Loslager, Breite des Lagerbocks

Hi,
ich hab eine kurze Frage zur Gestaltung eines Getriebegehäuses:
Man lagert eine Welle ja Fest-Los. Nun ist meine Frage: das Loslager ist 9mm breit, wie breit muss/sollte ich den Lagerbock machen? Die Welle ist aus C45 und 150mm lang.

Kann ich einfach die Wärmedehnung der Welle ausrechnen und dann 9mm+ Dehnung für die Breite des Lagerbocks nehmen? (vllt noch + x mm Sicherheit?).


mfg L0fale
 
AW: Loslager, Breite des Lagerbocks

Man lagert eine Welle ja Fest-Los. Nun ist meine Frage: das Loslager ist 9mm breit, wie breit muss/sollte ich den Lagerbock machen? Die Welle ist aus C45 und 150mm lang.

Kann ich einfach die Wärmedehnung der Welle ausrechnen und dann 9mm+ Dehnung für die Breite des Lagerbocks nehmen? (vllt noch + x mm Sicherheit?).
Hallo,
wenn es das LL ist, mußt du die Außenringe ja festlegen. Hast du auf der Außenseite des Gehäuses einen Lagerdeckel?
Dann brauchst du einen Zentrieransatz von ca. 5mm.
Innen kannst du z.B. mit einem Seegering arbeiten.
Mach mal eine Skizze. Dann sieht man mehr.

Gruß.
Manni
 
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ok, ich post heut Abend mal meine Ausgangsbasis,
ich hab das bis jetzt so gemacht, dass ich Kugellager auf die Wellen gesetzt habe (als Assembly) mir dann die Maße aufgeschrieben habe und zuerst "Stelzen" gebaut, mit ner Bohrung für die Lager. Die Stelzen habe ich in "Längsdehnungsrichtung" um 10mm "länger" gemacht, und in Kontraktionsrichtung 5mm.
Das heißt: Mein Los-Kugellager ist 9mm breit, mein Lagerbock ist 10+5+9 = 24mm, errechnet hab ich bei 16MnCr5 und l=150 rund 4.4 mm. (20-70°C). Ich denke, dass ich das etwas überdimensioniert habe.

Bild mit Beschriftung von meinen Wellen und "Stelzen" kommt heut Abend!
 
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Gehause_Wellen.jpg

So, hier hab ichs, an die Festlager kommen auf einer Seite (Außenseite) Wellensicherungsringe ran, innen bau ich noch die Schulter.
Mich interessiert jetzt: Wie breit muss ich den "Lagerbock" machen in den das Loslager reinkommt? Es wird ja auch zwischen Welleschulter und Sicherungsring gehalten.
 
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Moinsen,

das sieht mir ganz nach einer Konstruktionsübung aus oder?

1. Eine Welle, die 150mm lang ist dehnt sich keine 4,4mm aus > neu rechnen
2. Bei der Breite kannst du die Dehnung fast vergessen. Wenn das Lager 9mm hat mach den Lagersitz 10mm und fertig
3. Man macht nicht einfach irgendwas fest. Der Ring mit der Punktlast ist lose und der Ring mit Umfangslast ist fest. In dem Getriebe sind alle Innenringe fest und alle Außenringe lose (Wahl der Passung). Am Loslager wird nur der Innenring axial gesichert (Bei Rillenkugellagern es gibt auch Lager die sich in sich selbst schon axial verschieben können).

Als Festlager würde ich immer das Lager mit der höheren Belastung wählen.
 
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ok, danke für die infos

hab die Längenänderung nochmal berechnet (Tmp 20-70°C) : 86.250 x 10^-6 m = 0.086mm also wirklich "nix".
Die Längsdehnung hab ich mit 1mm in Lagersitz dann abgesichert, das Zusammenziehen bei Temp<20°C ist also nahezu zu vernachlässigen?
Die Lagerung mit den Ringen schau ich mir die Woche noch an, wenn ichs soweit fertig hab post ich nochmal ein Bild
:)
 
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Hallo,
so ein "Getriebegehäuse" habe ich noch nie gesehen.
;)
Du kannst doch nicht jede Lagerung in jeweils einen labilen Blechstreifen einbauen. Wie willst du die tolerierten Lagerbohrungen einbringen? Die Blechstreifen verbiegen sich bei der Bearbeitung.
Baue ein richtiges Getriebegehäuse mit durchgehenden Seitenwänden, oberem Flansch und aufgeschraubten Deckel. Ansonsten könntest du auch ein in Lagermitte horizontal geteiltes Gehäuse konstruieren (ist aber aufwendiger).
Welche Leistung, Drehzahl, Gesamtübersetzung,Schmierung, Abdichtung nach außen usw?
16 MnCr5- Werkstoff für einen solchen Pipifax?

Gruß:
Manni
 
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Hi Manni,

es handelt sich um ein Hubgetriebe, 2.2kw , 900 u /min rein , 77u/min raus -> 23Nm rein - 230 raus.

Das das Gehäuse so nicht bleibt ist mir klar, ich hab das als "Grundriss" gebaut, das ich nen plan über die Dimensionen habe.
Ich werde noch eine durchgehende "Seitenwand" bauen, also die Streifen verbinden. Unser Tutor (der das kontrolliert) meinte das wir vereinfacht für das Loslager einfach Lagerbreite +1mm machen sollen und das dann passt (mit der Verschiebung).
Gehäuse wird vertiakl geteilt, zwecks Abdichtung.
Unser Getriebe ist für Deckenmontage vorgesehen.

Wir haben zur Konstruktion kaum des Gehäuses kaum Hinweise bekommen, nur für Gussteile, was da grob zu beachten ist. Das ganz ist ein bisschen Neuland für mich und die Gruppe...
 
AW: Loslager, Breite des Lagerbocks

es handelt sich um ein Hubgetriebe, 2.2kw , 900 u /min rein , 77u/min raus -> 23Nm rein - 230 raus.

Hallo,
bei einem Hubgetriebe würde ich schon mal einen Stoßfaktor von ca. 2,5 nehmen, das Getriebe also für ca. 5 kW auslegen und mit diesen Werten alles grob vordimensionieren. Bei einem zweistufigen Getr. kannst du mit einem Gesamt- Wirkungsgrad von ca. 0,95 rechnen.

Das das Gehäuse so nicht bleibt ist mir klar, ich hab das als "Grundriss" gebaut, das ich nen plan über die Dimensionen habe.
Ich werde noch eine durchgehende "Seitenwand" bauen, also die Streifen verbinden. Unser Tutor (der das kontrolliert) meinte das wir vereinfacht für das Loslager einfach Lagerbreite +1mm machen sollen und das dann passt (mit der Verschiebung).
Gehäuse wird vertiakl geteilt, zwecks Abdichtung.

Vertikal?

Unser Getriebe ist für Deckenmontage vorgesehen.

Ölschmierung?

Wir haben zur Konstruktion kaum des Gehäuses kaum Hinweise bekommen, nur für Gussteile, was da grob zu beachten ist. Das ganz ist ein bisschen Neuland für mich und die Gruppe...


Kann ich mir vorstellen.

Gruß:
Manni
 
AW: Loslager, Breite des Lagerbocks

Hi Manni,

haben die Zahnrad + Wellenbrechnung mit KissSoft gemacht, hatten da allerdings nur eine kürzere Einweisung.
Faktor ist nach Decker 1.6 (das haben alle Gruppen die das Projekt machen so.)
Wirkungsgrad wurde vom prof auf 100% gesetzt.

Schmierung der Zahnräder erfolgt über Öl, (die Umfangsgeschwindigkeiten sind zwar zu gering, allerdings meinte Prof wir sollen Ölschmierung nehmen..)
Mit Vertikal meine ich "das gegenteil" von horizontal, also nicht in der mitte der Lagerbuchsen.
 

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