Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

Dieses Thema im Forum "Fertigungstechnik" wurde erstellt von ljoker, 8 Dez. 2012.

  1. Hallo zusammen,

    wir haben aktuell die Aufgabe uns ein Fertigungsverfahren für ein Kupferbauteil zu überlegen.

    Ihr könnt euch das vorstellen, wie einen Kamm. Hänge noch eine Paint-Zeichnung von mir an (Seitenansicht).
    Zeichnung.jpg
    Das Bauteil soll aus Kupfer sein. Besteht somit aus einer Kupferplatte und den einzelnen "Pins".
    Wir sollen es als eine Massenware ansehen, welche in einer geringen Taktzeit gefertigt werden kann.

    Meine Überlegung war nun mal ein Lötverfahren zu betrachten, bei welchem die "Pins" alle gleichzeitig angelötet werden.

    Haltet ihr das für möglich? Und wenn ja, welches Lötverfahren würden ihr genau wählen?

    Ich habe leider von Löten so gut wie gar keine Ahnung und wäre daher sehr froh über eure Hilfe! :) :)

    Vielen Dank schonmal im vorraus.
    Gruß,

    ljoker
     
  2. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Wenn´s wirklich Massenware werden soll,
    würd ich das nicht löten, sondern stiftschweissen:
    Das kannst du einfach in ein entsprechendes Fertigungzentrum integrieren!

    Wenn du das jedoch unbedingt löten willst,
    würde ich für die "Zinken" passende Sacklöcher bohren
    und die mit pastösem Lot zuspachteln, wie es die Installateure für Kupferrohre verwenden.
    Dann werden die Zinken eingesteckt und das Ganze mit Heissluft erhitzt;
    das im Lot enthaltene Flüssmittel reinigt die Lötstellen
    und das daraufhin schmelzende Zinn verbindet Zinken und Steg.
     
  3. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Hallo schwarzer Peter ;-)

    vielen Dank schon mal für deine Antwort. Ich werde mich mal genauer zu den beiden vorgeschlagenen Verfahren informieren und melde mich dann nochmal falls ich Fragen habe.

    Eine Frage habe ich jedoch jetzt schon: Welche der beiden Verfahren würdest du als wirtschaftlicher/kostengünstiger ansehen? Und für den Fall, dass alle Vorrichtungen und Maschinen neu angeschafft werden müssten, welches Verfahren wäre dann günstiger?

    Viele Grüße,

    ljoker
     
  4. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Hallo zusammen,

    ich sollte noch hinzufügen: Das Bauteil soll später zur Kühlung dienen, daher soll es auch aus Kupfer sein. Das heißt, ich muss berücksichtigen, dass eine gute Wärmeleitfähigkeit gegeben bleibt.

    Wäre das beim Löten mit Lötpaste noch der Fall? Bzw. welche Lötpaste hat eine gute Wärmeleitfähigkeit?

    Oder beim Stiftschweißen: Funktioniert das? Kupfer auf Kupfer zu schweißen? Wie sieht es hier mit der Wärmeleitfähigkeit aus? (Sorry, habe bei dem Thema echt keine Ahnung :( Versuche mich aber so gut es geht einzulesen)



    Würde mich freuen wenn ihr mir zu dem Thema weiterhelfen könntet!

    Vielen Dank und noch einen schönen Abend!

    ljoker
     
  5. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Servus,

    ich würde das komplett anders machen. Und zwar als Stanzteil. Für Massenware bestens geeignet.
    Der Stanzstreifen ist auf der Seite, auf der die Pins sein sollen, schmäler als die Basis. Ungefähr so =- .
    Die Zwischenräume der einzelnen Pins werden dann Ausgestanzt. Sollen die Pins noch halbwegs rund sein geht das auch mit entsprechender Formgebung des Werkzeugs bzw. in einem nachgeschalteten Formnest.

    Gruß
    Daniel
     
  6. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Also ich hab das vor meinem geistigen Auge (möglicherweise als Themenverfehlung) eher als "Bürste" gesehen,
    also wenn man so will: mit mehreren Zinkenreihen hintereinander.
    Deshalb hab ich die Fertigung aus einem Stück, wie es der Daniel vorschlägt, auch nicht in Erwägung gezogen.

    In der Massenfertigung ist das Schweissverfahren sicher billiger, nur wird die Maschine tüchtig kosten;
    in der Kleinserie ist die Löterei konkurrenzlos.

    Prima wärmeleiten tun beide Verfahren.
     
  7. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Servus,

    Wenn das ganze wie eine Bürste aussehen soll ist Stanzen nicht unbedingt geeignet. Würde aber auch gehen. Die einzelnen "Reihen" werden abgeschnitten und miteinander verschweißt (oder verknüpft, gelötet...).

    Ansonsten würde ich die "Platte" lochen, die Stifte montieren (unten überstehend) und verlöten (wie auch immer).

    Gruß
    Daniel
     
  8. AW: Lötverfahren Kupferbauteil "Kamm"

    Hallo,

    Es kommt ganz auf die Stückzahl, größe und auch Wandstärken an. Es würde sich vieleicht auch Kupferkokillenguss anbieten.
    Ohne Werbung machen zu wollen, kannst du nach einer Gießerei im PLZ bereich 91788 suchen.

    Gruß

    Robert
     

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