Generator anders verschalten

Hallo,
da hätte ich mal ne Frage, (hab die Suche schon bemüht und nix passendes gefunden).
Ich hab 2 Dieselgeneratoren (Hatz Motor) die einen Wacker Generator dran haben. Der bringt 3Phasen mit 48Volt gegeneinander und 200Herz.
Die Dinger haben wir als Betonrüttler verwendet.
Jetzt meine Frage: Könnte man die Wicklungen des Stators so verbinden dass da z.B. +/- 220 Volt rauskommt?
Wenn ich dann Ein Ladegerät dranhänge welches zum Schluss 24V Gleichstrom abgibt (hab ich aus Staplerlader) dann könnte man doch mit einem elektronischen Umformer 230V ,50Hz erzeugen.
Diese alten Baugeneratoren gibts zu Hauf und sind halt sehr zuverlässig und sparsam und laufen auch mit Frittenöl,
Wenn da jemand ne Idee hätte.
Ich kuck mir seit einiger Zeit die Basics von den kleinen Windgeneratoren durch, aber so richtig schlau bin ich noch nicht draus geworden.
Die eingangs genannten Generatoren drehen 3000U/min und haben Permanentmagnetrotoren. Viele Magneten drauf wegen den 200Hz.
Gruss Christian
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Könnte man die Wicklungen des Stators so verbinden dass da z.B. +/- 220 Volt rauskommt?
Nein, denn das sind offenbar KEINE Gleichstrom-Generatoren,
aber man kann zweifellos nutzbare elektrische Energie daraus gewinnen
und die in jede beliebige Spannung und Frequenz umformen.

Was willst du damit betreiben?
 
Du müsstest da erst eine Gleichspannung draus machen.( Mit einem Gleichrichter)
Und dann direkt mit einem Wechselrichter entsprechender Spannung in 230 V umwandeln.
Das Ladegerät kannst du dann zwischendrin weglassen.
Soviel zur Theorie .... Praktisch ist das aber nicht so einfach.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Naja, für jemanden, der das gelernt hat (und das infolgedessen auch DARF), ist das durchaus machbar!

P.S.: Das ist die Technologie, mit der heutzutage praktische JEDES kleine Koffer-Aggregat arbeitet.
 
Richtig, wenn es aber an solchen Kenntnissen, ob sowas überhaupt Funktioniert, schon fehlt, wird das mit der Auslegung einer solchen Schaltung eh nichts.🤷🏻‍♂️
 
Drehstromtrafo 48 auf 230 Volt und damit dann einen Frequenzumrichter mit Sinusfilterausgang anschließen. Alternativ die Motordrehzahl auf 1/4 reduzieren und messen was dann noch an Spannung kommt. Oder falls es Rotor oder Stator hergeben die Poligkeit durch Umschalten reduzieren. Dann kommen auch x Volt bei 50Hz raus.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Drehzahlreduzierung geht auch anders als mit schnödem Gas wegnehmen. Ein Spannungsregler ist bei dieser simplen Anwendung auch nicht zwingend vorhanden. Kann ja ein simpler Asynchrongenerator sein!? Hab den Typ noch nicht gegoogelt.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Sicher, aber üblicherweise ist bei den Aggregaten der Generator DIREKT mit Motordrehzahl angetrieben.
Falls man dazwischen ein Getriebe reinbauen sollte,
bleibt auch nicht nur das Problem der geringeren Spannung und des in der Gegen hängenden Reglers,
denn der Generatorstrom ist durch Wicklungsquerschnitte gegeben und bleibt deshalb beim Nennwert.
Wenn dann die Spannung nur 1/4 ist, hat man nur 1/4 der Nennleistung.

Da ist deine Lösung mit dem Trafo und dem FU WEIT besser!
Wenn er dann ZWEI Trafos und einen 2. Gleichrichter einbaut,
dann kann er auch den 2. Generator dazuschalten,
ohne die Synchronisierung zu beachten.

Unabhängig davon zeigt die Fragestellung, dass der Bastelbauer viel zu wenig Ahnung von Elektrotechnik hat
und offensichtlich KEINE Elektrofachkraft ist.
Folglich darf er mit seinen 42V-Generatoren basteln, aber nicht mit Netzspannung.
 
...genau das ist das Problem:
Eine nicht EFK weiß ja nicht, dass er das nicht darf...
Unabhängig davon, darf man sich aber verstümmeln , verbrennen,... umbringen , ohne , dass dich dafür jemand an den Pranger stellt.
Solange kein anderer/es zu Schaden kommt.
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Ja, Leute, die sich ungebracht haben,
kann nur der liebe Gott zur Verantwortung ziehen,
aber mit gefährlicher Bastelei kommen u.U. auch ANDERE in Kontakt - im wahrsten Sinne des Wortes!
 
Ja, Leute, die sich ungebracht haben,
kann nur der liebe Gott zur Verantwortung ziehen,
aber mit gefährlicher Bastelei kommen u.U. auch ANDERE in Kontakt - im wahrsten Sinne des Wortes!
Hallo,
Grundkenntnisse der Etechnik sind schon da ; keine Sorge, ich hab einen mittleren Landwirtschaftsbetrieb und da wird seit 40Jahren alles selber gemacht.
Mir gings darum ob man durch intelligente Verdrahtung der Statorspulen die Spannung verdoppeln/verdreifachen/usw könnte.
Hab grad keinen Generator zerlegt in der Werkstatt liegen, deshalb keine Bilder. Der Stator hat ja sicher 20 oder mehr Spulen aussenrum, und der Rotor (ich glaub) 16 Permanentmagnete.
Die Dinger haben keinerlei Regeltechnik dran nur der Gashebel des Motors bestimmt die Spannung.
Natürlich könnte ich die 48Volt einfach gleichrichten und einen Batteriepack laden.
Ist auch einfach ne Verständnisfrage; wie müssen Spulen im Generator verbunden werden um das Magnetfeld optimal zu nutzen und sich nicht gegenseitig aufzuheben.
Ich les da grad ein Heft für die Kleinwindanlagen, da wird das ansatzweise erklärt, jedoch fehlt mir noch das komplette Verständnis.
Hab diese 3Fingerregel noch im Kopf; Stromfluss, Feldrichtung Bewegung. Muss nochmal bei Wiki kucken.
Erstmal Danke für eure Tipps
Gruss Christian
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
wie müssen Spulen im Generator verbunden werden um das Magnetfeld optimal zu nutzen und sich nicht gegenseitig aufzuheben.
Wenn die kein Ahnungsloser zusammengeschaltet hat, kannst du davon ausgehen, dass die optimal verbunden sind.
Dass das permanenterregte Synchron-Generatoren sind, enthebt dich Problemen mit der Spannungsregelung:
Die Spannung wird proportional der Drehzahl sein,
d.h. du müsstest den Generator nur 5,5mal so schnell drehen und bekämst damit ordentliche 230 V raus
(nachdem der Motor kaum 16.500 U/min drehen wird, wäre ein Getriebe nötig), allerdings mit 1100 Hz,
was für den Betrieb von Geräten mit Wicklungen (Elektromotoren und Leuchtstofflampen) eher ungeeignet ist.
Glühlampen, Heizungen, Wasserkocher, Haarföhn, Lötkolben und Geräte mit Netzteil funktionieren damit jedoch prächtig!

Alternativ könntest du natürlich einen Trafo 2x115 V auf 24 V kaufen
(sekundär muss der den Generator-Nennstrom aushalten, d.h. die halbe Generatorleistung),
verkehrt rum betreiben und die beiden 115V-Wicklungen parallel schalten:
Da kommt dann in etwa Netzspannung mit Generatorfrequenz raus.
Auch da gilt, was ich oben betreffend die Verbraucher geschrieben habe.
(Nein, auch mit 200 Hz darf man die Kreissäge nicht betreiben!)
Eigentlich sollte ich solche Tipps nur Elektrofachkräften geben.
Betrachte es deshalb bitte nur als theoretisch.
 
Um eine machbare Lösung zu finden wäre ein Foto von Rotor und Stator wichtig. Da es ein Dieselmotor ist, wird die Drehzahl bei 1500 U/min liegen. Um damit 200Hz zu erreichen sind bestimmte Poligkeiten von Totor und Stator erforderlich. Da sich diese beim Rotor nicht ändern lässt, bleibt der Stator übrig. Dessen Verschaltung der Spulen lässt sich ändern. Bei einem voerpoligen Rotor muss die Statorwicklung zweipolig verschaltet werden. Das sollte auf jeden Fall gehen. Je nachdem wie die Verschaltung jetzt ist, ergibt sich so ein Vielfaches der 48V.
 
Um eine machbare Lösung zu finden wäre ein Foto von Rotor und Stator wichtig. Da es ein Dieselmotor ist, wird die Drehzahl bei 1500 U/min liegen. Um damit 200Hz zu erreichen sind bestimmte Poligkeiten von Totor und Stator erforderlich. Da sich diese beim Rotor nicht ändern lässt, bleibt der Stator übrig. Dessen Verschaltung der Spulen lässt sich ändern. Bei einem voerpoligen Rotor muss die Statorwicklung zweipolig verschaltet werden. Das sollte auf jeden Fall gehen. Je nachdem wie die Verschaltung jetzt ist, ergibt sich so ein Vielfaches der 48V.
Steht ganz oben, 3000 U/ min
 

derschwarzepeter

Mitarbeiter
Ob sich durch Änderung der Verschaltung mehr Spannung erreichen lässt,
hängt davon ab, ob die Wicklungsstränge parallel oder in Serie geschaltet sind.
In ersterem Fall ist VIELLEICHT etwas zu machen
(schwierig: Bandagierungen aufmachen und Verbindungen suchen bzw. aufzwicken),
aber das ist relativ selten, weil das u.U. böse Ausgleichsströme zulässt.
Im zweiteren Fall IST das bereits auf die maximale Spannung geschaltet.

Was man machen kann,
ist die drei einzelnen Wicklungen eines Drehstromgenerators so in Serie schalten,
dass einphasig die doppelte Strangspannung entnommen werden kann.
Damit wäre man dann auf 96 V / 200 Hz,
aber eine tolle Lösung ist das nicht.
 
Wenn ein Solar-Wechselrichter mit der Restwelligkeit klar käme, könnte ein normaler B6U-Gleichrichter aus dem 48V Drehstrom etwas über 100V Gleichspannung formen - dafür müsste es doch Wechselrichter geben?
 
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