Leistung und Massenträgheit

Hallo an alle...

Ich konstruiere z. Z ein 2-Komponeneten Spritzgiesswerkzeug mit Indexplatte für ein Diplomarbeit an der Technikerschule. Diese Indexplatte transportiert den Spritzteil von einer Station zur anderen, also 3x 120°. Um Diese Platte zu Bewegen (rotierend) muss ich die Massenträgheit überwinden. Je nach Beschleunigun wird das benötigte Drehmoment mehr oder weniger gross sein. Jetzt zum Problem:

Der Drehwinkel beträgt wie gesagt 120° -> 2.094 rad,
da ich in einer Sekunde Beschleunigen und Verzögern will, muss ich die Winkelgeschwindigkeit verdoppeln, das ergibt: 4.19 rad/s.
Beschleunigen will ich in 0.5s α= 4.19rad/s*0.5s= 8.379 rad/s²

Das Massenträgheitsmoment auf der Achse Z-Z beträgt 3.52 kgdm² (nach CAD / siehe Anhang).

Das ergibt ein Drehmoment M = I*α= 0.0352 kgm²*8.379rad/s²
M=0.295Nm

Leistung= M*ω= 0.295Nm*4.19rad/s=1.23W?????

Kann dass sein, dass man für eine 5.23kg schwere Platte zu Beschleunigen nur so wenig Leistung erfordelich ist (Reibung vernachlässigt)???
 

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  • Trägheitsmom_indexplatte.pdf
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Irgendwas stimmt nicht bei deinen Trägheits- /Massendaten. Ist Achse 1 nicht die X-Achse? 2->Y, 3->Z? Dein Schwerpunkt ist ja total aus dem Ruder. Oder ist dein Nullpunkt nicht auf der Rotationsachse?
Sind Daten wie Dichte hinterlegt?

Edit: Alles klar, 1 2 3 sind die Hauptachsen, 1 ist ca. in Z-Richtung
Also wenn Z deine Rotationsachse ist und dort der Nullpunkt liegt, müsste ja der Schwerpunkt irgendwo bei X=0, Y=0 und Z=irgendwas liegen
 
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AW: Leistung und Massenträgheit

Die Achse 1 ist die Z-Achse. Die ist um 16mm zum Werkzeugnullpunkt verschoben, daher das Mass 15.9295..mm. Die kleine Abweichung ist durch die einseitige Kühlung hervorgerufen.
Ja, die Dichte ist hinterlegt (7.8kg/dm³), daher ergib sich die Masse von 5.236...kg.
Scheint dir aber die Massenträgheit nicht zu klein zu sein? :?
 
AW: Leistung und Massenträgheit

Die Achse 1 ist die Z-Achse. Die ist um 16mm zum Werkzeugnullpunkt verschoben, daher das Mass 15.9295..mm. Die kleine Abweichung ist durch die einseitige Kühlung hervorgerufen.
Ja, die Dichte ist hinterlegt (7.8kg/dm³), daher ergib sich die Masse von 5.236...kg.
Scheint dir aber die Massenträgheit nicht zu klein zu sein? :?
Ne, scheint nicht so. Ich habs sogar in etwa in Catia nachgezeichnet.
Ich hab mir da Gedanken gemach, also deine Rechnung scheint zu stimmen.
Überleg mal was 1,23 W heißt: Du ziehst 1 Sekunde lang mit einer Kraft von 29,5gramm an einem 1m-Seil, das um dein Bauteil gewickelt ist, um es um 2/3 Umdrehhungen zu drehen.
Ich hab mir auch mal ausgerechnet, was ein Durchlauferhitzer für mein Warmwasser braucht, und war erstaunt, wie wenig das ist ohne Verluste.
 
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Vielen Dank Siemenshaken!!! Wenn die Rechnung stimmt werde ich so weiterfahren... diese Rechnung bildet die Basis für alle meine weitere Berechnungen, deswegen wollte ich sicher sein, dass kein Fehler dabei ist...
Deine Überlegung kann ich nachvollziehen, trotzdem scheint mir die Leistung etwas zu klein zu sein. Ich glaube aber, dass man sich hierzu schnell täuschen kann.
 
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ist viellecht schön zu wissen, wie hoch die die theoretische Leistung ist. Ich würde ihr aber nicht zu viel Wichtigkeit zusprechen. Eher auf sein Gefühl verlassen. Auch wenn wir jetzt 8fache Leistung nehmen, sind wir immer noch bei 10W.
Nur meine persönliche Meinung.
Willst du elektrisch antreiben? Wie willst du bremsen?
 
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Ich versuche noch mich von der Antriebseite heranzutasten. Habe provisorisch an einen 200W Servomotor mit Absolutdrehgeber gedacht. Antrieb und Indexplatte werden mit einen Synchronriemen gekoppelt. Im schlimmsten Fall, wenn ich das ganze zu gross dimensioniert habe, könnte immer noch die Beschleunigungszeit erhöhen. So erreich ich, dass das Spritzzyklus etwas kürzer wird. Leider bin ich nicht gerade versiert mit elektro-antriebe, hättest du einen tip? (Punkto Hersteller, typ, usw...)

P.S.: die Steuerung des Antriebes sollte die Spritzgiessmaschine übernehmen, bin im Kontakt mit einen Maschinenhersteller...
 
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Hallo Lui... Schrittschaltgetriebe habe ich schon in betracht genommen.
Nur, ich benötige eigentlich keine Bewegung die synchron läuft, ich muss nur, wenn das werkzeug geöffnet ist und die indexplatte vorgeschoben ist, diese 120° drehen. Ich sehe kein vorteil indem ich ein schrittschaltgetriebe dazwischen schalte...
 
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Moin,

ich bin zwar kein E-Motor experte, aber ich denke man sollte einen E-Motor auswählen, der fürs häufige anlaufen konzipert ist. Beim Anlauf kriegt er ja hohen Strom.
Wenn ich mal meine Flex mit 1000Watt zum Vergleich nehme, ist da schon eine nicht geringe Trägheit bein Starten zu beobachten, und zwar ohne 5kg dran. Die Flex ist aber auf Drehzahl ausgelegt.

Kannst du Pneumatik verwenden? Wobei ich jetzt spontan nicht sagen kann, wie man mit P. eine kontinuierliche Drehbewegung (ohne zurückdrehen) realisieren kann.
 
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