Induktion von rostfreiem Stahl

Hallo zusammen,

hab nun schon eine Weile Informationen im Internet zum Thema Induktion gesucht. Aber hab nicht gefunden welche Werkstoffe durch Induktion erwärmt werden können...

Weiß jemand von euch ob der rostfreie Stahl 1.4435 durch Induktion erwärmt werden kann?

Gruß marc85
 
AW: Induktion von rostfreiem Stahl

Das liegt schwer an der grenze....

Dein gefragter Stahl ist ein "X2CrNiMo18-14-3"
Somit hat der nur einen Kohlenstoffgehalt von 0,2%.

In meiner Ausbildung wurde gesagt das Stähle ab 0,2% härtbar sind....
lt. meinem Ausbilder in der Technikerschule ab 0,22%.

Also Persönlich würde ich einen anderen Stahl wählen mit einem etwas höheren C Gehalt.
 
AW: Induktion von rostfreiem Stahl

Hallo marc85;

der rostfreie Stahl 1.4435 ist ein Austenitischer Stahl. Dieser Stahl ist nicht magnetisch. Diesen Stahl kannst du durch Induktion erwärmen aber nicht härten da er umwandlungsfrei ist.

Grüße @all, Avus
 
AW: Induktion von rostfreiem Stahl

Dankeschön für die bisherigen Antworten.

Möchte den Stahl auch nicht härten.

Es handelt sich dabei um einen Stab aus 1.4435 und eine Kunstoffisolation um den Stab herum. Sollte die Isolation jedoch auf ca 250°C erwärmen.
Hab gedacht das geht am schnellsten wenn ich den Stab durch Induktion erhitzen Könnte...

Meint ihr ich kann den 1.4435-Stab durch Induktion auch durch die Kunststoffisolation auf bis zu 300°C erhitzen?

Gruß marc85
 
Hallo zusammen,
ich bin zufällig auf den Thread gestoßen, aber vielleicht kann ich einige Informationen beisteuern, da ich mich zur Zeit beruflich mit der Thematik beschäftige. Eine gute Zusammenstellung der physikalischen Zusammenhänge findet man im Grundlagenteil auf http://www.eltatech.de/elektromagnetische-induktion/
Ferromagnetische Metalle haben zwar einen besonders guten elektrischen Wirkungsgrad, aber grundsätzlich lassen sich alle Materialien, die elektrisch leitend sind induktiv erwärmen. Zu beachten ist die Wahl der richtigen Frequenz, damit das Bauteil einer bestimmten Geometrie gut ankoppelt. Die höchste Volumenleistungsdichte erreicht man bei der Frequenz, bei der die Eindringtiefe etwa 3,5 mal kleiner als die Dicke des Bauteils ist.
Es gibt auch solche Materialien wie hier beworben: http://fluxtrol.com/, die zwar elektrisch nicht leitend sind, aber eine hohe Permeabilität besitzen. Diese leiten zwar den magnetischen Fluss, es enstehen aber im Idealfall keine Wirbelströme und somit keine joulschen Verluste.
Isolatoren wirken im Nieder- und Mittelfrequenzbereich transparent für das elektromagnetische Feld. Sie schwächen das Feld zwar nicht direkt ab, aber falls im Extremfall eine Isolierung sehr Dick ist, erhöht sich der Koppelspalt und somit der magnetische Widerstand, was dazu führt, dass die Feldlinien, die das elektrisch leitende Material erreichen schwächer sind und sich die induzierte Stromdichte verringert.

Hoffe ich konnte etwas Hilfestellung geben.
 
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