Kerbschlagbiegeversuch

Dieses Thema im Forum "Fertigungstechnik" wurde erstellt von c01101979, 18 Juni 2007.

  1. Hallo zusammen,
    wir haben letztens den Kerbschlagbiegerversuch mit den Stählen S355J0 und S235JR durchgeführt. der Versuch wurde mit jeweils 3 Proben bei -40, -20, 0, 20 und 40°C durchgeführt. Nun meine Frage: Wir konnten beobachten dass alle proben von den -20° Versuchen erstaunlich schnell korrodierten. Alle anderen Proben nicht. habt ihr ne Idee woran das liegen könnte?
    Danke schon mal im Voraus für eure Anregungen.
     
  2. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    Muss noch ergänzen: Korrosion natürlich an den Bruchstellen
     
  3. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    Hallo c01101979,

    das hört sich ja sehr merkwürdig an. Ich würde jetzt erstmal darauf tippen, dass die Bruchflächen bei den krz-Metallen ja irgendwann (also bei einer bestimmten Temperatur) von inter- zu transkristallin wechseln. Sind die -20° Proben Mischbrüche? Vielleicht gibt es dann einen Potentialunterschied zwischen interkristallinen ud transkristallinen Bereichen. Wäre so meine erste Vermutung.

    Gruß,
    devil
     
  4. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    So, hier ist mal ein Bild von den Proben. Ich denke dass das spröde Trennbrüche sind.
     

    Anhänge:

    #4 c01101979, 20 Juni 2007
    Zuletzt bearbeitet: 20 Juni 2007
  5. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    Tach auch,

    also auf dem zweiten Bild hängen die Proben -20° ja noch zusammen. Und das nach dem Versuch. Da würde ich aber mindestens sagen, dass es ein Mischbruch ist, denn bei 'nem spröden Bruch hängt nichts mehr zusammen.
    Gut, das hilft aber auch nicht in Bezug auf die Korrosion.
    Wie lange hat es denn ungefähr gedauert, bis die Proben so viel Rost angesetzt haben? Was habt ihr denn mit den Proben nach dem Versuch noch gemacht? Insbesondere im Vergleich zu den anderen Proben. Habt ihr die nicht abgetrocknet oder habt ihr die anderen (kalten) irgendwo in der Sonne oder an einem wärmeren Ort stehen lassen, so dass das Eis/Wasser besser abtrocknen konnte? Ich kann mich noch an unser KSB Versuche erinnern, da sahen eigentlich alle Proben, die irgendwie nass geworden sind (also die kalten) irgendwann immer so aus.
    Erklärung für dies Korrosion: Bildung sogenannter Lokalelemente über die gesamte Oberfläche hinweg, da man davon ausgehen muss, dass das Gefüge nicht 100%ig homogen und fehlerfrei ist. Etwas Elektrolyt dazu und schon geht die Post ab in Bezug auf Korrosion zumindest.
     
  6. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    Also ich schätze mal so 20 bis 30 min hat es gedauert bis uns das aufgefallen ist, das Foto wurde aber erst nach ca. 40 bis 50 min gemacht.
     
  7. AW: Kerbschlagbiegeversuch

    Es wurde mit allen Proben gleich umgegangen, die 20° Proben wurden nicht gesondert getrocknet oder gelagert.
     

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