Korrekturlesung Deutsch - Erörterung (Textbezogen)

Dieses Thema im Forum "Deutsch/Englisch" wurde erstellt von Tagschlaefer, 9 Sep. 2007.

  1. Hallo!

    Ich bereite mich auf meine nächste Prüfung vor und rechne sehr stark mit einer textbezogenen Erörterung. Zum Üben nehme ich Standartthemen, die schon zigmal durchgekaut wurden.

    Mein Impulstext:
    Mit der Schuluniform gegen Markenterror und Kleiderzwang - Neue Züricher Zeitung - Hab leider keinen Link gefunden

    Meine Schwächen liegen ganz klar in der Beistrichsetzung und der Rechtschreibung, speziell die Groß- Kleinschreibung.

    Ich wäre um eine Korrekturlesung und ein Feedback sehr dankbar.






    Mit der Schuluniform gegen Markenterror und Kleiderzwang


    Am 08.09.2001 erschien in der Neuen Züricher Zeitung der Bericht „Mit der Schuluniform gegen Markenterror und Kleiderzwang“. Anlass für die Verfassung und Veröffentlichung war ein Modellversuch an einer Schule im Ostberliner Stadtteil Friedrichshain. In diesem Versuch entschieden sich die Schüler, der zehnten Klasse, bis zu den Sommerferien einheitlich, in Schuluniformen, zur Schule zu kommen. Die Autorin Christiane Bertelsmann gibt in ihrem Bericht mehrere Blickwinkel zu diesem Modellversuch und zum Thema Schuluniformen im Allgemeinen wieder.

    Mehrere Stimmen aus den Bereichen der Lehrerschaft, Polizei und Politik sind der Schuluniform positiv zugewandt und sehen in ihr ein Allheilmittel gegen den Modeterror und der dazugehöreigen Kriminalität. So auch Frank Domanski, der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Er sieht in der landesweiten Einführung der Schuluniform die Lösung in seinem Kampf gegen die Gewalt.

    Sichtweisen, wie der des Frank Domanski, kann ich nur teilweise zustimmen. Denn durch die Einführung von Schuluniformen, verschwindet die Gewalt, nicht zur Gänze, aus dem Leben der Schüler. Zum einen Teil ist es richtig, dass verschiedenen Konfliktherden, wie der Beschaffungskriminalität und dem Neid, bzw. der Missgunst, der fruchtbare Boden genommen wird. Zum anderen Teil entstehen genau die selben Konfliktherde erneut, wenn die Schüler, mit dem Ertönen der Schulglocke, die Schuluniformen gegen „Zivilkleidung“ tauschen. Somit werden die Gewaltprobleme nicht gelöst, sonder lediglich verlagert. Der Unterschied zwischen den beiden Situationen ist jedoch nicht zwingend positiv. Denn auf dem Schulhof und auf dem Schulweg können Täter besser an der Gewalt gehindert werden, als in ihrer Freizeit.

    Erich Beyler, Lehrer der Versuchsklasse, möchte die Schuluniform nutzen um wieder Ruhe in seinen Unterricht zu bringen und um ein Wegkommen von Oberflächlichkeiten zu ermöglichen. Weiters wäre es für ihn angebracht, wenn wieder „gewisse (Umgangs)Formen“ eingeführt würden.

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Vorhaben des Erich Beyler gelingen kann. Die Schuluniform scheint mir als Werkzeug geeignet, um Ruhe und Disziplin in den Unterricht zu bringen. Denn die Schüler werden von gesellschaftlichen Zwängen, wie zum Beispiel dem Zwang, sich modebewusst zu kleiden, erlöst und gewinnen somit verlorene Ressourcen zurück. Diese können sie bestenfalls nutzen um sich auf wesentliche Aufgaben zu konzentrieren.

    Der Wiedereinführung von „gewissen Formen“ sehe ich jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn Formen und Etiketten, die die „Alte Schule“ nach Knigge lehrte, sind teils heute noch gerne gesehen, teils aber auch veraltet und unangebracht.

    CDU-Fraktionschef Günther Oettinger sieht in der Einführung der Schuluniform eine wachsende Chancengleichheit für die Schüler.

    Wenn man davon ausgeht, dass die Chancen derzeit nicht für alle gleich stehen, stimme ich dem voll und ganz zu. Denn einem Schüler in Uniform sieht man weder die gesellschaftliche Herkunft, noch die persönliche Einstellung an. Das wiederum ermöglicht ein vorurteilfreies Zusammenleben zwischen allen Parteien.

    Die Frankfurter Jugendforscherin Birgit Richard vertritt folgenden Standpunkt: „In Deutschland hat man ein Problem mit Uniformen wegen der deutsch-deutschen Vergangenheit. Die Nazis haben ihre Jugendlichen in Uniformen gesteckt, und die FDJ hatte ebenfalls Einheitskleidung. Auch wenn die Kleidung keine Schulkleidung war, ist die Erinnerung daran negativ besetzt.“

    Es ist wichtig, dass dieser Gedanke mitberücksichtigt wird. Man sollte ihn jedoch nicht überbewerten. Aus diesem Grunde kann ich Frau Richard nicht zustimmen. Denn keine, der in Deutschland getragenen, Uniformen [ist] braun (politisch nicht physisch). [ist oder sind] Dies betrifft sowohl die staatlichen Uniformen, wie die der Polizei und der Bundeswehr. Als auch die Zivilen Uniformen wie die der Pfadfinder und der verschiedenen Vereine. Ich bin der Meinung, dass in einer Republik, die ganz klare Zeichen gegen die braune Politik setzt und ihre Vergangenheit aufarbeitet, Uniformen wie, wie zum Beispiel die Schuluniform, ihren Platz finden können.

    Zusammengefasst denke ich, dass Schuluniformen eine angemessene Antwort auf Probleme an den Schulen sein können. Dem Markenterror wird der fruchtbare Boden genommen. Den Schülern wird jene Last von den Schultern genommen, die sie zwingt durch Kleidung [„in“] sein zu müssen [groß der klein?] Diese neu gewonnenen Ressourcen können anderwärtig sinnvoller verwendet werden. Die Eltern werden finanziell entlastet, da eine Uniform, dank der großen Nachfrage, günstiger ist als Markenkleidung.

    Diese vielen positiven Aspekte sollten uns jedoch nicht verleiten, die Uniform als Allheilmittel zu sehen. Denn die Beschaffungskriminalität wird nur vom Schulhof auf die Straße verlagert. Weiters ist eine Uniform nicht fähig kriminelle Energie einzudämmen.

    Im Alter von 18 Jahren trug ich meine erste Uniform. Diese bekam ich von meinem damaligen „Arbeitgeber“, dem Österreichischen Bundesheer. Meine anfängliche Skepsis und Ablehnung legte sich jedoch sehr schnell. Denn nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass „Platters Rock“ (G. Platter – Verteidigungsminister der Regierung 2003) eine positive Wirkung auf uns Grundwehrdiener hatte indem sie das Wir-Gefühl stärkte.

    Diesen Effekt könnte eine Schuluniform ebenfalls unter den Schülern hervorrufen. Was eine positive Auswirkung auf die Klassengemeinschaft haben könnte und in weiterer Folge das Schulklima verbessern könnten. Denn Schüler, die sich in der Klasse wohl fühlen, gehen auch gerne zur Schule.

    Im Großen und Ganzen glaube ich, dass die Schuluniform eine positive Veränderung an den Schulen hervorrufen könnte und hoffe, dass sie bald Einzug in öffentliche Schulen finden wird.

    Den Skeptikern sei gesagt, dass große Teile unserer Gesellschaft bereits uniformiert sind. Man denke hierbei nicht nur an Markenkleidung, sondern auch an andere materielle Güter, die uns mit anderen Menschen, die [die selben] Güter haben, verbinden. [zusammen – getrennt]


    850 Worte
     
  2. AW: Korrekturlesung Deutsch - Erörterung (Textbezogen)

    Hallo Tagschleafer!!

    Ich habe Deutsch schon hinter mir und kann dir aus reiner Erfahrung sagen,dass die Klausur genauso aufgebaut ist wie deine Musterklausur in deutsch.Ich habe für diese Klausur wirklich überhaupt nichts gemacht außer mir einmal die Musterklausur durch zu lesen...und das im Auto 20 min vor der Klausur (weil ich zu früh da war ) :c).Es ist sehr schwer zu sagen welche Themen dran kommen egal ob du einen bericht oder eine Erörterung schreibst...und es bringt auch meiner meinung nach nicht viel wenn du jetzt 50 Erörterungen schreibst und darauf hoffst das ein text von den 50 dran kommt...
    Es ist rein wichtig das du den aufbau einer Erörterung kennst der rest kommt alleine...sind meistens Themen worüber jeder zu mindest ein bischen etwas weis.Und zur rechtschreibung würd ich mir auch keine Gedanken machen da es sicher Wörter gibt bei denen du weisst wie sie geschrieben werden und du außerdem einen Duden benutzen drafst indem du nachschlagen kannst...

    Ich denke mehr ist es in Deutsch nicht!!

    Gruß :cool:
     
  3. AW: Korrekturlesung Deutsch - Erörterung (Textbezogen)

    Tja,

    diesen Frühling war ich auch der Meinung, dass es keiner großen Vorbereitung
    bedarf um in Deutsch zu bestehen. Da ich sage und schreibe 2 von 24 Punkten
    erreichte, habe ich die Ehre nochmal antreten zu dürfen. Diesmal jedoch MIT
    ausreichend Vorbereitung.

    Daher bitte ich um ein Feedback zu meinem Muster.

    Danke


    PS: Der angehänte Text ist bereits meine Arbeit ;)
     
  4. AW: Korrekturlesung Deutsch - Erörterung (Textbezogen)

    Was hat denn Beschaffungskriminalität mit Schuluniformen zu tun?? (5. Absatz von unten)

    Laut Wikipedia: Der Begriff Beschaffungskriminalität bezeichnet kriminelle Handlungen zur Finanzierung von Betäubungsmitteln.
     
  5. AW: Korrekturlesung Deutsch - Erörterung (Textbezogen)

    Beschaffungskriminalität verstehe ich als Synonym für:
    Perseonen die sich ihre "Sucht" nach Markenkleidung durch kriminelle Handlungen finanzieren. z.B. Durch überfallähnliche Handlungen Markenkleidung
    an sich bringen.
     

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