Gastdozent an allgemeinbildender Schule ?

Guten Tag zusammen,

ich habe nun die beiden (Baden-Württemberg) Feiertage genutzt um das Internet und euer Forum zu durchschmökern.
Leider war es nur mäßig erfolgreich, so dass ich meine Frage nun bei euch platzieren möchte, vielleicht gibt es unter euch jemanden mit ähnlichen Gedanken oder Erfahrungen in diesem Bereich.
Nach meiner Ausbildung in einem Metallverarbeitenden Betrieb war ich drei Jahre lang auf Montage tätig, bevor ich meine Technikerausbildung begann und erfolgreich abgeschlossen habe. (Inkl. Ausbilder Eignungsprüfung).
Nun bin ich seit zwei Jahren als Projektleiter tätig und spiele mit einigen Gedanken in die verschiedensten Richtung. ( Aktuell 27 Jahre alt… )
Nun könnte ich mir sehr gut vorstellen in einer allgemeinbildenden- oder Berufsschule Einführungsseminare im Bereich Stahl- Metallverarbeitung/ Stahlbau zu geben.
Selbstverständlich würde ich mich absolut an Vorgaben orientieren und nicht an einem Sonntagabend mal schnell was zusammenbasteln.
Ich habe natürlich noch keinerlei Kenntnisse über aktuelle Lehrpläne, sowie keine pädagogische Zusatzqualifikation, da ich wie schon erwähnt „nur“ Techniker bin.
Nun weis ich, dass es an Universitäten und Hochschulen, sowie an Bildungseinrichtungen wie z.B. der IHK, Technikerschulen… gang und gebe ist, dass dort Dozenten aus der freien Wirtschaft Vorträge halten und/oder die Leute unterrichten.
Nun muss man selbstkritisch einsehen, dass meine Qualifikation und mein Alter in keinem Fall den Anforderungen entsprechen um mich mit den eben genannten Dozenten zu vergleichen oder zu messen.
Jedoch würde ich es mir zutrauen an Allgemeinbildenden oder Berufsschulen Gastvorträge zu halten und bin überzeugt davon dies näher an der Praxis zu halten, sowie mit Anekdoten gewisse Beispiele einfacher darstellen zu können.
Hinzukommt, dass ich aus eigener Erfahrung der Meinung bin, dass einem „nicht bekannten Lehrer“ eher Aufmerksamkeit geschenkt wird, wie dem Alltagslehrer“.
Letztendlich möchte ich Erfahrungen weitergeben, Junge Leute motivieren und vermitteln, dass das Handwerk und vor allem der Metallverarbeitende Bereich sehr interessant sein kann.
Nichtdestotrotz sollte man kein Geheimnis darum machen, dass auch hier natürlich eine finanzielle Aufwandsentschädigung früher oder Später dazugehören sollte.

So nun würde ich mich über sachliche Kritik, Anregungen oder Ideen sehr freuen.

Gruß

Patrick
 
Gastdozenten reden meist zu einem ganz bestimmten Thema, aber unter anderem auch über Projektdurchführung da könntest du dich ja mal ins Gespräch bringen frag doch mal den Lehrer deiner Technikerschule ob er Interesse an so einem Vortrag hat. Das du Einführungen in die Metallverarbeitung geben darfst bezweifel ich es sei denn du würdest dich an der Schule Hauptberuflich anstellen lassen. Es gibt zum Beisp. Techniker die für Berufsschüler (Metall) einführungen in die Elektrotechnik geben aber dann halt an der Schule angestellt.
 
Guten Abend,

vielen Dank für die erste Antwort !
An Fachschulen über Erfahrungen und Durchführungen zu referieren, wo evtl. Leute anwesend sind, die mehr Berufserfahrung, als ich Lebenserfahrung habe traue ich mir (noch) nicht zu, hierzu benötige ich weitere theoretische Grundlagen und noch weitere berufliche Erfahrung – jedoch ist der Vorschlag sehr gut !
Mist, eine feste Anstellung als Lehrer ist für mich (noch) keine Option… L
Ich hatte gehofft es gibt eine Möglichkeit, die von dir beschriebene Situation, sprich Einführungen zu gewissen Fachbezogenen Themen geben zu können, ohne fest angestellt zu sein.
Grad im Bereich wo man ständig Fachlehrer Mangel in den Medien liest L
 
Staatliche Schulen sind Behörden mit sehr unflexiblen Regeln.
Prizipiell besteht die Möglichkeit, als Honorarkraft in bestimmten Teilbereichen für die Schule tätig zu werden.
Als "Seiteneinsteiger" steht man in Konkurrenz zu den beamteten Lehrern, die aus nachvollziehbarem Selbsterhaltungstrieb möglichst wenig Leute in ihrer heiligen Domäne rumhuschen haben wollen. Trotzdem kann man an solche Stellen kommen, wenn man irgendwie Leute kennt, die jemanden kennen und so weiter ...
Die nächste Situation wird die Megaüberraschung, dass sich die Schüler für Deinen Vortrag unheimlich interessieren.
So eine Schulklasse über 90 Minuten mental am Leben zu erhalten, ist eine Kunst für sich.
Die offiziell nötige Pädagogenqualifikation braucht man dafür nicht zwingend - es gibt aber auch keine Bezahlung bei Krankheit oder den ewig langen Ferien.
Was auch gut läuft, sind die Vereine, die für's Arbeitsamt Schulungsmaßnahmen anbieten.
Alternativ kann man auch in Museen oder Volkshochschulen seine Pädagogik-Karriere starten ... aber wie man sich auch immer wendet - leben kann man von solchen Lösungen nicht und sofern man anderweitig seine Zeit zum Geld verdienen einsetzt, sind solcherlei Einsätze schwierig im Zeitmanagement.
 
Lieber Siglor,

anstatt dieses Forum zu durchschmökern, solltest du einfach mal bei einer Berufsschule anrufen und dich dort informieren. Wenn du an einer Berufsschule arbeiten willst, ist meines wissens nach ein akademischer Abschluss für Querseinstieger Voraussetzung.
 
Ein akademischer Abschluss ist notwendig wenn du als Lehrer eingestellt werden willst, Berufsschulen bieten aber auch Zertifikate (Elektrofachkraft für Metaller, tischler etc) an sowie Roboterkurse und praktische Tätigkeiten die nicht jeder im Betrieb macht, die durchaus von Technikern durchgeführt werden.
Aber sowas geht alles nicht nebenbei.
Es gibt aber tatsächlich Volkshochschulen oder Vom Arbeitsamt unterhaltene Ausbildungsstätten die eigene Lehrer anstellen um die Auszubildenden für die Berufsschule fit zu machen, da könnte es klappen mit einem Tag die Woche. Auch Unis stellen Techniker für ihre Werkstätten ein (Konstruktion, Herstellung von Prototypen)die auch gelegentlich den Studenten das Drehen oder Fräsen zeigen oder auch Azubis ausbilden wenn Ausbilderschein vorhanden, Unis stellen auch gerne mal in Teilzeit ein.
 
Top