Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lernt

Hallo an Alle,

Ich bin mit meinem Techniker gut durchgekommen mit einem Notendurchschnitt von 3,2. Mein Techniker (Elektrotechnik) habe ich als Präsenzstudium vor kurzem erfolgreich absolviert. Ich möchte gerne weiter machen und bin am Überlegen, ob ich mich für den Bachelor - Elektro- und Informationstechnik anmelden soll. Bin mir zwar noch nicht ganz sicher, ob Akad oder WBH.

Meine frage: Da ich noch nie ein Fernstudium gemacht habe, interessiert mich der Zeitaufwand. Angegeben wird er zwischen 15-20h die Woche damit man innerhalb der Regelstudienzeit absolviert.
Ich brauche meistens etwas länger Zeit um die Dinge zu verstehen. Wie würdet Ihr den Zeitaufwand für jemanden einschätzen, der nicht gerade die Leuchte ist? Machbar? Ist es empfehlenswert?

Dann habe ich versucht eine Rechnung aufzustellen: 1CreditPoint --> 30h Aufwand
der Studiengang ist mit 210CreditPoints angegeben --> 210CreditPointsx30h = 6300h die fürs Studium vorgesehen sind. Wenn ich die Gesamtstundenzahl 6300h mit der angegebenen (15-20h) worstcase 20h /pro Woche dividiere.
6300h / 20h = 315 Wochenlernbedarf fürs Studium. Entspricht 6 Jahre (12 Semester). Angegeben wird es in 7 Semester... o_O
 
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ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell, aber wenn du deinen techniker in VOLLZEIT gemacht hast, und dann ein so schlechten durchschnitt erreicht hast, dann solltest du die finger von nem fernstudium lassen und höchstens einen
töpferkurs belegen...
 
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ist wahrscheinlich nicht mehr aktuell, aber wenn du deinen techniker in VOLLZEIT gemacht hast, und dann ein so schlechten durchschnitt erreicht hast, dann solltest du die finger von nem fernstudium lassen und höchstens einen
töpferkurs belegen...
Hm .. wenn ich das gewusst hätte, hätte ich auch einen Töpferkurs belegen müssen, viel besser war mein SgT in Vollzeit nämlich auch nicht. Aber ich nehme es mal als Option nach dem Master :LOL:
 
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immer wieder erschreckend zu sehen, was manche hier so für unqualifizierte kommentare raushauen...
ich frag mich immer was die leute zu sowas treibt....
 
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Ich würde dem Threat-Ersteller raten, erstmal eine anspruchsvolle Stelle als Techniker zu besetzen, um dann nach einiger Zeit zu entscheiden, ob ich (höherwertige ?) Aufgaben eines Bachelors machen will und kann ...
 
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ich muss das jetzt mal ernsthaf fragen, gibt es innerhalb der unterschiedlichen Branchen so grosse Unterschiede zwischen Techniker und Bachelor? Ich lese das doch sehr häufig im gesamten Forum und die Aussage:
höherwertige Aufgabe eines Bachelors macht mich doch sehr stutzig.

Ich frag das, weil in der Chemie ist der Bachelor in keinster Weise gefragt... Meist sind das viel zu junge Leute, die weder praktisch (schlechter als Laboranten), noch theoretisch (sie haben zwar jede Menge Scheine aber meisst dann doch recht speziell in die eine oder andere Richtung wobei es dann gerade in der Analytik doch hapert) richtig gut zu gebrauchen sind. Die Kombi aus "null Erfahrung" mit dem zumeist viel zu geringen Alter und nicht mehr als Grundlagenwissen der Chemie lassen einfach keine Führungsaufgaben und oder hochwertigeren Positionen zu. Damit will ich nicht behaupten, dass man keinen Job findet, nur die Leute die ich kenne, die den Bachelor CHemie gemacht haben, haben es meist nicht weiter geschafft als auf Arbeitsplätze mit etwas besserem Niveau als die einfache Ausbildung... (bei eher mäßigem Gehalt ).

Nicht das Techniker, das non-plus ultra wäre. Es ist schwierig wirklich Technikerstellen zu finden und auch in der Chemie ist es mit dem Techniker schwer. Da bleibt oft nur der interne Aufstieg oder das bewerben auf Ingenieursstellen, wobei es da sehr auf das Unternehmen ankommt ob es möglich ist oder nicht...
 
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Wenn man den Techniker in der Tasche hat dann hat ein weiterführendes Studium nur folgende Gründe:

- Verlangen nach mehr Wissen (hier: theoretisches Wissen)
- mehr Geld (abhängig von Firma)

Da der Threatersteller angeblich Probleme mit dem Lernen hat und die Gründe für sein Vorhaben zu Studieren nicht genannt sind sollte er zunächst klären, ob er mit einem Studium klarkommen würde.
Sicherlich wird das Niveau des Lernstoffes höher sein als das des Technikers.

Somit müsste man vereinfacht gesagt ein oder zwei Noten auf seinen Techniker-Durchschnitt draufrechnen.

Letztlich würde ich (ohne, dass ich Erfahrung habe) sagen, dass das Bachelorstudium weit mehr Zeit in Anspruch nimmt als eine Technikerweiterbildung. Alleine die Grundlagenfächer (Mathe usw.) sind bestimmt komplexer.
Weiter sollte man bedenken, dass es hier um ein Fernstudium geht.
Der Threatersteller hat seinen Techniker per Vollzeit absolviert.
Hier hat man (aus meiner Sicht, habe darin aber auch keine Erfahrung) ein angenehmes Lernen.
Der Stoff wird einem aufgeschwatzt.
Beim Fernstudium ist man zu 99% auf sich allein gestellt nach dem Motto:
"Hier dein Stoff, lies, verstehe und behalte den Stoff"
Damit muss man erstmal klarkommen.

Somit übersichtlich die "nachteiligen" Unterschiede eines Fernstudiums zur Vollzeit-Technikerweiterbildung:
- Eigenmotivation gefordert
- Komplexere Themen müssen verstanden werden (und das in Eigenregie)
- Man hat (nach Angabe der 20 Stunden wöchentlichem Aufwand) pro Tag 3 Stunden weniger Freizeit

Das sollten die formellen Unterschiede sein. Wenn man damit meint klarzukommen dann passt das aus meiner Sicht :)
 
B

Benutzer155553

Gast
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Ich frag das, weil in der Chemie ist der Bachelor in keinster Weise gefragt...

Das glaube ich gerne. Etwas ähnliches habe ich ein paar netten Herren hier auch schon versucht zu erklären, aber natürlich wussten sie es besser.
Dazu verweise ich mal auf die Pressemitteilung der DPG über eine Studie:
http://www.dpg-physik.de/presse/pressemit/2011/dpg-pm-2011-08.html

Ich denke gerade weil es in der Chemie auch hervorragende praktische (berufliche) Ausbildungen gibt, in denen man, salopp gesprochen, auch das lernt was man wirklich braucht, wird diese Tendenz dort ausgeprägt sein.

Es muss allerdings sehr stark zwischen einem Bachelor (welche technische Richtung auch immer) von der FH/Uni und einem puren Naturwissenschaftler Chemiker, Biologe, Physiker unterschieden werden.

Ein solches Studium bildet rein für die Forschung aus und sollte beim Doktor enden mit dem man dann in der Forschung (Uni, oder sonstigen Forschungsinstituten) arbeitet. Eine Ausbildung zum Ingenieur bspw. sieht von Grund auf anders aus, vorallem auf der FH.

Wenn man den Techniker in der Tasche hat dann hat ein weiterführendes Studium nur folgende Gründe:

- Verlangen nach mehr Wissen (hier: theoretisches Wissen)

Allerdings nur während des Studiums, später stehen evlt. andere Türen offen, hinter denen man andere praktische Erfahrung sammeln kann.

Somit müsste man vereinfacht gesagt ein oder zwei Noten auf seinen Techniker-Durchschnitt draufrechnen.

Ich denke hier wurde die Rechnung zu sehr vereinfacht.

Im Studium lernt man anders und viel intensiver als in einer schulischen Ausbildung. Die Oberflächlichkeit bringt häufig die Probleme mit, da kein rundes Verständnis aufgebaut wird, im Studium ist das oder besser sollte das anders sein. Evtl. werden dann die Noten sogar besser. Bei mir zB. hat der Wechsel von der Realschule zum Gymnasium eine Verbesserung um 2 Noten im Durchschnitt mitgezogen. Der Wechsel zur Uni hat den Schnitt nochmal angehoben, obwohl der Stoff "schwerer" wurde.

Das ist wohl leider auch häufig der Grund warum viele nicht wissen wozu sie eigentlich in der Lage sind, wenn sie "in ihrem Bereich" tätig sind.

Letztlich würde ich (ohne, dass ich Erfahrung habe) sagen, dass das Bachelorstudium weit mehr Zeit in Anspruch nimmt als eine Technikerweiterbildung. Alleine die Grundlagenfächer (Mathe usw.) sind bestimmt komplexer.

Das Studium setzt im Grunde dort an, wo der Techniker aufhört, die Studenten haben den Stoff nämlich schon im (Fach-)Abi gelernt und er wird nur nochmal in den ersten Wochen gefestigt. Das trifft natürlich nur für die Grundlagenfächer zu!

- Man hat (nach Angabe der 20 Stunden wöchentlichem Aufwand) pro Tag 3 Stunden weniger Freizeit

Das hört sich erstmal wenig an, man muss sich aber im Klaren sein, das diese 3 Stunden unter Umständen stressiger sein können als der gewöhnliche Arbeitstag, vorallem wenn man mit hängen und würgen etwas nicht versteht und die Klausuren oder Abgaben im Nacken sitzen.

 
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Vielen Dank für die auführliche Antwort.
Das deckt sich doch sehr viel mehr mit meinen Erfahrungen, als das was man sonst hier im Forum so zu lesen kriegt.

:)
 
B

Benutzer155553

Gast
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

:D:D
Tja, wenn Leute eben ein manisches Verhalten aufweisen und mit ganzem Herzen den Advocatus Diaboli vertreten möchten, dann entsteht eben auch schnell mal ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit :
Ich will ja eigentlich gar nicht hetzen, aber dieses Unterforum hier muss ich einfach teilweise mit Humor nehmen :)
 
B

Benutzer74741

Gast
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Es muss allerdings sehr stark zwischen einem Bachelor (welche technische Richtung auch immer) von der FH/Uni und einem puren Naturwissenschaftler Chemiker, Biologe, Physiker unterschieden werden.


Ja und nein...

Es rutscht nur ein kleiner Teil des Jahrganges in die Forschung. Physiker/Mathematiker gehen auch gerne mal in die Finanzwelt, um dort Modelle zu entwickeln. Und ob man dafür nun die Spezialisierung und den Dr. in Kernphysik oder Astronomie benötigt, das lassen wir mal dahingestellt...

Hier ist auch viel Gerede der Institutionen dabei, die sich damit eine möglichst große Auswahl an Doktoren züchten wollen, um dann unter den Besten wählen zu können. Genau das gleiche Gesabbel gibts bein Ingenieur, der ja bekanntlich erst mit dem Master erlangt wird
:rolleyes:

Ich persönlich gehe davon aus, dass locker 40-50% aller Naturwissenschaftler auf den Dr.-Titel und weitere 20-25% sogar auf den Master verzichten könnten. Gemacht wird der nur "weil man ihn halt braucht um einen Job zu finden" und nicht weil er fachlich zwingend notwendig wäre...

Das nennt sich Inflation der Abschlüsse und zeigt sich besonders deutlich beim Abitur, welches heutzutage für viele simple Lehrberufe schon fast zwingende Vorraussetzung ist...

Im Studium lernt man anders und viel intensiver als in einer schulischen Ausbildung. Die Oberflächlichkeit bringt häufig die Probleme mit, da kein rundes Verständnis aufgebaut wird, im Studium ist das oder besser sollte das anders sein. Evtl. werden dann die Noten sogar besser.

Bei einem Teil ist das so, ja. Ein weiterer Teil bleibt auf der mittelmäßigen Leistung hängen und ein weiterer (großer Teil) bricht das Studium ab, weil er mit dem akademischen System nicht zurechtkommt..

So ehrlich sollte man dann bitte auch sein. Bei uns haben etwa 30-35% die Hochschule bereits nach den ersten 2 Semestern wieder verlassen. Und an der WBH dürften die Zahlen noch dramatischer aussehen...
 
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B

Benutzer74741

Gast
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Wird sich leider nicht ermitteln lassen...

Zum Einen beruft sich die WBH ja darauf nur die als Abbrecher zu listen, die mal ne Klausur geschrieben haben. Das leuchtet zum Teil ein, weil man damit die rausfiltert, die einfach mal reingucken und dann doch nicht studieren. Zum Anderen sortiert man aber auch die raus, die sich ernsthaft mit der Materie befassen und dann merken "Ich schaff es einfach nicht" und ebenfalls keine Klausur schreiben...

Insgesamt halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, dass sich eine Fern-FH in der Abbrecherquote wesentlich von einer staatlichen FH unterscheidet. Nicht nach oben, aber erst recht nicht nach unten...

Ich schätze 30-35% brechen ab...
 
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Wenn es reicht ... ich weiß nicht ob der Faktor es nebenbei das ganze noch erschwert, man braucht schon eine gehörige Portion Eigenmotivation es nebenbei meist alleine zu machen. Wobei mir der Vergleich zur echten FH fehlt. Naja mein "Studentenleben" endet in kurzer Zeit bin ich froh.
 
B

Benutzer74741

Gast
AW: Fernstudium Akad/WBH - Zeitaufwand für jemand der sehr langsam versteht und lern

Der Faktor einer Doppelbelastung wird dadurch aufgewogen, als dass man an einer staatlichen Hochschule längst nicht so gute Betreuung und aufbereitetes Studienmaterial hat, wie an einer Fernhochschule ...

Wie gesagt, ich denke die Abbrecherquoten sind ähnlich hoch. Und auch die Zahl derer, die an der FH erst so richtig aufdrehen, dürfte recht überschaubar sein...
 

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