Elektromotor Steuerung 500 W

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von canalyzer, 29 Nov. 2012.

  1. Hallo,

    Im Rahmen meiner Studienarbeit bin ich zurzeit dabei, einen Prüfstand zum Testen von Fahrradketten zu konzipieren.
    Dabei fällt es mir momentan schwer, einen Motor zum Antrieb auszulegen. Ich bewege mich in diesem Gebiet auf "Neuland" und es fällt mir etwas schwer Fuß zu fassen.

    Die derzeitige Daten des Prüfstandes:
    -500 W zugeführte Leistung
    -50 - 130 u/min Eingangsdrehzahl
    -Wirbelstrombremse zur Simulation einer Last, simulierte Last wird erst nach Erreichen der Solldrehzahl aufgebracht.
    -Einschaltdauer <15 Min

    Nun benötige ich für diesen Anwendungsfall einen Elektromotor, der in der Drehzahl veränderbar ist. Möglichst günstig. Nach meinem derzeitigen Stand kommen dafür folgende Motorentechnologien in Frage:
    Gleichstrommotor / Asynchronmotor / Universalmotor / Kollektormotor.

    Welche Motorenart ist hierfür die Richtige? Asynchronmotor? Irgendwo habe ich gelesen, dass der Asynchronmotor dreiphasig sein muss, stimmt das?

    Dazu muss dann die Frequenz verändert werden, z.B. mit einem Frequenzumrichter. Auf was muss ich da beim Kauf achten? Und wie ist es mit den Motoren, kann jeder Asynchronmotor mit Frequenzumrichter betrieben werden? Oder kann man die Drehzahl evtl. günstiger über eine Phasenabschnittssteuerung/Drehzahlsteller variieren?

    Natürlich wäre es am besten, wenn der Motor direkt angebaut werden könnte, ohne Untersetzungsgetriebe, aber ich denke das wird wohl nicht funktionieren. Am liebsten wäre es mir, wenn die Drehzahl zunächst so einfach Steuerbar wäre wie bei einem Staubsauger. In einem späteren Arbeitsschritt soll das Ganze dann noch rechnergesteuert funktionieren.

    Über eure Hilfe wäre ich sehr sehr dankbar, um in das Thema hineinzufinden. Falls mir jemand weitere Literaturtipps geben kann, die sich mit der Auswahl und Auslegung eines solchen Elektromotors beschäftigen, würde mir das auch Helfen.

    Vielen Dank!
     
    #1 canalyzer, 29 Nov. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 29 Nov. 2012
  2. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Bohrmaschine aus dem Baumarkt. Alles komplett dran - nur Stecker rein und dezent auf den Schalter drücken - je drück desto flott.

    Muss man nix dazu wissen und billiger als jede Einzel-Anfertigung ist das garantiert
     
  3. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    im Prinzip wäre das für erste Versuchszwecke ein Ansatz. Später soll da aber dann ein anständiger Prüfstand daraus werden...
     
    #3 canalyzer, 29 Nov. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 29 Nov. 2012
  4. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Also ich denke, dass der Antrieb nicht schlecht ist wenn du den aus einer Bohrmaschine wie vorgeschlagen nimmst. Bedenke dass so eine Bohrmaschine eine Menge aushalten muss - son 16er Bohrer in ein stück stahl jagen ist keine geringe belastung - demnach müssten die besagten Komponenten einer Fahrradkette gewachsen sein. Letzten Endes zählt nur das Erreichen des ziels, und dass es hält was es soll - triff eine Entscheidung. Was meinen die anderen dazu?
     
  5. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Mit KEINEM anderen neuen Produkt von der Stange
    wirst du derartig billig davonkommen wie mit pleindespoirs Bohrmaschine.
    Die einzige ausmerzbare Schwachstelle ist das Bohrwellenlager,
    das widmungsgemäß nicht für Radialbelastungen ausgelegt ist;
    diese müsstest du durch ein zusätzliches (Wälz-)Lager aufnehmen.
     
  6. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Da hilft auch den Kassenbon gut zu verwahren und die Maschine als Garantiefall umzutauschen, wenn sie schlapp machen sollte.

    Die Baumärkte sind das gewöhnt, dass man sich eine Maschine zulegt und die während des Hausbaus sooft reklamiert, bis das Haus fertig ist.

    Sollte der Bau länger als 3 Jahre brauchen, muss man wohl in den sauren Apfel beissen und die nächste bezahlen ...
     
  7. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Ich habe mich jetzt noch mal mit dem Thema auseinander gesetzt, und die Motorenarten miteinander verglichen.

    Bei einem Drehstrom-Asynchronmotor bräuchte man einen Frequenzumrichter. Motor und Frequenzumrichter würden etwa 350 Euro kosten. Im Vergleich dazu einen Universalmotor (genau gesagt: Reihenschlussmotor), wie er in einer Bohrmaschine verbaut wird. Kann man so einen Universalmotor auch einzeln kaufen? Ich konnte bisher im Netz nichts einzeln finden. Eine Bohrmaschine bekommt man ja schon für ca. 100 Euro.

    Also wenn man die beiden Varianten vergleicht, ist die Lösung mit Asynchronmotor zwar 250 Euro teurer, demgegenüber steht ein niedrigerer konstruktiver Aufwand, die Ausfallwarscheinlichkeit ist wesentlich geringer (An dem Prüfstand sollen später Laborversuche von Studenten durchgeführt werden können, die diese Konstruktion nicht kennen), und er lässt sich besser steuern, wenn dem Frequenzumrichter die Frequenz über ein Eingangssignal von einem Bedienpult vorgegeben werden kann. Außerdem würde ich die Kennlinie eines Asynchronmotors als schöner (?) beurteilen, d.h. sie passt besser zu der Wirbelstrombremse, die einen quadratischen Anstieg der Leistung mit der Drehzahl hat.

    Wie seht ihr das Ganze? Wenn ich mir so was "für zuhause" bauen würde, würd ich die günstigere Universalmotor-Variante wählen. Für das Labor der Hochschule bietet sich dann doch ehr die professionelle Lösung mit Frequenzumrichter an, denke ich.

    Des Weiteren wurde ich auf folgendes Angebot aufmerksam gemacht:
    http://shop.mat-con.net/epages/62158737.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62158737/Products/my1020_500w
    Wie ist denn das zu Bewerten? Welches Motorenprinzip steckt da dahinter? Auf den ersten Blick scheint das ja ganz günstig zu sein, aber man bräuchte dann wahrscheinlich auch ein Netzteil mit veränderbarer Ausgangsspannung zur Drehzahlsteuerung. Und die kosten in dieser Leistungsklasse auch so 200 (?) Euro.

    Oder mal was ganz anderes, einen Druckluftmotor:
    http://www.esska.de/cgi-bin/esska_de/iboshop.cgi?showd3260!0,922791449123700,205300160040
    Wie sieht es denn mit so was aus, findet das in der Praxis Anwendung? Damit kenn ich mich gar nicht aus. Den Nachteil des schlechten Wirkungsgrades von Druckluft ist ja bei den kurzen Einschaltphasen eigentlich vernachlässigbar. Und 257 Euro ist ja auch nicht zu teuer.
     
  8. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Die Kennlinie eines Asynchronmotors passt NICHT besser zu der Wirbelstrombremse,
    die einen quadratischen Anstieg der Leistung mit der Drehzahl hat,
    denn in DEM Bereich darfst du den Asynchronmotor nicht betreiben:
    Der wird nur beim Hochlauf dynamisch durchfahren
    und macht dabei genug (thermische) Probleme!

    Sicher wäre der Asynchronmotor mit Frequenzumrichter eine feine Lösung,
    nur denke ich, dass du mit den 350 Euronen sicher nicht davonkommen wirst,
    weil du nämlich z.B. das Getriebe vergessen hast:
    Ohne das müsstest du einen ASM mit Nenndrehzahl von z.B. 1470 U/min
    fast 10-fach überdimensionieren um die gewünschten 50 U/min zu realisieren
    (was ohnehin mit dem FU sehr schwierig/teuer werden würde - Vektorregelung!).

    Der Druckluftmotor wäre über ein Getriebe durchaus verwendbar,
    wenn einen das Geheule nicht stört und man mindestens 15 m³ Druckluft zur Hand hat:
    Aus einem kleinen Werkstattkompressor kommen die auf keinen Fall!

    Der chinesische Elektrofahrradmotor wäre eine Option,
    aber woher bekommst du 27 Ampere bei 24 V - möglichst noch regelbar?
    Steht unten: aus dem chinesischen Regelnetzteil 30V/30A um 550 Euro!

    Ich würde die Bohrmaschine nehmen - ordentlich überdimensionieren
    und nicht die billigste kaufen: Da gibt´s sogar welche Mit Tachogeneratoren!
    Die wird praktisch unverändert (ev. Bohrfutter abnehmen) an den Apparat geschraubt.
    Falls die vielleicht DOCH einmal kaputtgehen sollte,
    kann man sie schnell gegen das baugleiche Ersatzstück aus der Reservelade tauschen
    und DAS geht sich um das wenige Geld auch noch aus!
     
  9. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Danke für die schnelle Antwort!
    Ich mag vielleicht etwas dickköpfig wirken, aber die Lösung mit der Bohrmaschine gefällt mir nicht sonderlich.
    Ich sehe mehr Vorteile in der Lösung mit Asynchronmotor, auch wenn das teuer ist.

    Also geplant war, dass die Last durch die Wirbelstrombremse erst aufgebracht wird, sobald der Elektromotor die Hochlaufphase durchlaufen hat.

    Nochmal zu "meinem" Asynchronmotor. Wenn man davon ausgehen würde, das dem System maximal 500 Watt zugeführt werden (und bei 50 u/min entsprechend weniger), würde das doch bedeuten, dass der Motor so groß dimensioniert werden muss, dass das Kippmoment etwa 1,6 mal Sollmoment ist. Würde man davon ausgehen, dass die Drehzahl nahezu identisch ist bei beiden Momenten, müsste die Leistung des Motors auch etwa 1,6-mal der Sollleistung sein. Wenn man da noch etwas überdimensioniert, würde man einen Motor mit 1,1 kw Benötigen, sowie diesen hier:
    http://www.elektromotorenmarkt.de/e...tml?catsku=91&produktsku=16293&SelectedPage=1
    Bei der Drehzahl wurde ein Motor mit 3000 u/min gewählt. Oder bringt ein Motor mit 1500 u/min Vorteile in diesem Fall? es muss ja so oder so ein Getriebe zwischengeschaltet werden, z.B. ein Riemengetriebe. Dies bräuchte ich ja auch bei einer Bohrmaschine um weniger Drehzahl und mehr Drehmoment zu bekommen.

    Dann benötige ich noch einen Frequenzumrichter der auch für 1,1 kw geeignet ist? oder kann der z.B. nur 0,75 kw betragen gemäß der Sollleistung? Z.b. so was: http://www.conrad.de/ce/de/product/...SHOP_AREA_17346&promotionareaSearchDetail=005


    Nochmal zu den Universalmotoren, gibt es die irgendwo einzeln zu kaufen (nur die Motoren)? Ich konnte bisher nichts finden.
     
    #9 canalyzer, 3 Dez. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 3 Dez. 2012
  10. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Na, wenn Geld keine Rolle spielt, ist der Asynchronmotor NATÜRLICH die bessere Lösung!
    (Schließlich muss man davon ausgehen, dass der Fahrradkettenprüfstand
    viele Jahre im 3-Schichtbetrieb laufen muss und ein Ausfall unabsehbare Folgekosten verursachen würde.)

    Die professionelle Lösung ist da, sich an die Burschen von SEW oder einer der vergleichbaren Firmen zu wenden:
    Die beraten in diesem umfangreichen Marktsegment und empfehlen den passenden Getriebemotor inkl. FU.
    Ich gehe jedoch davon aus, dass du dir einen vierstelligen Betrag wirst einstecken müssen.

    Willst du das selber bauen, so brauchst du einen Motor,
    den du gegenüber der gewünschten mechanischen Leistung um die gewünschte Drehzahlspreizung überdimensionieren muss
    (willst du also 50...100 U/min mit 500 W am Prüfstand, muss der 1,1 kW haben),
    einen Frequenzumrichter der nächsten Leistungsklasse (z.B. 2 kW) nebst Netzfilter (ihr wollt ja daneben messen)
    und ein Getriebe von der Nenndrehzahl des Motors runter auf die Prüfstandsdrehzahl.
    (Nachdem man seriöserweise nur um das ca. 3 übersetzt, ein 3- bis 4-stufiges Getriebe.)
    Alternativ könntest du das Getriebe ersparen,
    indem du einen ASM mit möglichst geringer Nenndrehzahl wählst (teuer und groß)
    und den sowie den FU um den Faktor Nenndrehzahl / minimale Ausgangsdrehzahl überdimensionierst:
    wird ein fetter Murl, aber vielleicht ein bissi billiger als die professionelle Lösung.

    Einen Universalmotor zu kaufen, verspricht hier wenig Vorteile:
    Der hat zwar ein schönes Anzugsmoment (welches hier keiner braucht),
    aber wird in der LEistungsklasse in der Regel nur sehr hochtourig ausgelegt,
    denn wenn man weniger Drehzahl braucht, nimmt man dann einen Asynchronmotor.

    Dem gegenüber steht die preisgünstige Bohrmaschine um vielleicht gute 100 €,
    die bereits die Drehzahlregelung UND das erforderliche Getriebe (perfekt auf den Murl abgestimmt) enthält:
    Einfacher zu beschaffen, billiger, kompakter und vor allem fixfertig.

    ... du hast die Wahl! :D
     
  11. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Wie macht man denn das in der Industrie, wenn man einfach mal z.B. ein Förderband haben will, mit verschiedenen Geschwindigkeiten? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, das man da zig Euros ausgeben muss für nen bischen Drehzahl rauf und runter.

    Ich glaub ich komm langsam aufn Trichter, dass das mit der Bohrmaschine die bessere, wenn auch nicht die "schönste" Lösung ist.

    Aber trotzdem nochmal (ist vllt. gar nicht so schlecht wenn ich in meiner Arbeit begründe, warum die Asynchronmaschine NICHT die beste Lösung ist) wenn man einen Asynchronmotor mit 750 u/min und z.B. 1,1 kw und nen Frequenzumrichter für z.B. 1,5 kw könnte das funktionieren, der begrenzende Faktor wäre dann die maximale Untersetzung von ca 3, die z.B. Ein Riemengetriebe (wäre konstruktiv und räumlich möglich) kann? Wäre dann nur ne Frage was das dann kostet. wäre wohl minimum 500 Euro.

    In ner Bohrmaschine steckt doch ein Universalmotor, oder? dh. unten rum viel Drehmoment, oben rum kommt die Leistung durch die hohe Drehzahl. Angesichts der Tatsache, das ich nur 50-130 u/min brauche, wäre es dann auch sinnvoll ein Untersetzungsgetriebe zu verwenden, den beim Bohren hat man ja i.d.r. ne höhere Drehzahl.

    Wäre halt schön wenn das ganze konstruktiv nicht nach Bohrmaschinenprüfstand aussieht:D
     
  12. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Habe gerade nochmal im Roloff Matek nachgeschaut, Die übersetzung bei Riemengetrieben kann im Falle eines Keilriemengetriebes bis 20 betragen, dh. mit einem Motor, der 1500 u/min läuft würde man circa hinkommen.
     
  13. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Wenn man in der Industrie im Anlagenbau z.B. ein Förderband mit regelbarer Geschwindigkeiten haben will,
    schnappt man sich den Katalog von Wattdrive, Mollmotor, Schmachtl, Heytec, Siemens, SEW usw.
    und wenn man den nicht hat, ruft man einfach dort an und genau das solltest du auch machen!
    Ich will mir jetzt nicht wieder Summen aus dem Daumen saugen - du wirst es dort hören.

    Hast du einen Asynchronmotor mit 750 U/min (das ist schon ein relativ teurer 4-poliger Sondermotor)
    und wolltest du das mit EINER Stufe untersetzen,
    müsste die große Riemenscheibe 15mal so groß sein wie die kleine - das funzt nicht.
    Drum macht man die maximale Untersetzung einer Stufe höchstens 3,
    d.h. du hast nach der 1. Stufe 250 U/min, nach der 2. Stufe 83 U/min und wirst noch eine brauchen:
    DREI Riemengetriebe - sperriges Bastelwerk mit mindestens 2 Wellen, 3 Riemen und 6 Riemenscheiben. o_O

    Gib´s zu - du kannst es nicht verheimlichen: Du bist kein Heimwerker. :D

    JEDE Handbohrmaschine hat ein Getriebe* - heutzutage sogar meist ein schaltbares -
    und die langsame Stufe wird mit einer zusätzlichen, einstufigen Übersetzung
    (Riementrieb - erlaubt, die Bohrmaschine in einem Kasten zu verstecken,
    auch wenn ich gute Ideen nicht für versteckenswert halte)
    ganz genau das tun, was du brauchst.

    *) Die Einhell-Akkubohrmaschinen, mit denen wir das Akkurennen bestreiten,
    sind wirklich billigst, aber haben z.B. ein 3-stufiges 2-Gang-Planetengetriebe.
     
  14. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Na passt:
    Dann würden wir auf den Motor sagen wir mal eine Keilriemenscheibe mit einem Durchmesser von 100 mm stecken
    und auf die Abtriebswelle eine mit einem Durchmesser von ... wie war das gleich ? ... 100 mm x 20 = 2000 mm ...
    Mann, WAS für eine Scheibe!

    Damit der Umschlingungswinkel bei der kleinen Scheibe nicht zu klein wird,
    könnte man eine Spannrolle einsetzen, was jedoch den Riemen zusätzlich belastet
    (er wird dadurch in die andere Richtung gebogen) ... nein, lieber doch nicht,
    oder den Achsabstand schön groß machen, so MINDESTENS den Durchmesser der großen Scheibe ...
    Mann, WAS für ein Riementrieb!

    ... oder sollte man den Riemen über eine 3cm-Rolle biegen? (Der wird halt nicht lange halten.)
    Dann würde man NUR eine kleine 60cm Riemenscheibe benötigen!*

    Und das Beste:
    Man erspart damit den Kauf einer vergleichsweise winzigen, billigen Bohrmaschine,
    wo das Getriebe bereits inkludiert ist!
    :LOL:
    (Verzeih, aber ich konnte nicht anders!)

    *) Mit extra flachen Sonderriemen KANN man sowas bauen (Waschmaschine!),
    aber alleine die Bauteile des Riementriebes kosten dich mehr als die Bohrmaschine,
    ohne dass ich gegenüber dieser auch nur irgendeinen Vorteil erkennen könnte.
     
  15. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Gerade war ich bei der Fa. MOLL-MOTOR
    und der Hr. Kastner dort hat mir einen Getriebemotor samt FU rausgesucht,
    der das tun sollte, was du willst:

    Asynchronmotor 550 W, Stirnradgetriebe ... ca. € 360,-
    Frequenzumrichter mit 750 W .................. ca. € 280,-
    _____________________________________________

    GESAMT ............................................... ca. € 640,- exkl. Mwst.


    ... kauf die Bohrmaschine.
     
  16. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Was mich jetzt etwas wundert ist, das ein Motor mit "nur" 500 W reicht. Aber wenn man annimmt, dass ich ehr sogar noch etwas mehr Leistung bräuchte, würde es nur noch teurer werden. Da ist definitiv die Grenze überschritten, du hattest recht.

    Also mal schnell in ebay geschaut, wo ich folgendes Angebot fand:
    http://www.ebay.de/itm/Einhell-Farb...maschinen_Schraubendreher&hash=item2c6a0be747

    für 66,60 Euro. Da hab ich zumindest mal einen Anhaltspunkt, was die Kosten angeht. Zudem sieht dieser "Mörtelrührer" so aus, als könnte man den sehr gut als Antrieb integrieren. Dazu konstruiere ich eine Aufnahme, die vorne am "Ring" angreift. Da 1400 W großzugig bemessen ist, dürften das selbst die Lager einer Einhell-Bohrmaschine aushalten. Mich wundert es, dass ich bisher (außer alten Waschmaschinenmotoren) solche Motoren nicht einzeln zu kaufen gefunden habe. Ein Druckluftmotor kostet übrigens in diesem Leistungsbereich laut Aussage eines Mitarbeiters des Herstellers Mannesmann-Demag ca. 1200-1500 Euro. Der erwähnte "China"-Motor kostet 85 Euro, Netzteil 227 Euro, Steuerung 60 Euro, insgesamt also über 350 Euro, was auch grenzwertig ist.

    Es kann sein, das ich trotzdem noch ein Riemengetriebe zwischenschalte. Dadurch ist eine größere räumliche Variabilität möglich, und ein Achsversatz wird ausgeglichen. Zusätzlich wird noch eine Drehmomentmesswelle zwischengebaut. Dazu muss ich nochmal überprüfen, dass die Radiale Belastung der Drehmomentmesswelle nicht überschritten wird. Ich geh mal davon aus, dass noch ein Lagerbock notwendig wird.

    Langsam nimmt es Form an :)

    Lg

    P.s. wo kauft man am besten riemenscheiben und Lagerböcke?
     
    #16 canalyzer, 5 Dez. 2012
    Zuletzt bearbeitet: 5 Dez. 2012
  17. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Ob ein Motor mit 500 W reicht, muss DU sagen bzw. ausrechnen:
    Welche Drehzahl mit welchem Moment bzw. welche Zugkraft mit welcher Umfangsgeschwindigkeit willst du denn?
    Daraus kannst du sehr einfach die Leistung ausrechnen.
    ... den errechneten Wert verdoppeln und schon hast du die Motorleistung!

    Ich seh schon: Du denkst mittlerweile in die richtige Richtung!
    Meines Erachtens springst du jedoch ein bissl zwischen den Extremen herum,
    denn zwischen einem SEW-Getriebemurl mit FU um einen 4-stelligen Eierbetrag zum 66,- Einhell ist ein großer Sprung.

    Hier wüsst ich´s; bei dir gibt´s sowas DA!
     
  18. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Naja, fürs nächste mal weis ich zumindest über den Asynchronmotor bescheid.

    500 W, bei 130 u/min muss dem Antriebssstrang zugeführt werden, habe ich errechnet.

    Im Prinzip war ich die ganze Zeit auf der suche nach einer Lösung, die man so auch "verkaufen" könnte, deswegen war ich von einer Bohrmaschine abgenneigt. Aber eine andere Lösung, die preislich noch moderat ist, gibt es ja nicht.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, liegt die maximale Leistung von 1400 W des Rührers bei einer Ausgangsdrehzahl bei 460 u/min, dh. bei einem Direktantrieb ohne Getriebe reicht die Leistung anteilsmäßig nicht mehr aus, um dem Prüfstand die benötigte Leistung zuzuführen. Komme also um nen Getriebe so oder so nicht drum herum.

    Riementriebe habe ich auch hier entdeckt:
    http://de.rs-online.com/
    http://www.maedler.de/
     
  19. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Der Rührer ist super geeignet:
    Du brauchst noch einen Riemenstrieb mit ca. 3:1
    und hast mit guter Leistungsreserve die Drehzahl, die du brauchst.
    den Riementrieb sähe ich dabei nicht als Nachteil,
    denn der gestattet, den Antrieb dorthin zu legen, wo er nicht störend ist
    und bringt erwünschte Elastizität bzw. Überlastschutz ins System.


    P.S.: Ein guter Konstrukteur zeichnet sich nicht dadurch aus,
    dass er "den Gurkensalat neu erfindet" und alles neu entwirft,
    sondern durch die Fähigkeit,
    passende, ausgereifte und billige Großserienprodukte einzusetzen.
     
  20. AW: Elektromotor Steuerung 500 W

    Heute habe ich mal das Riemengetriebe ausgelegt, kleine Scheibe mit 80 mm Durchmesser, große mit 224 mm Durchmesser, Keilrippenriemen XPZ. Habe im Internet ein gutes Auslegeprogramm entdeckt, das auf dem Buch von Roloff/Matek basiert. Dieses gibt auch die Lagerbelastung aus, in diesem Fall 632 N bei der notwendigen Vorspannung. das wird wohl der Rührer ehr nicht aushalten oder?

    d.h. ich muss jetzt noch eine zusätzliche Wellenlagerung mit reinmachen, und den Rührer irgendwie so lagern, das ein möglicher Achsversatz ausgeglichen wird. :-/
     

Diese Seite empfehlen