Finanzierung der letzten 3Monate nach Kündigung

Hallo Techniker und die die es noch werden wollen ;)

Ich hab eine Frage zu meiner weitern Finanzierung der Weiterbildung. Beiträge die sich mit einem ähnlichen Thema befassen haben mir nicht so ganz geholfen oder sind schon ein paar Jährchen alt.

Bei mir sieht es wie folgt aus:
Ich mache den Techniker mittlerweile im 3.Semester in Vollzeit. Ich bin weiterhin mit reduzierten Stunden angestellt und schiebe Dauerspätschicht.
Nun wird der Standort jedoch leider zu Ende September geschlossen und ich muss 3Monate ohne Gehalt überbrücken bis zu meinem Abschluss.

Da der Ausgangspunkt geklärt ist kommen wir nun zu den Fragen und Möglichkeiten die mir durch den Kopf gehen :)

1. Für die restlichen 3Monate Bafög beantragen? Geht das für so kurze Zeit überhaupt? Lohnt sich der Zettelkrieg und die Komplikationen? Habe mitbekommen das das wohl nicht immer ganz reibungslos läuft.
2. Beim Arbeitsamt ALG1 beantragen? Kann ich darauf hoffen das die mich die 3Monate in Ruhe meinen Abschluss machen lassen?
3. Kleiner Kredit mit dem ich die 3Monate überstehe.

Für Tipps, weitere Ideen und Lösungsvorschläge bin ich sehr Dankbar.

Beste Grüße
Johannes
 
1. Für die restlichen 3Monate Bafög beantragen? Geht das für so kurze Zeit überhaupt? Lohnt sich der Zettelkrieg und die Komplikationen? Habe mitbekommen das das wohl nicht immer ganz reibungslos läuft.
Kann sich lohnen und geht für so kurze Zeit. Kommt aber darauf an, was du z.B. an Vermögen hast.
Kannst dich dazu hier mal einlesen: https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/fragen-und-antworten-1794.html
Ob du ggf. Anspruch auf Studentenbafög hättest, weiß ich nicht.

2. Beim Arbeitsamt ALG1 beantragen? Kann ich darauf hoffen das die mich die 3Monate in Ruhe meinen Abschluss machen lassen?
Du musst dich eh mindestens 3 Monate vor Ende der Schule arbeitssuchend melden, da du ansonsten direkt nach Ende der Schule keinen Anspruch auf ALG1 hast - sofern du bis da hin keine Stelle hast. Jetzt hast du übrigens auch keines, da du den sgT in Vollzeit machst. Um ALG1 beziehen zu können, musst du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das tut man aber nicht, wenn man in Vollzeit (warum heißt das wohl so ;) ) eine Weiterbildung absolviert. Das was du bisher gemacht hast dürfte arbeitsrechtlich nicht zulässig gewesen sein - sofern dein Arbeitgeber davon gewusst hast.

3. Kleiner Kredit mit dem ich die 3Monate überstehe.
Google mal unter "Bildungskredit".
 
Danke für den Link werde ich mir mal in Ruhe durcharbeiten.

Ich weiß Unwissenheit schützt vor Strafe nicht aber wieso sollte das unzulässig sein?
Ich hab das ganze Konzept doch nur gedreht, sprich Weiterbildung in Vollzeit arbeiten in Teilzeit.
Ich kann da kein Problem erkennen zumal mein Arbeitgeber mich in der Weiterbildung nicht unterstützt und ich das nicht zielgerichtet für ihn mache sondern von ihm nur geduldet wird das ich nebenher etwas anderes mache.
 
Ich würde es so interpretieren, dass die Vollzeitschule ganz normal als Arbeitszeit zählt (denn sonst hättest du ja Anspruch auf ALG1). Sobald das so ist, darfst du am Tag maximal 8 Stunden arbeiten und ich schätze mal, dass deine Schulzeit sowie die Teilzeitarbeit deutlich darüber liegen.
http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/BJNR117100994.html#BJNR117100994BJNG000100307

Dein Arbeitgeber sollte über deine Schulzeit Bescheid wissen, denn normalerweise bist du verpflichtet, ihm gegenüber anzuzeigen, wenn du etwas nebenbei machen willst. Spätestens dann hätte dein Arbeitgeber sich eben melden müssen und sagen müssen, dass da was nicht funktioniert - rein formal gesetzlich gesehen. Alles nicht so schlimm, so lange nichts passiert. Solltest du aber z.B. einen Unfall auf dem Heimweg haben, könnte es sein, dass es auf einmal doch schlimm wird, da dann nicht die Unfallversicherung eintritt, sondern dein Arbeitgeber die Haftung hat.

Eine Bestätigung dafür, dass die Schule als Arbeitszeit zählt, habe ich jetzt nicht gefunden. Das habe ich mir erschlossen. Deshalb - im Zweifelsfall - eine Fachperson zu Rate ziehen.
 
Zusammengerechnet liege ich da schon drüber an den meisten Tagen. 6Stunden Schule und 5Stunden arbeiten.
Jetzt kommt es ganz darauf an wie man das Gesetz dreht und wendet.
Mein Arbeitgeber ist da aber glücklicherweise sehr flexibel und ihm reicht es wenn ich wenigsten 3Stunden anwesend bin den Rest muss ich mit mir selbst und meinem Zeitkonto regeln.
So könnte man argumentieren das ich an dem 10Stundenlimit klebe und während der Semesterferien hab ich meinen zeitlichen Ausgleich.
Also vermute bzw. hoffe ich das es da nicht unbedingt zu Problemen kommen kann, hab auch schon ein gutes Jahr so hinter mich gebracht, da schaff ich den Rest auch noch :) Nur halt blöd mit den 3Monaten jetzt :/
Zumal Schule und Arbeitgeber über den Zustand bescheid wissen und damit einverstanden sind auch wenn da nicht über die jeweiligen Arbeitszeiten geredet wurde.
Werde ich mich mal schlau machen gehen, an der Schule gibt's da glaub auch eine Beratungsstelle.

Danke für die Hinweise und das du dir Zeit genommen hast dich mit dem Thema auseinander zusetzen.
 
Ich glaube auch, dass sich da nix mehr tut. Nur - auch für deinen späteren Werdegang:

Zusammengerechnet liege ich da schon drüber an den meisten Tagen. 6Stunden Schule und 5Stunden arbeiten.
Jetzt kommt es ganz darauf an wie man das Gesetz dreht und wendet.
Mein Arbeitgeber ist da aber glücklicherweise sehr flexibel und ihm reicht es wenn ich wenigsten 3Stunden anwesend bin den Rest muss ich mit mir selbst und meinem Zeitkonto regeln.
Die 10 Stunden sind nicht im Schnitt zu betrachten, sondern ist das maximal Zulässige. Da wird ggf. die Stechuhr kontrolliert, wann man an dem Tag begonnen hat. Im Schnitt ist die zulässige Arbeitszeit auf 8 Stunden begrenzt.
Der Arbeitgeber versucht das gerne auf den Arbeitnehmer abzuwälzen, indem er ihn über die Grenzen informiert und dann so Sätze bringt, dass man "es selber regeln soll". Das würde heißen, wenn du auf Geschäftsreise bist, dass man nach den 10 Stunden ein Hotel ansteuert, egal wie weit weg man noch von dem heimischen Bett ist. Machen aber die wenigsten, weil sie:
- lieber zu Hause schlafen.
- beim Arbeitgeber nicht "blöd" da stehen wollen.

Wie oben schon geschrieben: So lange nichts passiert, ist alles gut. Aber wenn was passiert, muss man überlegen was man macht. Denn im Zweifelsfall kann der Arbeitgeber sagen: "Ich habe den AN darüber informiert und er sollte dann ein Hotel ansteuern." und schon bist du der Fisch.
 
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