Kraft in Hauptbremszylinder

Hallo,

ich bin grade dabei ein Bremspedal auszulegen und steh grade bei der Berechnung der Kraft, die in den Hauptbremszylinder geht etwas auf dem Schlauch.
In den Lehrbüchern ist der Winkel zwischen Pedal und Hauptbremszylinder immer 90°.
Könnte jemand da mal drüber schauen?
Das Hebelverhältnis ist die Länge des Pedals bis zur wirkenden Kraft F, geteilt durch den Angriffspunkt des Hauptbremszylinders, in der Formel als H bezeichnet. Die Kraft im Bremszylinder ist [TEX]F_{HBZ} [/TEX]
Alle anderen Elemente wie im Bild.
[TEX]F_{HBZ} = F \cdot H \cdot cos a[/TEX]
Dass sich der Winkel ändert ist mir klar. Der Bremszylinder ist oben und unten über eine Achse jeweils gelenkig gelagert.





mfg L0fale
 

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Hallo,

ich bin grade dabei ein Bremspedal auszulegen und steh grade bei der Berechnung der Kraft, die in den Hauptbremszylinder geht etwas auf dem Schlauch.
In den Lehrbüchern ist der Winkel zwischen Pedal und Hauptbremszylinder immer 90°.
Könnte jemand da mal drüber schauen?
Das Hebelverhältnis ist die Länge des Pedals bis zur wirkenden Kraft F, geteilt durch den Angriffspunkt des Hauptbremszylinders, in der Formel als H bezeichnet. Die Kraft im Bremszylinder ist [TEX]F_{HBZ} [/TEX]
Alle anderen Elemente wie im Bild.
[TEX]F_{HBZ} = F \cdot H \cdot cos a[/TEX]
Dass sich der Winkel ändert ist mir klar. Der Bremszylinder ist oben und unten über eine Achse jeweils gelenkig gelagert.





mfg L0fale
Hallo,
bei dieser Anordnung wird ja die auf die Kolbenstange wirkende horizontal angreifende Kraft mit steigendem Winkel immer kleiner.
Ist das der Sinn eines Bremshebels?

Gruß:
Manni
 
Hi,
danke für die schnellen Antworten.
Der Bremszylinder hat 30mm bis er am Anschlag ist. -> Vereinfachend kann ich doch die Kraft (Winkel ausm CAD) bei "0"mm und bei "30" mm ausrechnen und dann interpolieren?
Letztes Jahr hatte ich diese Anordnung gebaut.

Die vorgabe war: Die beiden HBZ brauchen insgesamt 800N für eine Vollbremsung (alle Räder blockieren).
Mein Hebelverhältnis lag bei 1,36, das Pedal war auf 3000N maximal ausgelegt. Bei einer Gefahrenbremsung gingen wir von F = 2000N aus.
[TEX]800N = 2000N \cdot 1.36 \cdot cosa[/TEX]
daraus ergibt sich:
[TEX]x =arccos \frac{800}{2000\cdot 1,36} [/TEX],
woraus ein Winkel für x = 72.xx ° folgt.
Mein Winkel war auf jeden Fall <72°, und das Auto hat kaum gebremst.
Jetzt frage ich mich ob es ein Fehler meinerseits war, oder ob die 800N falsch waren.

mfg L0fale
 
Jetzt frage ich mich ob es ein Fehler meinerseits war, oder ob die 800N falsch waren.
Hallo,
ist da, wo die dicken schwarzen Striche sind und einen rechten Winkel bilden eigentlich ein Gelenk, oder wo ist das?
Wenn du keine aussagefähige Skizze machst, ist das alles nix;-)
Und fummel nichts per PC sonden mach eine anständige Handskizze (der Schlüssel zu jeder Lösung)

Gruß:
Manni
 
Hi Manni,
war etwas doof von mir gezeichnet.
Hab eine kleine minimale Handskizze.
Pedal ist unten gelenkig gelagert, der HBZ ist über eine Achse (drehbar) mit dem Pedal verbunden.
Der HBZ ist an der Unterseite durch einen Waagebalken mit der Halterung verbunden.

mfg L0fale
 

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derschwarzepeter

Mitarbeiter
Das denke ich nicht:
Ein 80 kg schwerer Fahrer müsste auf einem waagrecht liegenden (!) Bremspedal draufstehen,
um darauf eine Kraft von 800 N auszuüben.
In der üblichen Autofahrerhaltung (relativ tief sitzend) müsste sich der gegen die Rücklehne stemmen.
=> Eine besch...eidene und unverkäufliche Konstruktion.

Mit mehr als 25% der 800 Vollbrems-N würde ich nicht rechnen,
um nicht Komfort UND Dosierbarkeit zu verlieren.

P.S.: Eben darum wurde die Servobremse erfunden!
 
Hi,
Problem: formula student reglement ;)

800N einbeinig zu drücken ist für einen einen trainierten fahrer absolut kein Problem, da er ja nicht gleichförmig reintritt sondern "stampft".
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Kein Problem?
Offenbar nicht:
... nur es hat nicht wirklich gebremst.
Ich hätte eine Vollbremsung erwartet, stattdessen war es eher ein gesteuertes Ausrollen.
actio = reactio ... wo wirkt die dann hin?
Drückt die der arme Fahrer mit Popo und Kreuz in den Sitz?

Wenn du möchtest, dass die Karre auf der Piste bleibt,
muss die Betätigungskraft der Bremse um 50% runter;
wenn du möchtest, dass die eine Chance hat, im Feld mitzufahren,
um 75%.

Klar ist, dass die Betätigungsarbeit (Kraft x Weg) für eine sportlich zu bewegende Rodel begrenzt ist.
Es gilt daher, diese auf die zu bremsenden Räder entsprechend ihrem Bremsvermögen aufzuteilen,
d.h. die Vorderräder müssen mehr Bremskraft aufbringen als die Hinterräder.
Das löst man entweder mit einer Bremswaage
oder (zeitgemäßer) durch unterschiedliche Bremsscheiben und/oder -kolbendurchmesser bzw. -anzahl.

P.S.: Bedenke, dass JEDE Systemelastizität auch mehr oder weniger große Teile der Betätigungsarbeit frisst:
Stahlflexschläuche sind absolutes Muss!
 

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