Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

Dieses Thema im Forum "Weiterbildungsmöglichkeiten" wurde erstellt von Stunmill, 14 Aug. 2007.

  1. Hallo Leser

    Habe ein Problem.
    Bin 32, seit Jahren in der Instandhaltung tätig (Industriemechaniker Geräte- und Feinwerktechnik) und stosse immer auf das Problem mit der Elektrik.
    Hab dann irgendwann mal ne Elektrofahckraft mit eingeschränkten Tätigkeiten gemacht und nen SPS Kurs mit Abschluss, aber das ist immer noch nicht das gelbe vom Ei...
    Darf einfach nicht über 50 Volt frei herumspielen, denn wenns mich dann grillt rückt die BG keine Kohle raus und keiner wills gewesen sein.
    Daher mal ne Frage:

    wenn ich jetzt den Mechatroniktechniker oder -Meister mache, darf ich dann nachher an Kabeln rumspielen ohne dass jemand meckern kann?
    Oder gibts dafür noch andere Lehrgänge damit ich dass darf???

    Ist halt mein grösstes Handicap, da in unserer Firma nur noch Mechatroniker ausgebildet werden und um mich rum lauter Jungvolk wuselt von denen keiner mehr auf den geheiligten Schlosserpfaden wandelt....
     
  2. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    hallo!

    An und für sich wenn du den Mechatroniker nachmachst darf das kein Problem sein, da du ja von Anfang an in der Elektrotechnik bis 1000V geschult wirst. D.h. das du die Schutzmaßnahmen laut en 8001 sowie das hantieren verschiedener Motoren und deren Schaltungen (Stern-Dreieck) sowie grunlegende Schaltungsaufbauten "übst" --> wahrscheinlich kein problem für dich!!

    MFG
     
  3. AW: Industriemechaniker und Techniker Mechatronik???

    Das mit dem Mechatroniker nachmachen ist da so ne Sache:
    Möcht mich nicht zurückentwickeln sondern weiterbilden:)
    Da ich mich als Schlosser schon einige Jahre wacker schlage und mich in E-Technik ein bisschen reingebildet habe (Fachkraft für festgelegte E-Tätigkeiten, SPS- Fachkraft, etc...) und jetzt halt mal auch nen Job mehr von der Front weg ins Auge gefasst habe wollte ich eben was in Richtung Industriemeister - der mir im Metallbereich zu "windig" ist, oder Techniker weiterentwickeln. Nur steh ich als Metalltechniker wieder auf dem Schlauch wenns um die Elektronen geht - und da wär ich eben neugierig auf den Mechatroniktechniker im Fernstudium, vorallem da er im Gegensatz zum Mechatronikmeister vom Preis Leistungsverhältnis auch nicht gerade recht viel aufwendiger ist - zumindest auf den Infobroschüren:)

    Und mal unter uns - in Rücksprache mit einigen Elektronikern:
    Mechatroniker ist weder Fisch nund Fleisch - und die Facharbeiterprüfung ist ne Farce... Ich sag nur Präsentation:)
     
  4. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    ja stimmt. mechatroniker ist von allem ein bisschen was. da wird dir im bereich elektrotechnik sowie metalltechnik nur das "grundlegenste" beigebracht. i bin auch nicht gerade begeistert von einer mechatronikerausbildung. hört sich zwar hart an aber ein frisch ausgelernter mechatroniker ist in der industrie am anfang schwer zu gebrauchen.
    ich bin jetzt 21 jahre, hab die ausbildung zum e- installationstechniker gemacht und anschl. die weiterbildung zum automatisierungstechniker. bin jetzt zur zeit auch in einer Instandhaltung für den bereich steuerungstechnik zuständig habe jetzt aber einen job in aussicht wo ich als programmierer tätig währe.
    hätte auch große interesse ins ausland zu gehn und warte nur noch bis sich der passende moment ergibt,denn in einer Instandhaltung ist es mir einfach zu "trocken".das ist kein beruf für lebzeiten.
    in deiner situation ist es jetzt natürlich schwierig, zum einen weil der bereich elektrotechnik vor allem in bereich industrie relativ weitreichend ist(Elekrotechnik,Steurungstechnik,Regel-Messtechnik,...) und wahrscheinlch eine fortbildung in diesem bereich viel zeit in anspruch nimmt.
    das beste ist immer noch eine höhere technische bundeslehranstalt für den bereich elektrotechnik. besuchst jeden tag die abendschule und hast in gut 5 jahren ein wichtiges abschlusszeugniss und außerdem den ingeneur titel.:)
     
  5. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Das ist doch Schwachsinn, einen Elektroniker oder Metalltechniker darfst doch nicht fragen was er vom Mechatroniker hält, weil die antwort die man bekommt ist klar. Der Mechatroniker übernimmt immerhin die Tätigkeiten von beiden Fachkräften. :p
    Als Mechatroniker ist man allgemein in der Industrie oder Handwerk gefragter als viele andere Techniker. Ganz einfach aus dem Grunde, da man so gut wie die gesamte Sparte der Automatisierungstechnik und Instandsetzung beherrscht.
    Du wirst Ausgebildet in der Elektrotechnik, Metalltechnik, Pneumatik, Hydraulik und in der Logo- und SPS Technik.
    Und das ein Mechatroniker am anfang in der Industrie nicht zu gebrauchen ist, ist sowas von Falsch!! Du musst unterscheiden, ob der MEchatroniker im Handwerk oder Industrie ausgebildet wurde. Wenn er in der Industrie ausgebildet wurde, dann hat er da keine Probleme und wenn er den Betrieb kennt, erst recht nicht.
     
  6. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Mich würde mal interessieren worauf deine Aussagen beruhen? Und warum du gerade diese Sachen aufzählst------> Du wirst Ausgebildet in der Elektrotechnik, Metalltechnik, Pneumatik, Hydraulik und in der Logo- und SPS Technik <-----. Man sollte dabei auch immer bedenken das auch die Weiterbildungsberufe angepasst werden. Die Bereiche die du dort beschreibst lerne selbst ich als Maschinenbauer (SPS S7....elektrotechnik spielt auch eine Rolle, denn Motoren wollen auch ausgelegt und dimensioniert werden...), weiterhin gehört bei den Elektrotechnikern auch ein Teil Mechanik dazu um die Stabilität z.B. von Kabeln über längere Strecken zu gewährleisten... Und es steht außer Frage das alle Richtungen ihre Daseinsberechtigung haben.

    Viel wichtiger ist es doch nicht zu sagen das eine ist gut und das andere schlecht, sondern einen Lösungsvorschlag für die oben gestellte Frage zu finden. Von der Ausbildung her gesehen kommt da wohl kein Elektotechniker in Frage und ob ein Maschinenbauer an Anlagen bis 1KV arbeiten darf, weiß ich nicht, mag ich aber bezweifeln. Und Mechatronik ist auch "nur" ein Schwerpunkt des Technikers Maschinentechnik. Anderum gesehen gehe ich auch nicht davon aus, dass man nach einer solchen Weiterbildung selber noch Hand an den Maschinen anlegt, da der Techniker eher auf planende und berechnende Aufgaben ausgelegt ist.


    MfG
     
  7. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Um meine Frage abschliessend selbst zu beantworten:
    Nach Ablegen der Prüfung darf man auch mit mehr Volt spielen.
    Ob mans nun beherrscht oder nicht - Abschluss ist Abschluss, und damit gut.
    Haben in unserem Kurs bei der SGD auch viele Kfz-Mechatroniker, die nach Ausbildung zum Mechatronik-Techniker auch im vollen Umfang der Industrie zur Verfügung stehen werden.
    Also ist die Aussage "Frag mal nen Schlosser oder Elektriker, was er von..." hält auch auf weitere Bereiche zu erweitern.
    Wichtig ist nur dass die Zulassungskriterien für die Technikerfortbildung erfüllt werden - und die sind ja hinlänglich bekannt...

    Bussi - alles wird gut

    Stunni
     
  8. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Sorry, aber wer sagt das und gibts das auch schriftlich?
    Im Kleinspannungsbereich könnte ich das ja noch nachvollziehen, aber dass ein Techniker Fr. Mechatronik ohne jegliche praktische Ausbildung und Berufserfahrung im Niederspannungsbereich die Zulassung für Arbeiten in diesem Bereich bekommen soll klingt schon recht komisch.

    Würde mich auch mal stark interessieren, was die zuständige Berufsgenossenschaft dazu sagt. Ich denke nicht, dass die das genauso sehen werden.

    Was du im Rahmen deines Arbeitsverhältnisses machen darfst und was nicht, bestimmt dein Arbeitgeber. Wenn du von ihm nicht für Arbeiten im Niederspannungsbereich autorisiert worden bist, handelst du auf eigenes Risiko. Ob du die Qualifikation hast oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

    Gruß Jens

    PS: wenn du rumspielen willst, solltest du die Finger vom Niederspannungsbereich lassen. :rolleyes:
     
  9. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Tja. Ist so wie ichs gesagt habe.
    Wenn du jemand hast, der dir bestätigt dass du deine Anrechnungsjahre in dem Beruf, in dem du ein Fortbildungsupgrade machen willst (macht normalerweise jede Personalabteilung) und die an dem Institut der Fortbildung einreichst - und die daran nix zu meckern haben, dann biste das, was du abgeschlossen hast.
    Und wenn ein Bäcker mit ner Bescheinigung bei ner Elektromeisterschule ankommt, in der steht, dass er 9 Jahre als Elektriker gearbeitet hast, dann kannste auf die Schule.
    Allerdings musste - meines Wissens nach - nem Unterricht beigewohnt haben der die VDE100 mit mindestens 80 Stunden beschult...
    Und den hatte ich:)

    Korrigiert mich, wenn ihrs besser wisst...

    p.s.: Bin Schlosser - spielen gehört zum Geschäft und sind letztlich auch nur elektronen:)
     
  10. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Soweit ich weiß, muss zum Abschluss der Mechatronikausbildung, wenn man nicht schon elektriker war, eine kostenpflichtige Prüfung für die Berechtigung zum Umgang mit Niederspannung bei der entsprechenden Kammer abgelegt werden.
     
  11. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Redest du vom Facharbeiter Mechatroniker oder vom Techniker Fachrichtung Mechatronik ?

    Was soll das denn für eine Prüfung sein ? Bei der Abschlussprüfung zum Mechatroniker (Facharbeiter) macht man eine Inbetriebnahme des "Prüfungsstücks" und da sind welche vom Prüfungsausschuss mit dabei, welcher halt zur Industrie- u. Handwerkskammer gehört. Meinst du das ? Die Kosten trägt natürlich der Ausbildungsbetrieb, wäre ja unsozial Prüfungskosten den armen Azubis noch auf die Nase zu binden.

    Aber was ist nun wenn ein "reiner Metaller" einen Techniker Fachrichtung Mechatronik macht und als Abschlussprüfung ein Projekt hat, wo er natürlich auch Elektrotechnik mit rein bringt. Praktisch dürfte er am E-Technik Teil garnichts aleine machen, nur die Planung, also den theoretischen Teil, aber das wäre doch wieder völlig in Ordnung für den Techniker. Ob er was praktisch macht oder nicht ist doch egal.

    MfG
     
  12. AW: Industriemechaniker und Techniker Mechatronik???

    Moment. Bei euch nimmt der Prüfungsausschuss das Lehrstück ab?:eek:
    Bei uns nehmen die nur die Doku, blättern die hübschen Seiten der Präsentation durch, die wir Facharbeiter (Schlosser und E-fuzzis) alle in den letzten Wochen ausführlich Korrektur gelesen haben:oops:, und die werden dann benotet. Das Prüfungsstück interessiert kein Sch...
    Obs funktioniert hat und wie es in der Anlage lustlos rumhängt schon erst recht nicht.:cry:

    Kein Wunder dass da nur 1er und 2en rauskommen.
    :rolleyes:
    Deswegen nehm ich als Facharbeiter mit 15 Jahren Berufserfahrung im Metallbereich keinen frisch ausgebildeten Mechatroniker ernst wenn er erzählt er hatte ne 1 in der Prüfung und weis dann nicht mal für was die schwarze Ader in nem Sensorkabel gut ist....

    Sorry - ist traurig o_O , aber wahr. Hoffe die kommen irgendwann dahinter dass es früher doch nicht so blöd war Metall und Elektro separat zu schulen.


    Stunni

    p.s.: Meine E-Kollegen schütteln genauso ungläubig den Kopf wie wir Schlosser :(
     
  13. AW: Industriemechaniker und Techniker Mechatronik???


    In der Berufsschule hieß es oft dass die Doku sehr wichtig sei. Aber ich sag mal so, für die Doku zum Prüfungsstück, mit dem man zur Prüfung geht, kann man sich echt alle Zeit der Welt nehmen. Aber für die Doku die für die Erweiterung ist, also das was unter Aufsicht gebaut wird, die wirkliche praktische Prüfung, ist nur eine begrenzte Zeit (20h) vorhanden. Die hat man auch nur denn wir bekamen die Aufgabenstellung am ersten Tag der Prüfung. Das die Zeit nicht ausreichte um "nebenbei mal eben so" die alte Doku zu erweitern,sahen die Prüfer ein, daher konnten wir es Abends zu Hause machen, aber da war für große gegenseitige Absprachen und Kontrollen keine Zeit.
    Der Prüfungsausschuss hat die Doku durchgeblättert, eine Note hab ich dafür offiziel überhaupt nicht bekommen. Im Fachgespräch meinte mal ein Prüfer so nebenbei zu mir das meine Doku nicht so toll wäre (keine Details) - na und ? - hatte eh keinen Einfluss. Aber schön das wir uns so wegen der Doku verrückt gemacht haben.
    Die Prüfung war kein betrieblicher Auftrag, sondern echt vielmehr ein Lehrstück, die Aufgabenstellung/Vorbereitungsbögen kamen von der PAL.
    Wenn es einer sehen will, dann kann ich gerne mal die Ergebnismitteilung der IHK einscannen. Da steht nix von Dokumentation !

    Ich bin fest davon überzeugt das es zwei Sorten Mechatroniker gibt, die einen die es können und welche denen die Chance gegeben wurde sich da durch zu mogeln und diese auch zu ihrem Nachteil ausgenutzt haben.

    MfG
     
  14. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Ist ja alles ganz interessant was ihr hier diskutiert, aber soweit ich weiß und was wohl am wichtigsten ist, darfst du als Industriemechaniker Geräte- und Feinwerktechnik überhaupt keinen Mechatronik-Techniker machen. Da wirst du nur zu Maschinenbau zugelassen da du zum jeweiligen Techniker immer eine einschlägige Ausbildung benötigst, ein Bäcker darf ja auch nicht einfach seinen Maschinenbau-Techniker machen ohne Maschinenbau-Ausbildung.
     
  15. AW: Industreimechaniker und Techniker Mechatronik???

    Hallo,

    das ist falsch !

    Wenn man so wie ich Mechatroniker ist, kann man fast jeden beliebigen Techniker machen, Masch.-Bau, Elektro, Informatik, mit Tricks auch HLK oder Holz ...
    Aber wenn man einen Beruf aus diesen Sparten hat, dann kann man auch den Mechatronik-Techniker machen.
    Der Mechatronik-Techniker hat die längste Liste, was die einschlägigen Berufe angeht.

    MfG
     
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