Funktioniert so eine Asynchronmotor?

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von david1990, 22 Dez. 2012.

  1. Hallo wäre nett wenn mir mal jemand sagen könnte ob ich das richtig vertanden habe?

    DieAsynchronmachine funktioniert auch mit einem Drehfeld, jedoch unterscheidet Sie sich im Gegensatz zur Synchronmaschinedadurch dass der Läufer bzw. Roter dem Drehfeld hinterher eilt, also nichtexakt synchron zum Drehfeld läuft. Der Kurzschlussläufer (Rotor) besteht hieraus auf einer Welle angebrachten Blechpakte in diesen Blechpaketen sind Nuten,in diese Nuten werden meist Aluminiumleiter eingesetzt. Diese Leiter sind vorne und hinten durch Ringekurzgeschlossen das nennt man auch die Läuferwicklung. Wird jetzt durch dasDrehfeld ein Magnetfeld aufgebaut wird durch das Induktionsgesetz auch eineSpannung im Läufer(Rotor) induziert. Durch die Induzierte Spannung im Rotor folgt ein Strom der durch diekurgeschlossen Leiter sehr hoch wird. Dieser hohe Strom hat wiederum einMagnetfeld zur Folge das dem Magnetfeld des Drehfeld entgegenwirkt (LenscheRegel)
    àDrehbewegung

     
  2. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Die Asynchronmachine funktioniert auch mit einem Drehfeld, jedoch unterscheidet Sie sich von der Synchronmaschine dadurch, dass der Läufer bzw. Rotor dem Drehfeld hinterher (Motorbetrieb) oder voraus (Generatorbetrieb) eilt, also nicht exakt synchron zum Drehfeld läuft. Der Kurzschlussläufer (Rotor) besteht aus einem auf einer Welle angebrachten Blechpaket in dessen Nuten, in die meist Aluminiumleiter eingesetzt sind. Diese Leiter sind vorne und hinten durch Ringe kurzgeschlossen und sind die Läuferwicklung. Wird jetzt durch das Drehfeld (das ist ein rotierendes Magnetfeld) nach dem Induktionsgesetz eine Spannung in den Läufer(Rotor)stäben induziert. Die im Rotor induzierte Spannung treibt einen hohen Strom durch die kurgeschlossen Rotorstäbe. Dieser hohe Strom hat wiederum ein Magnetfeld zur Folge, mit dem rotierenden Magnetfeld des Stators wechselwirkt: Gleichnahmige Pole stossen sich ab - ungleichnahmige Pole ziehen sich an.

    Irgendwie fehlt mir bei der Erklärung, warum sich der Rotor überhaupt dreht. :(
     
    #2 derschwarzepeter, 22 Dez. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22 Dez. 2012
  3. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Hallo Peter,

    danke dir erstmal für deine Erklärung zum Reihenschluss. Also der Asynchronmotor dreht sich meiner Meinung nach wegen der der sich abstoßenden Magnetfelder bzw Pole, aber warum läuft er nicht synchron zu Frequenz?

    freundliche Grüße aus Stuttgart
     
    #3 david1990, 22 Dez. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 22 Dez. 2012
  4. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Grundsätzlich richtig,
    aber überleg dir mal, wo die Pole des ROTORS herkommen!
     
  5. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Ich würde sagen die Pole des Rotors kommen durch die Wirbelströme die das Drehfeld aufgrund der Wechselspannung erzeugt.

    Mfg

    David
     
  6. AW: Funktioniert so ein Asynchronmotor?

    Ja, abgesehen davon, dass das keine Wirbelströme sind,
    sondern Ströme, die ganz gezielt in den Rotorstäben fließen.

    Wovon hängt deiner Meinung nach ab, wie groß die in den Stäben induzierte Spannung ist,
    die dann letztendlich den das Rotor-Magnetfeld erzeugenden Strom treibt?
     
  7. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Ich würde mal behaupten das hier das Induktionsgesetz greift, also Ui=B*l*V das B-Feld lässt sich ja durch den Strom im Drehfeld beeinflussen denn B=Müh *H und H = ( I*N)\l . Also hängt es im Prinzip von Strom und Windungszahl der Spulen im Drehfeld ab.Außerdem würde ich noch sagen das es noch von den Dimensionen des Rotors anhängt.

    frohliche Weihnachten

    David
     
  8. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    ... und wie kommt das "v" zustande?
     
  9. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Naja das V ist abhängig von der Anzahl der Spulen im Drehfeld bzw. um wie viel Grad die Spannungen im Wechselfeld Phasenverschoben sind oder?


    mfg

    David
     
  10. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Nein:
    NUR eine Flussdichte und eine Leiterlänge ergeben KEINE Spannung;
    da muss noch eine GESCHWINDIGKEIT dazu
    und die ist die Differenz-Umfangsgeschwindigkeit zwischen der Drehfelddrehzahl und der Rotordrehzahl.

    Wie groß ist dann die relevante Geschwindigkeit bei Synchrondrehzahl?
    ... und wie groß ist dann die induzierte Spannung?
     
  11. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Hallo,

    ich bin zwar kein Techniker sondern nur hobbymäßig an Elektrotechnik interessiert und habe eine kleine Verständnisfrage zum Asynchronmotor:
    Ist es so, dass sich der Rotor deswegen dreht, da sein durch Induktion erzeugtes Magnetfeld der nächsten Statorwicklung hinterherläuft, also eine Art "Phasenverschiebung" zwischen den wechselwirkenden Magnetfeldern entsteht?

    Ansonsten würde sich doch keine Drehbewegung ergeben, wenn das Rotor-Magnetfeld zur gleichen Zeit wie das es verursachende Stator-Magnetdrehfeld existiert. Dann würden sich doch Nord- und Südpol ständig direkt gegenüber stehen.


    Danke im Voraus
    VG
     
  12. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Messerscharf geschlossen!
    (... wenn man "der nächsten Statorwicklung hinterherläuft"
    in "dem nächsten StatorPOL des Drehfeldes hinterherläuft" ändert.)
     
  13. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Wie aber kommt es zu dieser Verschiebung, also warum 'hält' das Rotorfeld länger als das ursprüngliche Statorfeld?
     
  14. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Was verstehst du unter "hält"?

    Kennst du DIESE Animation?
    Die zeigt das sehr schön!
     
  15. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Ich stelle mir das so vor (bei einem Kurzschlussläufer):
    Angenommen, der Rotor steht noch still und der Strom in der Statorspule X erreicht sein Maximum. Das entstehende Magnetfeld induziert in der direkt gegenüberliegenden Stelle im Rotor eine Spannung, es folgt ein Strom und darauf ein Rotormagnetfeld. Der Rotor dreht sich noch nicht.
    Nun erzeugt die nächste Statorspule Y ein Magnetfeld mit der gleichen Polung des vorhergehenden Statorfeldes - jetzt gehe ich davon aus, dass das "alte" Rotormagnetfeld noch existiert - und das "alte" Rotormagnetfeld folgt dem "neuen" Magnetfeld der Statorspule Y. Jetzt erst kommt die Drehbewegung zu Stande.

    Die erzeugten Rotormagnetfelder existieren also etwas zeitversetzt zu den Statormagnetfeldern bzw. -polen, ist es so?
    Ermöglicht das etwa die Phasenverschiebung zwischen Läuferspannung und Läuferstrom wie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzschlussläufer beschrieben?


    VG aus Salzburg
     
  16. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Die vom Drehstrom durchflossenen Statorspulen erzeugen das genau gleiche Feld wie ein rotierender Permanentmagnet:
    Es rotiert mit Synchrondrehzahl mit gleichbleibender Größe.

    Zur Drehbewegung des Rotors schau mal DA!
     
  17. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Ist es nun so, wie ich es vorhin beschrieben habe?
    Was bedeutet, "es ist dem verursachenden Magnetfeld entgegengerichtet"? Nordpol an Südpol?
     
  18. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Letzteres ja,
    ersteres nein:
    Das Drehfeld erreicht nicht irgendwann sein Maximum - das ist immer gleich groß und dreht sich halt!
     
  19. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Aber ohne Phasenverschiebung würden sich verursachender Nordpol am Stator und entstehender Südpol am Rotor immer direkt gegenüber stehen und damit keine Drehbewegung zu Stande kommen?
    Der Pol am Rotor besteht also noch, während der Pol am Stator schon weitergezogen ist, nicht wahr?
     
  20. AW: Funktioniert so eine Asynchronmotor?

    Ohne Phasenverschiebung würden sich verursachender Nordpol am Stator und entstehender Südpol am Rotor immer direkt gegenüber stehen
    und damit eine Drehbewegung MIT SYNCHRONDREHZAHL zu Stande kommen.
    Dann würde jedoch in die Rotor"wicklung" keine Spannung mehr induziert werden => kein Strom => kein Moment.
    Dreht der Rotor leicht UNTERsynchron, wird eine Spannung mit der Differenzfrequenz Drehfelddrehzahl - Rotordrehzahl induziert,
    die ein am Rotorumfang umlaufendes Drehfeld rundum konstanter Größe zur Folge hat.
    Die Rotorpole bestehen also dauernd und laufen mit Synchrondrehzahl (Rotordrehzahl + Rotorfrequenz) um den Rotorumfang herum
    und von außen betrachtet synchron um einen mehr oder weniger kleinen Lastwinkel hinter dem Statormagnetdrehfeld nach.
    Schau dir nochmal die Animation an!
     

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