Kündigungsfrist

Dieses Thema im Forum "Berufsleben und Gehalt" wurde erstellt von xxFMxx, 14 Juni 2018.

  1. Hallo Leute,

    ich habe den Techniker fertig und bin auf der suche nach ein neuen Job und eines
    ist etwas unklar was in meinem jetzigen Arbeitsvertrag steht.

    ---> Es gilt eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.
    Sollten gesetzlich längere Fristen vorgesehen sein, gelten diese für beide Seiten.


    was genau heißt es?
    Arbeitnehmer haben 4 Wochen und der Arbeitgeber je nach Betriebszugehörigkeit ( bin seit 2009 mit Ausbildung im Betrieb ) eine längere Frist oder?

    Mich macht nur der Satz mit: ''gelten diese für beide Seite'' stutzig.

    Danke schon mal für eure Hilfe.
     
  2. Das heißt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die gleiche Kündigungsfrist haben.
    Eben nicht AN kürzer und AG länger.....
     
  3. ja aber müsste es nicht explizit auch genannt werden oder eindeutig beschrieben?

    z.B. 4 Wochen Kündigungsfrist zum …… Sollten gesetzliche längere fristen für den Arbeitgeber gelten so gelten diese auch für den Arbeitnehmer

    doch so könnte es auch bedeuten das wenn es gesetzliche längere fristen gibt das sich beide dran halten müssen z.B. die Frist vom Arbeitnehmer steigen auf 2 Monate nach 6 jährige Betriebszugehörigkeit und Arbeitgeber auf 3 Monate nach 6 Jahre so das beide sich auf die längere Frist halten muss und nicht nur der Arbeitgeber sondern eben, gelten diese für beide Seiten und nicht gelten diese nur für den Arbeitnehmer

    hoffe jemand kennt sich damit aus.
     
  4. nichts anderes steh doch da.
    Für beide Seiten heißt, dass sich nicht nur der AG an die längere Kündigungsfrist halten muss, sondern diese auch für den AN gilt.

    Willst du schneller gehen, verhandle einen Aufhebungsvertrag.
     
  5. Wird wohl ein Standardvertrag sein, der für verschiedene Personen im Unternehmen gilt und je nach Lebensabschnitt könnten sich eben andere Kündigungsfristen ergeben - bzw. für dich günstigere. Heißt im Kern nur, dass du auf jeden Fall nicht benachteiligt wirst, meiner Erfahrung nach, auch wenn du natürlich nochmal nachfragen solltest aber wenn hier längere Fristen für beide Seiten hätten festgeschrieben werden sollten, hätte man das glaube ich expliziter eintragen müssen.
     
  6. Es ist nicht nötig den letzten Tag vor der letzten Chance fristgemäß zu kündigen abzuwarten.
    Man darf auch schon vorher kündigen und den "Wunschtermin" mitteilen.

    Wenn man die Frist bereits versemmelt hat, kann man mit dem AG das Gespräch suchen und sich einigen. Üblicherweise zwingt keine Firma den Lohnsklaven noch zweieinhalb Wöchen länger zu arbeiten, obwohl er absolut Nullbock drauf hat. Entweder passiert da nur Müll oder der AN wird überraschend krank.

    Juristisch ausformulierte Klauseln bedürfen keiner Verbesserungsvorschläge von Nichtjuristen - die Texte sind eben genau so, weil sie exakt in ihrer Bedeutung sind.
    Bei Mathe kommt ja auch keiner auf die Idee, statt Zahlen Striche zu machen, weil man sich dann die vielen Symbole nicht merken muss, sondern eben immer soviel Striche macht, wie Sachen gemeint sind.
    Wer keine Zahlen kennt, wäre mit den Strichen schon besser bedient ...
     
  7. Danke für eure Antworten erstmal

    also es sieht mehr oder weniger so aus: 3 Monate Kündigungsfrist aber die Frist könnte man auch auf sofort oder in ca. 2 Wochen vereinbaren wäre wohl kein Problem für mein Arbeitgeber ( Beziehung zwischen AG und AN ist gut ) und dann müsste ja ein Aufhebungsvertrag unterschrieben werden.

    Ich könnte zwar schon in 1-2 Wochen beim neuen Arbeitgeber arbeiten aber ist das Ratsam also für mich gesehen.

    Kann mir jemand vielleicht paar Tipps geben was für mich raus springen sollte falls ich unterschreibe?
    Da der Arbeitgeber ja auch Interesse hat das ich direkt gehen könnte.

    Mein neuer Arbeitgeber interessiert nur ob ich direkt anfangen könnte und wenn nicht dann halt in 3 Monaten
     
  8. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es gut tut, zwischen 2 AG noch ne kleine Ruhepause zu haben. Habe bislang meistens noch meinen Resturlaub/Überstunden genommen, da hatte ich dann meist 2-3 Wochen Pause zwischen den beiden AG, und konnte so frisch ausgeruht starten. Wenn du bis 31. bei alten bist, und ab 1. beim neuen, wirst du nicht komplett auf den neuen konzentriert starten können, da dir bestimmt dann noch Sachen vom alten AG im Kopf rumgeistern.
     
  9. Normalerweise spingt da gar nichts raus, jeder erklärt das er an den anderen keine Forderungen mehr stellt (du nicht an Gehälter, AG nicht an Arbeitskraft) und gut ist.

    Es kommt immer drauf an wer möchte das ein Aufhebungsvertrag unterschrieben wird: Will der AG das weil er keinen echten Kündigungsgrund hat dann sollte mindestens die Sperrzeit beim Amt überbrückt werden können. Will der AN das dann kann man meist hoffen das der AG das unterschreibt, andernfalls muss man regulär kündigen und es entgeht einem für die Zeit der Kündigungsfrist das meist bessere Gehalt beim nächsten AG.
     
    Hummingway gefällt das.
  10. Ich musste bei meinem letzten Aufhebungsvertrag auf meinen Resturlaub verzichten um einen Monat früher gehen zu können. War ne harte Verhandlung ^^
     
  11. Wenn du nur 20 Tage Resturlaub hattest, war das doch eine faire Angelegenheit?!
     
  12. Ich hatte tatsächlich sogar nur noch 10 Tage Resturlaub. Im Endeffekt war es fair, aber ich wollte eigentlich noch viel schneller aus dem Vertrag. Ich bin da eher nicht so der zimperliche Typ was solche Sachen angeht. Aber da die neue Firma mit der Frist am Ende Leben konnte, war es für mich auch okay.
     

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