Einstiegsgehalt <42000€ nach Technikerausbildung=> Verrat an anderen Technikern

Was wurde vor der Einführung des aktuellen Mindestlohn gejammert und gewettert - nichts von dem ist eingetreten! Wer sein Geschäftsmodell auf Niedriglöhnen aufbaut, gehört vom Markt. Punkt aus.
Weil viele Arbeitgeber Mittel und Wege gefunden haben, den Mindestlohn nicht zu zahlen...

Der Rest von deinem Beitrag stimmt ebenfalls nicht. Bestes Beispiel ist Frankreich, denn die sind uns gar nicht so fern. Haben ebenfalls eine starke Automobilindustrie, Luftfahrt usw.
Mindestlohn dort liegt bei 9,77 EUR, 35h-Woche, Renteneintritt mit 60. Und?
Viele Arbeitslose, hohe Jugendarbeitslosigkeit, usw.
 
Ich bin schockiert was hier für Zahlen genannt werden.
Ich kann irgendwie nicht glauben das man als Ingenieur weniger verdienen soll als man als normaler Einrichtmechaniker in einem Großbetrieb bekommt.
Auch die 43000 halte ich für absolutes Dumping für einen Technikerlohn. Für so ein Jahresgehalt würde ich mich nie Jahrelang in der Schule hinsetzen oder neben der Arbeit die Weiterbildung machen. Das rentiert sich doch im Leben nicht bei den Ausfällen die man durch die Schulzeit hat.

Wenn ein Betrieb solche Dumpinglöhne zahlt sollte man echt schleunigst das weite suchen.
 
Ich bin schockiert was hier für Zahlen genannt werden.
Ich kann irgendwie nicht glauben das man als Ingenieur weniger verdienen soll als man als normaler Einrichtmechaniker in einem Großbetrieb bekommt.
Wenn er in demselben Großbetrieb arbeitet, wird der Ingenieur wahrscheinlich deutlich mehr verdienen, als der Einrichtmechaniker...

Was aber auch gerne vergessen wird:
Der Einrichtmechaniker hat seine 2.600 EUR Netto im Monat nur, weil er dafür 1/3 Spät- und 1/3 Nachtschicht arbeitet und entsprechende Zulagen erhält. Und 3-Schichtbetrieb machst du nicht dein Leben lang mit, ohne dass dein Körper Schaden nimmt...

Aber das war schon immer so. Die Großbetriebe drücken die Kleinen im Preis, bis es quietscht. Da ist es dann kein Wunder, dass nur 42.000 EUR drin sind und nicht 70.000 EUR aufwärts wie beim Daimler und Co.
Wenn ich einen Mitarbeiter nur für 60 EUR/h verkaufen kann, kann ich ihm nicht 35 EUR/h Brutto bezahlen...

Auch die 43000 halte ich für absolutes Dumping für einen Technikerlohn. Für so ein Jahresgehalt würde ich mich nie Jahrelang in der Schule hinsetzen oder neben der Arbeit die Weiterbildung machen. Das rentiert sich doch im Leben nicht bei den Ausfällen die man durch die Schulzeit hat.
Es rentiert sich dann, wenn dein Betrieb 90% der Facharbeiter in 10 Jahren rausschmeisst und durch Roboter ersetzt, die dann von den Technikern/Ingenieuren programmiert werden und vom Rest der Facharbeiter gewartet...

Wenn ein Betrieb solche Dumpinglöhne zahlt sollte man echt schleunigst das weite suchen.
Niemand arbeitet gerne bei einem Betrieb der wenig bezahlt. Das tun die Leute nur, weil die Alternative ALGII wäre. Ob sich das dann lohnt?
 
Nachtschicht ist bei uns freiwillig. Im Normalfall haben wir wechselschicht. Bei uns bekommt man aber auch nicht automatisch mehr Geld nur weil man den Titel hat. Neben mir arbeitet ein technischer Betriebswirt und bekommt das gleiche Geld. Fachstellen sind immer rar. Natürlich muss man mit den Schichten leben aber lieber schicht und 3000euro netto als mit 1700euro netto überall sparen zu müssen
 
Naja, was will man da sagen... wer keine Nachtschicht macht, kriegt eben auch keinen 3.000 EUR Netto, sondern nur 2.500 oder weniger.::

Wenn du dein Leben lang in Schicht arbeiten willst, dann ist dir das ja überlassen. Andere entscheiden sich für weniger Geld und Büroarbeit, mit der Option mit steigender Berufserfahrung mehr Geld zu verdienen.
Als Werker in 3-Schicht sind deine Aufstiegschancen jedenfalls streng limitiert bzw. gehen gegen 0...
 
Ich habe schon Aufstiegs Möglichkeiten im Sinne von instandhalter und so. Büro Arbeit ist ja auch nicht für jeden geeignet. Ich könnte das zum Beispiel absolut nicht ausstehen den halben Tag bei der Arbeit vor einem PC und Telefon zu sitzen. Es ist viel schöner an Maschinen zu Schrauben und zu sehen wie sie besser werden.
 
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg und hoffe, dass du nicht irgendwann bereust Facharbeiter geblieben zu sein und dich nicht weitergebildet zu haben...
 
Ich mache ja den Techniker. Sonst wäre ich nicht hier im forum. Aber ich mache ihn eher aus Langeweile als aus Aufstiegsmöglichkeiten.
 
Ich habe ihn nicht schlecht geredet sondern nur Gesagt das er, wenn man durch ihn nicht mehr Geld bekommt als man auch normal in der Industrie verdient, sich nicht lohnt. Mir bringt der Techniker in der Hinsicht Geld ein weil ich von der Steuer mehr Geld in den 4 Jahren bekomme als ich für den Techniker zahle. Deshalb und weil man den Kopf ja irgendwie beschäftigt halten muss mache ich ihn. Geld machen ist ein vernünftiger Grund und keine Heuchelei
 
Na ja, das mit dem höheren Mindestlohn würde allen helfen. Nur die Duckmäuserchen glauben wieder die Mär von der Kostenexplosion und Verarmung.

Was ist wenn ich 500€ netto mehr in der Tasche habe und der Friseur kriegt 10€ mehr für den Haarschnitt? Nix!!! Selbst wenn ich 350€ Mehrkosten habe weil alle Preise steigen hab ich immer noch 150€ gut gemacht. Globale Betrachtungsweise schadet manchmal nicht.

Der Lohnausfall für den Techniker ist nicht zu verachten. Nehmen wir 2 Jahre Vollzeitschule bei einem Jahres-Durchschnittslohn von 30000€ brutto.

Das heißt es sind schon mal 60k verbraten. Dazu dann noch 20k Bafög Schulden und andere Verbindlichkeiten und noch 10k Ersparnisse die draufgehen.

Macht zusammengerechnet 90k die man liegen lässt. Jetzt bekommt man vielleicht 10k über die Steuer wieder und noch ein paar andere Dinge fließen in die Milchmädchenrechnung ein. Sagen wir mal der Techniker hat effektiv dann 75k gekostet. Ohne Inflation, Rentenverlust und so weiter.

Um diese Summe über 10 Jahre wieder reinzuholen sind jedes Jahr 7500€ zusätzlich auf das Jahresbrutto aufzuschlagen.

Gehen wir also von 30000€ Lohn vor dem Techniker aus. Der Techniker soll nicht umsonst gewesen sein und somit schlagen wir 20% drauf. Das heißt 36000€ plus 7500€. Gibt in Summe 43500€ die es zu verdienen gilt in den nächsten zehn Jahren reinzuholen um den Techniker finanziell wett zu machen.

Jetzt frage ich mich doch ernsthaft wie dann jemand für zum Beispiel 35000€ Jahresbrutto seine Arbeitskraft verschenkt.

Das ist doch ein absolutes Verlustgeschäft? Abgesehen von der fehlenden Wertschöpfung durch den Techniker kann man damit noch nicht einmal den finanziellen Verlust in zehn Jahren ausgleichen.

Deswegen mal Eier in der Hose haben und sich entsprechend verkaufen. Ruhig mal etwas mit dem Thema Lohnverhandlung beschäftigen. Nicht alles mit sich machen lassen undd auch vom Bittsteller-Image abweichen.

Auch die qualifizierten Mitarbeiter diktieren das Lohnniveau der Industrie mit. Oder andere Benefits.

Zum Beispiel sind 24 Tage Jahresurlaub ein Unding. Sowas darf man sich nicht aufs Auge drücken lassen.
 
Mir bringt der Techniker in der Hinsicht Geld ein weil ich von der Steuer mehr Geld in den 4 Jahren bekomme als ich für den Techniker zahle.
Milchmädchenrechnung! Bitte um Erklärung. Wie bringt dir der Techniker mehr ein? Höhere Fahrtkosten und Fahrtkosten zu fiktiven Lerngruppen ansetzen?

Mal abgehen davon das es Betrug ist sind die 2000-3000€ kein wirklicher finanzieller Vorteil.
 
Ich zahle jeden Monat 127euro für den Techniker dazu noch gelegentlich die Prüfungs Gebühren. Ich hab 370km zu meinem Prüfungs Standort bekomme dadurch eine sehr hihe Fahrtkosten pauschale. Und da ich ein sparsames Auto habe bleibt da viel über. Lerngruppen habe ich keine.
 
Im Jahr ist es ungefähr ein Plus von 300-400euro je nachdem wie viele Prüfungsgebühren mit angefallen sind. (dabei sind die Kosten die ich gezahlt habe bereits abgerechnet).Es kann natürlich sein das ich durch das absetzen der ganzen Gebühren und Fahrten eine Steuerklasse nach unten rutsche und es deshalb die Rückerstattung gibt
 
Okay! Verstehe wie du rechnest.

Deine Lohnsteuerklasse wird sich übrigens nur durch Veränderung der familiären Lebenssituation ändern. Also Heirat, Kinder...
 
Das ist nicht ganz richtig. Der Steuersatz ändert sich ja je nach Einkommen. Ich liege bei einem ziemlich hohen Satz allerdings an der unteren Grenze. Wenn ich ne gewisse Menge Werbungskosten angebe rutsche ich eine Stufe nach unten und habe deshalb dann die Rückzahlung.
 
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