Einpresskraft berechnen

Hallo Leute,

Ich stelle mich gerade folgendem Problem: Ich möchte die Einpresskraft für eine Pressverbindung von einer Welle in eine Bohrung ungefähr berechnen. Dabei ist das hinterher maximal aufnehmbare Drehmoment etc. völlig egal.
Es herrscht ein Übermaß von 0,008mm.
Ich habe folgende Formel für die Einpresskraft gefunden:

Fe = Flächenpressung * Reibkoeffizient * Umfang * Länge.

Allerdings weiß ich nicht, wie ich die Flächenpressung berechnen soll. p = F/A wobei die Fläche ja bekannt aber wie viel Kraft wirkt durch das Übermaß auf die zylindrische Fläche?
Ich brauche unbedingt Hilfe! Vielen Dank im Voraus!!!
 
Hallo Devin,
schau mal hier: https://www.schweizer-fn.de/maschinenelemente/pressverbindung/pressverbindung.php
Du brauchst allerdings dazu noch ein paar Daten mehr.
Bei dem Punkt:
Maximale Fugenpressung bei maximalem Übermaß
kannst du "p" berechnen, das dann in die Formel

eingesetzt dann hast Du die Axialkraft.
Die Reibwerte würde ich schätzen oder googeln, die Sicherheit ebenfalls.
 

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Vielen Dank schon mal für deine Hilfe!

1. Nehme ich die Formel für die Fugenpressung für "Außenteil" oder "volles Innenteil"? Der Betrag des Drucks, der auf die beiden Teile wirkt müsste doch eigentlich identisch sein oder?

2. Was ist mit Durchmesserverhältnis Q gemeint? Welche Durchmesser setze ich dabei wie in Beziehung?

3. Welcher Wert für die Sicherheit wäre moderat?
 
Hallo Devin,
auf der Seite gibt es doch ein Berechnungsprogramm.
Gib Deine Daten dort einfach mal ein.
Du brauchst noch folgende Werte:
- minimales Übermaß
- maximales Übermaß hast Du ( 8µm]
- Außendurchmesser des Außenteiles (Nennmaß)
- Innendurchmesser des Außenteiles
- Außendurchmesser das Innenteiles
- Innendurchmesser des Innenteiles ( Null wenn Vollmaterial)
- Die Fugenlänge
- Rauheit der Oberflächen (nimm 1,6µm wenn Du es nicht weißt)
- Sicherheiten würde ich für den ersten Versuch mit 1 annehmen
- Reibwerte (nimm 0,1 bis 0,15 für Stahl auf Stahl)
- Streckgrenze (für Stahl S235SR z.B. 235N/mm2)
- E-modul (für Stahl 210000N/mm2)
- Querdehnzahl (für Stahl 0,3)

Für Deine Berechnung musst Du ja immer zwei Teile betrachten - Innenteil und Außenteil
Das Durchmesserverhältnis gibt das Verhältnis von Innen- zum Außendurchmesser an (immer <1) da gibt es zwei,
einmal fürs Innen Teil (Qi) und einmal fürs Außenteil (Qa)

Wie gesagt würde ich für die Sicherheit erst einmal 1 annehmen um zu sehen wo Du landest, danach kommt es darauf an, in welchen Umfeld und in welchen Sicherheitsbereich Du dich bewegst (Kranbau, normaler Maschinenbau, Flugzeugbau) und welche Belastungsart (statisch, dynamisch usw) auf Deine Verbindung wirkt.

Du kannst das Ganze natürlich auch "von Hand" rechnen. Ist etwas aufwändiger, dann weißt Du aber was Du gerechnet hast,
was Du beim Programm nicht hast, weil Du nicht genau weißt was da programmiert wurde.
 
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