Härten und anlassen von flachstahl

Hallo mein Name ist gulli und ich habe mal eine frage zum härten und anlassen bei einem flachstahl.

Zur Erklärung.
Ich repariere defekte motorsägen und manchmal kommt es vor das es teile nicht mehr gibt die man aber relativ leicht selber machen kann.
Meistens hole ich mir dann schon die richtige dicke als flachstahl und schneide und pfeile mir dann daraus mein teil.
Welches ich dann im Ofen bei ca 850 grad härte und danach noch bei ca 250 grade anlasse.

Ein Teil ist jetzt bei anlassen wohl etwas heißer geworden hatte eine schöne violette farbe. Was heiß das der härte gegenüber?

Die orginal teile sind sehr hart und es gibt oft Probleme mit Brüchen oder rissen.

Die teile sind meistens Bauteile einer kettenbremse.

Alle ca 5 mm dick und teilweise mit Stift .

Habe ich schon an Problem stellen mehr Material als orginal gemacht.

Jetzt meine frage anlassen teil violett kann man dieses noch verwenden?

Vielleicht sind gewisse orginal teile einfach zu hart das sie mit der zeit brechen dann könnte man den nachbau auch altwas weicher machen oder ?

LG gulli
 
Interessant:
Du "reparierst" defekte Kettensägen und bastelst aus Flachstahl sicherheitsrelevante Bauteile, hast aber eigentlich keine Ahnung von Härten, Anlassen, Anlassfarben usw...

Ich geh dann mal Popcorn holen :X3:
 
Das sind oldheimer die nur im Regal stehen.
Für alle sägen die in Benutzung sind gibt es natürlich auch noch orginale ersatzteile zu beziehen.
Mir ist schon bewusst das es Sicherheits relevante teile sind .
 
Und die teile sind meistens schon weit über 40 Jahre alt . Da kann man sich selber überlegen wie das Thema Sicherheit so ist. Bruch uns Fall Schäden material Ermüdung usw.
 
Das ist mein Problem ich hole das immer nur als Rest beim stahl laden ganz normaler flachstahl nichts spezielles.
Dann kannst du bestimmt die besten Temperaturen zum Glühen wissen. :LOL:

Laut Datenblatt fängt der Schmelzbereich bei 1250°C an. Die Rekristallisationstemperatur (Anfang der Grobkornbildung) liegt bei unverformten Material bei ca. 0,6 mal Schmelztemperatur (in Kelvin). Geht man von den 1250°C aus, liegt die Rekristallisationstemperatur bei 766,74°C. Also hast du den S235 mit deinen 850°C wahrscheinlich schön vergröbert.

Quelle: https://webshop.schachermayer.com/cdn/medias/docus/53/sdat_Datenblatt_S235JR.pdf

Zu der Farbe:
Violett bedeutet ca. 280°C. In Wiki steht, dass dort Blausprödigkeit durch Ausscheidung von C geschieht, aber Baustahl hat ja kaum C.

Dennoch bleibt das Problem der Vergröberung. Viel Spaß mit deinen Kettensägen. Ich freue mich auf die nächste Staffel von "1000 Wege ins Gras zu beißen".
 
Korrektur:
Habe in der obigen Rechnung einen Fehler gemacht. Habe statt der genannten 1250°C mit 1460°C (oberer Schmelzpunkt laut Datenblatt) gerechnet.
[tex] 0,6\cdot (1250+273,15)K=913,89 K [/tex]
@Vliesmaker
Danke dafür.
Aber hier hast auch du einen Fehler gemacht. In deiner privaten Nachricht sprachst du von 913,8°C. Es sind aber Kelvin, wie oben gezeigt. Du musst noch 273,15 abziehen.
Macht eine Rekristallisationstemperatur von 640,74°C.
Entkräftet mein Argument aber keineswegs, sondern bestärkt es, da die Rekristallisationstemperatur noch mehr überschritten wird.
 
Nicht unbedingt. Sieht nur besser aus als eine defekt. Müsste auch überhaupt nicht gehärtet sein war ja nur so eine Überlegung.
Dank euch weiß ich das die Überlegung quatsch war und das Thema kann geschlossen werden .
Lg gulli
 
Die orginal teile sind sehr hart und es gibt oft Probleme mit Brüchen oder rissen.
Vielleicht sind gewisse orginal teile einfach zu hart das sie mit der zeit brechen dann könnte man den nachbau auch altwas weicher machen oder ?
Nicht unbedingt. Sieht nur besser aus als eine defekt. Müsste auch überhaupt nicht gehärtet sein war ja nur so eine Überlegung.
Zusammengefasst: Es gibt es Brüche, bei Maschinen, die nicht benutzt werden? Zum Anschauen braucht man nichts härten (sieht man eh nicht)!
Netter Versuch! Aber verarschen kann ich mich alleine!
 
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