Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)

Dieses Thema im Forum "Konstruktion" wurde erstellt von Hologus, 27 Nov. 2012.

  1. Guten Tag,
    in unser Konstruktionsübung konstruieren wir gerade eine mobile Drehbühne. Dafür habe ich ein Beschleunigungsmoment Ma = 482N bestehend aus Massenträgheit und Reibung. Und das Erhaltungsmoment Mr = 131,86N.
    Nun wollte ich Bauraumbedingt einen kleinen Motor verwenden. Dabei wollte ich die Überlastfähigkeit eines Servomotors zum Nenndrehmoment ausnutzen. Was beim Herrsteller (SEW 300% bis 350%) angegeben ist.
    Nun hab ich mir nen Motor herausgesucht mit:

    Abtriebsdrehmoment [Nm] : 160,00
    Dyn. Abtriebsmoment [Nm] : >199

    Nun ist meine frage ob ich diesen nutzen kann. Das Abtriebsdrehmoment reicht aus um die Fahrt zu erhalten und dieses mal knapp 300% würde für die Beschleunigung ausreichen, aber kann man das so annehmen oder muss man das Dynamische Abtriebsmoment nehmen? Bin mir unsicher, denn das Abtriebsdehmoment ist ja nach dem Getriebe...

    MFG Andreas
     
  2. AW: Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)

    Hallo Andreas,

    ich kann dein Anliegen gut nachvollziehen, doch ich weiß nicht so recht, welchen Tipp ich dir geben soll! An deiner Stelle wäre ich auch skeptisch...
    Kann dir aber empfehlen, mal hier zu schauen. Ich hatte dort mal eine Betriebsführung mitgemacht und viel über Elektromotoren erfahren. Auch wenn ich mal Fragen hatte, habe ich die kontaktiert und mir wurde immer geholfen. Versuch es doch einfach mal! Gutes Gelingen ;)
     
  3. AW: Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)

    Für eine Hausübung KANNST du den Motor so schwach auslegen
    (Der Professor wird sich schwertun, da einen Fehler in der Dimensionierung zu finden!),
    aber wenn das auch nur einen rudimentär praktischen touch aufweisen sollte,
    muss ich davor eindringlich warnen:
    Das ist zu knapp.
    Die aufgrund des hohen Trägheitsmomentes der Drehbühne (eventuell inkl. draufstehendem Fahrzeug) Beschleunigungsdauer,
    ein geringer zusätzlicher Schwergang, die Netzspannung an der Untergrenze, oder oder oder
    überfordern den kleinen Murl und befördern ihn bald in den Elektroschrott.
    (Das bis ins Letzte auszureizen, rentiert sich ausschließlich in der Großserie oder im Rennbetrieb.)

    Die wahrscheinliche Folge ist eine Störung mit Betriebsausfall:
    Es muss ein stärkerer Motor beschafft werden,
    seine Halterungen, Abdeckungen und Wellenanschlüsse umgebaut werden,
    die Anlage ist länger nicht betribsbereit und das Renommee des Konstrukteurs im A...... .
    Ein doppelt so starker Motor kostet vielleicht um 1/3 mehr (Beschaffungskosten mitkalkulieren!),
    was in den Gesamtkosten der Anlage ohnehin untergeht.
    Der potente Antrieb fällt entweder nicht auf oder nur positiv.
     
  4. AW: Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)

    Erstmal vielen Dank für die Antworten.
    Es scheint ja doch sehr knapp bemessen, also würde ich nun einen Servomotor mit 400Nm Abtriebsdrehmoment nehmen. Im Anfahren überlaste ich ihn nur mit 20% und im Betrieb ist viel Spielraum.
     
  5. AW: Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)


    Hallo,
    das Berücksichtigen eines Sicherheitsfaktors (SF) habt ihr wohl noch nicht gelernt?
    Bei den Last- und Momentannahmen gibt es immer Unsicherheiten.
    Rechne also mit einem SF von 2 und du näherst dich späteren Erfahrungen in der Praxis an;-)

    (Ansonsten ist es ein "Glasperlenspiel")

    Gruß:
    Manni
     
  6. AW: Elektromotor Auslegung (Abtriebsdrehmoment)

    Yeah,
    that´s ist! :thumbsup:

    (Alle einer Meinung!)
     

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