In LED-Leuchtmittel investieren – Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Berufsleben und Gehalt" wurde erstellt von brav, 14 Juni 2018.

  1. Hallo! Ich bin Einsteiger in dem Bereich, schon ein bisschen was gespart, arbeite Vollzeit und bin beim Überlegen, außer dem Sparbuch, welche Optionen es noch gibt. Hab schon mal gehört, dass man eben LED-Anlagen für die Industrie kaufen kann und diese dann vermietet werden. Hat wer ähnliche Erfahrungen mit Direktinvestitionen und Direkt-Investment-Programmen und kann mir welche Tipps geben, wie man Investor werden kann?
     
  2. Man sollte generell niemals in Dinge investieren, von denen man keinen blassen Schimmer hat...
     
  3. Hm, ich weiß zwar, was Licht emittierende Dioden sind, verstehe aber sonst von Deinem Ansinnen nur "Bahnhof" - und Du wahrscheinlich auch...
     
  4. Wenn Du Geld übrig hast, dann kaufe Dir etwas Schönes.
    Jegliche Anlagen, die mehr als nur den Inflationsausgleich an Ertrag versprechen haben eines gemeinsam: Früher oder später ist die investierte Kohle nicht weg, sondern nur bei einem anderen ...
    Wenn eine große Firma von einem Hanswurst Finanzierung zieht, würde ich mal extrem gründlich darüber nachdenken, weshalb sie das tut. Meist ist das Kreditlimit bei Banken und Leasinggesellschaften bereits bis über die Rote Linie hinweg ausgeschöpft. Also die Leute, die wirklich Ahnung haben, sind schon nicht mehr bereit, dem Kranken noch Blut zu spenden.
    Dann kommt noch die Situation, dass eine Firma meist einige spezialisierte Fachanwälte beschäftigt, die den Vertrag so entwerfen, dass der "Investor" praktisch keine rechtlich realisierbaren Möglichkeiten hat, selbst wenn der Laden nicht den Bach runter geht, die aber einfach nicht mehr bezahlen wollen.
    Du kannst ja dann versuchen, in dem Laden "Deine" Funzeln abzuschrauben ...
     
  5. LED-Beleuchtung kann erhellend wirken ;)
     
  6. Hallo! Ich recherchiere einfach, welche Möglichkeiten es gibt. Deshalb wollte ich mal auch hier fragen, falls wer schon welche Erfahrungen damit gemacht hat.

    @pleindespoir : Hast du selber Erfahrung in dem Bereich?
     
  7. Selbst, wenn er keine Erfahrung damit hat...der "gesunde Menschenverstand" sagt uns: " Lass die Finger weg!"
    Wenn du "Spielgeld" wirklich übrig hast, kannst du es auf die Spielbank tragen, oder damit spekulieren....

    JM2C
     
  8. Ich muss zugeben, dass ich mit lukrativen Geldanlagen bisher nur wenig Erfahrung gemacht habe.
    Allerdings genügt mir die Erfahrung eines meiner direkten Verwandten, der mich durch überaus geschickte Anlagestrategien um mein wohlverdientes Erbe gebracht hat. Eines dieser Projekte endete in einem Rechtsstreit, der etwas über 400 Seiten Prozeßakten und den Totalverlust des Anlagebetrages erzeugt hat.
     
  9. Du kannst gerne rechercherien. Erfahrungen mit der Geldanlage ist immer so eine Sache, denn es ist in den meisten Fällen Glückssache. Ich kenne Leute, die haben vor 25 Jahren eine Aktie gekauft, die sich verzigfacht hat. Und ich kenne Leute, haben vor 15 Jahren Commerzbank gekauft und 95% verloren...

    Eine Grundregel ist aber:
    Investiere nur, wenn du das Produkt bzw. den Vertrag zu 100% verstehst und dich zumindest grundlegend mit der Branche auskennst. Wenn du keinen Schimmer hast, was für Anlagen da vermietet werden sollen und ob da überhaupt Nachfrage besteht, sie hoch die Margen sind usw. Dann lass es...
     
  10. Falsch! - Für denjenigen, der das Geld von den Anlegern einsammelt, ist das immer eine Glückssache.
     
  11. Sehe ich generell auch so, ist ein guter, differenzierter Ansatz in meinen Augen und das hilft bei den meisten Themen sowieso. Wenn man Investor werden will, wirft man ja nicht prinzipiell Geld aus dem Fenster - wobei ich pleindespoirs kritischen Ansatz aufgrund seiner eigenen Erfahrungen schon verstehen kann. Man sollte halt immer genau aufpassen, worin man sich da potentiell einkauft, ob es sich dabei um eine Anleihe, Aktie oder völlig Anderes handelt, wie die Bilanz ausschaut, ob es Ratings gibt, usw.

    In dem konkreten Bereich habe ich selbst auch noch nichts investiert (obwohl ich schon Erfahrungen mit Anleihen und den ähnlichen Direktinvestments habe) aber gibt schon mehrere Anbieter generell für spezialisiertere LED-Lösungen. Potentiell könntest du dir u.a. die Deutsche Lichtmiete Invest ansehen aber wie bereits oben gesagt, genaue Einsicht aller vorhandenen Informationen ist essentiell, vor allem sofern du dich damit zuvor noch nicht beschäftigt haben solltest. Sowohl Geschäftsmodell als auch Sicherheiten zu verstehen ist entscheidend bei jeder finanziellen Entscheidung der Art. Bin ja ein goßer Freund von Diversifikation und man sollte immer realistische Renditen erwarten.
     
  12. Die "klassischen" Angebote, die durch die Banken vertrieben werden, sind schon riskant genug.
    Mit einer privatwirtschaftlichen Investition verlässt man den geschützten Bereich der kontrollierten Finanzwirtschaft und begibt sich in ein juristisches Haifischbecken.
    Mit buchhalterischen Spitzfindigkeiten sorgen Wertberichtigungen und Abschreibungen für das Verdampfen des eingezahlten Kapitals.
    Mir fällt grade ein, dass ich vor einigen Jahrzehnten auch mal in so einem Club Mitglied war (habe ich ziemlich gut verdrängt). Ich habe dann auf Einsichtnahme in die Buchhaltung geklagt, um anschließend einen Schrieb zu bekommen , der kaum mehr enthielt als etwa:
    Einlagen der Gesellschafter: 10 Mio
    Personalkosten 5 Mio.
    sonstige Betriebskosten 5 Mio.

    Jetzt hätte ich nochmal klagen müssen, wie sich diese Kosten genau aufteilen ...
    In der ersten Instanz war das Gericht der Meinung, als Bilanzbericht würde das ausreichen.
    Das alles bringt aber die eingezahlten Beträge nicht mehr zurück - bestenfalls den Geschäftsführer vor Gericht, was aber noch lange nicht heißt, dass der dann auch zu irgendwas verurteilt wird.
    Die von mir informierte Presse sah auch kein besondes Interesse der Leserschaft, vor einer Bankrottsgesellschaft zu warnen, die ohnehin schon pleite war und der nur etwa tausend Vollidioten auf den Leim gegangen sind.

    PS:
    Es handelte sich übrigens um eine Unternehmung, die mit genau diesen technischen Produkten handelte, mit denen ich damals gearbeitet habe - also sehr genau wusste, was da technisch geht.
     
  13. Bloss weil man bei BMW in der Motorenentwicklung arbeitet, ist man eben noch kein Experte für die Wertentwicklung der BMW-Aktie...

    Es geht bei solche Investments nicht darum, was technisch geht und was nicht. Es geht darum, wie sich das Produkt am Markt behauptet. Und da kann es immer Überraschungen geben, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung...
     
  14. Meine Rede - es ist egal, ob man sich auskennt oder nicht - abgelinkt wird man trotzdem.
    Aus vergangenen Ergebnissen die Zukunft zu prophezeihen ist zwar sehr üblich, aber genauso haltlos, wie die kommenden Lottozahlen anhand der Auswertung der bisher gezogenen berechnen zu wollen.

    Selbst wenn man das kriminelle Potential der Wirtschafter fatalerweise ignoriert, gibt es noch immer genügend Risiken, die aus Politik und Mangement erwachsen, um auch solide erscheinende Großkonzerne in den Abgrund zu reißen.

    "too big to fail" hört sich zwar gut an, stimmt aber nie. Eine große Leiche braucht nur länger zum Verwesen ...
     
  15. Naja du hast da eine sehr verbissene Sichtweise auf diese Thematik. Wenn ich mit Fahrrad einmal auf die Nase falle und anschließend statt wieder aufzusteigen, nur noch auf das gefährliche Teufelswerkzeug schimpfe und allen davon abrate jemals Fahrrad zu fahren... Dann werde ich natürlich nie Rad fahren können...

    Ich hab auch schon mehrere Aktien total in den Sand gesetzt, bis hin zum Totalverlust von Knock-Out-Puts und Calls... Mei das gehört dazu. Seitdem investiere ich nicht mehr aggressiv, weil aggressives Investment eine sehr engmaschige und damit zeitraubende Beobachtung des Marktes bedeutet und man sich intensiv damit befassen muss. Die Zeit hatte und habe ich einfach nicht. Das heißt aber nicht, dass Aktien und Optionenhandel für den Privatanleger immer und überall in die Hose geht. Nicht wenige Zeitgenossen verdienen da richtig Geld...

    Im übrigen war mit "Verstehen was man tut" tatsächlich nicht gemeint, dass man die Produkte, die ein Unternehmen herstellt technisch im Detail versteht. Es geht vielmehr darum den jeweiligen Markt zu verstehen und die Gründe warum eine Aktie steigt/fällt oder ein Produkt am Markt ankommt und Geld verdient oder eben nicht. Jede Branche hat da ihre eigenen Regeln und die muss man kennen... Biotechnologie zum Beispiel folgt völlig anderen Marktimpulsen als die Auto- oder Solarindustrie...

    Darum macht es auch keinen Sinn wild durcheinander alle Branchen zu mischen, denn alles kann man weder verstehen noch überblicken...

    Und wer sich gar keine Gedanken machen will, der baut ein Haus. Da kann man sein Geld über viele, viele Jahre zuverlässig drin versenken und hat für andere Investments eh nix mehr über :D
     
    Hummingway gefällt das.
  16. Das beschränkt sich allerdings oft auf ein gutes Gefühl, wenn die Anleger in ihrem Bekanntenkreis prahlen : "Wenn ich jetzt verkaufen würde, dann hätte ich xxx verdient - das sind über y-hundert Prozent !"
    Tatsächlich wird aber nicht verkauft, sondern behalten, weil man ja nicht aussteigen will, solange die Anlage noch klar im Steigen begriffen ist. Wenn die Papierfetzen* dann irgendwann wertlos geworden sind, wird gesagt:" ich behalte die bis die wieder steigen".

    *früher konnte man sich damit wenigstens noch den Allerwertesten abwischen - heutzutage schwirrt das Vermögen als abstrakter Binärcode in irgendwelchen Servern rum.

    Genau ! Und wenn die Hütte zusammenbricht, bekommt man es wenigstens als Erster mit!
     
  17. Nur weil du dusselig bist, um an den Finanzmärkten zu Geld zu kommen, muss das nicht für alle anderen auch gelten...

    Damit endet dann auch unsere Debatte hier, denn das einzig sinnvolle Investement scheint für dich die Flasche Whisky zu sein, die du leerst bevor du hier gegen alles und jeden loswetterst...
     
  18. ... wie ein halbwegs gebildeter Mensch zu argumentieren, musst Du mich nicht wieder beleidigen.
     
  19. Danke für die Tipps. Es ist klar, dass manche schlechte, andere gute Erfahrungen haben. Wie gesagt, lese ich mich zur Zeit nur ein und sehe, welche Möglichkeiten es gibt und worauf man generell achten soll. Und man lernt ja am besten, wenn man Erfahrungen gemacht hat, dazu zählen auch schlechte Erfahrungen.
    @Hummingway , von dem Unternehmen habe ich schon mal gehört, wusste aber nicht, dass man da als Investor am Prozess teilnehmen kann. Ich schaue mir das näher an.
     
  20. Damit macht man sich besonders bei den anderen Investoren Freunde.

    Die anderen Kollegen rufe ich zur Ordnung!
     

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