Leistungsanpassung auf die Praxis beziehen

Hallo Zusammen,

ich hoffe es ist in Ordnung, dass ich erneut eine Frage stelle.
Wir lernen so viel an der Uni, doch trotzdem kann ich mir meine einfachsten praktischen Vorstellungen nicht erklären und hoffe auf etwas Unterstützung.

Bei der Leistungsanpassung spricht man ja davon, dass der Innenwiderstand einer realen Spannungsquelle identisch mit dem des Lastwiderstands ist.
Sprich Ri = RL.
Nur ist das in der Praxis auch so?

Nehme ich mir als Beispiel einen Tesla mit 300kW Leistung, welcher über eine Batterie betrieben wird. Der Elektromotor setzt eine Leistung von 300kW um.
Wir nehmen an, dass er Innenwiderstand der Batterie = der des Widerstands vom Motor ist.
Daraus würde ja folgen: Umotor = Uinnen, Imotor = Iinnen, Pmotor = Pinnen = 300kW.

Sprich meine Batterie, bzw. der Innenwiderstand meiner Spannungsquelle gibt gleichzeitig eine Wärmeenergie von 300kW ab? Ist das in der Praxis wirklich so und ist der maximale Wirkungsgrad demnach bei allen elektrischen Geräten bei max. 50%?

Oder man nimmt als Beispiel einen Heizlüfter. Da würde es ja ebenfalls heißen, dass die Spannungsquelle, welche meinen Heizlüfter betreibt, genauso warm wird wie der Heizlüfter selber?

Für mich ergibt das alles keinen Sinn...

Ich weiß nicht, ob ich alles an der Uni einfach so hinnehmen soll, oder weiterhin hinterfragen. Viele meiner Kommilitonen fahren mit dem einfach hinnehmen irgendwie besser, mich nervt es, aber wenn ich es nicht verstehe...
 
Die von dir genannten Beispiele sind auch eher ein Fall für Spannugsanpassung.

Leistungsanpassung ist eher ein Thema für Quellen kleiner Leistung.
 
Leistungsanpassung wird vor allem in der Nachrichtentechnik genutzt. Dabei sollen in der Regel Informationen übertragen werden; die eigentliche Leistung ist dabei sehr gering.

Die Anwendungen, von denen du sprichst, stammen aus der Energietechnik. Dort wird fast immer Spannungsanpassung (R_L >> R_i) verwendet, welche im Wirkungsgrad nicht auf 50 % begrenzt ist, sondern theoretisch auch sehr nah an 100 % (bezogen auf die Quelle) kommen kann.

Grüße
Karsten.
 

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