Go Kart - Berechnung

Dieses Thema im Forum "techn. Mechanik" wurde erstellt von Pri7, 11 Dez. 2012.

  1. Hi...
    Ich habe da mal eine Frage...

    Und zwar hab ich mit ein paar Schulkollegen ein Projekt bei dem wir ein Go Kart konstruieren und berechnen müssen.
    Dabei haben wir nur die Motorkennwerte.
    Wir sollten nun aber die Hinterachse auslegen und stehen mit dem Kopf zur Wand.

    Hat jemand Erfahrung auf diesem Gebiet und könnte uns da bitte wer weiterhelfen?

    mfg Pri
     
  2. AW: Go Kart - Berechnung

    Hallo Pri7,
    ich fürchte, ich muss dich enttäuschen:
    Sowas berechnet man nicht wie eine Brücke oder einen Aufzug;
    sowas wird nach Erfahrung (d.h. auf der Basis von Existierendem) dimensioniert.
    Würde man das anders machen, so würde dein Kart kein Sportgerät,
    sondern eine untermotorisierte, fette Kröte werden.
    Schau dir sowas in Natura an!
     
  3. AW: Go Kart - Berechnung

    @hallo

    ich häte da mal eine Frage dazu. Im TV bauen sie doch Motorräder. Irgendwie schweissen die da irgendwelche Rahmen zusammen ,bauen irgendwelche Motoren für Krafträder ein. Aber ist das alles auch sicher??
    Ich befürchte das diese Räder gar nicht auf Festigkeit ,Verwindung u.sw berechnet werden. Sicher die sehen toll aus,aber man kann doch nicht so einfach drauf los schweissen und montieren.Was meint Ihr denn dazu.
    Zum Beispiel meine ich die Leute von West Cost Custems in den USA.

    Gruß Jack44:cool:
     
  4. AW: Go Kart - Berechnung

    Hi Jack,
    die Fahrzeuge der Leute von West Coast Customs sind natürlich "sicher" ,
    wenn sie mit maximal 88 km/h auf schnurgeraden, absolut ebenen Strassen gefahren werden.
    Im Zweifelsfall nehmen die halt ein bissl dickeres Material (bei einer untermotorisierten Harley mit 300 kg ändert das wenig)
    und kompensieren unsichtbare Fettleibigkeit durch Motortuning oder eine poppige Lackierung.
    GERECHNET wird da mit Sicherheit nichts.

    Teile, die trotzdem hoch belastet werden (Felgen, Reifen, Federbeine, Gabel, ...) werden zugekauft, maßlos überdimensioniert
    und oft findet die zahlungskräftige Kundschaft die verminderte Fahrstabilität sogar aus unerfindlichen Gründen "geil"
    (Starrrahmen, Springergabel, Autoreifen im Motorrad, mangelnde Bodenfreiheit, Ape-hanger, Gynäkologie-Fußrasten, ...).
    "Sicherheit" ist da jedoch sicher nicht die treibende Motivation.
     
  5. AW: Go Kart - Berechnung

    Sprichst du da aus Erfahrung? Hast du schonmal in so einer Motorrad-Schmiede gearbeitet? Ich denke, nur weil man die Berechnung der Rahmen in Sendungen wie American Chopper nicht abbildet, heißt das nicht zwangsläufig, dass die nur irgendwas zusammen dengeln...
     
  6. AW: Go Kart - Berechnung

    Doch:
    Die dengeln das zusammen,
    wofür die Kunden bereit sind, schwere $ auszugeben.

    Das Gewicht ist dabei völlig nebensächlich, weshalb die Berechnung der Rahmen garnicht nötig ist:
    Bei einer 360 kg-Blunze ist es völlig egal, ob der Rahmen jetzt um 5 kg schwerer ist oder 25.

    Ich habe noch nicht im Chopperbau gearbeitet, aber sehr wohl in der Renntechnik
    und dort wird WIRKLICH mit dem Material und dem Gewicht gegeizt.
    allerdings werden auch da höchstbelastete Teile wie Pleuel, Kolben, Federbeine usw. zugekauft
    und bei den Spezialfirmen (z.B. Pankl, AVL oder WhitePower), die SOWAS entwickeln,
    kommt natürlich FEM usw. zum Einsatz.
    Letztendlich entscheidet jedoch auch dort der Prüfstand, Messungen bzw. Erfahrung.

    Selbst die großen Fahrzeugfirmen bauen auf erprobten Großserienbasen auf
    und fertigen 10 bis sogar 20 Jahre ein und dasselbe Motor(gehäuse) (natürlich jedes Jahr mit einem neu designeten Plastikdeckel),
    oder ein und dieselbe Bodenplatte (die man dann in mehreren scheinbar konkorrierenden Autos findet).
    Im Motorrad(serien)bau, wo man wesentlich schnellere Produktzyklen findet,
    werden doch alle paar Jahre neue Motoren oder Rahmen rausgestampft,
    aber schau dir mal beispielsweise die Motorengeschichte von Ducati an:
    Da wird auch bei Neukonstruktionen die Politik der kleinen Schritte gelebt
    und die Erkenntnisse der reinrassigen Renntechnik (wo nach jedem Rennen das Motorgehäuse ausgeräumt und verschrottet wird)
    finden mit ein bissl schlechterem Finish Eingang in die weit, weit schwächer belastete Serie.

    Das ist eben etwas anderes als die Konstruktion einer Brücke oder eines Kranes,
    wo sehr leicht vereinfachbare Lastverhältnisse mit 5 ... 12-facher Sicherheit "erfasst" werden.
     

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