Jobaussichten als Maschinentechniker

Hallo, da es in meiner Region eher wenig Maschinenbauunternehmen gibt, stellt sich mir die Frage ob man auch in anderen Bereichen wie zB Metallbau Fuß fassen kann, wenn man sgt im Maschinenbau wird, oder ist das abwegig? Ich höre und lese auch oft, dass viele Techniker keinen Job bekommen.

Es sieht hier wirklich relativ mau aus. Viele Unternehmen die es hier in meiner Heimat gibt, stellen nur Einzelteile für Maschinen her, und da werden überwiegend Techniker nicht gebraucht, weil die Teile fortlaufend gleich bleiben und die Betriebe von einem Meister und seinem Sohn geführt werden. Und wieder andere ihre Produktion ins Ausland verfrachtet haben. Danke für die Antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bist Du überhaupt Techniker ?
Neulich wolltest Du doch noch Deinen Lehrgang kündigen - haben die Dir jetzt vozeitigdas Abschlussdiplom geschickt, um Dich endlich loszuwerden?
 
Hallo, da es in meiner Region eher wenig Maschinenbauunternehmen gibt, stellt sich mir die Frage ob man auch in anderen Bereichen wie zB Metallbau Fuß fassen kann, wenn man sgt im Maschinenbau wird, oder ist das abwegig? Ich höre und lese auch oft, dass viele Techniker keinen Job bekommen.
Denke es kommt darauf an, wie flexibel man hier in seiner Lebensplanung ist und wie man sich bewirbt. Wenn das in Deiner Region so ist, wie Du schreibst, dann muss man halt über einen Umzug nachdenken. Für meine Technikerausbildung gab und gibt es in meiner Heimatregion genug Potenzial, dennoch bin ich von hier weggezogen, habe über 15 Jahre in einer anderen Region gelebt und bin dann wieder zurückgekommen.

Zum Bewerben:
Wenn sich der Maschinenbautechniker, der 5 Jahre lang an der Drehmaschine stand sich z. B. nur in der Konstruktion bewirbt und das von seinen Erfahrungen her nicht passt (vielleicht eher Arbeitsvorbereitung da viel Erfahrung im Produktionsablauf), dann bekommt er evtl. nur Absagen.

Kenne auch nicht wenige, die sich nebenbei in BWL weitergebildet haben aber trotzdem weiter nur Sachbearbeiter sind....
 
pleindespoir: nein so schlimm ist es nun auch nicht dass die mich loswerden wollen 😁
Eher im Gegenteil, die sind doch um jeden Kunden froh.
Ne noch bin ich nicht Techniker, bei mir gehts im April endgültig los. Ich habe die ersten Unterlagen auch schon gewälzt, Mathe und Phsyik und musste feststellen dass es sogar Spaß macht sich mit Mathe auseinanderzusetzen. Also die anfängliche Schiss ist weg, deshalb auch jetzt im April statt Oktober.

Immie: genau das ist das Problem in Deutschland, viele werden nicht für das eingesetzt wofür sie gepaukt haben.. ob das nun Ingenieure oder Techniker oder sonst was sind. Zumindest höre ich das immer aus dem Bekanntenkreis.

Zu meiner Lage: ich werde sehen wie es kommt. Wegziehen will ich nicht gerne.
 
Dachte du bist Arbeitnehmer und kein Kunde :D.

Ich erachte es als sinnvoll sich schon während der Weiterbildung zu bewerben. Welche Position man am Ende anstrebt und wann man "fertig" ist muss natürlich mit in die Bewerbung.

Kann mir vorstellen, dass Firmen die Zeit, in der du als Geselle arbeiten würdest, als Art Probezeit ansehen. Wenn du dich nicht blöd anstellst, folgt nach dem Abschluss zum Techniker auch ein neuer Arbeitsvertrag.
 
Dann möchte ich mich für die wenigen Antworten bedanken, auch wenn zu meiner eigentlichen Frage keine richtige Aussage gemacht wurde. Es ist sicherlich auch schwierig da eine Aussage zu treffen.

Ich kann zumindest schon mal froh sein dass mein Arbeitgeber die Weiterbildung finanziell unterstützt. Was dann wahrscheinlich auch mit einer späteren Verpflichtung einherkommen wird, vermute ich mal. Dazu hat er aber noch nichts gesagt. Mal sehen was in 3 Jahren ist, Großwälzlager im Durchmesser bis 5 m gehen ja auch nicht dauerhaft so gut über die Theke wie kleine Kugellager... mein Glück ist aber nachwievor in so einer Firma zu arbeiten. Das könnte für spätere Arbeitgeber was bewirken. Kommt jedenfalls besser, als wenn ich 20 jahre in einer Firma gearbeitet hätte, die nur Überwurfmuttern herstellt ^^
Demnächst soll ich im Randschichthärten von Kugelbahn und Verzahnung eingearbeitet werden. ich denke mal meine Grundvoraussetzung ist nicht schlecht für den späteren Weg.
 
Sicher ist es möglich im Artverwandten Unternehmen zu arbeiten. Und in deinem Fall Metallbau, macht die praktische Erfahrung sowieso das meiste aus. Des weiteren wird der Techniker auch in verschiedenen Unternehmensteilen eingesetzt. Sei es in der Konstruktion, Fertigungssteuerung, Kolonnenführer, QM Einkauf oder Vertrieb. Es ist meistens eine Frage der Erfahrung und die persönliche Art des Technikers.
 
Sehe das ähnlich wie keg80.

Mal als Geschichte für dich:

Ich bin im 3. Jahr der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner (Maschinen- und Anlagenbau) in einem mittelständischen Fahrzeugbau-Unternehmen.
Jetzt im 2. Jahr nebenberuflich in der Weiterbildung zum stg Techniker Maschinentechnik.
Nach der Ausbildung werde ich übernommen und spätestens nach Abschluss des Technikers (2 Jahre darauf) wird dann entschieden, ob ich als Techniker (also vollwertiger Konstrukteur in den Augen meines Chefs) weiter beschäftigt werde (wirtschaftliche Lage und meine Leistung werden ausschlaggebend sein).

Warum ich das überhaupt erwähne? Ich lerne (sowohl in der Ausbildung und beim Techniker für den Maschinenbau, aber muss das gelernte im Fahrzeugbau anwenden. Dennoch habe im Unternehmen eine Zukunft (wenn ich denn möchte ;-)).

Das Gelernte kann man idR eh nicht 1:1 für das eigene Unternehmen umsetzen.
Wenn du die Art und Weise an Projekte heranzugehen und umzusetzen verinnerlicht hast und auf naturwissenschaftliche Grundlagen (Mechanik, Pyhsik, Chemie, Mathe) aufbauen kannst (je nach Unternehmen und Arbeitsbereich verschieden stark benötigt), wirst du auch einen Job finden.
Ob er dann immer noch im Maschinenbau ist, kann keiner sagen.

Ich hab bei mir in der Techniker-Klasse Zerspaner, Technische Produktdesigner, Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker und Konstruktionsmechaniker sitzen. Maschinentechniker ist jetzt nicht so weit weg ;).
 
Hallo Andreas,
ich habe leider die Erfahrung machen dürfen, schon über 1 Jahr arbeitssuchend zu sein. In meiner Region kommen kaum noch Stellenangebote rein und wenn dann sind es überwiegend Leihfirmen. Ob nun Leihfirma oder nicht, ich habe während dieser Zeit nur Absagen bekommen. Aufgrund mangelnder Berufserfahrung, heißt es immer. Ich fing seit den letzten Monaten auch an mich auf Stellen als Maschinenbediener zu bewerben. Ich will übergangsmäßig einfach unterkommen. Jetzt darf ich mir anhören, dass ich überqualifiziert bin. Die 13€/Std, die ich einmal verlangt habe, waren laut Leihfirma der Grund für eine Absage des Kunden.
Von den alten Technikerkollegen aus der Klasse weiß ich, dass die meisten ihre Stelle nur durch Beziehungen (Vater, Kumpel, alte Kollegen, früherer AG, ...) bekommen haben. Auch sind einige dabei, die nun wieder in der Produktion an der Maschine stehen. Einer sogar über eine Leihfirma. Auch habe ich Kontakt zu einem Technikerabsolventen von diesem Jahr, der nun seit 6 Monaten arbeitssuchend ist und meine Erfahrungen teilt.

Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg und auch Glück (wegen der aktuellen Arbeitslage in DE).
 
Aufgrund mangelnder Berufserfahrung, heißt es immer.
Gib darauf nichts. Aufgrund des AGG sollten potientielle Arbeitgeber möglichst eine Begründung für eine Absage vermeiden, da sie ansonsten schnell eine Klage am Hals haben. Es kann also auch ganz andere Gründe haben, warum du nicht genommen wurdest.

Hast du deine Bewerbungsunterlagen von anderen mal überprüfen lassen?
Wie liefen (falls welche da waren) die Vorstellungsgespräche?

Ja, seit gut einem Jahr ist es relativ schwer geworden, Stellen zu finden - wenn man nur einen begrenzten Radius zur Verfügung hat.
 
Hast du deine Bewerbungsunterlagen von anderen mal überprüfen lassen?
Wie liefen (falls welche da waren) die Vorstellungsgespräche?
Freunde/Bekannte hatten nicht wirklich etwas auszusetzen. Auch die Bundesagentur für Arbeit fand meine Bewerbung gut. Wobei die warscheinlich mit deutlich schlechterem rechnen.
Ich hatte 12 Gespräche, wovon 5 bei Leihfirmen waren. Meinen Bewerbungsunterlagen kann man entnehmen, dass ich als Techniker noch absolut keine Berufserfahrung habe und dennoch wurde ich eingeladen. Im Gespräch wird dann oft "erkannt", dass ich ja keinerlei Erfahrung habe. Da frage ich mich dann wirklich ob mein Gegenüber des Lesens mächtig ist. Das sollte vorher schon bekannt sein. Und wie gesagt heißt es in den meisten Absagen dann, dass der Grund für die Absage die fehlende Berufserfahrung sei.
Auch wurde mir bei min. zwei Gesprächen mitgeteilt, dass ich ein positives Bild hinterlassen habe und Interesse da ist. Ein Unternehmen entschied sich laut telefonischer Absage aber dann doch für ein Minimum von 2 Jahren Berufserfahrung. Ein anderes Unternehmen gab mir ein sehr positives Gefühl und ich ging davon aus, dass ich bald einen Arbeitsvertrag hätte. Doch auch da kam die Absage per Anruf. Man hätte sich kurzfristig doch für den Weg über die Leiharbeit entschieden mit abschließenden Worten: "man sieht sich immer zweimal im Leben".

Von den Leihfirmen konnte ich, wie erwartet, absolut keine Hilfe erfahren. Es wurde immer wieder betont, dass schon ein passender Kunde vorhanden sei. Ich müsste erst in der Produktion anfangen um nach ein paar Monaten in der Konstruktion als Techniker arbeiten zu dürfen. Nachdem gesagt wurde ich würde innerhalb einer Woche eine Antwort erhalten, meldete sich niemand mehr. Ich musste hinterhertelefonieren um zu erfahren, dass der genannte Kunde, der zuvor noch eine Technikerstelle bot, plötzlich doch nur eine Stelle in der Produktion hatte. Sprich man wollte mich "verarschen" und in die Produktion stecken. Und das wohlgemerkt von einer Leihfirma mit angeblich gutem Ruf. Die restlichen Leihbuden meldeten sich ebenfalls nie wieder. Beim Nachhaken gab es nur eine schnelle Absage.
Auch übergangsmäßig als Maschinen- und Anlagenführer unterzukommen war laut Leihfirma aufgrund meiner verlangten 13€/Std Grund einer Absage.

Tut mir Leid für so viel Text, aber der Frust musste mal raus.

LG
 
Was hast du denn vor dem Techniker gemacht?
Und auf welche Stellen bewirbst du dich jetzt?

Im Gespräch wird dann oft "erkannt", dass ich ja keinerlei Erfahrung habe. Da frage ich mich dann wirklich ob mein Gegenüber des Lesens mächtig ist. Das sollte vorher schon bekannt sein. Und wie gesagt heißt es in den meisten Absagen dann, dass der Grund für die Absage die fehlende Berufserfahrung sei.
Ggf. kommst du im Gespräch nicht wirklich gut rüber. Die mangelnde Berufserfahrung wird dann vorgeschoben, da das noch ein Grund ist, gegen den man nicht wirklich Klagen kann. Deshalb: Wie gut hast du dich vor den Gesprächen über die Firma informiert? Stellst du Fragen bzw. kannst auch fachlich überzeugen? Bist du ein Sympathieträger?
 
Auch übergangsmäßig als Maschinen- und Anlagenführer unterzukommen war laut Leihfirma aufgrund meiner verlangten 13€/Std Grund einer Absage.
Hat man dir denn kein Gegenangebot gemacht? Beim nächsten Mal frag doch einfach wieviel man dir bezahlen würde. Natürlich sind 13€ die Stunde keine übertriebenen Forderungen aber wenn man eben gerade Fuß fassen will, muss man eben erstmal nehmen was man bekommen kann. Es ist ja alles besser als arbeitslos und wenn du erstmal was hast kannst du Erfahrungen sammeln und dir währendessen was anderes/besser bezahltes suchen.
 
Was hast du denn vor dem Techniker gemacht?
Und auf welche Stellen bewirbst du dich jetzt?


Ggf. kommst du im Gespräch nicht wirklich gut rüber. Die mangelnde Berufserfahrung wird dann vorgeschoben, da das noch ein Grund ist, gegen den man nicht wirklich Klagen kann. Deshalb: Wie gut hast du dich vor den Gesprächen über die Firma informiert? Stellst du Fragen bzw. kannst auch fachlich überzeugen? Bist du ein Sympathieträger?
Dem Techniker ging eine dreijährige Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit anschließendem Jahr der Berufspraxis voran.
Ich bewerbe mich auf Stellen als Konstrukteur und letzte Zeit generell alles wo ich als Techniker arbeiten könnte. Nur leider ist der Arbeitsmarkt sehr mau.

Ich denke schon, dass ich in Gesprächen sympatisch rüberkomme. Zumal mir dies nach einem Gespräch auch gesagt wurde. Natürlich informier ich mich auch über das jeweilige Unternehmen und die Stelle. Fragen stelle ich ab und an mal, wenn es denn nötig ist. Fachlich kann ich eben noch nicht viel vorweisen, wurde aber fachlich auch nicht so dermaßen viel abgefragt.

Hat man dir denn kein Gegenangebot gemacht? Beim nächsten Mal frag doch einfach wieviel man dir bezahlen würde. Natürlich sind 13€ die Stunde keine übertriebenen Forderungen aber wenn man eben gerade Fuß fassen will, muss man eben erstmal nehmen was man bekommen kann. Es ist ja alles besser als arbeitslos und wenn du erstmal was hast kannst du Erfahrungen sammeln und dir währendessen was anderes/besser bezahltes suchen.
Nein, es gab kein Gegenangebot. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass ich bei dieser Stelle für Mindestlohn arbeiten solle. Und das dann noch in 3-Schicht. Ich kann aber nicht in Nachtschicht arbeiten.
 
Dem Techniker ging eine dreijährige Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit anschließendem Jahr der Berufspraxis voran.
Ich bewerbe mich auf Stellen als Konstrukteur und letzte Zeit generell alles wo ich als Techniker arbeiten könnte. Nur leider ist der Arbeitsmarkt sehr mau.
Wie begründest du denn, dass du - salopp gesprochen - von der Werkstatt ins Büro willst?
 
Vermutlich passt deine Selbstwahrnehmung nicht? Guckt hier jemand gelegentlich Rosins Restaurants oder ähnliche Fernsehshows?
Da sagen die Köche auch immer, dass sich niemand beschwert, die Gäste das Essen loben würden, blablabla... trotzdem stehen sie kurz vor dem Ruin...

Du forderst 13 EUR/h und hast den Eindruck, dass du für Mindestlohn arbeiten solltest. Hast du bloss den Eindruck oder weisst du es?

Mit der Konstruktion hast du dir natürlich auch den Bereich ausgesucht, der überlaufen ist. Das ist so wie mit Automatisierungstechnikern in der Elektrotechnik, mit denen können wir die Strasse pflastern, stellen wir nicht ein, haben wir genug von...

Bevor du in ALGII rutschst und am Ende vom Arbeitsamt gezwungen wirst,als Pförtner oder Nachtwächter zu arbeiten, solltest du dir überlegen lieber bei ner Leihbude in der Produktion anzufangen, um zumindest Geld zu verdienen. Warum geht Nachtschicht nicht?
 
Naja, ich kann das nachvollziehen das man für den Lohn nicht arbeiten möchte, wenn man schon ne "schwierige" Ausbildung + Techniker hinter sich hat.
Vielleicht forderst du auch zu wenig??? Die denken sich vielleicht, 13 EUR, er ist ja sehr nett, weiss sich aber gar nicht zu verkaufen, da merkt man die fehlende Erfahrung^^
Für 13 EUR kannst du salopp gesagt auch als ungelernte Kraft bei Lidl oder Aldi arbeiten.
Trotzdem noch viel Glück ;)
 
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