Eure Erfahrungen - Bauzeichner +Bautechniker

Hallo erstmal!

Ich bin 23 Jahre jung und habe im Juni 2018 meine Ausbildung zum Bauzeichner im Ingenieurbau mit dem Schwerpunkt Betonfertigteile erfolgreich abgeschlossen.
Frühzeitig hatte ich schon meinen Vertrag für die Übernahme im Betrieb (recht groß 100+ Mitarbeiter, Planungs- sowie Architekturbüro) bekommen und diesen auch unterschrieben. In unserem Bereich ist es sehr schwer gute qualifizierte Leute zu finden deshalb ist der Chef daran interessiert die Leute zu halten.

Seitdem arbeite ich als Geselle im Betrieb und bin von 2000 Euro auf 2300 Euro gesetzt worden im ersten halben Jahr.(+13. Gehalt)
Meine Aufgaben beziehen sich hauptsächlich auf die Werkplanung der Betonfertigteile und ich beginne mit Konstruktionsplänen.

Mein Chef sieht mich hier im Betrieb als Ersatz für die alteingesessenen Konstrukteure (Rente in ca. 3 Jahren) und somit soll ich daraufhin Konstrukteur werden. Aktuell alles in 2D, wobei ich auch mit 3D Modellierung kein Problem habe.

Des Einen ist als Konstrukteur natürlich mehr Gehalt zu erwarten wie als Bauzeichner, jedoch ist die Konstrukteurtätigkeit ja keine richtig nachweisbare Fortbildung außer das es später im Arbeitszeugnis steht. Mein Job macht mir Spaß, jedoch weis ich auch nicht ob ich mein Leben lang nur zeichnen möchte.

Nun beschäftige ich mich auch schon länger mit dem Bautechniker Hochbau. Angemeldet bin ich für dieses Jahr in Vollzeit. (Wohne bei den Eltern, Teilzeit bin ich kein Typ für). Dieser wär an einer staatlichen Schule. 4 Tage Unterricht, 1 Tag "frei" / arbeiten.

Nun zu meiner Frage / Bitte: Ist jemand von euch als Konstrukteur tätig / tätig gewesen oder hat den gleichen Schritt gemacht wie ich vor hatte (Bauzeichner + Bautechniker) und kann mir sagen inwiefern sich das für euch Arbeits,-Aufgaben- und Gehaltstechnisch gelohnt hat? Sind die Jobchancen wirklich so gut wie man hört? Ist der Einstieg als "frischer" Bautechniker schwer?

Weiterbilden macht man irgendwann vielleicht nicht mehr. Jedoch ist es schwer sich zwischen den beruflichen Perspektiven richtig zu entscheiden. Das mir das niemand abnehmen kann weis ich. Würde nur mal gerne Erfahrungen anderer hören.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Miklig,

mach´s und zwar so früh wie möglich !!!!!

Ich quäle mich mit meinen 47 Jahren durch meinen Bautechniker und bereue es nicht viel früher angefangen zu haben.

Du wohnst noch bei den Eltern, kannst wahrscheinlich in die Krankenkasse deiner Eltern zurück(???) und kannst im alten Betrieb ein paar Tage im Monat mitarbeiten. Am Finanziellen sollte es nun mal nicht scheitern.

Als fast fertiger Hochbautechniker kann ich dir berichten, daß die Bauzeichner am leichtesten mit dem Unterrichtstoff zurecht kamen.
Ich dachte vorher, daß die praktische Erfahrung auf der Baustelle einiges leichter machen sollte, aber Baustelle ist halt oft nicht nach Vorschrift.

Mach dir auch gleich Gedanken über Zusatzqualifikationen wie z.B.
Gebäudeenergieberater
SiGeKo
Ausbilderschein


Mit durstigen Grüßen
 
Danke für deine Antwort!

Nein am Finanziellen scheitert es keinesfalls. Ich habe durch das eine Gesellenjahr viel gespart und wohne bei den Eltern richtig. Außerdem würden wir wieder bis ich 25 bin Kindergeld bekommen und ich würde das Meister-Bafög in Anspruch nehmen, wobei ich den Teil den ich zurückzahlen muss direkt spare um am Ende keine Schulden zu haben, sowie ist durch Nebentätigkeit ein kleines Einkommen vorhanden.

Das was die Entscheidung für mich so schwer macht ist halt dazwischen zu entscheiden ob ich nun Konstrukteur werde oder Bautechniker.
Hier in der Firma werden keine Bautechniker gesucht. Ob er da so begeistert ist und mich unterstütz werde ich erst beim nächsten Gespräch erfahren. Aber natürlich mach ich das davon nicht abhängig, gibt ja genug andere Betriebe.
 
Musst nur aufpassen mit dem Meister-Bafög...soweit ich weiß, bekommst das aufs 1. Fern-Studium. Nicht, wenn du den Techniker/Meister/Bachelor/... in Vollzeit machst.
 
Das geht trotzdem! Hab dort schon angerufen und mich erkundigt. Ebenso bekommen es zwei ehemalige Mitschüler von mir auch bei ihrem Techniker in Vollzeit.
 
Nun zu meiner Frage / Bitte: Ist jemand von euch als Konstrukteur tätig / tätig gewesen oder hat den gleichen Schritt gemacht wie ich vor hatte (Bauzeichner + Bautechniker) und kann mir sagen inwiefern sich das für euch Arbeits,-Aufgaben- und Gehaltstechnisch gelohnt hat? Sind die Jobchancen wirklich so gut wie man hört? Ist der Einstieg als "frischer" Bautechniker schwer?
Also man wird ja nur für eine Stelle bezahlt und nicht für zwei.
Wie das mit dem Gehalt ist, folgende Orientierungsmöglichkeit:

Schaue in die Tarifabschlüsse der Gewerkschaften und betrachte die prozentuellen Unterschiede in den
Tätigkeiten. Vor allem zwischen mit Berufsausbildung und berufsspezifische Fortbildung. Meist sind es ca. 10 - 15% mehr Lohn.
Wobei auch die Tätigkeit anspruchsvoller wird.

Gehaltscheck ist auch eine Möglichkeit:

Daten der Beschäftigung eingeben und schauen wo man sich befindet.

Die Jobchancen im allgemeinen: Anschauen was so derzeit ausgeschrieben ist an Stellen die deinen angestrebten Abschluss
voraussetzen. Im speziellen müsstest du dich schon selbst auf die Stellen bewerben und schauen wie weit du kommst.
Die Information wirst du also erst haben wenn du dich nach Bautechniker auf dutzende Stellen beworben hast.
Ansonsten reicht die Erfahrungsspanne von nur paar Anläufe gebraucht bis dauerarbeitslos mit 100 Bewerbungen.

Der Einstieg auf höherwertige Stellen ist immer schwieriger als mit Facharbeiter.
 
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