht und das Hauptprodukt wird es auch die nächsten Jahre nicht tun. Es kann sein, dass wir mal Peripherie mitliefern, dafür kann es dann sein, dass wir auch die Software liefern müssen.
Und trotz allem: Die mechanische Konstruktion wird es immer geben. Zum einen wird es immer Anpassungen geben, die nur für den Kunden sind. Zum anderen kannst du nicht alles automatisieren. Versuchen uns die verschiedensten Dienstleister immer wieder zu erzählen - bis sie mit der Produktvielfalt konfrontiert werden. Es hat bisher jeder abgewunken, da es keinen Sinn macht. Ist jetzt deine oder meine Aussage allgemeingültig?

Aus meiner bisherigen Erfahrung würde ich sagen das die Chance einen Job zu finden gering sein wird.
Das liegt in den nächsten Jahren aber eher an den wirtschaftlichen Lage und nicht daran, dass Fachkräfte benötigt werden.

Andererseits verdienen Techniker nicht deutlich mehr als Facharbeiter, siehe diesen Post:

Das ist ein Jammerbeitrag. Der Unterschied ist deutlich größer.
Zum anderen tummeln sich hier im Forum sehr viele Absolventen und nur relativ wenige, die schon >10 Jahre als sgT arbeiten. Dann klafft die Schere nämlich deutlich weiter auseinander.
 
Am liebsten würde ich mich auf den Konstruktionsbereich spezialisieren.
Ich bin auch seit über 10 Jahren Techniker in der mechanischen Konstruktion in NRW tätig, und ich muss sagen der Faktor Erfahrung ist ein ganz großer. Anfangs war es bei mir ein ganz großer Eiertanz, besonders weil ich aus einer praktischen Ausbildung kam. Aber der Schritt über einen Dienstleister gegangen bin. Jetzt denken sicher wieder viele: Ferchau, Bertrandt... alles Verbrecher. Du verdienst dort vllt dort zum Anfang nicht das meiste, aber du sammelst mit den passenden Projekten jede Menge Erfahrung. Und so konnte ich die lehrreichen drei Jahre bei dem Dienstleister als Sprungbrett nutzen und habe eine Ing-Position ergattert und ich bin sehr zufrieden.

Da ich meine Profile bei den Jobportalen nicht gelöscht habe erreichen mich jede Menge Jobanfragen, auch aus dem Raum NRW. Dort mehrheitlich aus dem Ruhrpott und Rheinland. Münsterland und OWL weniger. Aber wie der Vorposter schon schrieb: was ist in 2 Jahren? Wir kommen aus einer guten Auftragslage und die Kurve geht leicht bergab. Des weiteren steigt die Zahl der Absolventen, die viele gute Technikerjobs abgreifen.
 
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