Gehalt Techniker Weltweit

Hallo zusammen,

Kurz zu mir:

34 Jahre Jung Ausbildung zum
2008: Abschluss Elektroniker Betriebstechnik
2017: Abschluss zum SgT Elektrotechnik
Zwischen und nach den Ausbildungen viel gemacht u.a. 2,5Jahre Auslands-Montage.
Aufbau, Wartung, Instandhaltung, Materialbeschaffung, Auftragsannahme und Vergabe, kleinere Steuerungen Programmiert.

Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle die als Techniker ausgeschrieben ist,
aber eher eine für Facharbeiter in der Instandhaltung ist.

Gehalt wären 42000€ + Urlaubs und Weihnachtsgeld und Schichtzulagen bei einer 40 Std. Woche in Wechselschicht (Früh/Spät) Diese Stelle bezieht sich auf einen festen Standort in einem Chemiepark.

Jetzt hat mich der Personalvermittler heute angerufen und fragte ob ich am Mittwoch Zeit und Lust auf ein zweites Vorstellungsgespräch mit dem Technik-Leiter Weltweit hätte, da man sich vorstellen könnte das ich dafür auch gut geeignet bin. Das wäre eine Servicetechniker / Inbetriebnehmer / Bauleiter Stelle mit 70/30 Reisebereitschaft wobei die 30% zu hause eher Stundenabbau und Freizeit sind.

Da ich dann ja Ausschließlich Weltweit unterwegs bin und nur meine Freizeit zu hause verbringe, was haltet Ihr für ein Vernünftiges Gehalt für diese Position?

Gruß Andy
 
70% weltweite Reisetätigkeit ist schon heftig. Unter 60k fix würde ich nicht gehen. Mit Urlaubs und Weihnachtsgeld bist du dann bei 65k. Schichtzulagen fallen weg, aber dafür gibt es vielleicht was bei den Reisekostenabrechnungen zu holen.

Du musst bedenken, dass du nicht durch Madrid und Mailand reisen wirst, sondern eher in der russischen Pampa deine Arbeit verrichten wirst. Dafür würde ich mich auf jeden Fall ordentlich entschädigen lassen.
 
Hallo zusammen,

Kurz zu mir:

34 Jahre Jung Ausbildung zum
2008: Abschluss Elektroniker Betriebstechnik
2017: Abschluss zum SgT Elektrotechnik
Zwischen und nach den Ausbildungen viel gemacht u.a. 2,5Jahre Auslands-Montage.
Aufbau, Wartung, Instandhaltung, Materialbeschaffung, Auftragsannahme und Vergabe, kleinere Steuerungen Programmiert.

Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle die als Techniker ausgeschrieben ist,
aber eher eine für Facharbeiter in der Instandhaltung ist.

Gehalt wären 42000€ + Urlaubs und Weihnachtsgeld und Schichtzulagen bei einer 40 Std. Woche in Wechselschicht (Früh/Spät) Diese Stelle bezieht sich auf einen festen Standort in einem Chemiepark.

Jetzt hat mich der Personalvermittler heute angerufen und fragte ob ich am Mittwoch Zeit und Lust auf ein zweites Vorstellungsgespräch mit dem Technik-Leiter Weltweit hätte, da man sich vorstellen könnte das ich dafür auch gut geeignet bin. Das wäre eine Servicetechniker / Inbetriebnehmer / Bauleiter Stelle mit 70/30 Reisebereitschaft wobei die 30% zu hause eher Stundenabbau und Freizeit sind.

Da ich dann ja Ausschließlich Weltweit unterwegs bin und nur meine Freizeit zu hause verbringe, was haltet Ihr für ein Vernünftiges Gehalt für diese Position?

Gruß Andy
Willst du auch nach China oder Saudi- Arabien?
In China gibts je nach Provinz ' nix "zu Fressen" u. in Saudi- Arabien darfst du nur wieder mit "Erlaubnis" ausreisen, sonst halten sie dich u. U. fest.
 
Hallo,

ich übe so einen ähnlichen Job seit Abschluss meines Technikers dauerhaft aus, allerdings 90/10, weltweit.

Für mich war das eine der besten Entscheidungen, du musst das aber generell von dir aus wollen und nicht weil das Geld so lockt oder dich jemand dazu überredet.

Der Job ist stressig, beinhaltet extrem viele Überstunden verlangt teilweise exteme Verzichte ist dafür aber enorm abwechslungsreich. Du arbeitest dann oft mit hohem Zeitversatz zum Headquarter, was dann wenig Hilfe bedeutet und wenn in Deutschland alle im Urlaub sind oder frei haben bist du mit Problemen in Timbuktu unterwegs.

Das mit dem Überstunden abfeiern ist auf solchen Positionen oft ein Irrglaube, ich schleppe regelmäßig 500+ Überstunden mit mir rum, bis es dann letzendlich durch Termindruck zum Auszahlen kommt, also nix mit zusätzlichem Urlaub und Ausspannen.

Du musst dich damit abfinden können, dass perfektes Englisch dich auch nicht überall weiterbringt und verschiedene Kulturen bestimmte Werte ganz anders sehen und entsprechen auch anders denken, handeln und arbeiten als man sich das als Europäer so vorstellt.

In den letzen 12 Jahren sind hier gut 25 neue Mitarbeiter gekommen, die sich versuchen wollten, 3 haben sich letzendlich gehalten. Beim Rest kam Familie, Frustierung, Streit mit dem Vorgesetzten usw. dazwischen oder es wurde festgestellt, das ein gutes Gehalt halt eben doch nicht ausreicht um das dauerhaft gut zu finden.

Vieles von den irrwitzen Geschichten kann ich nicht besätigen, ich habe meinen Pass noch nie irgendwo abgegeben oder dufte nicht ausreisen, es gab nur ab und zu abgesperrte Gelände die ich nicht ohne Aufsicht verlassen sollte.
Ordentlich Krank war ich dafür schon einige Male, man kann sich nicht gegen alles absichern und einige Impfungen schlagen bei zu kurzer Reiseplanung oft gar nicht an.

(Mein Feedback beruht auf mittlerweile ~70 bereisten Ländern)


Zum Gehalt sehe ich das ähnlich, je nach Tätigkeit von 60t bis ... und lass dir keinesfalls Telefon/Laptop und sonstige Gadgets als tolle Sonderposten anstelle von einem besseren Gehalt andrehen, das sind alles Arbeitsmittel, vor allem das Telefon und der Laptop dienen dazu, dass du jederzeit für deinen Arbeitgeber/Kunden zu erreichen bist, in den seltesten Fällen ist das anders rum.

Just my two cents
 
Hallo,

ich übe so einen ähnlichen Job seit Abschluss meines Technikers dauerhaft aus, allerdings 90/10, weltweit.

Für mich war das eine der besten Entscheidungen, du musst das aber generell von dir aus wollen und nicht weil das Geld so lockt oder dich jemand dazu überredet.

Der Job ist stressig, beinhaltet extrem viele Überstunden verlangt teilweise exteme Verzichte ist dafür aber enorm abwechslungsreich. Du arbeitest dann oft mit hohem Zeitversatz zum Headquarter, was dann wenig Hilfe bedeutet und wenn in Deutschland alle im Urlaub sind oder frei haben bist du mit Problemen in Timbuktu unterwegs.

Das mit dem Überstunden abfeiern ist auf solchen Positionen oft ein Irrglaube, ich schleppe regelmäßig 500+ Überstunden mit mir rum, bis es dann letzendlich durch Termindruck zum Auszahlen kommt, also nix mit zusätzlichem Urlaub und Ausspannen.

Du musst dich damit abfinden können, dass perfektes Englisch dich auch nicht überall weiterbringt und verschiedene Kulturen bestimmte Werte ganz anders sehen und entsprechen auch anders denken, handeln und arbeiten als man sich das als Europäer so vorstellt.

In den letzen 12 Jahren sind hier gut 25 neue Mitarbeiter gekommen, die sich versuchen wollten, 3 haben sich letzendlich gehalten. Beim Rest kam Familie, Frustierung, Streit mit dem Vorgesetzten usw. dazwischen oder es wurde festgestellt, das ein gutes Gehalt halt eben doch nicht ausreicht um das dauerhaft gut zu finden.

Vieles von den irrwitzen Geschichten kann ich nicht besätigen, ich habe meinen Pass noch nie irgendwo abgegeben oder dufte nicht ausreisen, es gab nur ab und zu abgesperrte Gelände die ich nicht ohne Aufsicht verlassen sollte.
Ordentlich Krank war ich dafür schon einige Male, man kann sich nicht gegen alles absichern und einige Impfungen schlagen bei zu kurzer Reiseplanung oft gar nicht an.

(Mein Feedback beruht auf mittlerweile ~70 bereisten Ländern)


Zum Gehalt sehe ich das ähnlich, je nach Tätigkeit von 60t bis ... und lass dir keinesfalls Telefon/Laptop und sonstige Gadgets als tolle Sonderposten anstelle von einem besseren Gehalt andrehen, das sind alles Arbeitsmittel, vor allem das Telefon und der Laptop dienen dazu, dass du jederzeit für deinen Arbeitgeber/Kunden zu erreichen bist, in den seltesten Fällen ist das anders rum.

Just my two cents
Schön, dass sich mal jemand mit Erfahrung äußert.
Ich entnehme deinem Beitrag aber auch, dass du wie eine "Selbständiger" arbeitest, aber nicht so verdienst, wie ein "Selbständiger" tatsächlich verdienen müßte/ würde.
 
Ich bin Angestellter, 86k Grundgehalt bei 40 h, dazu kommen dann Ueberstunden, verschiedene Tagesausloesesaeze (je nach Land) und ein jaehrlicher Bonus.

Fuer Unterkunft und Mobilitaet ist stets gesorgt, d.h. meine Lebenskosten halten sich ehr in Grenzen.

Richtig in der Firma bin ich allerdings wirklich selten, meinen Urlaub nutze ich vorwiegend um Familie zu besuchen.

Das auf Basis einer Selbstaendigkeit zu machen kommt nicht in Frage, mein Arbeitgeber uebernimmt Versicherungsschutz, medizinische Versorgung, Fluege, Umbuchungskosten, Uebergepaeck, Werkzeug ..., sich um den ganzen Kaese selbst zu kuemmern ist fast unmoeglich. Man wuerde frueher oder spaeter damit anfangen, eines von beiden nur halbherzig zu erledigen.
 
ich übe so einen ähnlichen Job seit Abschluss meines Technikers dauerhaft aus, allerdings 90/10, weltweit.
Puh... bei mir sind es im Schnitt etwa 60/40 in extremen Jahren 70/30, dank Tarifbindung und rigoroser "ab 250 Überstunden wird der Mitarbeiter in Zwangsurlaub geschickt" Politik unseres Betriebsrates...
Daher Hut ab, dass du das schon 12 Jahre mitmachst und offenbar immer noch zufrieden damit bist.
Ich stimme dir auch zu, als Selbstständiger würdest du eine Sekretärin beschäftigen müssen, die sich um den ganzen Papierkram kümmert... allein um Visa für die min. 40 Nicht-EU-Länder, in denen du schon warst...


Mit dem Gewichtsverlust ist das immer so ne Sache... ich hab in Shanghai auch mal gute 10kg innerhalb von 7 Wochen verloren. Das war in meinen Fall allerdings nicht so ganz ungesund und auch eher dem Stress geschuldet, als dem Mangel an adäquater Nahrung. Ich glaube es gibt nur ganz wenige Baustellen, auf denen du als Europäer wirklich Gefahr läufst deine Gesundheit durch Mangelernährung zu gefährden. Die meisten weltweiten Außendienstler gefährden ihre Gesundheit wohl eher durch übermäßigen Alkoholkonsum...
 
Tja, heute würde mir das wohl auch nicht mehr passieren, aber damals. 1 Jahr Berufserfahrung in dem Bereich, zum ersten Mal in Asien, ganz alleine beim Kunden und es lief nicht so richtig...

War auch nicht in Shanghai Zentrum, sondern ein Vorort... Schwerindustrie findest du halt selten direkt im Zentrum von Millionenstädten..
 
Ich denke 65k bei einer 40h/Woche, bei 70/30 Reisezeit weltweit, ist schon ein realistischer Grundlohn. Sonderzahlen, Zulagen etc. kommen noch dazu. Weitere Annehmlichkeiten sind Verhandlungssache. Höhere Auslösesätze, Business Flüge, Hotelstandards, "Heimaturlaub" oder ganz banale Dinge wie ein englischsprechenden Montagegehilfen ist bei weiten nicht selbstverständlich.
Du musst aber bedenken, dass der Job alles andere als entspannend ist. Lange Arbeitstage 14h/7Tage die Woche ist oft keine Seltenheit, unzufriedene Kunden, Überstunden abbummeln kannst du knicken, Privatleben gibt es fast keins und auch gutes Essen oder Hygiene sind oft Mangelware.
 
Tja... ich kenne viele Leute, die das für unter 65k fix machen. Ich persönlich bin Ingenieur, arbeite in nem Konzern, nach IGM und habe etwas mehr als 65k fix... einen kenne ich, der kriegt 85k fix, allerdings dann inkl. aller Überstunden...

Ihr habt hier alle ziemlich unrealistische Vorstellungen glaube ich...
 
Unter 65k, also 50-60k kriegt man gerade noch so jemanden für deutschlandweite Einsätze. Darunter ist schon Innendienst angesagt. Ob Meister, Techniker oder Ing ist nicht so wichtig, außer man ist Berufseinsteiger. Man muss halt ein Spezialist im gefragten Bereich sein und auch bereit so viel zu reisen.

Abgesehen davon: Wer ca. 45-50k in der Instandhaltung bekommt, der fliegt nicht für 5k mehr um die halbe Welt.

Letztendlich hängt es aber auch von der Tätigkeit ab. Jemand der weltweit auf Windkraftanlagen klettert weil die Getriebe Stress machen bekommt in der Regel mehr, als jemand der weltweit Baustellenzäune aufstellt.
 
Du triefst so vor Stereotypen und Schubladendenken, dass es schon richtig körperlich weh tut...

Schonmal dran gedacht, dass es Leute gibt, die diesen Job gerne machen? Hast du überhaupt mal weltweite Einsätze gehabt? Wenn dir das keinen Spaß macht und du nicht der Typ dafür bist, dann macht man das auch nicht für 25.000 EUR mehr im Jahr.
Wer sich aus reinen finanziellen Erwägungen dafür entscheidet, nach dem Motto "Boah, da kriege ich 10.000 EUR mehr als im Innendienst", der geht entweder daran kaputt oder hört nach 2 Jahren wieder auf.

Das fällt hier leider zu sehr unter den Tisch. Kein Mensch macht diesen Job lange, wenn er ihn vor allem wegen des Geldes tut. Darauf gebe ich dir Brief und Siegel, dafür habe ich viel zu viele Leute kommen und gehen sehen...

Insofern leben wir da offenbar auch in verschiedenen Welten. Bei uns gibt es keine Arbeitsverträge mehr, in denen nicht "weltweite Reisebereitschaft" drinsteht. Das kriegen alle Ingenieure, fertig. Da gibt es keine Trennung zwischen "Innendienst" und "Außendienst" mehr.
Und mal ehrlich... 65k bei 35h-Woche, 13,525 Gehältern... das soll das Minimum sein, unter dem ihr keine Leute findet? Glaub ich dir einfach nicht, es sei denn du/ihr macht etwas, was bundesweit nur 15 Leute können...
 
Darauf gebe ich dir Brief und Siegel, dafür habe ich viel zu viele Leute kommen und gehen sehen...
Und mal ehrlich... 65k bei 35h-Woche, 13,525 Gehältern... das soll das Minimum sein, unter dem ihr keine Leute findet? Glaub ich dir einfach nicht, es sei denn du/ihr macht etwas, was bundesweit nur 15 Leute können...
Oder die haben eine bessere Personalauswahl und stellen eben Leute, wo sie das Gefühl haben, die bleiben nicht lange, gar nicht erst ein ?

Ihr habt hier alle ziemlich unrealistische Vorstellungen glaube ich...
Warum ?
Ja, ich habe Firmen erlebt, die mies bezahlen, aber überwiegend Firmen, die fair bezahlen, weil den Führungskräften bewusst ist, dass eine langfristige, gute Zusammenarbeit eben auch Geld kostet. Mein letzter Tarif war 2015 EG13 IG Metall NRW (Vertrieb halb Deutschland), dann 2016 72K Fix + bis 40% Bonus (DACH Region), 2017 72K Fix für DACH/Benelux (aber mehr punktuelles Reisen) 2018 sollte ein höheres Gehalt verhandelt werden. Aber wie Du schon geschrieben hast, Geld ist nicht alles und da es einfach nicht gepasst hat, habe ich mich selbstständig gemacht, werden wir sehen, wie es ausgeht.

Während meiner Bewerbungen habe ich Angebote bekommen von 60K Fix bis 90K fix, da war kein einziges unter 60K.
Der letzte Arbeitgeber mit den 72K Fix war sogar in Nord-Ost-Oberfranken, strukturschwaches Gebiet, eine 24 Mann-Bude..... ohne Tarifbindung mit 37,5 Stunden/Woche, welche auch so funktioniert hat. Eben weil der AG (Inhabergeführt) wusste, wie man seine Mitarbeiter bezahlt, damit Motivation (nicht aus Angst) vorhanden ist.

Nun bin ich mit Sicherheit kein Überflieger, sondern ein ganz normaler Techniker, der sicherlich auch Glück hatte im richtigen Moment die richtige Bewerbung abzuschicken, aber alles so negativ zu schreiben, da kannst Du das hier :

Du triefst so vor Stereotypen und Schubladendenken, dass es schon richtig körperlich weh tut...
genauso auf Dich beziehen......
 
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