LED-Lichterkettenschaltung ohne Vorwiderstand - Messung

Hallo Forum,
meine lieben Schwiegereltern haben mir eine Lichterkette gegeben die nicht mehr geht. Naja das einfachste wäre es natürlich eine neue zu kaufen, aber ich hab mir die Mühe gemacht und das Teil aufgemacht.
In einer kleinen Schachtel ist eine einfache Schaltung mit 4 Dioden (Brückengleichrichterschaltung) ohne Kondensator (Der ist zwar auf dem PCB eingezeichnet aber nicht verbaut).
Die Lichterkette hat noch ganz leicht geglimmt und da auf dem Board nichts kaputt ist musste es eine LED sein, so war es auch. Jetzt allerdings meine Fragen:
Wie messe ich die Spannung auf der Ausgangsseite mit einem Multimeter? IM DC oder AC Modus?
Da die Spannung nicht geglättet wird, würde ich sagen im AC-Modus, wodurch ich den Effektivwert messe (Das Multimeter sagt es könne TRUE RMS) dabei komme ich auf 104V. Im DC Modus auf 204 V. Wie kann ich die Messergebnisse interpretieren?
Des weiteren Frage ich mich, wie die 10 LED's so eine hohe Spannung ( 10V bzw. 20V je nachdem welcher Wert den jetzt der wahre ist) aushalten? Ich hatte eine LED ausgelötet und am Diodenmesser des Messgerätes angeschlossen, der zeigte mir 2,6V an und die LED leuchtete..
Als ich 3 Lipos in Reihe geschlossen hatte, hat die LED nur kurz aufgeleuchtet und war dann hinüber..
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Zuallererst (sei mir nicht böse):
Das ist eine Arbeit für geprüfte Elektro(nik)-Fachkräfte
und NICHT für dich, denn du bist keine.

Nach dem Brückengleichrichter muss man im DC-Modus messen;
der AC-Bereich zeigt hier den irrelevanten Wechselspannungsanteil an.
204 V ist für 10 LEDs ganz sicher zu viel:
Da wird irgendwo in der Schaltung ein strombegrenzender Widerstand drin sein,
wobei der aus Gründen der Verlustleistung wahrscheinlich durch einen kleinen Kondensator
auf der Wechselspannungsseite des Brückengleichrichter realisiert ist.
Irgendwo sollte seriöserweise aber dennoch ein kleiner Widerstand eingebaut sein,
der den Ladestromstoß im Einschaltmoment begrenzt.
 
Zuallererst (sei mir nicht böse):
Das ist eine Arbeit für geprüfte Elektro(nik)-Fachkräfte
und NICHT für dich, denn du bist keine..
Da hast du vollkommen recht.
Nach dem Brückengleichrichter muss man im DC-Modus messen;
der AC-Bereich zeigt hier den irrelevanten Wechselspannungsanteil an.
204 V ist für 10 LEDs ganz sicher zu viel:
Da wird irgendwo in der Schaltung ein strombegrenzender Widerstand drin sein,
wobei der aus Gründen der Verlustleistung wahrscheinlich durch einen kleinen Kondensator
auf der Wechselspannungsseite des Brückengleichrichter realisiert ist.
Irgendwo sollte seriöserweise aber dennoch ein kleiner Widerstand eingebaut sein,
der den Ladestromstoß im Einschaltmoment begrenzt
Anbei mal die Platine, die wird auf der Eingangsseite direkt ans Netz gesteckt also kein Trafo oder sonstiges.
Ich hatte auch von einer LED das Plastik abgemacht um zu schauen ob sich da vielleicht noch ein Widerstand verbirgt, aber auch nicht...
IMG_0611.JPG
 
Ehrliche Antwort:
Den stümperhaft zusammengeschusterten Sch...haufen würde ich schleunigst entsorgen, so ne Lichterkette ist keine Investition für die Zukunft :sneaky:
 
Verwenden wollte ich die nicht nochmal, mich interessiert nur warum die LED's so eine hohe Spannung haben. Gibt es solche LED's die höhere Spannungen aushalten, aber auch bereits bei niedrigen Spannungen funktionieren? (Weil der Diodentester eine der LED's bereits bei 2,6V zum leuchten gebracht hat)

PS: Die Lichterkette war vom OBI, kein China Import, falls es jemanden interessiert..
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
10 LEDs a 2,6 (oder 2,8) V Didentest macht gesamt 26 V - passt schon.
(Warum dann die Spannung über EINE LED auch 26 V beträgt, ist mir schleierhaft.)
Dabei fließen 16 mA - passt auch.
OHNE LEDs oder ist auch nur EINE LED unterbrochen,
dann fällt am strombegrenzenden Widerstand (wo auch immer der ist) keine Spannung ab
und am Gleichrichterausgang erscheint die volle gleichgerichtete Netzwechselspannung.
 
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