Federnde Spannrolle im Lastturm/Leerturm

Dieses Thema im Forum "Konstruktion" wurde erstellt von MiMiWE, 27 Apr. 2017.

  1. Hallo,

    Derzeit plane ich meinen ersten Riemenantrieb und habe folgendes Problem.
    Mein Antrieb (100 min^-1, 25 Nm) ist fest positioniert und die anzutreibende Welle ist variabel einstellbar.
    Wie auf der groben Zeichnung zu erkennen ist lässt sich die Rolle unten links auf die drei roten Punkte fixieren(Abstand jeweils 15mm).
    Die grüne Rolle hatte ich mir als Federnde Spannrolle vorgestellt um den Unterschied von 45mm aufzufangen und den Riemen auf Spannung zu halten.
    Doch hat man gelernt das bei einem reversierenden Antrieb keine bewegliche Rolle eingesetzt werden soll, da sich Last- und Leerturm abwechseln.
    Ist es wirklich so gravierend wenn man die Spannrolle in den Lastturm setzen würde?
     

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  2. Ich würde das ignorieren.
    Was meist du, was in der Technik so alles funzt, was theoretisch nicht funzen dürfte.
    Vllt. ist das ebenso eine Mär wie die, dass man bei wechselndem Momenten kein Teil ( z.B. Zahnrad, Kupplung usw.) mit einer Passfeder auf einer Welle befestigen soll.
     
  3. Der Knackpunkt ist doch,
    ob die sich an der Spannrolle vektoriell addierenden Trumkräfte die Spannfederkräfte überschreiten.
    Ist das der Fall, dann ist die Riemenspannung futsch und der Riemen rutscht durch.
    (Vielleicht kein eleganter, aber wirkungsvoller Lastbegrenzer.)
    Abhilfe: Federspannung erhöhen.

    Die gewählte Geometrie des Riementriebes ist aus zweierlei Gründen nicht glücklich:
    1.) Der Umschlingungswinkel der Antriebs- und Abstriebsrolle ist unnötig klein.
    2.) Aufgrund des kleinen Winkels zwischen den Trumen braucht man an der Spannrolle hohe Federkräfte.
     
    MiMiWE und Mapriex gefällt das.
  4. Vielen Dank für die Antworten.

    Eine außen liegende Spannrolle die die Umschlagwinkel vergößern würde ist leider nicht möglich.
    Ich werde es trotzdem einfach mal so probieren auch wenn die Umschlingwinkel was klein sind.
    Leider finde ich nur Beispiele zur Berechnung von offenen Riemenantrieben... Vom Prinzip wird sich wohl die Vorgehensweise bei einer dritten nicht ändern oder?
    Ich meine mich zu erinnern das der min. Durchmesser der Spannrolle der Breite des Riemen betragen sollte und ein Umschlagwinkel nicht wirklich wichtig ist.
     
  5. Ich würde die "untere" Rolle verschiebbar u. Gewichtsbelastet ausführen u. mir die Spannrolle insgesamt sparen
     
  6. Das ist die BESTE Spannrolle.
     
  7. Unter einer gewichtsbelasteten Rolle kann ich nichts vorstellen, auch eine Google Recherche hat mir nicht wirklich weiter geholfen.
    Bräuchte ich dann bei drei verschiedenen Achsabständen nicht auch 3 verschiedene Riemen ohne Spannrolle?
     
  8. Jetzt sage erst einmal, weshalb du 3 verschiedene Achsabstände brauchst und wie du diese einstellen willst.
     
  9. Die drei Abstände bräuchte ich jeweils um drei verschiedene Bauteile um die richtigen Achsabstände zu drehen. Den mittleren Abstand mit zwei fest positionierten Wellen wäre auch als letzte Notlösung denkbar...
     
  10. [QUOTE="2.) Aufgrund des kleinen Winkels zwischen den Trumen braucht man an der Spannrolle hohe Federkräfte.[/QUOTE]

    Hey,
    ich habe mich die Tage mal versucht an der Auslegung eines Riemenantriebes, da mein Wellenabstand fix ist und nicht verändert werden soll komme ich um eine Spannrolle nicht rum.
    Der Ablaufplan im Roloff und Matek beschreibt den Vorgang ganz gut nur leider gibt es kein Bsp. zu Berechnungen mit Spannrollen.
    Nach meinen Berechnungen habe ich eine theoretische Riemenläng(T10) von ca. 375mm die zu bestellende Größe sind 400mm.
    Wenn man jetzt annehmen würde man setzt die Spannrolle mittig in den Trum kann ich mir wir in der Skizze den Spannweg ausrechnen oder?
    P' = \frac{100Nm*min^{-1}}{9550}= 0,011kW \\ v = 0,04456*\pi*\frac{1min^{-1}}{60} =2,33x10^{-3}\frac{m}{s} \\ F_{t}=\frac{P'}{v} = \frac{11W}{2,33x10^{-3}\frac{m}{s} }=4721N
    Mir kommt die Umschlagkraft was groß vor.. Ich habe da keine Vergleichswerte.
    Würde es jetzt theoritisch reichen eine Spannrolle mit einem Federweg von 40,33 mm und der Kraft von Ft einzuplanen?
    Ich habe das Gefühl ich bin hier richtig auf dem Holzweg.

    Vielen Dank im Voraus und euch ein schon mal ein schönes Wochenende.

    Gruß
     

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  11. Keiner?
    Kennt denn einer gute Übungsbücher o.Ä. in dem Bsp. für Riemenantriebe mit Spannrollen/Umlenkrollen vorhanden sind?
    Ist der Umschlingungswinkel von der Spannrolle überhaupt relevant?
     
  12. Na sicher:
    Der legt doch das Kräfteparallelogramm fest,
    das aus der Spannkraft und den Trumkräften besteht!
    Ist der Umschlingungswinkel sehr klein, dann braucht man sehr hohe Federkräfte auf der Rolle,
    um moderate Trumkräfte zu erreichen.
    Gegen einen großen Umschlingungswinkel auf der Spannrolle spricht jedoch die Tatsache,
    dass dadurch der Riemen in die "andere Richtung" gebogen wird
    und damit weniger lang halten wird.
     

  13. Irg.wie versteh ich aber nicht wie ich die Position der Spannrolle bestimmen kann. Ich habe einen festen Achsenabstand und gegeben Riemenscheibe sowie Spannrolle. Der nächste passende Zahnriemen ist 400mm und dann etwa 25mm zu lang. Gibt es da eine gute Möglichkeit die Position zu bestimmen. Ich hatte es ja wie oben in der Skizze probiert aber das kann so doch nicht stimmen.
     
  14. Wäre es nicht theoretisch ein minimaler Umschlingungswinkel bei einem minimalen Radius der Umlenkrolle?
     
  15. Wäre WAS nicht theoretisch ein minimaler Umschlingungswinkel bei einem minimalen Radius der Umlenkrolle?
     
  16. Vorschlag.
     

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  17. Vielen Dank für den Vorschlag Derfnam. Aber da hätte ich ja wieder das "Problem" der wechselnden Trume. Wäre dies mit auf einer Schiene sitzende Spannrolle behoben?

    Ich hatte irg.wo mal die Lösung wie in der Skizze gefunden, finde leider Ursprung nicht wieder. Die beiden Spannrollen sind mit Spannschloss verbunden um so den Achsabstand einzustellen, desweiteren sind die auf der Achse gelagert. Dies bewirkt an beiden Spannrollen gleiche Radialkräfte, unterschiedliche Umschlingungswinkel und soll somit keine Probleme mit wechselnden Trume haben.

    Wobei ich den Vorschlag von Derfnam eleganter finde.Was würde euch besser zusagen? Ihr habt anscheinend Ahnung auf dem Gebiet.
    Nochmals vielen Dank an Derschwarzepeter und Derfnam für eure Zeit und Antworten.
     

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  18. 30mm Achsabstandsvarianz: Das hört sich für mich nach "Spielzeug" an..
    Die Diskussion hier wird noch "endlos" so weitergehen, wenn du nicht mal genau beschreibst, was du eigentlich machen willst und alle techn. Daten nennst ( Achsabstand, Bandbreite, Trommeldurchmesser usw.)
    Was ist der Zweck deiner Einrichtung und weshalb muß der AA variabel sein. Welche Antriebsleistung?
    Und auch endlich einmal eine vollständige Arbeitsskizze und nicht immer nur die beiden Trommeln u. das Band. Was wird an die verstellbare Trommel denn eigentlich angeschlossen?
     
  19. Derfnams Lösung mit der gewichtsbelasteten Spannrolle ist elegant für den Ausgleich großer Abstandsdifferenzen,
    aber weil der Riemen so oft und so weit gebogen wird, wird er nicht alt.
    Die Lösung in deiner Skizze ist wahrscheinlich geeigneter,
    doch würde ich zwischen den beiden Spannrollen kein Spannschloss setzen, sondern eine Feder.

    Dennoch hat der Manni einfach rechnt, wenn er schreibt:
    Ohne das wirst du nur ein Sammelsurium von möglichen Lösungen bekommen
    und die für deinen Einsatzzweck passende auszusuchen,
    wird dir schwer gelingen.
     

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