Ich weiß nicht mehr weiter

Servus,

ich bin 27 Jahre alt und sammle seit knapp 2 Jahren erste Berufserfahrungen als Zerspanungsmechaniker (Drehen/Schleifen) im 3-Schicht-Betrieb bei einem bekannten Wälzlager Hersteller.

Mein Bildungsweg in chronologischer Reihenfolge:
- Abitur "ausreichend"
- abgebrochenes Medizitechnik Studium
- abgeschlossene Berufsausbildung zum Werkzeugmechaniker (Formentechnik)
- abgebrochenes Realschullehramt Studium

Ja das klingt alles nicht so rosig... ich wollte nach meiner Ausbildung nie wieder in den technischen Bereich gehen und habe mich deshalb für ein Studium entschieden um Englisch/Geographie Lehrer zu werden. Mangels Motivation und Disziplin hat auch dieser Anlauf für einen Neuanfang nicht geklappt. Nun endete ich doch als Facharbeiter (im Nachhinein war die Ausbildung deshalb goldwert).

Ich merke aber wieder, dass ich absolut unzufrieden bin und mich mein Job nicht erfüllt. Jetzt stelle ich mir die Frage ob ich es nicht nochmal versuchen soll... Diesmal mit einer Weiterbildung zum Techniker oder Technischer Fachwirt um dann den technischen Betriebswirt dranzuhängen.

Bei uns im Team haben etliche eine Weiterbildung zum Meister/Techniker gemacht, landeten aber schlussendlich doch wieder an der Maschine mit den alten Kollegen.

Habt ihr Tipps und Ratschläge für mich?

Liebe Grüße
noopy93
 
Hallo,
so wie ich das lese, hast Du 2 Moeglichkeiten. Entweder machst so weiter wie bisher, beschwerst Dich aber nicht, dass sich nix aendert oder Du aenderst etwas.
Zweiteres bedeutet aber auch, dass Du etwas an Deiner Einstellung aendern solltest, sonst laeuft es wieder auf ersteres hinaus.
Ich kann Dir nur den Tip geben, dass das Zweite schwerer ist, aber dafuer auch besser.
Persoenlich habe ich immer die zweite Moeglichkeit vorgezogen, auch wenn sie oft trotzdem wieder auf die Erste zurueckgefallen ist.
Aber nur durch Try and Error lernt man und kann auch etwas veraendern.
 
Eine Weiterqualifizierung kann deinen Marktwert auf dem Arbeitsmarkt steigern, wenn du es auch willst. Es bringt nix, einfach mal was anzufangen und dann, ach ne, lieber nicht. Das ist dann nur vertane Lebenszeit. Wenn du erstmal Familie und Haus hast, dann ist vieles schwieriger zu bewerkstelligen.
 
Hast du für dich denn schon herausgefunden weswegen dein bisheriger Werdegang so verlief wie du geschildert hast? Fehlte Dir da die Motivation, hattest du im privaten Umfeld viel Stress, wenig Zeit, Probleme?

Falls du den Techniker machen willst, wie würdest du dich vorbereiten, damit der Techniker nicht bei deiner nächsten Vorstellung auf der Liste der gescheiterten Weiterbildungen landet?

Würdest du den Techniker in Voll- oder Teilzeit machen und was erhoffst du dir konkret vom Techniker?

An sich ist eine Weiterbildung nie verkehrt, Probier aber nicht aus dich als Techniker weiterzubilden im der Hoffnung dass du dann glücklicher bist, nur weil du eine Weiterbildung mehr gemacht hast. Du musst Bock auf die Arbeit eines Technikers haben und da hilft es, Dir mal in deinem beruflichen Umfeld anzuschauen in welcher Abteilung und auf welchen Positionen man als Techniker alles arbeiten kann um wie die Arbeit dort aussieht. Sieht du die Arbeit und hast da Bock drauf, dann mach den Techniker. Wenn das keine Position ist die dich interessiert, dann hilft dir der Techniker wahrscheinlich nicht sonderlich viel um glücklicher zu werden.
 
Top