HTL maschinenbau richtig für mich?

Hallo,

Ich würde gerne mit der HTL (abendschule) anfangen und dann die richtung Maschinenbau, so wie ich es verstanden habe ist der HTL maschinenbau Ing in Deutschland nicht mehr als eine diplomausbildung, kann mich auch irren, wäre es von vorteil oder nachteil wenn ich später z.b Fahrzeugtechnik studieren möchte, es klingt zumindest laut google extrem interessant da ich auch an prototypen mitentwickeln kann und viele uni's elektro f1 like autos bauen und damit gegeneinander antreten und Ich finde ja solche projekte extrem gut da man auch praktische erfahrung sammelt.
Zum teil sagen artikel das Maschinenbau was komplett anderes ist als Fahrzeugtechnik und andere sagen wiederum das es ein zweig von Maschinenbau ist.

Was mich auch interessieren würde, wie sieht es eigentlich mit Aufstiegschancen aus später? Bleibe ich nur ein normaler Angestellter dann oder habe ich auch die chance ins Management zu kommen bzw eine höhere position?

Meine frage ist vermutlich nicht die intelligenteste aber ich habe schon einmal den fehler gemacht und die falsche schule genommen und ich habe dadurch mehrere jahre weggeworfen und das will ich nicht noch einmal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
das klingt ja noch reichlich blauaeugig. Gut, der Arbeitsbereich und der Interessenbereich sollten schon moeglichst viel Deckung haben, aber kannst recht sicher davon ausgehen, dass 90% der Arbeit keinen Spass macht. So war es zumindest immer bei mir. Hier in Chile heisst die Arbeit in der Umgangssprache auch uebersetzt "schlagen", also "pega".
Ich nehme mal an, dass das vom geschlagen werden kommt. So wie man Esel peitscht, dass sie arbeiten.

Wenn Dich Fahrzeugtechnik interessiert, dann geh moeglichst frueh in diese Richtung.
So wie ich das gelesen habe, interessiert Dich auch Elektronik und das wirst Du in Maschinenbau weniger finden, in Fahrzeugtechnik wahrscheinlich etwas mehr.

Aber wie es spaeter dann in der Arbeitswelt abgeht, ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Nur einfach optimistisch sein, das ist mehr als die halbe Miete :)
Dabei aber nicht die realitaetsnaehe verlieren, sonst geht es Dir wahrscheinlich wie mir und alle halten Dich nur fuer einen Traeumer, um nicht Spinner zu schreiben.
 
Du solltest dich ersteinmal fragen ob ein Studium überhaupt der richtige Weg für dich ist. Du klingst als ob dich Praxis mehr interessiert als Theorie, aber Letzteres ist nun mal der Hauptteil eines Studiums. Was willst du am Ende mit dem Abschluß anfangen, also Entwicklung, Forschung, Führungsebene oder am Ende doch Schrauber in einer Werkstatt?
 
Ich bin mir ganz sicher das die allermeisten Leute ihren Job sehr gerne machen und sich von Anfang an Gedanken darüber gemacht haben, welchen Job sie machen wollen und was dabei auf sie zu kommt. Hat man das nicht gemacht, dann hat man definitiv was falsch gemacht und braucht später nicht jammern wenn einem der Job nicht gefällt.
 
Ich bin mir ganz sicher das die allermeisten Leute ihren Job sehr gerne machen und sich von Anfang an Gedanken darüber gemacht haben, welchen Job sie machen wollen und was dabei auf sie zu kommt. Hat man das nicht gemacht, dann hat man definitiv was falsch gemacht und braucht später nicht jammern wenn einem der Job nicht gefällt.
Du scheinst da eine glueckliche Ausnahme zu sein. Frag doch mal Deine Bekannten.
Ich mache hier alles was ich kriege, weil ich essen moechte. Viel Auswahl ist da nicht.
 
Es hat dich doch keiner gezwungen nach Chile auszuwandern? Vor so einem Schritt sollte man sich alles genau überlegen und danach nicht über die Folgen jammern. In diesem Sinne wieder zurück zum Thema.
 
Es hat dich doch keiner gezwungen nach Chile auszuwandern? Vor so einem Schritt sollte man sich alles genau überlegen und danach nicht über die Folgen jammern. In diesem Sinne wieder zurück zum Thema.

Ich glaube, dass das doch sehr gut zum Thema passt.
Bei meiner Auswanderung ist es aehnlich wie bei dem einschlagen eines Werdegangs. Dazu zwingt dich auch niemand.
Es gibt unheimlich viele Sachen, die man nicht voraussehen kann.
Spaeteres wechseln ist oft schwer moeglich und meisst mit viel Zeitverlust verbunden.
 
Wenn Dich Fahrzeugtechnik interessiert, dann geh moeglichst frueh in diese Richtung.
So wie ich das gelesen habe, interessiert Dich auch Elektronik und das wirst Du in Maschinenbau weniger finden, in Fahrzeugtechnik wahrscheinlich etwas mehr.
Der Bachelor Fahrzeugtechnik und der Bachelor MBau ist sehr ähnlich. Die meisten Module haben beide gemeinsam. Nur dass sich die Maschinenbauer ab dem vierten Semester für eine Fachrichtung entscheiden müssen (Landtechnik, Konstruktion, ...) und dann dementsprechende Wahlpflichtmodule absolvieren (also unterscheiden sich auch die MBauer voneinander). Vom Verlauf her könnte man meinen, dass FTechnik auch eine Fachrichtung von MBau ist, aber formel ist es ein eigener Studiengang. Beide haben E-und Messtechnik und Steuerungs- und Regelungstechnik, also kein Unterschied in Sachen Elektrik.

Hallo,
das klingt ja noch reichlich blauaeugig. Gut, der Arbeitsbereich und der Interessenbereich sollten schon moeglichst viel Deckung haben, aber kannst recht sicher davon ausgehen, dass 90% der Arbeit keinen Spass macht. So war es zumindest immer bei mir. Hier in Chile heisst die Arbeit in der Umgangssprache auch uebersetzt "schlagen", also "pega".
Ich nehme mal an, dass das vom geschlagen werden kommt. So wie man Esel peitscht, dass sie arbeiten.

Wenn Dich Fahrzeugtechnik interessiert, dann geh moeglichst frueh in diese Richtung.
So wie ich das gelesen habe, interessiert Dich auch Elektronik und das wirst Du in Maschinenbau weniger finden, in Fahrzeugtechnik wahrscheinlich etwas mehr.

Aber wie es spaeter dann in der Arbeitswelt abgeht, ist wieder eine ganz andere Geschichte.

Nur einfach optimistisch sein, das ist mehr als die halbe Miete :)
Dabei aber nicht die realitaetsnaehe verlieren, sonst geht es Dir wahrscheinlich wie mir und alle halten Dich nur fuer einen Traeumer, um nicht Spinner zu schreiben.
Das meine ich mit "Neulinge verschrecken".
 
Der Bachelor Fahrzeugtechnik und der Bachelor MBau ist sehr ähnlich. Die meisten Module haben beide gemeinsam. Nur dass sich die Maschinenbauer ab dem vierten Semester für eine Fachrichtung entscheiden müssen (Landtechnik, Konstruktion, ...) und dann dementsprechende Wahlpflichtmodule absolvieren (also unterscheiden sich auch die MBauer voneinander). Vom Verlauf her könnte man meinen, dass FTechnik auch eine Fachrichtung von MBau ist, aber formel ist es ein eigener Studiengang. Beide haben E-und Messtechnik und Steuerungs- und Regelungstechnik, also kein Unterschied in Sachen Elektrik.

Die Deckung beträgt imho etwa 3/4 des Stoffs.
Maschinenbau ist in TM, Maschinenelemente, Werkstofftechnik und Fertigungstechnik definitiv fundierter.
Dafür geht Fahrzeugtechnik in der Elektronik weiter.
Im Grundstudium mag das nicht so weit auseinander liegen, allerdings macht man in FT noch Pflichtmodule zu Sensorik/Aktorik oder elektr. Fahrzeugsysteme.
Sowas bekommt man im MB nur in der entsprechenden Vertiefung (Mechatronik), sonst nicht.
Ich halte Maschinenbau insgesamt für breiter aufgestellt, mit entsprechender Vertiefung (z.B. Fahrzeug- und Motorentechnik) dem reinen Fahrzeugtechniker für mind. ebenbürtig auf diesem Gebiet.
Warum ich das so sagen kann?
Weil ich in beiden Studiengängen unterwegs war.
 
Im Grundstudium mag das nicht so weit auseinander liegen, allerdings macht man in FT noch Pflichtmodule zu Sensorik/Aktorik oder elektr. Fahrzeugsysteme.


Dann hast du ein anderes FTechnik studiert als ich. Wir hatten als Fächer anstatt von den Schwerpunktfächern von MBau z.B. Fahrwerkstechnik, Verbrennungsmotoren, FEM (letzteres haben die MBauer auch teilweise, aber nicht alle). Auch hatte ich nie ein Fach namens "Maschinenelemente". Das Äquivalent zu dem, was du meinst, sind wohl die vier oder fünf Module, die als erstes Wort "Konstruktion" führen.

Sowas bekommt man im MB nur in der entsprechenden Vertiefung (Mechatronik), sonst nicht.
Gibt es nicht. Es gibt einen Master "Mechatronik", den man nach MBau machen kann. Meine Aussagen bezogen sich jedoch alle auf die Bachelorstudiengänge.
 
Dann hast du ein anderes FTechnik studiert als ich. Wir hatten als Fächer anstatt von den Schwerpunktfächern von MBau z.B. Fahrwerkstechnik, Verbrennungsmotoren, FEM (letzteres haben die MBauer auch teilweise, aber nicht alle). Auch hatte ich nie ein Fach namens "Maschinenelemente". Das Äquivalent zu dem, was du meinst, sind wohl die vier oder fünf Module, die als erstes Wort "Konstruktion" führen.

Natürlich kann ich mich nur auf meinen Studiengang beziehen.
Das, was du aufgezählt hast, hatte ich auch in meiner Vertiefung(Fahrzeug- und Motorentechnik).
Nenne "Maschinenelemente" wie du willst, von miraus auch Konstruktionstechnik 1-4.
An meiner Institution war das unterm Strich deutlich weniger aufwändig als in MB.
Die Klausuren waren einfacher und die typische Studienleistung, die nebenbei dazukommt, war ebenfalls weit weniger umfangreich.
Das mag an anderen HS anders sein, jedoch habe ich schon öfters gehört, dass FT auch woanders im "mechanischen" Teil nicht mit MB auf einem Level liegt.

Gibt es nicht. Es gibt einen Master "Mechatronik", den man nach MBau machen kann. Meine Aussagen bezogen sich jedoch alle auf die Bachelorstudiengänge.

Klar gibts das, vielleicht nicht an deiner Hochschule....
Ist auch egal, tut nichts zur Sache.
Um auf die Frage des TE zu antworten:
ich denke mit HTL ist man hier in D eher ein besserer Techniker.
Als echter Ingenieur wird man damit in der Industrie wohl eher nicht anerkannt.
 
Die Klausuren waren einfacher und die typische Studienleistung, die nebenbei dazukommt, war ebenfalls weit weniger umfangreich.
War bei mir nicht so aus dem einfachen Grund, dass diese Fächer die MBauer und FTler gemeinsam hatten, also auch die gleiche Klausur hatten.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen:

Zum teil sagen artikel das Maschinenbau was komplett anderes ist als Fahrzeugtechnik und andere sagen wiederum das es ein zweig von Maschinenbau ist.
Ich glaube alle (außer vielleicht QD2) sind sich hier einig, dass es eher Letzteres ist (wenn auch nicht formal, aber inhaltlich).
 
Danke für die antworten!


Mich interessiert es schon sehr stark wie motoren funktionieren und wie man die verbessern kann bzw effizierter gestalten kann bei gleichen oder weniger verbrauch. Persönlich würde ich eher zu elektromotoren tendieren da ich darin die zukunft sehe, abgesehen von dem batterie problem.
Was ich auch gesehen habe kann man auch richtung simulationen gehen, es klingt auch interessant aber relativ eintönig kann mich aber auch täuschen.

Was ich von Maschinenbau mitbekommen habe hat man sehr viele möglichkeiten sich dann zu spezialisieren und das man selbst nach dem studium sich noch in eine andere richtung begeben kann und man nicht "gefangen" ist in einen bereich zu arbeiten.

Wenn man sich ab den vierten semester spezialisieren muss, schreibt man sich dann wo ein und es werden nur die besten genommen oder ist das total frei wählbar?
 
Ist frei wählbar.
Überleg dir, wo es grundsätzlich hingehen soll und gut ist.
Alles andere kannst du vorher sowieso nicht wissen.
In gewisser Weise muss man damit leben, dass es im Detail ein Sprung ins kalte Wasser ist.
Den Weg zum Verbrenner kann man mittlerweile niemandem mehr guten Gewissens empfehlen.
Mag sein, dass sich das in ein paar Jahren mit Gesundschrumpfen der Industrie und gleichzeitig weitaus weniger Absolventen in diesem Bereich wieder einrenkt, momentan ist der Arbeitsmarkt für klassische Motorenleute aber ein ganz hartes Pflaster.
 
Das hört sich schonmal gut an.
Stimmt leider, cool wäre wenn man ein paar wochen praktikum machen könnte bei allen job's damit man weiß welcher der beste für einen ist.
Ich glaube der weg mit den Elektromotoren wäre zukunftssicherer als der mit dem verbrenner da sehr viele Forschungen richtung elektro und alternative antriebsarten geht.
 
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