Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Hallo zusammen!:D
Ich bin heute das erste mal hier.8)
Durch die Google -Wörter TVÖD und Techniker bin ich hier gelandet!
Das Forum gefällt mir sehr gut. Übrigens bin ich fündig geworden und es bestätigt größtenteils meine Zukunftspläne sich umzusehen bzw. umzuorientieren.
Ach so, warum suchte ich eigentlich.
Da ich bereits 6 Jahre bei einer Kommune als Bautechniker beschäftigt bin, interessiere ich mich brennend warum ein Techniker soviel weniger verdient als ein Dipl.-Ing. Bau oder Architektur. Meine Kollegen sind alle Dipl. Ing. und machen die selbe Arbeit nicht besser oder gar schneller als ich. Bei einer neuen Stellenausschreibung (TVÖD 10) hat man mich aufgrund eines geforderten Diploms im Vorfeld ausselektiert. Früher wurden auch mal Dipl.- Ing. oder Techniker gesucht. Aber Arbeitgeber bekommen aufgrund der Arbeitsmarktsituation heute auch günstig Ing.
Was kann ich tun.
Ich bin 46 Jahre alt. Techniker bin ich seit 93 -4 Semester Vollzeit Studium beim Berufskolleg in Essen.;)
Nach einigen Berufsjahren in der freien Wirtschaft (kleine Ing.- Büros) bin ich nun (6 J.) im öffentl. –Dienst. Angefangen mit BAT 5c!
Nach Umstellung von BAT in TVÖD habe ich aufgrund meiner Jahre die Endstufe in Gruppe 8 erreicht. Kollegen (Ing.) sind in TVÖD 11 bis 13 eingruppiert. OK, die haben richtig studiert. Aber dennoch finde ich die Differenz enorm und nicht gerechtfertigt.
Man sagte mir, ich habe hier nur geringe Chancen überhaupt mehr zu bekommen.:(

Meine Zukunftspläne sehen nun so aus.:rolleyes:
Ich würde gerne einen Sachverständigenlehrgang für Schäden am Gebäude besuchen und ggf. Anfangs im Nebenjob als SV tätig werden. Ich habe schon mal für SV bei der Erstellung von Gutachten mitgearbeitet bzw. zugearbeitet. Die Aufgabe ist sehr interessant.
Meine jetzige Arbeit hat auch überwiegend mit Analyse von Gebäudeschäden und Instandhaltung zu tun.

Hat von Euch jemand Erfahrung mit einem Sachverständigenlehrgang gemacht?

Hat ein Techniker in NRW auch Möglichkeiten als SV anerkannt und zugelassen zu werden?

Die Internetseiten von Instituten die SV Lehrgänge mit Zertifikat anbieten schreiben auch von Möglichkeit für staatl. gepr. Techniker. Aber...ist es auch wirklich so?

Danke im voraus für Eure Antworten und Meinungen.

Viele Grüße
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

hallo.

also die unterschiede bei der einstufung sind ganz klar:

der techniker besucht eine fach - berufsschule, der ing. studiert an FH oder UNI.

die Technikerschule dauert 4 semester, ing studium in der regel an fh 8 semester, an tu 10 semester. obwohl die wenigsten in regelzeit fertig werden.

lg tero
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

naja, das studium rechtfertigt vielleicht eine hohe einstufung des ing.
aber es rechtfertigt nicht die niedrige einstufung des technikers.

ing. hat studium
techniker hat 3,5jahre ausbildung + mehrere Jahre berufserfahrung + 2Jahre technikerschule

zum vergleich:
ein fachlehrer an der berufsschule (bayern) hat ausbildung + meister/techniker + 1Jahr fachakademie und bekommt dafür stufe 10-11 mit option auf 12. (oder war es noch eines höher?)

ein meister in der JVA hat ausbildung + meister/techniker + 2(?) Jahre Schule für JV-Dienst und wird auf 7 eingestuft.

die verteilung der einstufungen erscheint mir doch etwas wahllos... :cry:
 
T

Thomas1308

Gast
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Hallo,

zur Eingliederung nach TVÖD:
Die Eingliederung des Bautechnikers oder Technikers allgemein hinsichtlich Vergütung im TVÖD ist sicher schwer nachzuvollziehen. Unabhängig von der Leistung oder dem leistbaren des Einzelnen wird man schon wegen des Tarifsystems in eine "Schublade" eingeordnet. Das heißt, selbst wenn man gleichwertiges tätigt, muss man nicht gleichwertig bezahlt werden. :) Man sollte auch immer beachten, dass der (Bau-)Ingenieur umfassender ausgebildet wurde und somit (im Allgemeinen) in der Lage ist schwierigere Aufgaben zu lösen. Aber selbst wenn sich eure Tätigkeiten sich kaum unterscheiden, er hat einen Schein, der ihm mehr ermöglicht in diesem Land. :)
Selbst ein Ing. ist meiner Meinung nach im TVÖD anfangs (in EG 10/11) unterbezahlt.

Ich wurde in einem Bewerbungsverfahren ebenfalls ausselektiert, da der besagte "Schein" eben gefehlt hat. Das ist in diesem Land nunmal so.

zum Sachverständigen:
Von der Sache her kann sich jeder als freier Sachverständiger bezeichnen, wenn er entsprechende "überdurchschnittliche" Kenntnisse und eine entsprechende fachliche Ausbildung (u.a Sachverständigen-Seminar) vorweisen kann. Wichtig ist nur, dass das Ganze nicht irreführend ist. Das heißt also, man muss schon was im Bauwesen gelernt haben, um Sachverständiger im Bereich Bau zu sein. Eine besondere Anerkennung oder Zulassung wäre nur als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger (z.B. IHK) erforderlich. Hier sind die Bestellungsvoraussetzungen im Baubereich laut IfS allerdings an ein (Fach-)Hochschulstudium gekoppelt. Mir sind allerdings auch Tischlermeister bekannt, die einer solchenTätigkeit nachgehen.

Da du aus NRW bist, empfehle ich dir die SachverständigenAkademie Aachen:
http://www.saaweiterbildung.de/html/bausachverstaendiger_werden__.html
Die bieten dir das Ganze auch als "Fernstudiengang", falls du den Arbeitsplatz nicht für längere Zeit verlassen kannst.


Gruß
Thomas
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Hallo,
da mein zukünftiger AG von mir wissen will, was ich nach dem Techniker mache, wurde mir heute bei XING im Brandschutzforum folgendes empfohlen:
http://www.tas-kl.de/
-> Studiengänge
Ist wie beim DAA auch ein Fernstudium mit Präsenzveranstaltungen und kann als Master of Engineer abgeschlossen werden.
Wenn mein AG sich finanziell beteiligt, werde ich das nach dem Techniker sicherlich in Angriff nehmen (Brandschutzsachverständiger). 10.400 Euro (2.600 Euro pro Semester) in 2 Jahren ist ja nicht ohne.
Was haltet ihr davon?
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Ja natürlich, aber die Berufserfahrung bringe ich mit und von daher denke ich, dass es möglich ist, dieses Studium zu absolvieren.
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Ja natürlich, aber die Berufserfahrung bringe ich mit und von daher denke ich, dass es möglich ist, dieses Studium zu absolvieren.

Ich kann mir nur nicht ganz vorstellen, wie man ohne vorheriges Studium einen Master in 2 Jahren machen kann, Berufserfahrung und Fachhochschulreife hin oder her. Ein Diplomer studiert mindestens 6 Jahre auf den Master der "Bätscheler" ein Jahr weniger und der Techniker soll es mit Berufserfahrung in 2 Jahren machen? Falls du dir bezüglich Zulassung ohne abgeschlossenes Hochschulstudium vielleicht schon weitere Informationen eingeholt hast, lass uns bitte dran teilhaben.
 
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Also Du verunsicherst mich jetzt scho a bissl ;-)
Nein, ich habe jetzt mal eine konkrete Anfrage auf meinen Fall an die FH Kaiserslautern gestellt.
Ich warte jetzt auf ihre Antwort und werde Euch sie natürlich umgehend mitteilen!
Schönes WE und viele Grüße
Cheese
 
T

Thomas1308

Gast
AW: Ich will Sachverständiger (Bau) werden!

Hallo zusammen,

in Rheinland-Pfalz besteht die die Möglichkeit für "beruflich qualifizierte Personen" über einen weiterbildenden Studiengang den Abschluss als Master in zwei Jahren zu absolvieren. Hierbei kann die erforderliche Eignung im Beruf erworben sein, wenn ein erster Hochschulabschluss fehlt. Diese Qualifikation ersetzt dann den ersten Hochschulabschluss. Die Gleichwertigkeit der eigenen Qualifikation zu einem abgeschlossenen grundständigen Studium ist durch eine Eignungsprüfung festzustellen. Des Weiteren gelten fogende Rahmenbedingungen:
- Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife erforderlich
- berufliche Tätigkeit von mind. 5 Jahren, die einen wesentlichen Zusammenhang mit dem gewählten Studiengang hat und die Kenntnisse sowie Fähigkeiten vermittelt hat, die dem Studiengang förderlich sind

Die von cheese genannte Technische Akademie Südwest (TAS) ist eine Institition in Trägerschaft der FH Kaiserslautern u. der UNI Kaiserslautern. Durch diese werden entsprechende verschiedene Studiengänge angeboten, welche hinsichtlich der Prüfung von der FH Kaiserslautern durchgeführt werden.

Mit diesem Modell nimmt das Bundesland Rheinland-Pfalz (nach meinem Kenntnisstand) eine Sonderstellung ein.

Ich möchte zusätzlich noch darauf hinweisen, dass mir keine Studiengänge mit dem Schwerpunkt Konstruktiver Ingenieurbau u. dgl. bekannt sind. Der von mir beschriebene Weg vermittlet akademische Abschlüsse in speziellen Bereichen (Brandschutz, Bauschäden etc.).

Gruß
Thomas
 
Hallo "Experte",
ich bin Geschäftsführer der Sachverständigen Akademie Aachen und bin wärend der Entwicklung eines FAQs auf Deinen Forenbeitrag gestoßen.

Ich möchte Dir eine kurze Übersicht zur Fortbildung zum Sachverständigen geben:

Geeignet für Fachbereiche:
Schäden an Gebäuden / Schall- & Wärmeschutz / Feuchte- & Schimmelpilzschäden sowie den Brandschutz sind:
  • Akademiker (Bauingenieure, Architekten, Holzbauinenieure oder Ingenieure aus anderen relevanten Fachgebieten)
  • Techniker oder Meister (mit baurelevanter Berufsrichtung), wie z.B.: Dachdecker, Maurer, Maler & Lackierer, Bautechniker, Bauzeichner, Elektroinstallateure, Elektrotechniker, Fliesenleger, Glaser, und alle weiteren Berufe des Bauhauptgewerbes
  • Gesellen (mit baurelevanter Berufsrichtung) mit mindestens 5 Jahren baufachpraktischer Berufserfahrung
Geeignet für den Fachbereich:
Immobilienbewertung sind:
  • Akademiker (Bauingenieure, Architekten, Geodäten, Vermessungsingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Betriebswirte und alle weiteren Akademiker aus dem Baunebengewerbe oder der Wirtschaft)
  • Kaufleute aller Art (Immobilien-, Grundstücks- und Wohnungswirtschaftsleute, Bankkaufleute oder anderes Fachgebiet)
  • Immobilienmakler (mit Gewerbeerlaubnis nach § 34c) mit mindestens 5 Jahren baufachpraktischer Berufserfahrung
Also mit anderen Worten:
Ja,
auch ein Techniker ist zu gewissen Umständen zugelassen sich als Sachverständiger zertifizieren zu lassen.

Liebe Grüße,
Urs Nießen
www.sv-akademie.de
 
Servus Leute,

ich bin neu im Forum und habe eine ähnliche Absicht was den Sachverständigen angeht...

Zu mir: Ich bin 28j. alt, gelernter Maurer mit anschließender Weiterbildung zum Staat. gepr. Bautechniker (Fachrichtung Hochbau) und Ausbilder, habe danach ca. 4,5j. in einem Ing- und Architekturbüro als Techniker gearbeitet und bin jetzt seit 1j. als Techniker im öffentlichen Dienst.

Da der öffentliche Dienst ja relativ viel Freiraum für Weitebildungsmaßnahmen bietet neben dem Job , da man zeitlich ziemlich flexibel ist, wollte ich mich noch weiterbilden...Außerdem hat man als Techniker im ÖD ziemlich Schwierigkeiten höher gruppiert zu werden, Ich bin aktuell EG 9/3 nächstes Jahr 9/4.

Ich interessiere mich für die Weiterbildung bzw. Studium zum Dipl. Sachverständigen für Immobilienbewertung, das kann man an der DIA (Deutsche Immobilienakademie) in Freiburg machen, 4 Semester neben dem Beruf.
Das Gebiet interessiert mich halt stark , auch privat, da ich selber kürzlich 2 Häuser gekauft hab, welche ich vermietet hab.


Danach hatte ich geplant, mich neben meinem Hauptberuf im ÖD selbstständig im Nebenerwerb zu machen (Immobilienbewertungen und Verkehrswertgutachten) für Häuser etc. zu machen.

Nun meine Frage:
Hat da schon einer Erfahrungen mit gemacht???
bzw. lohnt sich sowas überhaupt???
(das Studium kostet nämlich ca. 8000 €.) Andererseits kostet ein Meistertitel auch locker über 10K.
Aber viel. hat man durch den Titel Dipl. Sachverständiger ja auch die Möglichkeit im ÖD eine höhere Endgeldgruppe zu erlangen.. weiß das jemand?
 
Hallo 2takter,
ein Studium ist so eine Sache. Selbstverständlich sinnvoll, aber relativ inflexibel.
Du startest mit dem Ziel des Abschlusses und hast von vorne herein eine hohe Verbindlichkeit. Wenn Du zwischendurch abbrichst, dann hast Du keinen Abschluss, kein Zertifikat. Deinen bisherigen Invest bekommst auch nicht zurück.

Das ist beim Lehrgangsprinzip der SV-Akademie deutlich anders. Man startet mit einem 6-tätigen Seminar - dem Grundlagenseminar. Hier kann man sich orientieren, auf welchen Schwerpunkt (Immobilienbewertung, Schäden an Gebäuden, etc.) man sich später spezialisieren möchte.
Der Lehrgang beinhaltet insgesamt 3 Zertifizierungsoptionen: Sachkunde - Gutachter - Sachverständiger.
Geprüft wird dabei durch den TÜV Rheinland PersCert. (Unabhängigkeit zwischen Ausbildung und Prüfung!) Da alles modular aufgebaut ist, bestehen einige Vorteile:
- Jederzeit kann auf einen weiteren Schwerpunkt verlagert oder erweitert werden
- Sollte wirklich der Lehrgang nicht zu Ende geführt werden können, hat man dennoch diverser Zertifikate in der Tasche und es war nicht alles um sonst.
- zeitlich und finanziell flexibel buchbar, da jedes Seminar einzeln gebucht werden kann und keine Gesamtbuchungsverbindlichkeit zu einem Lehrgang besteht.

Der Fairness halber muss man sagen, dass unsere Zertifizierungsangebote keine Hochschulabschlüsse darstellen, aber die Erfahrung zeigt, dass die Wertigkeit der TÜV PersCert - Zertifikate auf dem Markt sehr hoch angesiedelt ist.

Schau es Dir einfach an - Wenn Fragen bestehen, gerne anrufen oder via Email informieren:
https://www.sv-akademie.de/lehrgangsuebersicht.html

MfG
U. Nießen
 
Hallo zusammen!:D
Ich bin heute das erste mal hier.8)
Durch die Google -Wörter TVÖD und Techniker bin ich hier gelandet!
Das Forum gefällt mir sehr gut. Übrigens bin ich fündig geworden und es bestätigt größtenteils meine Zukunftspläne sich umzusehen bzw. umzuorientieren.
Ach so, warum suchte ich eigentlich.
Da ich bereits 6 Jahre bei einer Kommune als Bautechniker beschäftigt bin, interessiere ich mich brennend warum ein Techniker soviel weniger verdient als ein Dipl.-Ing. Bau oder Architektur. Meine Kollegen sind alle Dipl. Ing. und machen die selbe Arbeit nicht besser oder gar schneller als ich. Bei einer neuen Stellenausschreibung (TVÖD 10) hat man mich aufgrund eines geforderten Diploms im Vorfeld ausselektiert. Früher wurden auch mal Dipl.- Ing. oder Techniker gesucht. Aber Arbeitgeber bekommen aufgrund der Arbeitsmarktsituation heute auch günstig Ing.
Was kann ich tun.
Ich bin 46 Jahre alt. Techniker bin ich seit 93 -4 Semester Vollzeit Studium beim Berufskolleg in Essen.;)
Nach einigen Berufsjahren in der freien Wirtschaft (kleine Ing.- Büros) bin ich nun (6 J.) im öffentl. –Dienst. Angefangen mit BAT 5c!
Nach Umstellung von BAT in TVÖD habe ich aufgrund meiner Jahre die Endstufe in Gruppe 8 erreicht. Kollegen (Ing.) sind in TVÖD 11 bis 13 eingruppiert. OK, die haben richtig studiert. Aber dennoch finde ich die Differenz enorm und nicht gerechtfertigt.
Man sagte mir, ich habe hier nur geringe Chancen überhaupt mehr zu bekommen.:(

Meine Zukunftspläne sehen nun so aus.:rolleyes:
Ich würde gerne einen Sachverständigenlehrgang für Schäden am Gebäude besuchen und ggf. Anfangs im Nebenjob als SV tätig werden. Ich habe schon mal für SV bei der Erstellung von Gutachten mitgearbeitet bzw. zugearbeitet. Die Aufgabe ist sehr interessant.
Meine jetzige Arbeit hat auch überwiegend mit Analyse von Gebäudeschäden und Instandhaltung zu tun.

Hat von Euch jemand Erfahrung mit einem Sachverständigenlehrgang gemacht?

Hat ein Techniker in NRW auch Möglichkeiten als SV anerkannt und zugelassen zu werden?

Die Internetseiten von Instituten die SV Lehrgänge mit Zertifikat anbieten schreiben auch von Möglichkeit für staatl. gepr. Techniker. Aber...ist es auch wirklich so?

Danke im voraus für Eure Antworten und Meinungen.

Viele Grüße
Hi,
was heißt denn für dich "anerkannt"? Strebst Du eine öffentliche Bestellung an oder würdest Du eher als freier Sachverständiger tätig werden wollen?

In beiden Fällen ist eine baufachlich fundierte Vorbildung notwendig. Darunter fallen formaljuristisch natürlich auch die staatlich geprüften Bautechniker.

Eine öffentliche Bestellung ist keine Ausbildung. Es ist ein Antrag bei der für dich zuständigen Kammer und die Vereidigung erfolgt durch ein Gericht dann, wenn für einen Fachbereich Bedarf für einen öbuv SV in dieser Region besteht.

Eigentlich empfehle ich immer, sich zunächst als freier Sachverständiger niederzulassen, Erfahrungen zu sammeln und dann irgendwann, so gewollt, die öffentliche Bestellung zu beantragen.

Dazu gibt es hier einen ganz guten Artikel:

Dabei gibt es kein Entweder-Oder.
Auch ist es Blödsinn, wenn jemand behauptet öbuv sei etwas Wert, andere Zertifizierungen nicht. Weder eine Vereidigung noch ein Zertifikat ist schlussendlich aussagekräftig über die Qualität deiner gutachterlichen Leistungen. Aber lies den Artikel, da steht das genau drin.

Vorteile - öbuv SV:
- Gesichertes Auftragsvolumen
Nachteile:
- vergütung nach jveg (also deutlich weniger, als im Freien Markt)
- auftragsannahmepflicht (also ggf. müssen auch unattraktive Aufträge bearbeitet werden)

Vorteile - freier SV:
- übliche Honorare höher als nach jveg
- freie Auftragswahl
- derzeit sehr gute Auftragslage
Nachteile:
- übliche risiken der Selbstständigkeit

SV Lehrgänge:
Es gibt gute und schlechte Institute.
Bei der Wahl des Institutes solltest du nach der Qualität der Fortbildung gehen und nicht nach der Zertifizierung. Dekra, TÜV. Das ist schlussendlich egal. Maßgebend ist, was ein Lehrgang qualitativ vermittelt.

Vergleiche die Rezensionen der Institute bei Google und Facebook. Lies dabei auch zwischen den Zeilen. Also schau dir vor allem die schlechten Rezensionen an.
Schau dir die Qualität der Websites an. Sind Inhalte und Strukturen transparent und schlüssig einsehbar?
Wie sind die Lehrgänge aufgebaut?
Gibt es Zwischenprüfungen wo du auch mal Feedback über deine Qualität Gutachten zu schreiben erhälst. Schau dir die Dauer der Fortbildung an. Gutachter wird man nicht in einer Woche.
Mach es ganz oder garnicht.
Das ist meine Empfehlung.

Ich habe es hier gemacht:
sv-akademie.de
war sehr zufrieden.
Aber entscheide Du :)
 
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