Einstiegsgehalt <42000€ nach Technikerausbildung=> Verrat an anderen Technikern

Es liest sich vielleicht etwas reißerisch, nur muss mal gesagt werden.

Mich stört es schon lange das sich (junge) Menschen mit guter Ausbildung so günstig verkaufen.

Was spricht denn dagegen nach 3jähriger Ausbildung mit etwas Berufserfahrung und Technikerweiterbildung sich beim Arbeitgeber hinzustellen und 3500 Euro Monatsbrutto zu fordern?

Wenn der Arbeitgeber das nicht bereit ist zu zahlen dann sollte man weiterziehen. Ansonsten macht ihr nur das Lohngefüge für die anderen Kollegen kaputt. Bitte auch einmal solidarisch denken.

Auch daran denken das ihr die Ausbildungskosten plus den damit einhergehenden Lohnausfall wieder reinholen müsst.

Also! Seid stolze Techniker die ihre Arbeitskraft zu fairen Preisen anbietet. Ihr werdet sehen das dann auch wieder die Löhne steigen.
 
Muss mich leider outen....
Meine erste Anstellung nach der Technikerausbildung war für 2.900 DM Brutto..... als Facharbeiter hatte ich 3.200 DM Brutto.....

Was spricht denn dagegen nach 3jähriger Ausbildung mit etwas Berufserfahrung und Technikerweiterbildung sich beim Arbeitgeber hinzustellen und 3500 Euro Monatsbrutto zu fordern?
U.U. dass man jetzt als Techniker einen Neustart hinlegt ?
 
Das ist in dieser reißerischen Form schlicht und einfach Blödsinn...

Sicherlich, in BaWü oder Bayern mögen deine 42.000 EUR die untere Grenze sein, der man zustimmen sollte. Ganz anders sieht das aber in Sachsen-Anhalt, Thüringen, MeckPomm oder auch in Niedersachsen auf dem platten Land aus...

Du musst bedenken:
42.000 EUR in München sind komplett anders zu bewerten als 42.000 EUR in Anklam, Görlitz oder Aurich. Überspitzt formuliert... mit dem Gehalt bist du mit einer Wohnung in München knapp oberhalb der Armutsgrenze und in den 3 übrigen Städten gehörst du zur oberen Mittelschicht...

Insofern ist deine Forderung, dem Lohngefüge zuliebe alles abzulehnen was unter 3.500 EUR Brutto abzulehnen zwar löblich, was die Solidarität untereinander angeht. Aber im Hinblick auf die (teils drastischen) regionalen Unterschiede, ist das viel zu kurz gedacht.
Ich muss es leider so deutlich sagen, aber du solltest mal deinen Kopf aus der Suppe nehmen und über den Tellerrand hinaus gucken ;)
 
Was spricht denn dagegen nach 3jähriger Ausbildung mit etwas Berufserfahrung und Technikerweiterbildung sich beim Arbeitgeber hinzustellen und 3500 Euro Monatsbrutto zu fordern?
Bei dem einen oder anderen ggf. auch einfach die Tatsache, dass Lebenshaltungskosten bezahlt werden müssen und man nach dem Vollzeittechniker hier ggf. selbst unter Zugzwang ist.

Ansonsten kann ich dem Beitrag von rotH nur zustimmen. Ein Stück weit differenzieren muss man (aber dann bekommt man keine Aufmerksamkeit, weil man damit nicht polarisieren kann ;) ).
 
Es liest sich vielleicht etwas reißerisch, nur muss mal gesagt werden.

Mich stört es schon lange das sich (junge) Menschen mit guter Ausbildung so günstig verkaufen.

Was spricht denn dagegen nach 3jähriger Ausbildung mit etwas Berufserfahrung und Technikerweiterbildung sich beim Arbeitgeber hinzustellen und 3500 Euro Monatsbrutto zu fordern?

Wenn der Arbeitgeber das nicht bereit ist zu zahlen dann sollte man weiterziehen. Ansonsten macht ihr nur das Lohngefüge für die anderen Kollegen kaputt. Bitte auch einmal solidarisch denken.

Auch daran denken das ihr die Ausbildungskosten plus den damit einhergehenden Lohnausfall wieder reinholen müsst.

Also! Seid stolze Techniker die ihre Arbeitskraft zu fairen Preisen anbietet. Ihr werdet sehen das dann auch wieder die Löhne steigen.
Du vergisst eine simple Regel:
Angebot u. Nachfrage bestimmen den Preis.
Und der ist je nach Region halt unterschiedlich.
Eine hehre Einstellung zu solchen Dingen ist zwar löblich aber ziemlich nutzlos.
 
Moin. nur kurz nach IG Metall wäre ein Techniker mit einem Grundgehalt von 3.700€ im Monat das wären im Jahr ca. 44.000€. Ich finde es kurios wenn Techniker schreiben die gehen für 35.000€ Arbeiten. Ich verdiene jetzt als noch Technischer Zeichner 43.000€ dem entsprechend erwarte ich als Techniker ein größeres Plus. Bloß warum sollten die Firmen einen Techniker für >45.000 einstellen wen die auch einen für viel weniger bekommen. Und da gebe ich dem Ersteller recht. Die die sich billig verkaufen ziehen den Marktwert der anderen runter.
 
Ich verdiene jetzt als noch Technischer Zeichner 43.000€ dem entsprechend erwarte ich als Techniker ein größeres Plus.
Ja, und dann geht es, wie RotH schon geschrieben hatte, um die Randbedingungen. Bekommst Du die 43.000 EUR in München und würdest als Techniker in Brandenburg 40.000 EUR bekommen, wärst Du vermutlich von der Ausgabenseite her besser gestellt.

Hatte vor 2009, als ich wg. der Wirtschaftskrise entlassen wurde, von einem Kunden sofort das Angebot, zu gleichen Konditionen zu ihm zu kommen. Wäre in Ismaning gewesen und als ich mir da alleine die Mietpreise angesehen habe (Kaufen konnte man vergessen), hätte ich 400-500 EUR weniger in der Tasche gehabt als in Nordostbayern.....

Dann ist auch die Frage, wie und wo finde ich den Einstieg als Techniker ? Deine 43.000 EUR bekommst Du ja, weil Du es Wert bist. Wenn Du dann als Techniker in Deiner alten Firma wieder einsteigst und dort einen höher qualifizierten Job antrittst, dann gebe ich Dir Recht, dann sollte das Gehalt höher liegen als zuvor. Wenn Du aber in einer neuen Firma startest, die Dich nur auf dem Papier kennt, dann kann das u.U. auch anders laufen.
 
Kurios ist daran gar nichts. Die IG Metall ist eine Insel der Glückseligen mitten in einem tosenden, stürmischen Ozean. Das betrifft vor allem die eher einfachen Tätigkeiten, also Facharbeiter und Angelernte, hier sind die Unterschiede zwischen Tarif und nicht-Tarif am Extremsten.

Abgesehen davon... wenn du als technischer Zeichner schon 10 Jahre im Beruf bist, dann bist du für das Unternehmen aufgrund deiner Erfahrung natürlich viel, viel wertvoller, als wenn du als staatlich geprüfter Techniker gerade einsteigst.
Je komplexer der Bereich, umso länger die Einarbeitungszeit. Und während der Einarbeitungszeit bist du für das Unternehmen nunmal eher Belastung, denn Bereicherung. Wirklich Geld verdienen für das Unternehmen tust du erst nach dieser Einarbeitung...
 
Kurios ist daran gar nichts. Die IG Metall ist eine Insel der Glückseligen mitten in einem tosenden, stürmischen Ozean. Das betrifft vor allem die eher einfachen Tätigkeiten, also Facharbeiter und Angelernte, hier sind die Unterschiede zwischen Tarif und nicht-Tarif am Extremsten.
Und genau aus diesem Grund sollten Tariflöhne / -Gehälter auch der Maßstab sein! Wenn ein Unternehmen sein Geschäftsmodell auf niedrigen Löhnen und Gehältern stützt, dann geht das nunmal zu Lasten der Angestellten. Und das auch betriebsübergreifend. Wenn dieses Unternehmen aufgrund höherer Löhne nicht mehr rentabel ist, so sollte das Geschäftsmodell mal überdacht werden und ggf. vom Markt verschwinden (Achtung: Überspitzung!).

Die Hartz Reformen haben dazu geführt, dass Menschen, unter Androhung ihrer wirtschaftlichen Existenz, jede Arbeit, zu welchen Konditionen auch immer, annehmen zu müssen. Diese Drohkulisse hat Auswirkungen auf fast alle Gehaltsklassen gehabt. Und zwar in der Form, dass Gehälter inflationsbereinigt stagnieren und zunehmend Minijobs entstanden (Stichwort 450€ Job). Auf einem (Arbeits-)Markt gibt es immer zwei Seiten: einen der eine Arbeit zu gewissen Konditionen anbietet und einen der diese Konditionen akzeptiert. Oder eben nicht.

Wenn wir Techniker nicht in der jetzigen wirtschaftlichen Situation in der Lage sind, gerechte Löhne und Gehälter zu fordern - ja wann denn dann?

Back2Topic: Bei uns in BaWü werden Techniker in der EG11 oder höher eingestuft. Das entspricht bei 13,25 Gehältern mit 15% Leistungszulage bei 35h circa 61.300€/Jahr (bei 40h 70t€). Vor diesem Hintergrund ist es mir unverständlich, wie jemand auf einer entsprechenden Stelle für unter 50t€ arbeiten geht.
 
Back2Topic: Bei uns in BaWü werden Techniker in der EG11 oder höher eingestuft. Das entspricht bei 13,25 Gehältern mit 15% Leistungszulage bei 35h circa 61.300€/Jahr (bei 40h 70t€). Vor diesem Hintergrund ist es mir unverständlich, wie jemand auf einer entsprechenden Stelle für unter 50t€ arbeiten geht.
Im Prinzip hast du die Antwort auf deine Frage "Wenn nicht jetzt, wann dann?" schon geliefert...

Ganz ehrlich, ich freue mich, dass du in BaWü als Techniker so (ich muss es so sagen) unfassbar gut bezahlt wirst. Mit guten 62.000 EUR bist du schon dicht dran an dem Verdienst, den ich im Norden Deutschlands als Ingenieur im Großkonzern pro Jahr einfahre. Naja zumindest, wenn ich 220 Tage im Büro sitze, im Außendienst ist es natürlich mehr....

Wenn es dir vor diesem Hintergrund unverständlich ist, warum man für 50.000 EUR Brutto... also knapp 4.200 EUR im Monat arbeiten geht. Dann möchte man dir am liebsten eine reinha***..

Denn, ich vermute, es gibt auch in BaWü mehr als genug Betriebe, die NICHT nach IG-Metall-Wohlfühlpaket bezahlen... was sollen denn all die Menschen machen, die nicht das Glück haben in deinem IGM-Betrieb zu arbeiten?
Nach einem Jahr rutschst du automatisch in ALGII, dann kannst du deine Familie von 500 EUR im Monat ernähren... viel Spass..

Dieses ewige "Nananananana, ich verdiene in BaWü aber 500 Millionen EUR im Jahr, das kann doch JEDER, warum TUT ihr das denn nicht?" ist mittlerweile wirklich widerlich. Einfach nur widerlich... Nicht jeder lebt in BaWü und nicht jeder hat das Glück einen solch gut bezahlten Posten zu kriegen...

PS.
Achso... noch was... lieber Martin0815... sei dir bitte bewusst:
Dein sehr hoher Verdienst ist nur möglich, weil euer Unternehmen sehr wahrscheinlich einen Großteil der Tätigkeiten (Konstruktion, Montage, Zeichnungserstellung, Dokumentation, usw.) an andere Firmen auslagert. Diese Firmen zahlen den Mitarbeiten dann in der Regel kaum über Mindestlohn...
Schätze dich glücklich... aber halt die Klappe...

Um es nochmal ganz, ganz deutlich zu sagen:
ALLE IGM-Betriebe leben davon, dass sie viele Tätigkeiten mittlerweile auslagern, an Firmen die NICHT nach IGM-Tarif bezahlen. Würde ein Konzern ALLE Leistungen, die er im Rahmen eines Auftrages erbringt in seinem Konzern belassen und nach IGM-Tarif bezahlen... er wäre schon längst nicht mehr konkurrenzfähig...
Wenn du mir das nicht glaubst... ich habe heute erst mit einem Monteur gesprochen, der für uns arbeitet... und der verdient nichtmal annährend das, was unser eigener Monteur aufrufen würde...
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht liest du nochmal Absatz eins, zwei und drei. Und dann nochmal den allerersten Satz.

Zum Thema ausgelagerte Tätigkeiten: Externe Firmen bekommen mehr gezahlt als der interne Verrechnungssatz ist. Was der jeweilige Mitarbeiter dann bekommt muss er mit dem Dienstleister aushandeln. Das dient der Flexibilität und nicht der Kostensenkung. Dafür ginge es dann nach Indien / China.

Übrigens habe ich nicht die EG11. Und ein Nänänä hab ich auch nicht erwähnt. Einfach nochmal lesen. Vielleicht interpretierst du ein bisschen viel rein.
 
Back2Topic: Bei uns in BaWü werden Techniker in der EG11 oder höher eingestuft.
Das ist so auch nicht korrekt. Das mag die Zielentgeltgruppe sein. Viele Firmen beginnen 1 bis 3 Entgeltgruppen unterhalb, d.h. es ist Gang und Gäbe, dass ein Techniker in EG9 beginnt und erst nach 3 bis 4 Jahren die EG11 erreicht.
Wenn man eine Stelle erwischt, die man gleich mit der hohen Entgeltgruppe beginnen kann: Glückwunsch!
 
Ich möchte nicht sagen, dass du lügst... aber ich finde deine Antwort reichlich naiv...

Wenn ihr euren externen Dienstleistern mehr bezahlt, als ihr intern dafür verrechnen müsstet... warum nutzt ihr dann externe Dienstleister?
Wenn mein Monteur 60 EUR/h kostet und der externe Monteur kostet 80 EUR/h... warum bestelle ich dann den Externen? Das ist Quatsch, das glaubst du selbst nicht... und es wäre selbst dann irrelevant, wenn euer Kaufmann das, wider jeder betriebswirtschaftlichen Vernunft, wirklich so handhaben würde...

Denn... alle andere Firmen handhaben das so. Erzähl mir nichts, ich arbeite in einem IGM-Konzern und wir werfen gerade reihenweise Monteure raus, weil unsere externen Dienstleister "die Rohre für den halben Preis an die Wand klatschen"... so würde es Herr Günzelsen aus "Werner Beinhart" formulieren...

Mache dir bitte bewusst... deine Arbeit wird sehr gut bezahlt... aber das geht zu Lasten Anderer...
Früher, vor 20 Jahren, ging es zu Lasten der Rumänen. Heute geht zu Lasten der Leute in deiner Nachbarschaft, die bei Zeitarbeitsfirmen schuften...

Das tut weh, das möchte man nicht gerne sehen... ich verstehe das... aber wenn man dann so einen unverfrorenen Beitrag schreibt und geradezu verlangt, dass niemand für weniger als 50.000 EUR/Jahr arbeiten geht... dann muss man auch mal mit der Nase in die Scheisse getaucht werden... so leid mir das tut. Wir sind verwöhnt... und ich möchte, dass uns das, verdammt nochmal, klar ist...
 
Ich möchte nicht sagen, dass du lügst... aber ich finde deine Antwort reichlich naiv...

Wenn ihr euren externen Dienstleistern mehr bezahlt, als ihr intern dafür verrechnen müsstet... warum nutzt ihr dann externe Dienstleister?
Wenn mein Monteur 60 EUR/h kostet und der externe Monteur kostet 80 EUR/h... warum bestelle ich dann den Externen? Das ist Quatsch, das glaubst du selbst nicht... und es wäre selbst dann irrelevant, wenn euer Kaufmann das, wider jeder betriebswirtschaftlichen Vernunft, wirklich so handhaben würde...

Denn... alle andere Firmen handhaben das so. Erzähl mir nichts, ich arbeite in einem IGM-Konzern und wir werfen gerade reihenweise Monteure raus, weil unsere externen Dienstleister "die Rohre für den halben Preis an die Wand klatschen"... so würde es Herr Günzelsen aus "Werner Beinhart" formulieren...

Mache dir bitte bewusst... deine Arbeit wird sehr gut bezahlt... aber das geht zu Lasten Anderer...
Früher, vor 20 Jahren, ging es zu Lasten der Rumänen. Heute geht zu Lasten der Leute in deiner Nachbarschaft, die bei Zeitarbeitsfirmen schuften...

Das tut weh, das möchte man nicht gerne sehen... ich verstehe das... aber wenn man dann so einen unverfrorenen Beitrag schreibt und geradezu verlangt, dass niemand für weniger als 50.000 EUR/Jahr arbeiten geht... dann muss man auch mal mit der Nase in die Scheisse getaucht werden... so leid mir das tut. Wir sind verwöhnt... und ich möchte, dass uns das, verdammt nochmal, klar ist...
Du verstehst nicht worauf ich hinaus wollte. Du argumentierst, dass die hohen Tariflöhne auf Kosten niedriger Löhne zustande kommen. Ich sage, dass Tarifgehälter der Maßstab sein müssen. Das durchsetzen können nur die Arbeitnehmer. Aber solange sich jemand findet der die Arbeit für weniger macht, dreht sich die Spirale weiter abwärts. Und den AG freut es.
Aber ist ja auch egal.


@masls: Natürlich meine ich immer die Ziel EG.
 
Denn... alle andere Firmen handhaben das so. Erzähl mir nichts, ich arbeite in einem IGM-Konzern und wir werfen gerade reihenweise Monteure raus, weil unsere externen Dienstleister "die Rohre für den halben Preis an die Wand klatschen"
Da muss ich jetzt widersprechen, ich habe das in den Firmen, die ich kennengelernt habe größtenteils so nicht erlebt.

Ehemals:
- japanischer Konzern (ca. 30.000 MA)mit Produktionsgesellschaft (ca. 200MA) in Deutschland:
IG Metall -> EG13 + Firmenwagen, nichts mit ausgelagerten Dingen, alles in eigener Hand

- französisches Industrieunternehmen (220 MA)
70.000 EUR + 40% Bonus + Firmenwagen

Derzeit noch:
Handelsunternehmen, nicht Tarifgebunden, 26 MA
72.000 EUR + Firmenwagen

Ein einziger AG in den letzten 20 Jahren hat seine Produktionsmitarbeiter schlecht bezahlt, dort arbeiten auch noch 2 Technikerkollegen und berichten mir davon, dass die ausgelernten Facharbeiter relativ schnell wo anders mit 1-3 EUR mehr die Stunde die Firma verlassen...... man wird aber nicht schlau daraus.....
 
Bekommt Ihr als "einfache" Techniker wirklich 70 tsd. Euro im Jahr + Firmenwagen?

Hmm ich glaube, ich hätte Techniker werden sollen, ok man lernt immer dazu, vielleicht im nächsten Leben.
 
Bekommt Ihr als "einfache" Techniker wirklich 70 tsd. Euro im Jahr + Firmenwagen?
Meine Geschichte:
3 Jahre Ausbildung zum Facharbeiter
1 Jahr Produktionsmitarbeiter
1 Jahr Bundeswehr (musste man damals noch)
2 Jahre Vollzeitschule zum Techniker (Abschlussnote 3,6....)
2 Jahre branchenfremd als Handelsvertreter in den Vertrieb eingestiegen

Dann wieder in Festanstellung 1999 Start mit 65.000 DM Brutto + Firmenwagen. Heute 72.000 EUR Brutto + Firmenwagen (zwischendurch auch mal 70.000 EUR + 40% Bonus + Firmenwagen).

Was ist denn ein einfacher Techniker ? Bei einem meiner ehemaligen Arbeitgeber war ein Maschinenbautechniker Leiter der F&E Abteilung mit Prokura.....

Sicherlich war bei mir auch nicht unerheblicher Zufall/Glück dabei, zur rechten Zeit die richtige Stellenanzeige gesehen und beworben aber lasst Euch doch nicht einreden, dass Ihr nur "einfache" Techniker seid..... Zum Einstieg kann man ja auch mal Abstriche machen, aber für die langfristige Zukunft ist einiges möglich.
 
Einfach dies bezüglich, da 72 tsd + Firmenwagen schon in der Liga von einem Ingenieur (Diplom/Master) mit Berufserfahrung liegt. Und ein Ingenieur hat nun einmal eine deutliche bessere Ausbildung bezüglich Grundfertigkeiten als ein Techniker genossen. Zumal auch wichtige praxisrelevante Themen wie FEM, Matlab/Simulink überhaupt gar nicht in einer Technikerausbildung mal im Ansatz behandelt werden.
 
Du musst hier denke ich unterscheiden zwischen Einstieg und späterer Laufbahn.
Auch gibt es sicherlich Jobs, wo Du Ingenieurswissen zwingend benötigst und die Technikerausbildung einfach nicht ausreicht. Als Dipl. Ing. wirst Du aber auch kein Chefarzt......:D

Jedoch innerhalb der Jobs, die Du als Techniker ausüben kannst, ist durchaus einiges möglich.
 
Mein ehemaliger Chef war Bezirksleiter in einem 50.000 Personen Unternehmen, wurde nach meiner Zeit zum Niederlassungsleiter. Kann man sich sicher sein, er hat an der sechsstelligen Marke gekratzt hat was Gehalt angeht. Oh ach ja, er ist kein Hochschulabsolvent, sonder "einfacher" Techniker.
 
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