Einbinden von S-Parametern in LTspice

Dieses Thema im Forum "Elektrotechnik" wurde erstellt von chinantek, 12 Jan. 2013.

  1. Wie kann man S-Parameter (als Touchstinefile *.s2p (real/imag)) in ltspice einbinden?
     
  2. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Hallo,
    S-Parameter Files kann man in eine Ersatzschaltung mit E-Quellen umrechnen. Diese Schaltung kann man dann in LTspice oder in jedem anderen SPICE simulieren. Wirklich gut funktioniert das mit der .AC-Analyse.
    Willst du das in der .AC Simulation anwenden?

    http://tech.groups.yahoo.com/group/LTspice/files/ Tut/S-Parameter/S-Parameter to SPICE/
    Files > Tut > S-Parameter > S-Parameter to SPICE


    Bei dieser Gruppe muss man sich anmelden. Dazu am einfachsten einen Yahoo email account machen.
    http://tech.groups.yahoo.com/group/LTspice

    Gruß
    Helmut
     
  3. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Danke Helmut
     
    #3 chinantek, 13 Jan. 2013
    Zuletzt bearbeitet: 13 Jan. 2013
  4. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Zudem Program, ich habe zwei Ports (normales zwei Tor)
    "!Freq S11:SOLT2(OFF) S21:SOLT2(OFF) S12:SOLT2(OFF) S22:SOLT2(OFF)# Hz S RI R 50"

    und ich gebe an zwei Ports.

    die Lib datei gibt dann für Spice drei Ports an.
    ".SUBCKT SCL_SDA10002 1 2 3 "

    Warum sind es nicht zwei Ports oder vier?
     
  5. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Funktioniert das verfahren weniger zuverläßig bei der transienten analyse?
     
  6. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    > Warum sind es nicht zwei Ports oder vier?

    Der dritte Pin is GND. Den hätte man auch intern erden können.

    > Funktioniert das verfahren weniger zuverläßig bei der transienten analyse?

    Um vom Frequenzbereich in den Zeitbereich zu kommen, muss LTspice eine Fourier-Transformation machen. Dazu muss LTspice Annahmen über die Bandbreite und den Verlauf außerhalb deines spezifizierten Frequenzverlaufs machen. Das führt aber meiner Meinung nach oft zu ungenauen Ergebnissen im Zeitbereich. Am besten du probierst es zum Testen mit bekannten Übertragungsfunktionen mal aus.
     
  7. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Ich hab mit ltsspice die s-parameter der lib datei getestet in ac (es sind die selben). Wenn ich die datei in eine transient simulation einbinde wird die schaltung instabiel (es ist eine leitung und ich erhalte werte im MV GV Bereich nach µs - zudem dauert die simulation wesentlich länger als ohne den onbjekt. Gibt es für das nutzen des models irgend etwas zu beachten?)
     
  8. AW: Einbinden von S-Parametern in LTspice

    Da musst du mir das Beispiel mal schicken.

    Andere Idee: Hänge es an deine Message hier im Forum dran (.zip von .asc, .lib und .asy).
     
  9. Hallo,
    ich habe leider so ein ähnliches Problem (GV, MV). Vielleicht mir einer helfen.
    Es geht um eine Dual-Gate-NMOS mit 4 Eingängen.
    Vielen Dank schon mal im Voraus.
     

    Anhänge:

  10. Hallo Sascha,

    S-Parameter sind Kleinsignalparameter. Das bedeutet dass alles linear ist. Deshalb macht es keinen Sinn da mit Versorgungsspannungen zu hantieren.

    1kV ein -> 3kV aus
    1uV ein -> 3uV aus

    Ich habe dir mal dein Beispiel repariert.

    Den s2p File habe ich mit dem Konverterprogramm im zip-file prozessiert um den lib-File zu erzeugen.

    Gruß
    Helmut

    Nachschlag:

    Einfach den zip-file im Verzeichnis C:\beliebig auspacken und schon kannst du simulieren.

    Hände weg von C:\Program bla bla

    Ich habe zehntausend Designs/Simulationen und keine einzige hat auch nur irgend eine Datei im Programmordner. Genau so solltets du das in der Zukunft auch machen, damit deine Simulationen in jedem Verzeichnis und auf jedem Rechner ohne Modifikation laufen.
     

    Anhänge:

    #10 helmuts, 11 Apr. 2014
    Zuletzt bearbeitet: 11 Apr. 2014
  11. Hallo Helmut,
    vielen Dank für deine Hilfe und schnellen Antwort.
    So verhält sich das mit den S2P Parameter, dass wusste ich nicht.
    In deinem Beispiel habe ich jetzt einen Eingang und einen Ausgang, ist es da möglich zwei Eingänge zu prozessieren (da ich zwei Gate Eingänge benötige) oder kann man mit den S2P - Dateien ausschließlich eine "Blackbox" mit einem Ein- und Ausgang erstellen.
    Auch vielen Dank für den Tipp mit den Verzeichnissen, werde ich direkt umsetzen.
    Dankeschön.
     
  12. 1. Du hast du nur einen 2-Port (1Eingang+1Ausgang) S-Parameter file.

    2. Wenn du einen 3-port oder 4-port file hättest, dann wüsste ich nicht wie ich den (LT)spice einbinden könnte.

    Typischerweise liefert der Hersteller des Transistors einfach mehrere S2p Files für verschiedene Drainströme.
    Die muss man dann getrennt simulieren.

    Für SPICE wäre es viel gschickter, wenn der Hersteller ein Subcircuit Modell bestehend aus 2 Mosfets gemacht hatte.
    Das gibt es für verschiedene BF9xx Dual Gate Mosfets.
    https://groups.yahoo.com/neo/groups/LTspice/files/ Lib/Dual-Gate-Mosfet/
    Allerdings muss man sich da eventuell noch ein Modell für die Zuleitungsinduktivitäten/Kapazitäten dazubauen.
     
  13. Jetzt wird mir einiges Klarer. Der Hersteller hat zwei S2P Dateien zu Verfügung gestellt. Ich bin davon ausgegangen, dass diese für ein anderes Modell sind. Wie sollte ich diese denn dann am besten Verschalten ? Vielen Dank für deine Hilfe.

    Ich hab den Hersteller bereits angeschrieben, damit er mir ein Modell zuschickt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch keine Antwort bekommen. Sofern ich das Modell bekomme werde ich es auch bei Groups.yahoo.com hochladen.
     
  14. > Wie sollte ich diese denn dann am besten Verschalten ?

    Da sind einfach nur S-Parameter für Id=10mA und 15mA drin.
    Damit kann man das Kleinsignalverhalten bei exakt dem Strom simulieren.

    Um eine Schaltung mit maximaler Verstärkung zu bauen nimmst du Ug2=4V. Ub=5V. Da diese Transistoren doch einige Toleranzen bei Id(Ugs1) haben musst du entweder mit einem Sourcewiderstand oder einer aktiven Stromregelung arbeiten.
     
  15. Vielen Dank Helmut,
    ich werde es gleich mal ausprobieren.
     
  16. Der Nachteil des Source-Widerstandes ist natürlich, dass man parallel dazu einen Kondensator schalten muss der HF-mäßig einen Kurzschluss darstellt. Sinnvoller weise muss das alles sehr klein sein (SMT-Bauteile 0603 oder 0402).
    Durch verstellen von Ug2 von 4V in Richtung 0V kann man die Verstärkung um mehr als 40dB reduzieren.
    Ugs1 muss man so einstellen, dass sich ein vernünftiger Drainstrom bei Ugs2=4V einstellt. Beid er Lösung mit dem Sourcewiderstand werden trotz Unterschiede der Transistoren ein ähnlicher Drainstrom erreicht. Allerdings kostet das zusätzlich Betriebsspannung.
     

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