Hydraulikzylinder richtig positionieren

Dieses Thema im Forum "Konstruktion" wurde erstellt von pauel, 23 Jan. 2013.

  1. [FONT=&amp]Für einen Schwenkvorgang von 90°, der über zwei Hydraulikzylinder realisiert werden soll benötigen wir die optimalsten Anschlagpunkte der Zylinder. [/FONT]
    [FONT=&amp]Kann[/FONT][FONT=&amp] jemand uns dabei weiter helfen? [/FONT]
    jpg.jp.jpg
     
  2. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Welchen der beiden Teile willst du bei welcher Schwerkraftlage wohin bewegen?
    Welchen Hub kann der Zylinder? (Bitte ein- und ausgefahren zeichnen!)
    Wozu brauchst du 2 Zylinder?
     
  3. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Der obere Balken soll 90° nach oben in die vertikale geschwenkt werden.
    2 Zylinder weil ich 2 parallel angeordnete Schwenkarme habe.

    Danke jetzt schon mal...
     
  4. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Die Zylinder wurden noch nicht ausgewählt, da wir zuerst die optimalste Lage suchen.
     
  5. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Grundsätzlich wird das Optimum dort sein,
    wo der Zylinder bei waagrechtem Schranken (wo der die größte Last darstellt) senkrecht steht
    und bei senkrechtem (wo das Moment minimal wird) schräg steht.

    Die optimale Lage des/der Zylinder hängt von dessen/deren Hub ab (Trigionometrie)
    und davon, ob dein "Schranken" mit einem Gegengewicht ausgewogen ist.

    Du kannst ohne weiteres 2 Schrankenbäume mit einem Zylinder bewegen!
     
  6. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Hallo Pauel

    Sieh dir mal die Haupthydraulik bei einem Autokran an.
    Da kannst du davon ausgehen, dass die Sache optimiert ist.
    Die Verhältnisse kannst du im Massstab übernehmen.

    Gruß
    Rochus
     
  7. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Wenn man das allererste Segment des Autokranes betrachtet
    (das ist jenes, welches mit nur einem Gelenk mit dem Chassis verbunden ist),
    mag das ja stimmen,
    aber es zeigt sich damit plakativ, dass "Optimum" ein mehr als dehnbarer Begriff ist:
    • Will man die Betätigungskräfte optimieren (sprich minimieren),
    wird man eine zarte, jedoch sperrige Konstruktion erhalten.

    • Will man einen optimal kompakten (d.h. nirgend aus der Konstruktion herrausragenden) Antrieb,
    werden die Betätigungskräfte hohe Werte annehmen und die Konstruktion klobiger und komplexer.

    Den für den jeweiligen Fall optimalen Mittelweg legt der (gute) Konstrukteur fest;
    WIR können das nicht, weil wir die Rahmenbedingungen nicht kennen.
     
  8. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Danke für die Antworten.

    Hab selber mal ein bischen recherchiert.

    So sollte es klappen....

    Um die günstigsten Angriffspunkte zu ermitteln muss eine Berechnung der angreifenden Kräfte erfolgen, die dann auch für die Auslegung der Zylinder von Nöten ist.
    Hierzu gehören u.a. die Gewichte der beiden dargestellten Teile und deren Form (U-Profil, Rechteckprofil). Zu Berechnen sind u.a. das Massenträgheitsmoment zum Drehpunkt.

    Erst nach diesen Berechnungen kann eine Aussage getroffen werden, welchen Anschlagpunkt mal wählt. Dieser wirkt sich dann auf die Auslegung der Hydraulikzylinder aus, je nach Hebelarm.
    Wichtig ist, dass der Angriffspunkt des zu bewegenden Teils einen größeren Abstand zum Bauteil hat als zum starren, so dass im geschwenkten Zustand der Zylinder nicht parallel zu dem Schwenkarm steht.
     
  9. AW: Hydraulikzylinder richtig positionieren

    Um die günstigsten Angriffspunkte zu ermitteln muss eine Berechnung der angreifenden Kräfte erfolgen,
    die dann auch für die Auslegung der Zylinder von Nöten ist.
    Ahhhh - Sapperlott!

    Hierzu gehören u.a. die Gewichte der beiden dargestellten Teile und deren Form (U-Profil, Rechteckprofil).
    Das Gewicht des unbeweglichen Teiles ist absolut irrelevant,
    dafür wurde beim beweglichen vergessen,
    die Auswägung (das Gegengewicht) zu berücksichtigen, was hochrelevant ist.

    ... und deren Form (U-Profil, Rechteckprofil).
    Das ist völlig unnötig zur Auslegung der Hydraulik.

    Zu Berechnen sind u.a. das Massenträgheitsmoment zum Drehpunkt.
    Das ist relativ unnötig und höchstens für die Laufzeit maßgeblich.

    Erst nach diesen Berechnungen kann eine Aussage getroffen werden, welchen Anschlagpunkt mal wählt.
    Dieser wirkt sich dann auf die Auslegung der Hydraulikzylinder aus, je nach Hebelarm.
    Allerhand!

    Wichtig ist, dass der Angriffspunkt des zu bewegenden Teils einen größeren Abstand zum Bauteil hat als zum starren,
    so dass im geschwenkten Zustand der Zylinder nicht parallel zu dem Schwenkarm steht.
    Völliger Unsinn.
    Vergessen wurde jedoch, dass man die ursprünglich gewählten Punkte nach der Wahl des Hydraulikzylinders
    ggf. noch an dessen Hub bzw. Querdimensionen anpassen muss.


    DIESE Anleitung wird die Konstruktion von hydraulischen Systemen kaum wirklich erleichtern:
    Versuch mal danach deinen Schranken (oder was auch immer das werden soll) zu konstruieren!
     

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